Heute ist Freitag der 15.04.2005. Mit dem Shuttlebus des Hotels lassen wir uns zum "Tragia Shopping Centre" nach Nusa Dua fahren. Jeden Tag um 10:00 Uhr ist es möglich den kostenlosen Transfer zu nutzen. Innerhalb des Nusa Dua Komplexes bieten einige Restaurants auch den kostenlosen Taxiservice an. Man rufe dort an wo man gerne essen möchte und ein Taxi holt die Gäste ab.
Das Einkaufszentrum ist vor allem für die Urlauber eingerichtet - die Preise ebenso. Die Auswahl an Schuhen sowie Oberbekleidung und Andenken ist sehr groß. Mir fällt auch die hohe Anzahl an Verkaufspersonal auf. Schön ist das Sammeln der Einkäufe an der Kasse, wie wir es schon gestern in Denpasar gesehen haben. Man kann alle Einkäufe auf der Etage bezahlen und hat immer alle Hände frei.
Der Wechselkurs ist hier besonders gut und ich tausche noch mal einige Euro um. über die Moneychanger habe ich im Indonesienforum schon viel negatives gelesen und ich passe besonders auf - das Geld stimmt aber.
Auf dem Fußmarsch nach Benoa finden wir in den kleinen Läden noch das eine oder andere gute Stück und kommen erfolgreich im Hotel an.
Die Nähe zum Flughafen spürt man im Süden natürlich sehr stark. Flugzeuge starten und landen immer gegen den Wind und das heißt im Normalfall sie landen aus Richtung Osten und starten in Richtung Westen. Wir sehen dann nur die landenden Maschinen und haben keinen Lärm. Einige Tage hat der Wind gedreht und das heißt auch schöne Fotomotive von der Liege aus und entsprechend Krach. Die Flugzeuge starten und drehen dann über Sanur oder Nusa Dua ab.
Am 18.04.2005 fahren wir mit dem Taxi nach Kuta. Bisher haben wir von den engen Straßen und dem Rummel nur gehört. Jetzt haben wir alles Live. Ein Laden neben dem Anderen und sehr starker Verkehr. Trotzdem macht das Bummeln durch die Geschäfte auch Spaß und das Warenangebot ist sehr breit gefächert. In Strandnähe fallen mir im Schatten der Bäume die vielen Verkäufer auf. Wer zum Ozean will, muss hier durch, das wäre nichts für uns. Für Ordnung wird gesorgt - ein Bettler wird aus der Einkaufszone verwiesen. Die Polizei ist hier zahlreich auf Streife und das wird seinen Grund haben.
Am Abreisetag habe ich die Gelegenheit genutzt und einige Bilder vom Sonnenaufgang gemacht. Das Farbenspiel entschädigt für die entgangenen Bilder des Sonnenuntergangs am Tanah Lot.
Heute beginnt unsere Rundreise "Impressionen Bali". In Benoa beginnend sammelt ein Bus alle Teilnehmer der Reisegruppe ein. Weil man sich die Fahrt durch Kuta ersparen will, werden die letzten Urlauber mit dem Kleinbus zu einem Treffpunkt gebracht - eine kluge Entscheidung.
Der Reisebus ist für Balinesen sicher groß genug aber für unsere Körpermaße ist er zu eng. Die Klimaanlage funktioniert sehr gut und das ist in den Tropen noch wichtiger.
Als Erstes steht der Besuch einer Vorführung des Barongtanzes auf dem Ablaufplan. In dem kleinen Dorf Batubulan wird neben dem Kecak- und Feuertanz auch der Barongtanz vorgeführt. Die Vorstellungen sind auf den Zeitplan der Busreisen abgestimmt und die erste Darbietung beginnt schon 09:30 Uhr am Morgen. Viele Busse stehen auf dem Parkplatz und kein Balinese will uns etwas verkaufen.
Damit wir den Sinn des Tanzes auch verstehen bekommen wir eine Seite mit der Beschreibung der Handlung auf deutsch. Die Gamelanmusiker sind auch noch nicht richtig wach und erst mit der Zeit hört das Gähnen auf. Es sind noch viele Plätze frei und man kann sich für die Videoaufnahmen die besten Stellen aussuchen. Nach 40 Minuten endet die Vorstellung und auf dem Parkplatz werden wir von den Verkäufern erwartet. Weil sich an den Toiletten lange Schlangen bilden verzögert sich die Weiterfahrt und außerdem ist noch Jemand in der Reisegruppe der alles gebrauchen kann. Deshalb ist unser Bus mit Sicherheit der Letzte auf dem Parkplatz.
Gegen 10:45 Uhr machen wir dann im Dorf nebenan in einer Silberwerkstatt halt. Eine Frau zeigt uns ihr Handwerk und schon geht es zum Verkaufsstand - das soll das berühmte Dorf Celuk sein?
Wenige Minuten später bei einem Maler die gleiche Situation. Zwei Jungen beschäftigen sich mit fast fertigen Bildern - rote und grüne Gesichter. Diese Bilder werden wir auf Bali noch sehr oft sehen. Recht lustlos werden hier Kopien hergestellt. Da wir uns nicht so sehr für diese Kunst interessieren warten wir auf die Weiterfahrt.
Es hat nie auf Bali Elefanten gegeben und doch gibt es die Elefantenhöhle Goa Gajah. Durch die Verkaufsstände des Touristenmarktes führt ein Weg zu den Stufen über die man zum Heiligtum gelangt. Im 11. Jahrhundert wurde die Höhle erschaffen und erst 1923 wiederentdeckt. Etwas über eine halbe Stunde halten wir uns hier auf und dann geht die Fahrt schon weiter in das erste Hotel der Rundreise nach Ubud. Das "Cahaya Dewata" hat seine besten Zeiten schon lange hinter sich, nur der Panoramablick in das weite Tal ist beeindruckend. Die Zimmer sind größer als eine Bahnhofshalle und die Anordnung der Lichtschalter lässt auf eine ursprünglich andere Nutzung schließen. Die Affen tanzen auf dem Dach und auch aus der Zwischendecke kommen Geräusche. Ist ja nur für eine Nacht.
Das vorgegebene Reiseprogramm wurde etwas abgeändert und die Wanderung durch die Reisterrassen findet heute schon statt. Dafür besuchen wir morgen erst das Museum.
Gegen 16:30 Uhr bringt uns der Bus zum Ausgangspunkt unseres Spazierganges. Wir sehen den Reisbauern bei der Ernte zu und wandern durch die schöne Natur bei Ubud. Unser Reiseleiter spricht sehr gut deutsch und erklärt die Bedeutung der Schilder an den Hauseingängen und vieles mehr. Fast 2 Stunden sind wir unterwegs bis uns der Bus am Ziel unserer Wanderung abholt.
Der Rest des Tages ist zur freien Verfügung und wir wollen nicht mit der Reisegruppe im Hotel bleiben. Für 20000 Rp bringt uns das Hoteltaxi in das Zentrum von Ubud und holt uns auch wieder am Treffpunkt ab. Es fängt an zu regnen und wir machen einen Stadtbummel durch die Läden. Das Angebot ist sehr gut und preiswert, aber die Geschäfte machen auch 20:00 Uhr zu. In dem bekannten Cafe Lotus in der Main Road werden wir etwas essen. Obwohl wir den ganzen Tag nicht viel gegessen haben machen uns die großen Portionen zu schaffen. Die Bedienung ist sehr aufmerksam und hat etwas gegen leere Gläser - sofort wird nachgegossen bevor man selber auf die Idee kommt. Das Cafe Lotus kann man nur empfehlen. Nicht weit entfernt findet eine Aufführung des Barongtanzes statt. Gegen die Massenabfertigung von heute Vormittag ist diese Vorstellung Balsam für Auge und Ohr.
Etwas nervt die ständige Belästigung "Transport"-"Transport". Taxifahren muss eine gute Verdienstmöglichkeit sein - erst recht ohne Taxischild.
Pünktlich werden wir von unserem Fahrer abgeholt und in das Hotel gebracht. Es regnet in Strömen und wie erwartet hat der Rest der Gruppe das Hotel nicht verlassen.