Heute machen wir unsere letzte Tour mit Wayan. Der Wecker klingelt um 2:45 Uhr - wer hat sich nur diese Tour ausgedacht? Wayan holt uns pünktlich 03:30 Uhr im Hotel ab. Er hat schon mit seinem Fahrer die Fahrt von Denpasar nach Nusa Dua hinter sich. Im Auto erzählt uns Wayan, dass er mit seinen Neffen in der Disco war und uns dann abgeholt hat.
Gestern haben wir uns den Wecker schon für 07:30 Uhr gestellt, den nach dem Frühstück müssen wir noch unsere Koffer packen. Mit Wayan haben wir uns für 09:00 Uhr verabredet. Wie immer ist er sehr pünktlich und wir müssen nur noch unserer Hotelrechnung begleichen. Wayan hat sich in den letzten Jahren fast gar nicht verändert.
Am 21.03.2009 wollen wir wieder nach Singapur und Bali fliegen. Nach unserer letzten Reise 2005 wollen wir 2009 einiges anders organisieren. Die Flüge nach Frankfurt haben wir in Eigenregie gebucht und so gegenüber dem Reiseveranstalter über 50 % gespart.
Heute ist Freitag der 15.04.2005. Mit dem Shuttlebus des Hotels lassen wir uns zum "Tragia Shopping Centre" nach Nusa Dua fahren. Jeden Tag um 10:00 Uhr ist es möglich den kostenlosen Transfer zu nutzen. Innerhalb des Nusa Dua Komplexes bieten einige Restaurants auch den kostenlosen Taxiservice an. Man rufe dort an wo man gerne essen möchte und ein Taxi holt die Gäste ab.
Das Einkaufszentrum ist vor allem für die Urlauber eingerichtet - die Preise ebenso. Die Auswahl an Schuhen sowie Oberbekleidung und Andenken ist sehr groß. Mir fällt auch die hohe Anzahl an Verkaufspersonal auf. Schön ist das Sammeln der Einkäufe an der Kasse, wie wir es schon gestern in Denpasar gesehen haben. Man kann alle Einkäufe auf der Etage bezahlen und hat immer alle Hände frei.
Der Wechselkurs ist hier besonders gut und ich tausche noch mal einige Euro um. über die Moneychanger habe ich im Indonesienforum schon viel negatives gelesen und ich passe besonders auf - das Geld stimmt aber.
Auf dem Fußmarsch nach Benoa finden wir in den kleinen Läden noch das eine oder andere gute Stück und kommen erfolgreich im Hotel an.
Die Nähe zum Flughafen spürt man im Süden natürlich sehr stark. Flugzeuge starten und landen immer gegen den Wind und das heißt im Normalfall sie landen aus Richtung Osten und starten in Richtung Westen. Wir sehen dann nur die landenden Maschinen und haben keinen Lärm. Einige Tage hat der Wind gedreht und das heißt auch schöne Fotomotive von der Liege aus und entsprechend Krach. Die Flugzeuge starten und drehen dann über Sanur oder Nusa Dua ab.
Am 18.04.2005 fahren wir mit dem Taxi nach Kuta. Bisher haben wir von den engen Straßen und dem Rummel nur gehört. Jetzt haben wir alles Live. Ein Laden neben dem Anderen und sehr starker Verkehr. Trotzdem macht das Bummeln durch die Geschäfte auch Spaß und das Warenangebot ist sehr breit gefächert. In Strandnähe fallen mir im Schatten der Bäume die vielen Verkäufer auf. Wer zum Ozean will, muss hier durch, das wäre nichts für uns. Für Ordnung wird gesorgt - ein Bettler wird aus der Einkaufszone verwiesen. Die Polizei ist hier zahlreich auf Streife und das wird seinen Grund haben.
Am Abreisetag habe ich die Gelegenheit genutzt und einige Bilder vom Sonnenaufgang gemacht. Das Farbenspiel entschädigt für die entgangenen Bilder des Sonnenuntergangs am Tanah Lot.
In den folgenden 3 Tagen wollen wir uns die nähere Umgebung des Hotels ansehen. Im Hotel leihen wir uns Fahrräder aus und machen eine Tour bis Tanjungbenoa und Nusa Dua. Lange Strecken kann man mit den Rädern nicht machen, denn der Zustand ist nicht der Beste. Wir fahren den Strandweg in Richtung Tanjungbenoa und stellen fest das wir hier unseren Urlaub nicht verbringen wollen. Alles was mit Wassersport zu tun hat ist hier vertreten und macht Lärm und Gestank ohne Ende. Nur manchmal verirrt sich auch ein Boot vor unser Hotel. Mit den Jetski fahren mehr ihre Besitzer als Touristen. Der Strand ist auch nicht so toll und wir drehen um und radeln Richtung Nusa Dua. An einer Strandbar machen wir Rast, gleichzeitig beobachten wir die Touristen beim Parasailing. Am Ende des Strandweges fahren wir dann über die Straße zurück zu Hotel.
Heute haben wir uns einen Platz am Strand ausgesucht. Die festen Schirme geben Schatten für 4 Liegen.
Kein weiteres Hotel hat in der Umgebung ähnliche Schattenspender am Strand. Nur in den ersten Tagen waren die Plätze schon vor dem Frühstück belegt - jetzt sind immer wieder einige Liegen frei. Wir wollen uns heute eine Massage leisten. Viele Urlauber aus unseren Hotel sind mit der Massage der 3 Frauen am Strand sehr zu frieden und bei 50.000,- Rp pro Person uns Stunde gehen wir das Risiko ein. Und wirklich, die Massage ist eine Wohltat. Durchgeknetet machen wir noch einen Strandspaziergang und finden sehr große Muscheln. Die hohe Flut am Mittag hat wieder ein Stück des Strandes ins Meer gespült und aus dem aufgeschütteten Sand-Korallengemisch werden die Muscheln ausgewaschen. Wie wir heute Vormittag gesehen haben gibt es am Strand von Tanjungbenoa nur vereinzelt einige Muscheln und erst am aufgeschütteten Gelände weiter südlich findet man regelmäßig größere Exemplare. Ein Bekannter aus Stendal hat eine große, leider verwitterte Muschel gefunden deren Gewicht wir auf fast ein kg geschätzt haben.
Einen Tag später sind wir zu Fuß unterwegs und suchen erst einmal ein Internetcafé. Am Sonntag ist ein Treffen des Baliforums in Candidasa geplant und ich möchte sehen was es Neues gibt. Nur einige hundert Meter vom Hotel sind wir schon fündig geworden. Die Leitung ist seeeeeehr langsam und ich sehe das der Termin schon auf den Sonnabend vorverlegt wurde. Kein warum und weshalb - jetzt ist der 16. aktuell???
Auch hier gibt es viele kleine Geschäfte, Läden und Verkaufsbuden. Wer etwas essen oder trinken möchte, muss ebenfalls nicht lange suchen. Gegen 11:00 Uhr wollen wir auch erst mal etwas trinken und suchen uns ein Lokal. Jetzt können wir das Treiben auf der Straße beobachten. Ein Moped fährt mit 2 Erwachsenen und 3 Kindern auf der Sitzbank - neuer Rekord. Für ein Foto sind sie auch noch zu schnell unterwegs.
Eigentlich wollten wir bis zum Ende der Straße laufen jedoch ist es heute sehr heiß und wir suchen einen Weg zum Strand. Wir müssen nicht lange erkunden, denn das Wasser ist immer in Sichtweite und schnell haben wir einen Weg gefunden. Auch hier gibt es vereinzelt Andenkenverkäufer am Strand, aber wer vorbei läuft will eben nichts kaufen und man wird in Ruhe gelassen. Morgen wollen wir wieder eine Tagestour machen und ich muss noch alle Akkus laden.
Heute haben wir uns einen Tag Ruhepause verordnet. Wir laufen am Strand Richtung Nusa Dua und dann über die Straße zurück. Wir sehen, das nicht alle Hotels den Strand säubern lassen und teilweise liegt das Treibgut verstreut im Sand. Auch die Strandabschnitte ohne Hotel sehen teilweise übel aus. Wir suchen uns einen Weg zur Straße und kommen an dem Kreisverkehr innerhalb des Nusa Dua Komplexes heraus. Wir wollen noch nicht gleich wieder zurück und sehen uns erst mal hier noch etwas um. In NUSA DUA CAFE machen wir eine kleine Pause. An beiden Straßenseiten ist ein Laden neben dem Anderen und wir haben den Eindruck das viele Läden das gleiche Angebot haben. Wir laufen aber jetzt langsam Richtung Hotel und die Taxifahrer wollen nicht glauben, das wir freiwillig zu Fuß unterwegs sind.
Heute geht das Wasser bei Ebbe sehr weit zurück und die Fischer lassen ihre Boote an ihren Liegeplätzen. Mit Angeln laufen Sie bis an das vorgelagerte Riff. Einige Tiere sitzen in dem flachen Wasser in der Falle. Ein sehr schöner Seeigel sucht nach einem Versteck und schafft es in das tiefe Wasser. Die Seesterne sind aber zu langsam für das abfließende Wasser.
Einige schöne Korallen ragen aus dem Wasser und sind ein begehrtes Fotoobjekt. Die Touristen laufen sehr vorsichtig durch das Wasser um keinen Schaden zu machen. Die Einheimischen dagegen nehmen keine Rücksicht, drehen jeden Stein um, wollen mit der Hand Fische fangen und Muscheln suchen. In dem tieferen Wasser wird viel zertreten was unter die Füße der Fischer kommt. Die abgebrochenen Korallen werden in Strandnähe gespült und lagern sich dort als dicke Schicht ab. Direkt vor dem Hotel Melia Benoa ist die Wasserrinne an der die Fischer ihre Angeln auswerfen. An diesem Strand und rechts nebenan ist die Korallenschicht besonders auffällig. Wir haben uns angewöhnt die Badeschuhe anzuziehen wenn wir in den Ozean schwimmen gegangen sind, oder haben den Strand des Bali Tropic genutzt.