El Tucano

Arenalsee - Buena Vista Lodge

Wir wollen heute wieder 08:00 Uhr mit dem Bus starten. Weil wir das Hotel El Tucano verlassen, ist Koffer packen angesagt. Unser Bus hat eine neue Batterie bekommen und muss nicht fremd gestartet werden. Wir hoffen, dass es bei der einen Panne bleibt. Peter hat schon eine Rundreise geleitet, bei welcher der Bus 7-mal mit Panne liegen geblieben war. Heute sind wir sehr lange mit dem Bus unterwegs und haben keine großen Ziele vor unsder Arenal in Wolken.

Die Straße nach Fortuna und um den Vulkan sind wir gestern schon gefahren. Wir bleiben dann aber auf der ausgebauten Straße, machen noch eine Fotopause und erreichen bald den Arenalsee.

Wir verlassen die Asphaltstraße und fahren über Schotter weiter. Hinter uns bleibt eine große Staubwolke in der Luft. Der See liegt auf einer Höhe von 540 m und hat eine Größe von 124 km². Er ist das größte Binnengewässer Costa Ricas und entstand 1978 nach dem Bau des Staudamms Presa Sangregado. 1973 begann die Energiebehörde ICE Kdie Staumauer des Arenalseesonzern mit dem Bau der 88 x 58m großen Staumauer. Dabei wurde die einzige Siedlung des Tales überflutet. Als Ersatz wurde die Kleinstadt Nuevo Arenal gegründet.

Nach 2 Stunden Fahrt erreichen wir 09:55 Uhr diese Staumauer. Wir verlassen den Bus und machen bis zum anderen Ende einen kleinen Spaziergang. Vor uns liegt der See und hinter uns bietet der Vulkankegel ein schönes Panorama für die typischen Erinnerungsfotos. Leider ist die Spitze des Vulkans heute immer unter einer Wolkendecke versteckt. Nach etwa 20 Minuten haben wir die andere Seite der Staumauer erreicht. Auf der ausgebauten Straße fahren wir immer weiter an dem See entlang. Nach 2 kurzen Fotopausen erreichen wir das Hotel Los Heroes. Die ABahnhof der Bergbahn am Hotel Los Heroesnlage im schweizer Stil hat neben dem Hotel auch ein Restaurant, die Schmalspureisenbahn, eine Kapelle und ein Panoramadrehrestaurant mit 360° Sicht zu bieten. Hier haben sich schweizer Auswanderer seit 1989 einen Lebenstraum erfüllt. Zur kompletten Besichtigung haben wir leider keine Zeit.

Nur 20 Minuten später halten wir bei Tom an - einem deutschen Bäcker in Costa Rica. Peter hat uns schon im Bus über das Verhältnis von Tom und seinem Ex-Chef erzählt. Dieser hat direkt neben Toms Bäckerei seinen Laden eröffnet. Die Touristen hat abeCosta Rica 2008 Rundreise deutscher Bäckerr Tom auf seiner Seite und der Laden ist voll. Neben leckeren Kuchen gibt es hier auch verschiedene Sorten Bier aus deutschen Landen. Hier entdecke ich aber mein zukünftiges Lieblingsbier aus Costa Rica - Pilsen 6.0. Leider habe ich es nicht sehr oft zu kaufen bekommen. In dem angegliederten Souvenirshop bekommen wir auch die ersten Briefmarken. Es gibt in Costa Rica nur 4 Motive auf Briefmarken. Der Wert sowie die Ausgabestelle wird erst beim Verkauf auf die Marken gedruckt. Wir hoffen, dass wir bis zur Abreise noch alle Motive sammeln können. Die Auswahl an Postkarten ist hier auch sehr gCosta Rica 2008 Rundreise der Arenalsee mit Vulkan im Hintergrundroß und die Entscheidung fällt nicht leicht. Die 30 Minuten sind schnell vorbei und weiter geht die Fahrt durch eine sehr schöne Landschaft. Am nördlichen Ende ergibt sich ein traumhaftes Fotomotiv mit dem See und dem Vulkan im Hintergrund, aber leider haben wir hier nicht angehalten. Der Blick vom Westufer ist nicht ganz so idyllisch.

Wir fahren über die Wetterscheide und es wird trockener. Hier gibt es sehr viele Wiesen und Weideflächen. Leider gibt es auch hier wie bei uns eine moderne Form der Umweltverschmutzung - Windkrafträder. Warum wird so eine schöne Landschaft derart verunstaltet?

Unterwegs machen wir unsere Mittagspause und ich entscheide mich heute für ein leckeres Fischgericht. FCosta Rica 2008 Rundreise Las Pumasür 2 Personen bezahlen wir komplett nur 10.000 Colones - etwa 13,-€.

Nach einer kurzen Abstimmung entschließen wir uns für den Besuch des Centro de Rescate Las Pumas, das nicht auf dem Programm der Rundreise steht. Nur wenige Kilometer nördlich von Cañas liegt etwas versteckt eine Tierauffangstation. Hier werden die Katzenarten Costa Ricas und andere Tiere des Landes gezeigt. Vor allem verletzte, verwaiste oder konfiszierte Tiere werden hier aufgenommen und gepflegt. Gründerin war die inzwischen verstorbene Schweizerin Lilly Bodmer de Hagnauer. Man kann sehr nah an die Käfige heran und durch das Gitter oder den Maschendraht fotografieren. Der Eintritt ist mit 5 USD noch vertretSchotterpiste auf dem Weg zur Lodgebar.

15:15 Uhr setzen wir unsere Fahrt auf dem Panamerikanischen Highway Richtung Norden fort. Die Straße ist sehr gut ausgebaut, sodass unser Bus schnell vorwärts kommt. Bei Irigaray verlassen wir 16:00 Uhr den Highway und kommen bald auf eine 12 km lange Schotterpiste. Wie wird diese Straße in der Regenzeit aussehen? Der erste Abschnitt wird gerade mit neuem Schotter ausgebessert und eine Raupe ebnet notdürftig den neuen Belag. Wir kommen hier nur im Schritttempo vorwärts und werden trotzdem kräftig durchgeschüttelt. Bald wird der Weg aber etwas besser. Die Brücke auf dem linken Bild überquere ich lieber zu Fuß - natürlich nur um die Überfahrt zu fabenteuerliche Brücke auf dem Weg zur Lodgeilmen. Unser Reiseleiter bereitet uns langsam auf die ursprüngliche Buena Vista Lodge vor. In einigen Zimmern wird sicher kein warmes Wasser zu finden sein - die Türen lassen sich nicht verschließen und der Strom ist auch mal alle. Jeder hofft natürlich auf ein Zimmer mit warmen Wasser, elektrischen Strom und einem funktionierenden Schloss an der Tür. Das man die Nachbarn sehr gut hören soll interessiert schon keinen mehr. Endlich haben wir die Lodge erreicht und die Schlüsselübergabe erfolgt gleich. Einige Meter fahren wir noch mit dem Bus bis an die Zimmer damit wir die Koffer nicht soweit tragen müssen. Tatsächlich gibt es bei der Wasserversorgung einen Trick. Der Absteller für das warme Wasser ist ziemlich versteckt in 2m Höhe angebracht. Einige haben das Ventil nicht beachtet und natürlich kein warmes Wasser im Zimmer vorgefunden. Die großen Zimmer sind wirklich ursprünglich. An einigen Stellen sieht man durch die Bretterwand das Tageslicht. Die Ausstattung ist ausreichend. Wir wollen uns heute den Sonnenuntergang ansehen und treffen uns an der Bar, welche sich in einigen Hundert Meter Entfernung auf einem Berg befindet. In der Lodge müssen wir auch nicht jede Rechnung gleich bezahlen sondern können auf das Zimmer schreiben lassen. Das war bisher leider nicht üblich. Der Sonnenuntergang ist sehr schön und die Bar sehr gut besucht. Nachdem es dunkel ist, sieht man auch die Brandrodungen in der Umgebung.

Das Abendessen hat uns positiv überrascht. Das Büfett war sehr gut. Den Tag haben wir an der Bar ausklingen lassen. Die Preise dort oben lassen dabei mehr als einen Drink zu.

Rio Frio - Thermalquelle - Arenal

Wir haben heute einen langen Tag vor uns. 06:30 Uhr klingelt der Wecker im Handy, 07:00 Uhr gibt es Frühstück und die Abfahrt ist für 08:00 Uhr geplant. Am Vormittag wollen wir eine Bootstour auf den Rio Frio machen. Wir werden mit dem Bus bis Los Chiles etwa 2 Stunden unterwegs sein.Leguan in Muelle

Wir fahren vom Hotel El Tucano nach Norden und biegen in Muelle nach Los Chiles ab. Nach 1,5 km machen wir an einer Brücke eine kleine Pause. Hier werden Leguane mit Futter angelockt und eine größere Anzahl kann man direkt an der Brücke und auf den umliegenden Bäumen beobachten. Auf der Brücke sollte man den Verkehr nicht übersehen. Es sind schon Touristen aus Angst in die Tiefe gesprungen. Es gibt außerdem genügend Standorte, von denen man die Leguane filmen und fotografieren kann. eine Ananasplantage

Schon nach wenigen Kilometern sind wir an einer Ananasplantage angekommen. Die süßen Früchte sind ein wichtiges Exportgut Costa Ricas. Ein Teil der Felder sind schon abgeerntet. Wir können aber auch noch Ananasfrüchte an der Pflanze bewundern. Viele aus unserer Gruppe haben solche Plantagen schon in anderen Ländern gesehen und Peter hält sich mit seinen Ausführungen kurz. Die Gegend wird landwirtschaftlich sehr intensiv genutzt. Zuckerrohr, Ananas und Orangen sind die Hauptanbauprodukte. Auf dem Bild sieht man einen großen LKW, welcher mit Orangen beladen ist. Die Plantagen gehören meistens der Tico Fruit, einem der großen Arbeitgeber der Region.eine Zuckerrohrfabrik

Nur 5 Minuten später machen wir kurz an einer Zuckerrohrfabrik halt. Auf großen Förderbändern wird das Zuckerrohr entladen. In nur wenigen Minuten ist die Ladung eines Sattelzuges in der Maschine verschwunden. Traktoren ziehen mehrere Anhänger zum Entladen. Solche Konstruktionen habe ich bisher noch nie gesehen. Der Schornstein der Fabrik ist nicht sehr hoch und doch schon aus der Ferne zu sehen. Die schwarze Rauchsäule steigt fast senkrecht in den Himmel.

Wir haben aber noch vieles vor und müssen weiter fahren. Nach gut einer Stunde haben wir Los Chiles an der Grenze zu Nicaragua erreicht. Von hier aus wollen wir eine BootBoot auf dem Rio Friostour auf den Rio Frio unternehmen. Die andere Gruppe sucht sich ein schmales Boot aus, welches einen großen Nachteil hat. Man muss die ganze Zeit auf seinem Platz bleiben und kann nicht zum Fotografieren die Position wechseln. Unser Boot ist wesentlich breiter, hat genügend Platz zum Sitzen und eine Plattform im vorderen Bereich. Unser Bootsführer kann uns in den nächsten 3 Stunden beweisen, wie gut seine Augen sind und wie er das Boot beherrscht. Peter wird den Guide tatkräftig unterstützen und uns viel über Flora und Fauna erzählen. Unser Boot fährt in Richtung der Grenze zu Nicaragua. Das Gebiet Cano Negro ist eines der wichtigsten Feuchtgebiete Costa Ricas. Seine Größe beträgt etwa 100 km². Costa Rica 2008 Rundreise Cano Negro KapuzieneraffenIn diesem Gebiet gibt es Pflanzen und Tiere, welche nur hier vorkommen. Cano Negro ist vor allem für seinen Vogelreichtum bekannt. Es dient als Zwischenstation für viele Zugvögel, sodass man bisher schon über 300 Vogelarten gesichtet hat. Auch einige Säugetiere leben in dem Naturschutzgebiet. Aber man muss schon etwas mehr Glück haben, um Pumas, Jaguare oder sogar ein Tapir zu sehen. Affen haben wir sehr zahlreich in den Bäumen gesichtet. NCosta Rica 2008 Rundreise Cano Negro Kaimaneben den Kapuzineraffen konnten wir auch Brüllaffen und Klammeraffen beobachten. Ständige Begleiter sind die zahlreichen Kaimane an den Ufern. Wir fahren über die Grenze ein Stück in das Nachbarland hinein. Hätte unser Reiseleiter nichts gesagt, wäre es keinem aufgefallen. Wir haben sehr viel von der Flora und Fauna gesehen - die großen Säugetiere aber nicht. Betrachtet man den Touristenverkehr auf dem Fluss, ist es auch kein Wunder. Nachdem wir gewendet haben, gibt unser Bootsführer etwas mehr Gas. Trotzdem findet er immer noch Tiere am Flussufer und wir nehmen uns die Zeit für kleine Fotopausen. Viele Aufnahmen am Ufer sind ohne Blitzlicht nicht möglich. Dafür ist es im Unterholz einfach zu dunkel. Die Flussfahrt war sehr schön und das Essen wartet schon.

Peter hat schon heute früh das Essen bestellt. Neben Reis und schwarzen Bohnen gab es Huhn oder Rind zur Auswahl. Mit einiger Verspätung treffen wir 13:30 Uhr am Restaurant ein. Die Bohnen schmecken hier besser als im restlichen Land. Die Wirtin hat uns sogar einige Details der Zubereitung verraten. Endlich gibt es einmal ein landestypisches EsseCosta Rica 2008 Rundreise Arenal Heiße Quellenn.

Wir verlassen die Region im Norden und fahren wieder in Richtung Arenal. In San Carlos machen wir eine Pause und ich nutze die Möglichkeit an einem Geldautomaten die ersten Colones zu ziehen. Auf der Abrechnung steht später ein Kurs von 1:768,9279. Der starke Euro macht sich hier bemerkbar. Unser nächstes Ziel sind die Baldi Thermalquellen am Fuße des Arenal. Handtücher sind im Preis enthalten und ein Schließfach ebenfalls. Für 2 Stunden wollen wir uns hier erholen und die verschiedenen Badetemperaturen testen. Das ktropischer Garten bei den Baldi Thermalquellenälteste Becken hat 38°C und es ist eine Steigerung bis 67°C möglich. Das Becken mit einer Wassertemperatur von 45°C ist das Wärmste, welches wir ertragen haben. Die wärmeren Becken sind auch fast alle ungenutzt. Die Thermalbecken sind in einen schönen tropischen Garten eingebettet. Am höchsten Becken befinden sich 2 Wasserrutschen und ein großer Gartenbereich mit schönen Wegen zum Spazieren gehen. Den Vulkan Arenal hat man immer im Blickfeld. Der Zeitpunkt für den Besuch der Quellen ist sehr gut gewählt. Es ist nicht mehr so voll und laut. Die Kameras und Handtücher haben wir immer im Blickfeld oder jemand aus unserer Reisegruppe bewacht unsere Sachen. Überall stehen Liegen und man kann sich nach dem Baden ausruhen. Weil es schon langsam dunkel wird, muss man aufpassen, dass man dabei nicht einschläft. Die Bars und Lokale haben wir nicht genutzt. Vor allem die Trinks an der Bar sind sehr preisintensiv. Peter hatte uns im Vorfeld schon darauf aufmerksam gemacht. Auch hier vergeht die Zeit sehr schnell und für 18:30 Uhr ist die Abfahrt eingeplant.

Jetzt wollen wir uns den aktiven Vulkan von der Nordwestseite ansehen. Wir verlassen die gut ausgebaute Straße und biegen in einen Schotterweg ab. Unser Bus hat immer noch eine defekte Batterie und die Lichtmaschine schafft die Beleuchtung, Klimaanlage und andere Verbraucher nicht vollständig mit Strom zu versorgen. Also wird die Klimaanlage abgestellt. Die Temperatur im Bus steigt natürlich schnell an und die Scheiben beschlagen. Der Arenal zählt zu einem der aktivsten Vulkane der Erde. Mit etwas Glück ist die Sicht auf den Vulkankegel weiterhin frei und er ist gerade aktiv. Im Dunkeln kann man die Lava oder herabstürzende Gesteinsbrocken dann sehr gut sehen. Kurz vor dem Ziel hat sich ein Unfall ereignet. Ein PKW hat im Dunkeln eine Straßeneinengung übersehen und liegt auf dem Dach. Die Abschleppfahrzeuge haben alle Mühe das Auto wieder auf die Straße zu bekommen. Dabei blockieren sie die Brücke über die wir wollen. Die restlichen Meter gehen wir zu Fuß. Immer wieder sehen wir glühende Steine den Hang herunter fallen. Die Spitze des 1650 m hohen Berges ist dabei leider in Wolken verhüllt. Trotzdem sehen wir ein kleines Feuerwerk des Arenal. Wir haben sehr viel Glück mit dem Wetter, denn einige aus unserer Reisegruppe waren schon öfter hier und haben heute das erste mal eine aktive Phase des Arenal, bei relativ guter Sicht, gesehen.

Zum Abendessen gehen wir heute in ein Steakhaus. Das Essen ist ein Traum und mit 62 USD für 2 Personen sogar preiswert. Gegen 22:30 Uhr sind wir wieder im Hotel angekommen.

San Jose - Arenal

Wir müssen schon 06:00 Uhr wieder aufstehen und so richtig ausgeschlafen haben wir auch nicht. Die Koffer müssen gepackt, das Handgepäck bereitgelegt und die Trinkvorräte für den Tag aufgefüllt werden. 06:30 Uhr gibt es ein gutes Frühstück und eine Stunde später werden die Gruppen aufgeteilt und die Koffer in die Busse geladen. Wir sind in Peters Gruppe und sehen es als die bessere Wahl. Er ist Österreicher, lebt seit 12 Jahren in Costa Rica und macht die Rundreisen schon wesentlich länger. Wie immer möchten alle im Bus in den vorderen Reihen sitzen und wir haben wieder die 5 Sitze der Rückbank für uns allein. Unsere Gruppe hat 19 Teilnehmer so das im Bus ausreichend Platz ist, auch wenn einige Rücksäcke für die Gepäckfächer zu groß sind.Kaffeefarm Doka Estate

Pünktlich 08:00 Uhr verlassen wir das 5-Sterne Hotel in der Nähe von Heredia. Unser erstes Ziel ist eine Kaffeefarm in der Nähe. Nach 35 Minuten haben wir den Ort Alajuela erreicht und 11 km nördlich liegt die Farm "DOKA ESTATE". Hier besitzt die Familie Vargas 1600 ha Kaffeesträucher und trocknet die Kaffeebohnen noch traditionell mit der Kraft der Sonne. Etwa 200 festangestellte Arbeiter und 3000 Erntehelfer sind hier tätig. Wir machen an dem Kaffeehaus "La Luisa" halt und Peter erklärt uns den Werdegang des Kaffees von der Blüte bis zur gerösteten Bohne. Kaffeesträucher wachsen hier auf 1350m Höhe sehr gut und die Qualität wurde mehrfach ausgezeichnet. In dem Ladengeschäft besteht die Möglichkeit Kaffee zu kaufen. Aber bei der Auswahl ist man wieder auf Peters Ratschlag angewiesen. Natürlich gehen die Meinungen über den Kaffeegeschmack der Ticos weit auseinander. Nach etwa 25 Minuten fahren wir weiter bergauf. Es fallen jetzt auf beiden Straßenseiten die mit dunklen Netzen überspannten Plantagen auf. Hier werden Zierpflanzen und Blumen für den Export gezüchtet. Die Erdbeerfelder hier oben decken dagegen den heimischen Markt ab. Costa Rica 2008 Panorama Blick über San Jose

09:40 Uhr machen wir an einem Aussichtspunkt halt. Wir befinden uns jetzt auf einer Höhe von 2280 m. Der Blick reicht weit über das Zentraltal von San Jose hinaus. Das Wetter spielt mit und wir haben eine sehr schöne Aussicht. Hoffentlich bleibt uns der blaue Himmel treu und wir haben dann am Poas eine Sicht bis zum Pazifik auf der einen und der Karibik auf der anderen Seite. Aus dem Flugzeug konnten wir aber gestern die Wolkenmassen sehen, welche sich von der Karibikseite an den Berghängen stauten.

Nach einer weiteren kurzen kurvenreichen Fahrt sind wir am Parkplatz des Nationalparks "Vulkan Poas" angekommen. Am Informationszentrum riecht es schon sehr stark nach Schwefel. Alle hatten zuerst die Toilettenanlagen in Verdacht, aber der Wind kam aus der Richtung des Kraters und immer wieder erreichte uns eine Aussichtsplattform am Vulkan PoasDuftwolke. Unsere Gruppe geht die 600m Weg bis zum Krater gemeinsam. Nachdem uns Peter die wichtigsten Informationen übermittelt hat, macht jeder seine individuelle Tour. An der Aussichtsplattform haben wir einen sehr guten Blick der Krater des Vulkan Poasauf den Hauptkrater. Er entstand bei den Eruptionen zwischen 1952 und 1954. Er hat einen Durchmesser von etwa 1600 m und eine Tiefe von 300 m. Die Wassertemperatur des Sees schwankt zwischen etwa 40°C und 80°C, wobei die Schwefeldämpfe bis 870°C heiß sind. Sie sind manchmal so stark das der Nationalpark geschlossen werden muss. Der See hat einen Durchmesser von etwa 350 m. Wir befinden uns jetzt auf einer Höhe von 2574m aber die Sicht auf die beiden Ozeane bleibt uns verwehrt. Die Wolken werden immer dichter und der Wind kommt aus einer ungünstigen Richtung. Schon nach wenigen Minuten ist der Kratersee kaum noch zu der Weg zum Kratersee Laguna Botos am Vulkan Poaserkennen. Wir wollen noch zu dem alten Krater und nutzen den 1 km langen Wanderweg immer bergauf. Die Höhe macht sich schon etwas bemerkbar. Es dauert länger, bis sich der Kreislauf etwas beruhigt hat und man ohne Stativ bei schlechtem Licht fotografieren kann. Costa Rica 2008 Rundreise Poas alter KraterseeDer Krüppelwald ist sehr dicht und mit Bromelien überwuchert. Nach 20 Minuten haben wir den alten Krater erreicht. Er ist seit 7500 nicht mehr aktiv und kalt. Der herrliche See hat etwa 400 m Durchmesser und ist maximal 14 m tief. Der Wald ist an diesem Krater etwas höher, weil hier die letzten Eruptionen keinen Schaden hinterlassen haben. Von dem Aussichtspunkt hat man einen schönen Blick über den gesamten Krater. Wir befinden uns jetzt auf einer Höhe von 2620 m. Die Sonne bringt die vielen Epiphyten zum Leuchten. Nicht nur die Landschaft sondern auch die Tierwelt hat hier oben ihre Reize. Viele Vögel machen sich im Unterholz bemerkbar und oft ist man mit der Kamera zu langsam. Die Lichtverhältnisse machen es zusätzlich schwer. Nur mit einem starken externen Blitzlicht kann man versuchen die Belichtung auszugleichen. Die Zeit vergeht viel zu schnell und wir müssen wieder zum Parkplatz zurück. Costa Rica 2008 Rundreise Wasserfall Catarata La Paz

Nach dem Mittagessen fahren wir weiter in Richtung einiger Wasserfälle. An einem Obstverkaufsstand machen wir wieder einen kurzen Zwischenhalt. Die Getränkevorräte können hier auch aufgefüllt werden. Nach wenigen Kilometern haben wir den Friedenswasserfall "Catarada La Paz" erreicht. Der Ursprung des Wassers ist der Vulkan Poas. Es fällt aus 915 m Höhe über 5 Stufen an der Nordostseite des Vulkans in die Tiefe. In der Trockenzeit ist die Wassermenge etwas geringer. Die Holzbrücke am unteren Abschnitt ist den Wassermassen der Regenzeit zum Opfer gefallen. Die Überreste liegen jetzt noch unter der Behelfsbrücke aus Stahl. Unvorstellbar, welche Kräfte da am wirken waren. Über einen schmalen Weg kann man hinter der Wasserwand entlang gehen. Etwas nass wird man aber mit Sicherheit dabei. Geht man über die Brücke und etwas die Straße hinauf, hat man einen schönen Blick auf den Bereich über der Aussichtsplattform. Für einen Aufstieg zu den anderen Wasserfällen reicht die Zeit leider nicht.

Nach wenigen Minuten Fahrt machen wir schon wieder Halt an einer Futterstation für Kolibris. In einem Terrarium lebt auch eine handzahme Vogelspinne, welche sich einige Frauen auf die Schulter setzen lassen. Mich interessieren aber die angelockten Kolibris an den Futterautomaten wesentlich mehr. Das Filmen der flinken Vögel ist noch sehr einfach, aber ein gutes Foto ist nicht so schnell gelungen. Die Kolibris achten schon auf eine größere Distanz zu den Menschen. Kommt man zu nah, wird einfaein Kolibri an einem Futterautomatench die Futterstelle gewechselt. Sie bleiben auch oft nicht lange sitzen, und bevor man mit der Kamera so weit ist, sind sie wieder weiter geflogen. In den 30 Minuten gibt es aber genug Gelegenheiten sich die schönen Vögel anzusehen und auch das ein oder andere Foto zu machen. An einer der etwa 10 Tränken ist immer etwas los gewesen.

Auf dem Weg zum Hotel sichtet unser Busfahrer eine Gruppe Brüllaffen in den Bäumen an der Straße. Der Aufmarsch der Touristen gefällt den Affen aber gar nicht. Sie ziehen sich gemächlich zurück und verschwinden in den hohen Bäumen.Nester des Montezuma Stirnvogels

Kurz nach 16:00 Uhr sind wir im Hotel "El Tucano" angekommen. Wir werden für die nächsten 2 Nächte im oberen Teil des Hotels untergebracht. Die Lage des Hotels ist traumhaft. In einem hohen Baum nisten Montezuma Stirnvögel und ziehen mit ihrem Balztanz die Blicke auf sich. In einem Baum an der Rezeption sitzen 2 Aras und lassen sich beim Fressen nicht stören. Während des Rundganges durch die Hotelanlage sehen wir einen Weg in den Regenwald. Auch wenn es bald dunkel wird, wollen wir doch noch einen kleinen Spaziergang machen. An einem Fluß entlang führt ein breiter Weg durch die wunderschöne Natur. Wir bleiben bis zum letzten Sonnestrahl und beenden danach unseren Hotelrundgang.