Peter

Monteverde - Punta Leona

Am 7. April endet unsere Rundreise. Um 09:00 Uhr müssen wir am vereinbarten Treffpunkt sein und deshalb haben wir heute wieder einen straffen Zeitplan. 05:15 Uhr beginnt der Tag mit dem Koffer packen und verladen, 06:30 Uhr gibt es Frühstück und 06:55 Uhr fährt unser Bus in Richtung Küste.

Einige unserer Gruppe haben Probleme mit dem Magen. Die Ursache haben wir nicht gefunden. Während der Fahrt macht Peter mit uns ein Quiz - Männer gegen Frauen. Wir haben uns köstlichst amüsiert. Gab es am Anfang noch ernst gemeinde Fragen, wurden sie immer lustiger. "Wie ist die Schuhgröße des Busfahrers?" und andere Einlagen sorgten für eine gute Stimmung.

Nebenbei habe ich noch die Landkarte von David abfotografiert, auf welcher Peter die Reiseroute eingezeichnet hat. So läst sich die Rundreise wesentlich besser nachvollziehen. Pünktlich sind wir am Treffpunkt, wo schon die kleinen Busse zur Weiterfahrt warten. Wir haben die schönste Rundreise hinter uns, die wir bisher gemacht haben.

Eine gPunta Leonaroße Gruppe fährt mit uns in das Hotel Punta Leona. Es zeigt, wie beliebt das Hotel in Deutschland ist. 10:45 Uhr sind wir angekommen. Schon die Fahrt vom Eingang bis zu den ersten Gebäuden zeigt, wie weit sich die Anlage ausdehnt. Das Hotel ist nur ein Teil dieses Komplexes. Unser Reiseleiter Peter Walz wartet an der Rezeption schon auf uns und wir gehen zur Begrüßung in das Restaurant "El Grill". Er kommt 2-mal in der Woche ins Punta Leona und gibt uns für den Notfall seine Handynummer. Unsere Zimmer sind erst um 11:30 Uhr fertig und so warten wir an der Strandbar, bis wir die Schlüssel bekommen. DPunta Leonaie Zimmer sind in Ordnung und bis zum Mittagessen holen wir etwas Schlaf nach. 2 Wochen wollen wir hier bleiben, die Natur genießen und uns natürlich etwas erholen. Eine junge Frau, welche mit uns auf der Rundreise gewesen ist, hat schon eine Woche vorher im Punta Leona verbracht. Nach ihrer Meinung sind 2 Wochen Hotelaufenthalt hier etwas zu lang. Wir werden ja sehen.

 

 

 

Selvatura Park

Wieder klingelt das Handy 06:00 Uhr zum Wecken und nach dem Frühstück fahren wiNebelwald im Selvatura Park Santa Elenar in den Nebelwald von Santa Elena. Der Wetterbericht verspricht uns Sonnenschein und der ist im Nebelwald sehr selten. Trotzdem nehmen wir die Regenjacken mit, denn so sicher ist sich unser Reiseleiter auch nicht. Die Fahrt zum Selvatura Park ist kurz.

Nun muss sich jeder entscheiden, welche Aktivitäten er unternehmen will. Am Vormittag werden wir gemeinsam eine Wanderung durch den Nebelwald unternehmen. Später besteht die Möglichkeit die Canopytour und /oder die HängebrückenCosta Rica 2008 Rundreise Santa Elena Nebelwaldtour zu machen und das Schmetterlingshaus, das Reptilienhaus und die Kolibris zu besuchen. Jede Aktivität kostet extra und ist nur mit den entsprechenden Tickets möglich.

Kurz vor halb neun beginnen wir unseren Ausflug in den Nebelwald. Peter hat viele Informationen über die Flora und Fauna und unser Busfahrer hält als letzter Mann die Gruppe zusammen. Es ist schön öfter vorgekommen, dass jemand den Anschluss verloren hat und gesucht werden musste. Zum Filmen und Fotografieren lasse icNebelwald im Selvatura Park Santa Elenah mich auch immer zurückfallen, den ich möchte nicht immer die Reisegruppe mit auf den Bildern und die Geräusche auf dem Video haben. Die Bilder im Format 16:9 sind Standbilder, welche ich aus den Videos exportiert habe.

Jede freie Stelle ist bewachsen. Farne, Moose und Flechten nutzen ihre Anpassungsmöglichkeiten und wachsen an den unmöglichsten Stellen. Obwohl die Sonne scheint, hängen an vielen Pflanzen noch Wassertropfen und die ermöglichen das üppige Wachstum in dieser Region. Bromelien und Orchideen gedeihen praktisch an jeder Möglichkeit, die sich bietet. Ein Wirbelsturm hat im letzten Jahr auch das Nebelwaldgebiet Santa Elena nicht verschont. Sehr viele der großen Urwaldriesen sind umgestürzt oder die Stämme sind abgeknickt. An einigen Stellen wurden die Wanderwege wieder freigeschnitten. Die Stämme liegen aber noch umher und sind teilweise schon wieder bewachsen. Nach 2 Stunden sind wir an einem Aussichtspunkt angekommen und Peter hat mit allen Fotoapparaten ein Gruppenfoto gemacht.

Nachdem wir den ersten Teil des Rundganges gemeinsam geschafft haben, nehmen wir Peters Angebot an und machen noch eine große Runde zusätzlicNebelwald im Selvatura Park Santa Elenah. Hier ist der Nebelwald noch schöner als im ersten Teil. Wir gehen am Anfang immer bergab an einem Bachlauf entlang. Der Weg ist auch sehr gut ausgebaut und vor allem trocken. Immer wieder sehen wir sehr schöne Baumfarne mit ihren breiten Wedeln. Für Tierbeobachtungen ist die Gruppe aber einfach zu laut. Ich möchte nicht wissen, wie viele Augen uns aus dem Dschungel beobachtet haben.

Wir entschließeNebelwald im Selvatura Park Santa Elena - Hängebrückentourn uns noch vor dem Mittagessen den Weg über die Hängebrücken zu gehen. Das Wetter ist sehr schön und zum Essen ist es noch etwas zu früh. Diese Wanderung sollte man unbedingt machen. Im Gegensatz zur Canopytour kann ich hier die Aussicht wirklich genießen und habe die Möglichkeit auch stehen zubleiben, wenn mir etwas gefällt. Der Weg führt über 8 Hängebrücken, wobei auch zwischen den Brücken teilweise lange Wegstrecken zu laufen sind. Insgesamt ist die Hängebrückentour etwa 3 km lang. Die längste Brücke ist 157 m lang und befindet sich in einer Höhe von 65 m über dem festen Boden. Die Brücken machen einen gepflegten, sicheren EiCosta Rica 2008 Rundreise Santa Elena Skywalkndruck und schaukeln auch nicht sehr viel. Nur wenn sich noch andere Personen auf den Brücken bewegen, ist fotografieren und filmen nicht möglich. Durch die Lichtverhältnisse ist die Belichtungszeit schon sehr lang und es stört jede andere Bewegung. Ich habe deshalb mein externes Blitzlicht angebaut und sehr viele Bilder mit einem höheren ISO-Wert aufgenommen. An jeder Konstruktion stehen neben der Brückennummer noch die Höhe und Tiefe auf einer großen Tafel. Manchmal kann man auch die nächste Brücke sehen oder hat einen BliCosta Rica 2008 Rundreise Santa Elena Skywalkck auf die schon zurückgelegte Strecke. Sehr oft hat man auch die Möglichkeit die Canopyteilnehmer zu sehen bzw. zu hören. Die Seile verlaufen in einem etwas größeren Kreis als die Hängebrücken. Alle Wege sind komplett mit Rasengitterplatten ausgelegt und mit Kies gefüllt. Leider sind die Löcher in den Platten nicht mehr richtig voll und so strengt mit der Zeit das Laufen auf den Platten sehr an. Hinter der Brücke 6 beginnt ein sehr langer Wegabschnitt und wir dachten schon den Überblick verloren zu haben. Es zeigten sich auch die ersten schwarzen Wolken am Himmel und wir wollten trocken zum Ausgangspunkt gelangen. Zum Glück waren wir aber auf dem richtigen Weg und nach 2 Stunden wieder zurück.

Nach dem Essen haSchmetterlingshaus im Selvatura Parkben wir dem Schmetterlingshaus einen Besuch abgestattet. Die ehemalige Tennishalle ist der größte Schmetterlingspark Zentralamerikas. Ohne Führung kommt man aber nicht hinein. Wir schließen uns einer englischsprachigen Führung an und gehen in der Halle allein weiter. Viele Wege und eine große Plattform ermöglichen sehr gute Beobachtungen der Schmetterlinge. Es sind nSchmetterlingicht sehr viele Besucher in der Halle. Heute Vormittag sind bei Sonneneinstrahlung die Schmetterlinge mehr geflogen als jetzt. Einige dunkle Wolken lassen die Insekten träge werden und sie verstecken sich deshalb im Bewuchs der Halle. Eine Stunde haben wir hier verbracht und jetzt ist es Kaffeezeit. Auf dem Weg zum Restaurant fängt es natürlich an zu regnen. Wir sind gleich wieder im Trockenen, aber von uns sind noch Einige im Nebelwald unterwegs.

Im SouvenirlCosta Rica 2008 Rundreise Berghotel El Establoaden des Selvatura Parks haben wir uns die DVD "Simbiosis" gekauft und die sehen wir uns im Bus an. Diese DVD aus dem Jahr 2004 gibt es nur noch recht selten, weil es schon weitere Teile gibt. Die Bilder und die Musikuntermalung sind Entspannung für die Sinne.

Heute geht ein großer Teil unserer Reisegruppe in ein Restaurant essen. Peter hat eine lange Tafel reservieren lassen und das Essen ist sehr gut aber auch nicht billig. Auf Fisch habe ich hier oben lieber verzichtet und mich wieder für Rindslende entschieden. Auf so viele Gäste war man nicht vorbereitet und entsprechend langsam ist die Bedienung und die Küche.

Auf das Volksfest habe ich heute keine Lust, denn ein Gewitter kündigt sich an.

Von der Lodge nach Monteverde

Das Handy klingelt heute schon um 06:00 Uhr zum Wecken. Nach dem Frühstück müsUnterkunft - Buena Vista Lodgesen wir wieder die Koffer packen. Wir wollen pünktlich 08:00 Uhr mit dem Bus abfahren. Das Zimmer haben wir schon vor dem Frühstück abgerechnet und sind so dem Andrang danach entgangen. Durch Peters Einsatz können wir als erster Bus die Lodge verlassen.

Die Reisegruppe wird heute wieder sehr lange im Bus sitzen und wir müssen erst einmal wieder die Schotterpiste überstehen. PCosta Rica 2008 Rundreise Mangoseter macht immer wieder eine kurze Pause um uns Früchte oder Tiere zu zeigen. Am Straßenrand wachsen herrliche Mangos und viele davon sind reif. Einen kleinen Vorrat nehmen wir mit in den Bus. Bald sind wir wieder auf einer ausgebauten Straße unterwegs und erreichen die Panamerikana. In Liberia machen wir einen längeren Halt für einen Einkaufbummel und zum Geldtausch. Am Automat der HSBC kann ich zwischen Colones und USD wählen. Diesmal nehme ich USD. In einem Supermarkt kann man sich mit Getränken, Knabbereien und Obst eindecken. Es ist erstaunlich, was in dem Laden alles angeboten wird. Es gibt aber in der Umgebung auch keinen anderen Supermarkt dieser Art.

Zusätzlich zum Rein traumhafter Wasserfallundreiseprogramm wollen wir noch eine längere Pause an einem Wasserfall machen und baden gehen. Es hat hier nicht geregnet und der Bus kann uns bis zum Parkplatz bringen. Oft ist der Weg hierher so aufgeweicht, dass man die Strecke zu Fuß zurücklegen muss. Man biegt links in Richtung Hacienda Las Ciruelas ab und fährt etwa 1,5 km bis zum Parkplatz. Der Wasserfall ist auch bei den Einheimischen sehr beliebt und wir hoffen, dass es noch nicht so voll ist. Wir sind von Liberia etwa 30 Minuten gefahren und erreichen etwa 10:30 Uhr den Wasserfall. Durch die Gewitter im Umland kommt das Wasser auf voller Breite über den Fels gestürzt. Das Panorama ist einfach traumhaft. Es gibt auch einen steilen Weg noch oben und man kann den See von dort betrachten. Der Sand am Ufer ist angefahren worden und gibt dem See einen schönen Rahmen. Das Wasser ist überall sehr flach aber heute etwas trüb. Eine kleine Familie Brüllaffen holt sich die frischen Blätter der Bäume und sorgt natürlich für Aufein traumhafter Wasserfall von obenregung. In den niedrigen Bäumen am Ufer kann man die Affen sehr gut beobachten. Den Tieren gefällt die Aufmerksamkeit überhaupt nicht und sie verschwinden wieder im Dschungel.

Gestern habe ich eine Hose zerlegt und heute hat sich jemand auf meine Brille gesetzt, während ich auf den Wasserfall geklettert bin. Sie lag verbogen und mit leichtem Glasschaden im Sand. Nur vom Fallen platzen keine Splitter ab. Das wird nach dem Urlaub gleich wieder richtig teuer. Die abgeplatzten Stellen färben sich nicht mehr dunkel und dadurch sieht man den Schaden recht deutlich.

Die Zeit vergeht sehr schnell und wir wollen weiter zum Mittagessen. Heute entscheide ich mich wieder für ein Steak. In dieser Qualität bekomme ich in Deutschland sehr selten ein Stück Fleisch auf den Teller und über den Preis muss ich mir hier auch keine Gedanken machen.

Wir haben noch einige Kilometer Straße vor uns bevor wir wieder auf einer SchotterpistSchotterpiste nach Monteverdee fahren müssen. Diese Strecke sollte schon lange asphaltiert werden, aber die Hotels der Region haben den Ausbau verhindert. Man hatte befürchtet, dass die Touristen am Morgen anreisen und bedingt durch die gute Straße, am Nachmittag auch wieder die Gegend verlassen. So haben sich die Hotels ihren Umsatz gesichert, denn dieseBlick zum Pazifikn Weg möchte man nicht 2-mal an einem Tag befahren. An einer verbreiterten Stelle machen wir eine Pause. Die Straße ist sehenswert, aber der Ausblick zur Pazifikküste ist noch schöner. Bis nach Monteverde haben wir noch einige Höhenmeter zu überwinden. Monteverde liegt auf etwa 1400 m über den Meeresspiegel. Plötzlich geht die der Straßenbelag von SSchlangenfarm Monteverdechotter in Asphalt über und wir haben den Ort erreicht. Unser erstes Ziel ist eine Schlangenfarm an der Hauptstraße. Für die Führung interessiere ich mich weniger und ich versuche ein paar schöne Fotos zu machen und einige Minuten Film zu drehen. Das Spiegeln der Glasscheiben ist immer ein Problem und deshalb habe ich lieber etwas Ruhe. Bisher haben wir unterwegs noch keine Bekanntschaft mit Schlangen gemacht, aber einige der Exemplare möchte ich auch nicht begegnenCosta Rica 2008 Panorama Berghotel El Establo.

17:00 Uhr sind wir im Hotel angekommen. Das Hotel El Establo wurde großzügig an einen Berghang gebaut. Die Anlage ist sehr groß und wir haben unsere Zimmer fast am höchsten Punkt. Es verkehrt aber ein zuverlässiger Shuttlebus und erspart uns die halbe Stunde zu Fuß zum Restaurant und der Lobby im unteren Bereich. Die Zimmer sind eine Augenweide und der Ausblick ist fantastisch. Das Essen gibt es 19:00 Uhr und ist die pure Enttäuschung. Nur die Getränkepreise haben sehr hohes Niveau. Im Ort findet noch ein Fest statt aber wir haben heute nicht mehr die Lust dazu. Der Shuttlebus bringt uns wieder hinauf und wir genießen die Aussicht von unserem Balkon.

Ausritt im Nationalpark Rincon de la Vieja

Heute bin ich schon wach, als das Handy zum Wecken klingelt. Die Sonne lächelt schon durch das Fenster und es soll warm werden. Das Frühstück ist etwas enttäuschend auf das Notwendigste reduziert. Vor allem die Obstauswahl ist bescheiden.

Für den heutigen Tag gibt es 3 Auswahlmöglichkeiten. Man kann die große Runde reiten, die kleinere Runde wandern oder auf dem Hänger eines Traktors durchgeschaukelt werden. ACosta Rica 2008 Rundreise Reitenm Anfang der Rundreise waren bei Befragungen die Reiter in der Minderheit, aber durch Peters Überzeugungsarbeit reitet heute fast die ganze Gruppe. Treffpunkt ist schon um 08:15 Uhr an der Pferdekoppel. Je nach Gewichtsklasse des Reiters oder der Reiterin werden die Pferde ausgesucht. Viele, auch wir, haben noch nie auf einem Pferd gesessen und sollen nun durch das Gelände reiten. Die Benutzung eines Helmes ist freiwillig, aber für die Folgen eines Unfalles ohne Helm ist jeder selbst verantwortlich. Peter gibt uns eine kurze Einweisung und dann geht es schon los. Beim Aufsteigen melden sich die ersten Nähte meiner Hose als nicht ganz sattelfest. Es sind nur ein paar Fäden gerissen und es ist noch nichts Schlimmeres passiert. Im Rucksack ist neben der Technik noch ein größerer Getränkevorrat untergebracht.

Ein Gam ersten Haltepunktuide reitet an der Spitze und einer am Schluss. Peter und unser Busfahrer Carlos haben schon wesentlich mehr Erfahrung und halten die Gruppe zusammen. Die ersten Minuten reiten wir im 1. Gang auf einem breiten Weg und schon kurz hinter der Lodge sieht ein Guide Pumaspuren im Sand. So nah hatte ich die Raubkatzen nicht an der Lodge vermutet. In der Ferne hören wir schon die andere Gruppe hinter uns und wir treiben die Pferde etwas an. Mit der Zeit geben auch die Pferde ihre Positionskämpfe auf und schön hintereinander geht es jetzt ins Gelände. Nach genau einer Stunde sind wir in der Nähe des ersten Wasserfalls angekommen. Jeder muss sCosta Rica 2008 Rundreise Reiten Pause an einem Wasserfallich natürlich den Namen seines Pferdes merken oder es an anderen Merkmalen wieder erkennen. Die restlichen Meter geht es zu Fuß ziemlich steil bergab. Der Weg ist sehr staubig so das man die Farbe der Schuhe nicht mehr erkennt. Der Wasserfall ist nicht spektakulär aber wir haben ja auch hier noch Trockenzeit und es hat schon längere Zeit nicht geregnet. Die Zeit reicht für eine kurze Pause und den ersten Erfahrungsaustausch. Die andere Gruppe kommt gerade an, als wir wieder aufbrechen.

Diesmal sind es nur 30 MCosta Rica 2008 Rundreise Reiten Wasserfall als Rutscheinuten bis zum nächsten Wasserfall. Hier haben wir die Möglichkeit für ein erfrischendes Bad. Der Wasserfall wird auch als Rutschbahn genutzt. Ein Guide ist ein richtiger Künstler und rutscht in allen Varianten den Felsen herunter. Das Umkleiden geht recht unkompliziert und schon sind Einige im Wasser. Die Wassertemperaturen sind für eine Erfrischung gut, aber als warm würde ich es nicht bezeichnen. Wir halten uns eine halbe Stunde auf und reiten dann zum letzten Wasserfall weiter. Beim Aufsitzen geben die Nähte meiner Hose mit einem lauten Geräusch plötzlich nach. Bis auf einige cm habe ich jetzt 2 Hälften an. Wer den Schaden hat, ....Costa Rica 2008 Rundreise Reiten der nächste Wasserfall.

Unser letztes Ziel ist ein etwas größerer Wasserfall in der Nähe der zur Lodge gehörenden heißen Quellen. Das Gelände wird etwas anspruchsvoller aber man merkt, das die Pferde den Weg täglich gehen. Wichtig für den Reiter ist nur die entsprechende Gewichtsverlagerung. Das Reiten macht wirklich Spaß und es gibt auch noch keine körperlichen Beschwerden. Von hier aus machen wir eine Wanderung zu den heißen Quellen in der Nähe. Der Weg führt über eine lange Hängebrücke der einfachen Bauart. Einen anderen Weg gibt es nicht. Die Brücke macht nicht den gepflegtesten Eindruck und schaukelt auch noch sehr viel. Jeder ist froh, wenn er die andere Seite erreicht hat. Die noch folgenden kleinen Hängebrücken sind dagegen Spielerei. Die Wanderung dauert etwa 35 Minuten und an der letzten Etappe gibt es auch das Mittagessen. Die Getränke kann man hier auch auf das Zimmer schreiben und die Wertsachen im Schließfach lassen. Dheiße Quellen ie Wasserbecken haben unterschiedliche Temperaturen, wobei 41°C das wärmste Wasser ist. Nach dem Essen beginnen wir aber mit der Sauna und dem anschließenden Schlammbad. Mit Lavaschlamm eingeschmiert lassen wir uns in der Sonne trocknen. Der Schlamm bekommt feine Risse und man sieht sich plötzlich um Jahre in die Zukunft versetzt. In einem Spiegel kann man sich altern sehen. Das künstliche Altern verschwindet aber unter der Dusche und es dauert, bis der Schlamm aus allen Poren heraus ist. Vorher darf man nicht in die SchwimmbeckeGewitterregenn. Es ist die pure Erholung nach dem längeren Ritt am Vormittag. Wir haben hier auch etwas mehr Zeit bis zum Treffen für die letzte Etappe. Man kann sich hier auch entscheiden mit dem Traktor oder zu Fuß den Weg zur Lodge zu nehmen. Uns macht das Reiten aber Spaß und die letzten Kilometer werden im hohen Tempo absolviert. Immer wieder werden die Pferde angetrieben denn am Horizont zieht ein Gewitter auf. Wir erreichen noch trocken und staubig die Lodge und sind froh unter der Dusche stehen zu können. Die Gruppe Amerikaner nach uns hat es nicht mehr geschafft. Die Reiter sind gleich an der Bar geblieben und die Pferde haben den Weg nach Hause selbst gefunden. Die Dachrinne hat das Wasser nicht mehr ableiten können. Schon nach wenigen Minuten bildeten sich die ersten Seen. Zum Abendessen war das Gewitter wieder vorbei. Mit unseren Taschenlampen haben wir noch einen Nachtspaziergang gemacht und riesige Aga-Kröten und einen Skunk beobachtet.

Arenalsee - Buena Vista Lodge

Wir wollen heute wieder 08:00 Uhr mit dem Bus starten. Weil wir das Hotel El Tucano verlassen, ist Koffer packen angesagt. Unser Bus hat eine neue Batterie bekommen und muss nicht fremd gestartet werden. Wir hoffen, dass es bei der einen Panne bleibt. Peter hat schon eine Rundreise geleitet, bei welcher der Bus 7-mal mit Panne liegen geblieben war. Heute sind wir sehr lange mit dem Bus unterwegs und haben keine großen Ziele vor unsder Arenal in Wolken.

Die Straße nach Fortuna und um den Vulkan sind wir gestern schon gefahren. Wir bleiben dann aber auf der ausgebauten Straße, machen noch eine Fotopause und erreichen bald den Arenalsee.

Wir verlassen die Asphaltstraße und fahren über Schotter weiter. Hinter uns bleibt eine große Staubwolke in der Luft. Der See liegt auf einer Höhe von 540 m und hat eine Größe von 124 km². Er ist das größte Binnengewässer Costa Ricas und entstand 1978 nach dem Bau des Staudamms Presa Sangregado. 1973 begann die Energiebehörde ICE Kdie Staumauer des Arenalseesonzern mit dem Bau der 88 x 58m großen Staumauer. Dabei wurde die einzige Siedlung des Tales überflutet. Als Ersatz wurde die Kleinstadt Nuevo Arenal gegründet.

Nach 2 Stunden Fahrt erreichen wir 09:55 Uhr diese Staumauer. Wir verlassen den Bus und machen bis zum anderen Ende einen kleinen Spaziergang. Vor uns liegt der See und hinter uns bietet der Vulkankegel ein schönes Panorama für die typischen Erinnerungsfotos. Leider ist die Spitze des Vulkans heute immer unter einer Wolkendecke versteckt. Nach etwa 20 Minuten haben wir die andere Seite der Staumauer erreicht. Auf der ausgebauten Straße fahren wir immer weiter an dem See entlang. Nach 2 kurzen Fotopausen erreichen wir das Hotel Los Heroes. Die ABahnhof der Bergbahn am Hotel Los Heroesnlage im schweizer Stil hat neben dem Hotel auch ein Restaurant, die Schmalspureisenbahn, eine Kapelle und ein Panoramadrehrestaurant mit 360° Sicht zu bieten. Hier haben sich schweizer Auswanderer seit 1989 einen Lebenstraum erfüllt. Zur kompletten Besichtigung haben wir leider keine Zeit.

Nur 20 Minuten später halten wir bei Tom an - einem deutschen Bäcker in Costa Rica. Peter hat uns schon im Bus über das Verhältnis von Tom und seinem Ex-Chef erzählt. Dieser hat direkt neben Toms Bäckerei seinen Laden eröffnet. Die Touristen hat abeCosta Rica 2008 Rundreise deutscher Bäckerr Tom auf seiner Seite und der Laden ist voll. Neben leckeren Kuchen gibt es hier auch verschiedene Sorten Bier aus deutschen Landen. Hier entdecke ich aber mein zukünftiges Lieblingsbier aus Costa Rica - Pilsen 6.0. Leider habe ich es nicht sehr oft zu kaufen bekommen. In dem angegliederten Souvenirshop bekommen wir auch die ersten Briefmarken. Es gibt in Costa Rica nur 4 Motive auf Briefmarken. Der Wert sowie die Ausgabestelle wird erst beim Verkauf auf die Marken gedruckt. Wir hoffen, dass wir bis zur Abreise noch alle Motive sammeln können. Die Auswahl an Postkarten ist hier auch sehr gCosta Rica 2008 Rundreise der Arenalsee mit Vulkan im Hintergrundroß und die Entscheidung fällt nicht leicht. Die 30 Minuten sind schnell vorbei und weiter geht die Fahrt durch eine sehr schöne Landschaft. Am nördlichen Ende ergibt sich ein traumhaftes Fotomotiv mit dem See und dem Vulkan im Hintergrund, aber leider haben wir hier nicht angehalten. Der Blick vom Westufer ist nicht ganz so idyllisch.

Wir fahren über die Wetterscheide und es wird trockener. Hier gibt es sehr viele Wiesen und Weideflächen. Leider gibt es auch hier wie bei uns eine moderne Form der Umweltverschmutzung - Windkrafträder. Warum wird so eine schöne Landschaft derart verunstaltet?

Unterwegs machen wir unsere Mittagspause und ich entscheide mich heute für ein leckeres Fischgericht. FCosta Rica 2008 Rundreise Las Pumasür 2 Personen bezahlen wir komplett nur 10.000 Colones - etwa 13,-€.

Nach einer kurzen Abstimmung entschließen wir uns für den Besuch des Centro de Rescate Las Pumas, das nicht auf dem Programm der Rundreise steht. Nur wenige Kilometer nördlich von Cañas liegt etwas versteckt eine Tierauffangstation. Hier werden die Katzenarten Costa Ricas und andere Tiere des Landes gezeigt. Vor allem verletzte, verwaiste oder konfiszierte Tiere werden hier aufgenommen und gepflegt. Gründerin war die inzwischen verstorbene Schweizerin Lilly Bodmer de Hagnauer. Man kann sehr nah an die Käfige heran und durch das Gitter oder den Maschendraht fotografieren. Der Eintritt ist mit 5 USD noch vertretSchotterpiste auf dem Weg zur Lodgebar.

15:15 Uhr setzen wir unsere Fahrt auf dem Panamerikanischen Highway Richtung Norden fort. Die Straße ist sehr gut ausgebaut, sodass unser Bus schnell vorwärts kommt. Bei Irigaray verlassen wir 16:00 Uhr den Highway und kommen bald auf eine 12 km lange Schotterpiste. Wie wird diese Straße in der Regenzeit aussehen? Der erste Abschnitt wird gerade mit neuem Schotter ausgebessert und eine Raupe ebnet notdürftig den neuen Belag. Wir kommen hier nur im Schritttempo vorwärts und werden trotzdem kräftig durchgeschüttelt. Bald wird der Weg aber etwas besser. Die Brücke auf dem linken Bild überquere ich lieber zu Fuß - natürlich nur um die Überfahrt zu fabenteuerliche Brücke auf dem Weg zur Lodgeilmen. Unser Reiseleiter bereitet uns langsam auf die ursprüngliche Buena Vista Lodge vor. In einigen Zimmern wird sicher kein warmes Wasser zu finden sein - die Türen lassen sich nicht verschließen und der Strom ist auch mal alle. Jeder hofft natürlich auf ein Zimmer mit warmen Wasser, elektrischen Strom und einem funktionierenden Schloss an der Tür. Das man die Nachbarn sehr gut hören soll interessiert schon keinen mehr. Endlich haben wir die Lodge erreicht und die Schlüsselübergabe erfolgt gleich. Einige Meter fahren wir noch mit dem Bus bis an die Zimmer damit wir die Koffer nicht soweit tragen müssen. Tatsächlich gibt es bei der Wasserversorgung einen Trick. Der Absteller für das warme Wasser ist ziemlich versteckt in 2m Höhe angebracht. Einige haben das Ventil nicht beachtet und natürlich kein warmes Wasser im Zimmer vorgefunden. Die großen Zimmer sind wirklich ursprünglich. An einigen Stellen sieht man durch die Bretterwand das Tageslicht. Die Ausstattung ist ausreichend. Wir wollen uns heute den Sonnenuntergang ansehen und treffen uns an der Bar, welche sich in einigen Hundert Meter Entfernung auf einem Berg befindet. In der Lodge müssen wir auch nicht jede Rechnung gleich bezahlen sondern können auf das Zimmer schreiben lassen. Das war bisher leider nicht üblich. Der Sonnenuntergang ist sehr schön und die Bar sehr gut besucht. Nachdem es dunkel ist, sieht man auch die Brandrodungen in der Umgebung.

Das Abendessen hat uns positiv überrascht. Das Büfett war sehr gut. Den Tag haben wir an der Bar ausklingen lassen. Die Preise dort oben lassen dabei mehr als einen Drink zu.

San Jose - Arenal

Wir müssen schon 06:00 Uhr wieder aufstehen und so richtig ausgeschlafen haben wir auch nicht. Die Koffer müssen gepackt, das Handgepäck bereitgelegt und die Trinkvorräte für den Tag aufgefüllt werden. 06:30 Uhr gibt es ein gutes Frühstück und eine Stunde später werden die Gruppen aufgeteilt und die Koffer in die Busse geladen. Wir sind in Peters Gruppe und sehen es als die bessere Wahl. Er ist Österreicher, lebt seit 12 Jahren in Costa Rica und macht die Rundreisen schon wesentlich länger. Wie immer möchten alle im Bus in den vorderen Reihen sitzen und wir haben wieder die 5 Sitze der Rückbank für uns allein. Unsere Gruppe hat 19 Teilnehmer so das im Bus ausreichend Platz ist, auch wenn einige Rücksäcke für die Gepäckfächer zu groß sind.Kaffeefarm Doka Estate

Pünktlich 08:00 Uhr verlassen wir das 5-Sterne Hotel in der Nähe von Heredia. Unser erstes Ziel ist eine Kaffeefarm in der Nähe. Nach 35 Minuten haben wir den Ort Alajuela erreicht und 11 km nördlich liegt die Farm "DOKA ESTATE". Hier besitzt die Familie Vargas 1600 ha Kaffeesträucher und trocknet die Kaffeebohnen noch traditionell mit der Kraft der Sonne. Etwa 200 festangestellte Arbeiter und 3000 Erntehelfer sind hier tätig. Wir machen an dem Kaffeehaus "La Luisa" halt und Peter erklärt uns den Werdegang des Kaffees von der Blüte bis zur gerösteten Bohne. Kaffeesträucher wachsen hier auf 1350m Höhe sehr gut und die Qualität wurde mehrfach ausgezeichnet. In dem Ladengeschäft besteht die Möglichkeit Kaffee zu kaufen. Aber bei der Auswahl ist man wieder auf Peters Ratschlag angewiesen. Natürlich gehen die Meinungen über den Kaffeegeschmack der Ticos weit auseinander. Nach etwa 25 Minuten fahren wir weiter bergauf. Es fallen jetzt auf beiden Straßenseiten die mit dunklen Netzen überspannten Plantagen auf. Hier werden Zierpflanzen und Blumen für den Export gezüchtet. Die Erdbeerfelder hier oben decken dagegen den heimischen Markt ab. Costa Rica 2008 Panorama Blick über San Jose

09:40 Uhr machen wir an einem Aussichtspunkt halt. Wir befinden uns jetzt auf einer Höhe von 2280 m. Der Blick reicht weit über das Zentraltal von San Jose hinaus. Das Wetter spielt mit und wir haben eine sehr schöne Aussicht. Hoffentlich bleibt uns der blaue Himmel treu und wir haben dann am Poas eine Sicht bis zum Pazifik auf der einen und der Karibik auf der anderen Seite. Aus dem Flugzeug konnten wir aber gestern die Wolkenmassen sehen, welche sich von der Karibikseite an den Berghängen stauten.

Nach einer weiteren kurzen kurvenreichen Fahrt sind wir am Parkplatz des Nationalparks "Vulkan Poas" angekommen. Am Informationszentrum riecht es schon sehr stark nach Schwefel. Alle hatten zuerst die Toilettenanlagen in Verdacht, aber der Wind kam aus der Richtung des Kraters und immer wieder erreichte uns eine Aussichtsplattform am Vulkan PoasDuftwolke. Unsere Gruppe geht die 600m Weg bis zum Krater gemeinsam. Nachdem uns Peter die wichtigsten Informationen übermittelt hat, macht jeder seine individuelle Tour. An der Aussichtsplattform haben wir einen sehr guten Blick der Krater des Vulkan Poasauf den Hauptkrater. Er entstand bei den Eruptionen zwischen 1952 und 1954. Er hat einen Durchmesser von etwa 1600 m und eine Tiefe von 300 m. Die Wassertemperatur des Sees schwankt zwischen etwa 40°C und 80°C, wobei die Schwefeldämpfe bis 870°C heiß sind. Sie sind manchmal so stark das der Nationalpark geschlossen werden muss. Der See hat einen Durchmesser von etwa 350 m. Wir befinden uns jetzt auf einer Höhe von 2574m aber die Sicht auf die beiden Ozeane bleibt uns verwehrt. Die Wolken werden immer dichter und der Wind kommt aus einer ungünstigen Richtung. Schon nach wenigen Minuten ist der Kratersee kaum noch zu der Weg zum Kratersee Laguna Botos am Vulkan Poaserkennen. Wir wollen noch zu dem alten Krater und nutzen den 1 km langen Wanderweg immer bergauf. Die Höhe macht sich schon etwas bemerkbar. Es dauert länger, bis sich der Kreislauf etwas beruhigt hat und man ohne Stativ bei schlechtem Licht fotografieren kann. Costa Rica 2008 Rundreise Poas alter KraterseeDer Krüppelwald ist sehr dicht und mit Bromelien überwuchert. Nach 20 Minuten haben wir den alten Krater erreicht. Er ist seit 7500 nicht mehr aktiv und kalt. Der herrliche See hat etwa 400 m Durchmesser und ist maximal 14 m tief. Der Wald ist an diesem Krater etwas höher, weil hier die letzten Eruptionen keinen Schaden hinterlassen haben. Von dem Aussichtspunkt hat man einen schönen Blick über den gesamten Krater. Wir befinden uns jetzt auf einer Höhe von 2620 m. Die Sonne bringt die vielen Epiphyten zum Leuchten. Nicht nur die Landschaft sondern auch die Tierwelt hat hier oben ihre Reize. Viele Vögel machen sich im Unterholz bemerkbar und oft ist man mit der Kamera zu langsam. Die Lichtverhältnisse machen es zusätzlich schwer. Nur mit einem starken externen Blitzlicht kann man versuchen die Belichtung auszugleichen. Die Zeit vergeht viel zu schnell und wir müssen wieder zum Parkplatz zurück. Costa Rica 2008 Rundreise Wasserfall Catarata La Paz

Nach dem Mittagessen fahren wir weiter in Richtung einiger Wasserfälle. An einem Obstverkaufsstand machen wir wieder einen kurzen Zwischenhalt. Die Getränkevorräte können hier auch aufgefüllt werden. Nach wenigen Kilometern haben wir den Friedenswasserfall "Catarada La Paz" erreicht. Der Ursprung des Wassers ist der Vulkan Poas. Es fällt aus 915 m Höhe über 5 Stufen an der Nordostseite des Vulkans in die Tiefe. In der Trockenzeit ist die Wassermenge etwas geringer. Die Holzbrücke am unteren Abschnitt ist den Wassermassen der Regenzeit zum Opfer gefallen. Die Überreste liegen jetzt noch unter der Behelfsbrücke aus Stahl. Unvorstellbar, welche Kräfte da am wirken waren. Über einen schmalen Weg kann man hinter der Wasserwand entlang gehen. Etwas nass wird man aber mit Sicherheit dabei. Geht man über die Brücke und etwas die Straße hinauf, hat man einen schönen Blick auf den Bereich über der Aussichtsplattform. Für einen Aufstieg zu den anderen Wasserfällen reicht die Zeit leider nicht.

Nach wenigen Minuten Fahrt machen wir schon wieder Halt an einer Futterstation für Kolibris. In einem Terrarium lebt auch eine handzahme Vogelspinne, welche sich einige Frauen auf die Schulter setzen lassen. Mich interessieren aber die angelockten Kolibris an den Futterautomaten wesentlich mehr. Das Filmen der flinken Vögel ist noch sehr einfach, aber ein gutes Foto ist nicht so schnell gelungen. Die Kolibris achten schon auf eine größere Distanz zu den Menschen. Kommt man zu nah, wird einfaein Kolibri an einem Futterautomatench die Futterstelle gewechselt. Sie bleiben auch oft nicht lange sitzen, und bevor man mit der Kamera so weit ist, sind sie wieder weiter geflogen. In den 30 Minuten gibt es aber genug Gelegenheiten sich die schönen Vögel anzusehen und auch das ein oder andere Foto zu machen. An einer der etwa 10 Tränken ist immer etwas los gewesen.

Auf dem Weg zum Hotel sichtet unser Busfahrer eine Gruppe Brüllaffen in den Bäumen an der Straße. Der Aufmarsch der Touristen gefällt den Affen aber gar nicht. Sie ziehen sich gemächlich zurück und verschwinden in den hohen Bäumen.Nester des Montezuma Stirnvogels

Kurz nach 16:00 Uhr sind wir im Hotel "El Tucano" angekommen. Wir werden für die nächsten 2 Nächte im oberen Teil des Hotels untergebracht. Die Lage des Hotels ist traumhaft. In einem hohen Baum nisten Montezuma Stirnvögel und ziehen mit ihrem Balztanz die Blicke auf sich. In einem Baum an der Rezeption sitzen 2 Aras und lassen sich beim Fressen nicht stören. Während des Rundganges durch die Hotelanlage sehen wir einen Weg in den Regenwald. Auch wenn es bald dunkel wird, wollen wir doch noch einen kleinen Spaziergang machen. An einem Fluß entlang führt ein breiter Weg durch die wunderschöne Natur. Wir bleiben bis zum letzten Sonnestrahl und beenden danach unseren Hotelrundgang.

San Jose

Wir nehmen das Angebot für eine Stadtbesichtigung nach San Jose an. Die 35,- USD je Person kann man bei diesem Wechselkurs zum Euro schon einmal für 5 Stunden ausgeben.

13:00 Uhr ist Treffpunkt und mit dem Bus fahren wir in die auf 1000m Höhe liegende Hauptstadt Costa Ricas hinunter. Unser erster Anlaufpunkt ist das Nationaltheater von San JoseCosta Rica 2008 Rundreise San Jose. Dieser Bau zählt zu den schönsten Gebäuden der Stadt. Finanziert wurde es durch eine Sondersteuer auf Kaffee-Exporte. Die Opernsängerin Adelina Patti wollte 1890 nicht in Costa Rica auftreten, weil kein geeigneter Saal vorhanden war. Das alte Opernhaus wurde durch ein Erdbeben zerstört. Nach dem Vorbild der Pariser Oper wurde dieses Gebäude errichtet und 1897 eröffnet. Das Deckengemälde zwischen Eingangshalle und Zuschauerraum wurde auf einer 5 Colones Banknote verewigt. Der italienische Maler Aleardo Villa hat es geschaffen und einige Fehler hinein gemalt.der 5 Colones Schein - VorderseiteSo wird der Kaffee auch in Costa Rica im Hochland angebaut und nicht an der Küste. Die Pflückerinnen sind nicht so gut gekleidet und die Banane wächst nicht von oben nach unten. Die Ochsen im Hintergrund haben die Hörner falsch herum und Gaslaternen gab es an der Küste auch nicht. Der Schein zählt heute zu den schönsten Geldscheinen der Welt. Er wird noch gedruckt und für 1,- USD vor dem Nationaltheater verkauft. Wer den Schein haben will, bekommt ihn nur hier. Er ist noch offizielles Zahlungsmittel aber nicht im Umlauf.

Wir laufen weiter durch die Innenstadt und gehen dann weiter zum Museumskomplex. Costa Rica 2008 Rundreise San Jose GoldmuseumGroße Taschen und Rucksäcke müssen am Eingang abgegeben werden. Fotografieren mit Blitzlicht ist ebenfalls verboten. Das Museum befindet sich in einem modernen unterirdischen Gewölbe. Die über 1600 Einzelstücke sind über 3 Etagen verteilt und man gelangt über große Wendeltreppen hinunter. Nur wenige Gäste bleiben bei dem Reiseleiter und lassen sich ausgiebig über die Ausstellungsstücke informieren. Die Meisten sind mit fotografieren beschäftigt oder schon weit voraus. Man ist immer unter Beobachtung und mit viel Personal und Kameras wird für Sicherheit gesorgt. Leider ist die Beleuchtung nicht immer optimal. MiniaturdorfVor allem die schönen Miniaturdörfer lassen sich schwer fotografieren. Ohne Blitzlicht ist eine ausreichende Tiefenschärfe nicht möglich.

Die Ausstellung ist sehr interessant aber die Räume sind gut gekühlt. Man hat das Verlangen sich von der Sonne wärmen zu lassen. Über die Wendeltreppe oder den Fahrstuhl gelangt man wieder an das Tageslicht und die Wärme. Der Rest der Gruppe lässt nicht lange auf sich warten.

Wir gehen weiter durch das Regierungsviertel zum Parque Nacional. Auch hier stehen wieder Kühe, welche mit den verschiedensten Motiven bemalt sind. Die Austellung in der ganzen Stadt dauert noch einige Tage aber einige Kühe wurden schon beschädigt oder gestohlen. Eine längere Pause im Park hilft die letzten Reserven zu aktivieren schließlich sind wir jetzt 40 Stunden auf den Beinen. Die Konzentration lässt auch spürbar nach. Ich wollte noch an einen der Geldautomaten Geld abheben aber es ist der Monatsletzte und das heißt Zahltag. Endlose Schlangen an den Automaten und Bankschaltern lassen mein Vorhaben auf einen anderen Tag verschieben. Die Ticos können nur an der Bank Geld abheben auf die das Geld überwiesen wurde. In der Regel erhalten die Angestellten aber einen Scheck, welchen sie in ihrer Bank einlösen müssen. Überweisungen zwischen verschieden Banken sind eher die Ausnahme und deshalb ist es für die Einheimischen nicht einfach ihre Rechnungen zu bezahlen oder Bargeld zu bekommen.

Immer wenn unser Reiseleiter wieder mal länger Ausführungen macht, nutzt man die Gelegenheit um die Zweibeiner der Stadt zu beobachten. Vor allem die Kleiderordnung der Mc Donaldgeneration entlockt uns immer wieder ein Schmunzeln. Wie kommt so viel Mensch in die kleinen Konfektionsgrößen??? Sicher haben wir in Deutschland den Sinn der Stretchhosen falsch verstanden. Während bei uns das Dehnungspotenzial nur sehr wenig ausgenutzt wird, habe ich in Costa Rica die Vermutung, das sich hier das Materialprüflabor befindet. Die Kleidung ist sehr körperbetonend und das in jeder Gewichtsklasse.

Durch einige Seitenstraßen laufen wir zurück zum Bus. Jetzt möchte jeder nur noch etwas essen und dann ins Bett fallen. Wie werden sich die 8 Stunden Zeitverschiebung bemerkbar machen?

Um 19:00 Uhr findet noch das erste Treffen der Reisegruppe mit den Reiseleitern statt. Weil die Gruppe mit 39 Teilnehmern zu groß ist, wird parallel mit 2 Bussen gefahren. Peter macht den proffesionelleren Eindruck und wir hoffen dass wir in seiner Gruppe sind. Die Aufteilung wird erst morgen bekannt gegeben. 30 Minuten später sind wir schon beim Abendessen. Im Restaurant merkt man die Höhe von 1737 Metern - es ist spürbar kalt und der Wind streicht durch die offene Halle. Für das Abendessen bezahlen wir heute 25 USD. Für ein 5-Sterne Haus ist es sehr preiswert und das Essen war sehr gut.