Heute bin ich schon wach, als das Handy zum Wecken klingelt. Die Sonne lächelt schon durch das Fenster und es soll warm werden. Das Frühstück ist etwas enttäuschend auf das Notwendigste reduziert. Vor allem die Obstauswahl ist bescheiden.
Für den heutigen Tag gibt es 3 Auswahlmöglichkeiten. Man kann die große Runde reiten, die kleinere Runde wandern oder auf dem Hänger eines Traktors durchgeschaukelt werden. Am Anfang der Rundreise waren bei Befragungen die Reiter in der Minderheit, aber durch Peters Überzeugungsarbeit reitet heute fast die ganze Gruppe. Treffpunkt ist schon um 08:15 Uhr an der Pferdekoppel. Je nach Gewichtsklasse des Reiters oder der Reiterin werden die Pferde ausgesucht. Viele, auch wir, haben noch nie auf einem Pferd gesessen und sollen nun durch das Gelände reiten. Die Benutzung eines Helmes ist freiwillig, aber für die Folgen eines Unfalles ohne Helm ist jeder selbst verantwortlich. Peter gibt uns eine kurze Einweisung und dann geht es schon los. Beim Aufsteigen melden sich die ersten Nähte meiner Hose als nicht ganz sattelfest. Es sind nur ein paar Fäden gerissen und es ist noch nichts Schlimmeres passiert. Im Rucksack ist neben der Technik noch ein größerer Getränkevorrat untergebracht.
Ein Guide reitet an der Spitze und einer am Schluss. Peter und unser Busfahrer Carlos haben schon wesentlich mehr Erfahrung und halten die Gruppe zusammen. Die ersten Minuten reiten wir im 1. Gang auf einem breiten Weg und schon kurz hinter der Lodge sieht ein Guide Pumaspuren im Sand. So nah hatte ich die Raubkatzen nicht an der Lodge vermutet. In der Ferne hören wir schon die andere Gruppe hinter uns und wir treiben die Pferde etwas an. Mit der Zeit geben auch die Pferde ihre Positionskämpfe auf und schön hintereinander geht es jetzt ins Gelände. Nach genau einer Stunde sind wir in der Nähe des ersten Wasserfalls angekommen. Jeder muss sich natürlich den Namen seines Pferdes merken oder es an anderen Merkmalen wieder erkennen. Die restlichen Meter geht es zu Fuß ziemlich steil bergab. Der Weg ist sehr staubig so das man die Farbe der Schuhe nicht mehr erkennt. Der Wasserfall ist nicht spektakulär aber wir haben ja auch hier noch Trockenzeit und es hat schon längere Zeit nicht geregnet. Die Zeit reicht für eine kurze Pause und den ersten Erfahrungsaustausch. Die andere Gruppe kommt gerade an, als wir wieder aufbrechen.
Diesmal sind es nur 30 Minuten bis zum nächsten Wasserfall. Hier haben wir die Möglichkeit für ein erfrischendes Bad. Der Wasserfall wird auch als Rutschbahn genutzt. Ein Guide ist ein richtiger Künstler und rutscht in allen Varianten den Felsen herunter. Das Umkleiden geht recht unkompliziert und schon sind Einige im Wasser. Die Wassertemperaturen sind für eine Erfrischung gut, aber als warm würde ich es nicht bezeichnen. Wir halten uns eine halbe Stunde auf und reiten dann zum letzten Wasserfall weiter. Beim Aufsitzen geben die Nähte meiner Hose mit einem lauten Geräusch plötzlich nach. Bis auf einige cm habe ich jetzt 2 Hälften an. Wer den Schaden hat, .....
Unser letztes Ziel ist ein etwas größerer Wasserfall in der Nähe der zur Lodge gehörenden heißen Quellen. Das Gelände wird etwas anspruchsvoller aber man merkt, das die Pferde den Weg täglich gehen. Wichtig für den Reiter ist nur die entsprechende Gewichtsverlagerung. Das Reiten macht wirklich Spaß und es gibt auch noch keine körperlichen Beschwerden. Von hier aus machen wir eine Wanderung zu den heißen Quellen in der Nähe. Der Weg führt über eine lange Hängebrücke der einfachen Bauart. Einen anderen Weg gibt es nicht. Die Brücke macht nicht den gepflegtesten Eindruck und schaukelt auch noch sehr viel. Jeder ist froh, wenn er die andere Seite erreicht hat. Die noch folgenden kleinen Hängebrücken sind dagegen Spielerei. Die Wanderung dauert etwa 35 Minuten und an der letzten Etappe gibt es auch das Mittagessen. Die Getränke kann man hier auch auf das Zimmer schreiben und die Wertsachen im Schließfach lassen. Die Wasserbecken haben unterschiedliche Temperaturen, wobei 41°C das wärmste Wasser ist. Nach dem Essen beginnen wir aber mit der Sauna und dem anschließenden Schlammbad. Mit Lavaschlamm eingeschmiert lassen wir uns in der Sonne trocknen. Der Schlamm bekommt feine Risse und man sieht sich plötzlich um Jahre in die Zukunft versetzt. In einem Spiegel kann man sich altern sehen. Das künstliche Altern verschwindet aber unter der Dusche und es dauert, bis der Schlamm aus allen Poren heraus ist. Vorher darf man nicht in die Schwimmbecken. Es ist die pure Erholung nach dem längeren Ritt am Vormittag. Wir haben hier auch etwas mehr Zeit bis zum Treffen für die letzte Etappe. Man kann sich hier auch entscheiden mit dem Traktor oder zu Fuß den Weg zur Lodge zu nehmen. Uns macht das Reiten aber Spaß und die letzten Kilometer werden im hohen Tempo absolviert. Immer wieder werden die Pferde angetrieben denn am Horizont zieht ein Gewitter auf. Wir erreichen noch trocken und staubig die Lodge und sind froh unter der Dusche stehen zu können. Die Gruppe Amerikaner nach uns hat es nicht mehr geschafft. Die Reiter sind gleich an der Bar geblieben und die Pferde haben den Weg nach Hause selbst gefunden. Die Dachrinne hat das Wasser nicht mehr ableiten können. Schon nach wenigen Minuten bildeten sich die ersten Seen. Zum Abendessen war das Gewitter wieder vorbei. Mit unseren Taschenlampen haben wir noch einen Nachtspaziergang gemacht und riesige Aga-Kröten und einen Skunk beobachtet.
2 Tage nachdem wir im Simon Cabaret waren steht nun den nächste Ausflug auf dem Plan. Diesmal haben wir uns für eine Seakayak-Tour entschieden. Bei unserer Reiseleitung haben wir für diese Tagestour 3100 Baht pro Person bezahlt. Das sind etwa 70,-€ inkl. Verpflegung und Transfer.
Für heute müssen wir wieder den Wecker stellen damit wir die Abfahrt nicht verpassen. In der letzten Nacht hat es wieder ausgiebig geregnet und alles ist noch nass. Wir packen die 7 Sachen zusammen und gegen 08:30 Uhr holt uns der Kleinbus ab. Der Vorteil der Buchung bei TUI ist die deutschsprachige Führung der Tour. Auch die Gruppen sind wesentlich kleiner. Wir fahren etwa 50 Minuten in den NO der Insel Phuket. Hier liegen die Schiffe vor Anker und wir müssen sehr lange warten bis unser Schiff angelegt hat. Die Gruppe ist überschaubar und wir haben auf dem Deck noch sehr viel Platz. Eine engl. Gruppe war dagegen sichtbar überbucht.
Die Gezeiten machen eine Umstellung der Tour erforderlich weil wir nur bei Niedrigwasser in die Höhlen einfahren können. Zwischendurch war der Besuch einer Insel zum Baden geplant und diesen Teil werden wir nun zuerst unternehmen. Wir müssen nicht einmal selber paddeln - dafür hat jedes Pärchen einen Guide. Viele nutzen die Gelegenheit um Muscheln zu sammeln oder einen Strandspaziergang zu unternehmen. Die Schiffsbesatzung ist mit der Zubereitung des Speisen beschäftigt. Punkt 12:00 Uhr werden wir wieder eingesammelt und es gibt ein reichhaltiges Mittagsbüfett an Board. Das hätte ich hier nicht erwartet. Es fehlt einfach an nichts. Auch die alkoholfreien Getränke an Board sind frei - nur die Büchse Bier kostet 60 Baht.
Es werden wasserdichte Beutel für die Kameras und Taschenlampen ausgegeben, dann fahren wir zur ersten Höhle. Die Boote werden zu Wasser gelassen und schon sind wir auf dem Weg in die erste Höhle. Der Wasserstand ist noch etwas zu hoch und an der Ausfahrt gibt es Probleme. Manche Boote lassen etwas Luft ab um durchzupassen und andere drehen wieder um - wie wir.
Die nächste Höhle ist auch viel interessanter. Durch einen starken Wellengang und plötzlichen Gegenverkehr am Eingang der Höhle sind alle Beteiligten sehr nass geworden. Nur gut das die Kameras in einem Spezialbeutel verstaut waren. Wieder ist es am Anfang sehr eng und dunkel aber dann wird der Gang immer höher und im Innern des Felsens stehen wir plötzlich wieder im Tageslicht auf einer Sandinsel. Der Fels hat die Form eines Ringes und es gibt nur eine Verbindung von außen nach innen. Bei Flut steht auch die Insel im Innern des Felsens unter Wasser. Die Felsen sind auch hier sehr steil und teilweise bewachsen. Es wachsen sogar einige Mangrovenbäume auf dem Sand. Auf der Rückfahrt erwischt uns wieder eine Welle und überspült das ganze Boot.Im letzten Moment konnte ich den Fotoapparat in dem Beutel verpacken aber den wasserdichten Verschluss habe ich nicht mehr schließen können. Die Sachen lassen wir auf dem Mutterschiff trocknen und die Kameras hatten zum Glück nur einige Tropfen am Gehäuse.
In den letzten Felsen führt ein sehr langer Gang. Die Taschenlampen sind hier wirklich notwendig und wir finden damit sogar Fledermäuse. Im Innern gibt es eine Affenfamilie und für Bananen tauchen sie sogar. An die vielen Touristen haben sie sich längst gewöhnt und an das Futter ebenso. Die Landschaft hier ist einfach traumhaft.Es gibt noch viele dieser unterirdischen Höhlensysteme aber für uns ist es Zeit für den Rückweg. Die Boote werden auf dem Mutterschiff verstaut und 16.00 Uhr nehmen wir wieder Kurs auf die Insel Phuket.
Diesmal sind wir im Berufsverkehr unterwegs und nehmen jeden Schleichweg den der Fahrer kennt. Es war wieder ein sehr schöner Tag und der Preis dafür ist gerechtfertigt.
Endlich haben wir den Termin für unsere Rundreise "Impressionen Bali" erhalten. Vom 6.4.-8.4.2005 werden wir einige Sehenswürdigkeiten besuchen. Bali hat aber viel mehr zu bieten als wir auf dieser Fahrt sehen werden. Deshalb machen wir 3 weitere Tagestouren mit unserem Guide und die Termine können wir nun abstimmen. Die erste Tour wollen wir am 04.04.2005 unternehmen und bis dahin lassen wir es ruhig angehen.
Das sehr schöne Hotel ist sicher nicht mal zu 50% belegt und die Regenzeit soll eigentlich vorbei sein. Ist es hier immer so ruhig, oder hat das Seebeben auch auf die Urlauberzahlen von Bali Einfluss?
Im Melia Benoa kommen die Touristen aus den verschiedensten Regionen dieser Welt. Australien,Thaivan, Japan, Russland, österreich und Deutschland sowie England tragen den größten Teil bei. Das Hotel gehört zu einer spanischen Hotelkette und erfüllt voll und ganz unsere Erwartungen.
Liegen sind ausreichend vorhanden und nur vereinzelt gibt es die Frühaufsteher welche unbedingt ihre Handtücher auf den Liegen vorwärmen müssen. Man kann sich am Pool oder am Strand niederlassen und für die Nichtraucher gibt es rauchfreie Liegezonen.
Der Strand ist sehr sauber und wird nach jeder Flut von angeschwemmten Unrat befreit. Jedes Hotel hat einen eigenen Strandabschnitt und hier wurde künstlich nachgeholfen. Die großen Wellenbrecher schützen den aufgeschütteten Strand und bilden die Badebuchten der Hotels. Das aufgeschüttete Material enthält sehr viele Muscheln und mit etwas Glück findet man sehr große Exemplare. Der Himmel ist etwas bedeckt aber wir haben eine gute Sicht auf die Vulkane der Insel. Selten haben wir die Gipfel so klar gesehen. In den ersten Nächten gibt es immer wieder heftige Regenfälle und wir sind froh das wir am Tag ruhiges Wetter haben.
Mit Lucky, einem Guide vom Strand, machen wir heute eine Tagestour nach Kandy. Mit einem anderen Paar aus dem Hotel geht es zeitig los. Wir haben uns Lunchpakete bestellt und auch das klappt hier. In dem Kleinbus ist ausreichend Platz außerdem ist er technisch in Ordnung. Der Fahrer entscheidet sich für die Route bei der wir Colombo weiträumig umfahren. Es sind nur wenige Leute unterwegs und in den meisten Häusern brennt noch kein Licht. An einer Plantage mit Gummibäumen machen wir den ersten Halt. Es ist 6:45 Uhr und noch dunkel. Trotzdem ist eine ältere Frau schon bei der Arbeit und erntet den Gummisaft des letzten Tages. Die Bäume werden neu angeschnitten und die Gefäße für den Saft angehängt. Das Messer hat eine spezielle Form und hinterlässt in der Rinde des Baumes eine tiefe Rinne. Einige nutzen die Pause für eine Zigarette, aber wir sind ja stolze Nichtraucher.
Nur 20 Minuten später besuchen wir einen Ziegelmacher. Man kann sich nicht vorstellen mit welchen Mitteln dieser Mann Steine für den Hausbau herstellt. Die Preise sind durch industrielle Fertigung so stark gesunken das er täglich über 2000 Steine komplett fertigen muss. Das heißt formen, trocknen lassen, brennen und verkaufen. Die Zuschlagstoffe werden auch noch von Hand gemischt. Ein Regenguss zur falschen Zeit und die Arbeit von Tagen ist nur noch ein Berg Schlamm. Deshalb ist immer ein Teil der Reihen mit Planen abgedeckt. Im Hintergrund des Bildes sieht man das Wohnhaus der jungen Familie.
Unsere Begleiter haben das Elefantenwaisenhaus noch nicht gesehen und deshalb machen wir nun dort noch einen Zwischenhalt. Gegen 09:30 Uhr sind war angekommen und haben so die Möglichkeit die Herde bei ihrem Marsch zum Wasser zu sehen. Die Fütterung der Jungtiere ist gerade Besuchermagnet und anschließend werden fast alle Elefanten zum Fluss gebracht. Eine Sirene ertönt und die Riesen setzen sich in Bewegung. Ein großer Bulle ist in der Mast und wird deshalb von der Herde fern gehalten. Trotzdem werden jetzt die Elefantenkühe an seinem Rüssel vorbei getrieben und wir hoffen das die Ketten halten. Nach den letzten Tieren trotten auch die Touristen hinterher. An beiden Seiten der Straße sind einige Geschäfte und die Verkäufer werben um neue Kunden, aber die wollen erst mal hinter den Elefanten her. Wir beobachten das Treiben noch einige Minuten und fahren dann weiter.
Nach einem kurzen Zwischenstopp in einem Gewürzgarten zeigt uns Lucky die Vielfalt der Bananen. An einem großen Stand direkt an der Straße gibt es alle Bananensorten die auf Sri Lanka wachsen. Hier wird direkt von der Staude verkauft und die Preise sollen auf normalen Niveau sein. Die teuerste Banane kostet hier einen Euro pro Stück. Das sind keine Extrapreise für Touristen sondern zeigt wie selten diese Sorte Früchte trägt, außerdem sind diese Bananen über 30cm lang und wachsen an der Staude nach oben gebogen. Wir entscheiden uns für die roten Sorten und wollen nun zu der Teefabrik die wir schon vor 2 Jahren besucht haben.
Die Preise sind mit neuen Zetteln überklebt aber der Tee ist nicht teurer geworden. Vor 2 Jahren haben wir noch 750,- Rs bezahlt und diesmal kostet das Kilo nur 500,- Rs. Wir trinken eine Tasse, nehmen natürlich auch Tee mit und jetzt wollen wir endlich zum Botanischen Garten.
Die Orchideen in den Gewächshäusern stehen wieder in voller Blüte und ich möchte am liebsten alle fotografieren. Der Park hat sich nicht sehr viel verändert und wir kennen uns hier schon sehr gut aus. Der Führer unserer Gruppe hatte es sehr eilig und wollte den Park im Schnelldurchlauf erklären aber wir haben ihn rennen lassen. Wer sich für die Natur des Landes interessiert muss für den Botanischen Garten schon einige Stunden einplanen. Die Führungen sind interessant, leider wollte unser Führer nur schnell zum Ausgang um Trinkgeld zu kassieren und so viele Gruppen wie möglich durch den Park zu scheuchen. Ich nutze jede Gelegenheit um schöne Fotos zu speichern und möchte natürlich auch ein Panoramafoto machen. Am Ausgang warten wieder die vielen Souvenirverkäufer mit Gewürzen, Samentüten und vielen mehr. Auf dem Rückweg machen wir noch einen Zwischenhalt an einer Ananasplantage. Wir dürfen uns die Früchte direkt auf dem Feld aussuchen. Die Besitzer erklären uns wie die Pflanzen aus Stecklingen gezogen werden und zeigen die unterschiedlichen Wuchsstadien bis zur tragenden Pflanze. Die Ananasfrucht wird fachmännisch mit einem riesigen Messer geschält und zerlegt. Es war die beste Ananas welche ich bisher gegessen habe. Am späten Abend sind wir wieder in unserem Hotel angekommen.
Wer im Ozean baden will muss sich die Zeiten von Ebbe und Flut merken. Das Wasser zieht sich einige hundert Meter weit zurück und es bleiben nur kleine Wasserlachen übrig. Der ganze Tagesablauf ist auf die Gezeiten abgestimmt. Die Boote der Fischer und der Tauchstationen werden immer vor einsetzen der Ebbe in sicheres Wasser gebracht.
Die Boote sind dann nur zu Fuß zu erreichen. Das Bild habe ich bei Ebbe aufgenommen. Es sind noch größere Wasserflächen zu sehen welche aber langsam abfließen. Die ersten Reiher und andere Vögel fliegen ein und suchen das seichte Wasser nach Fischen und anderen Getier ab.
Wer einen Erkundungsmarsch durch diese Zone machen will sollte sich die Tierwelt von einem Einheimischen zeigen lassen. Alle Strandverkäufer sprechen gut englisch und teilweise auch deutsch. Die Begleitung durch die Flachwasserzone nutzen Einige um die Urlauber auf ihre Angebote aufmerksam zu machen. Einer dieser Verkäufer ist Lili White. Er zeigt uns einige Wasserlöcher mit schönen Korallenfischen. Es ist windstill und ich kann einige schöne Aufnahmen machen. Lili verkauft hier am Nordstrand Fahrten der "Wasini Kisite Island Dolphin Tour" und natürlich Safaris. Als ich erzähle das wir unsere Safari schon gebucht haben ist das Interesse an uns nicht mehr so groß.
Kaum waren wir etwas im Ozean baden hat sich meine Uhr schon in den Ruhestand begeben. Sicher hatte ich die Krone nach der Zeitumstellung nicht wieder in die richtige Stellung gedrückt und es ist Wasser eingedrungen. Auch die Schnelltrocknung hat nicht geholfen und so wollte ich es mit einer neuen Batterie versuchen. Ich erinnerte mich das uns bei der Anreise im Vorbeifahren ein "Supermarkt" gezeigt wurde. Diesen Konsumtempel wollten wir aufsuchen und begaben uns zur Barclays Bank neben dem Hotel, wo sich auf dem Parklatz immer einige der privaten Taxis angeboten haben. Das bestellte Taxi war natürlich etwas unpünktlich und wir wurden von anderen Fahrern angesprochen. Viele der hier fahrenden Autos haben ihre besten Jahre weit hinter sich aber werden immer noch genutzt um damit etwas Geld zu verdienen. Eines der fahrbaren Untersätze hatte keine Seitenscheiben, Armaturen, Scheibenwischer und auch keine volle Batterie. Auf das Anschieben haben wir dann doch verzichtet und inzwischen ist auch das bestellte Taxi eingetroffen. Wir fahren zum "Nakumatt" und der Fahrer will uns auch wieder in das Hotel zurückbringen. Weil er noch kein Geld genommen hat sind wir auch sicher das er wieder kommt. Dieses Vertrauen wäre in Deutschland unmöglich.
Das Kaufhaus übertrifft unsere Erwartungen. Von Lebensmitteln bis zu Möbeln kann man hier alles kaufen. Auch Uhren gibt es hier, aber keine passenden Batterien. Dafür finden wir hier Cashewnüsse pur 400 Gr. für 289,- KSh und andere Leckereien. In dem Internetcafé nebenan kann man Urlaubsgrüße schreiben oder auch nur Surfen. Viele Urlauber nutzen die Gelegenheit und schreiben E-Mails in die Heimat. Den Eingang zum Internetcafé findet man in der Bücherei am Nakumatt. Ein weiterer beliebter Treffpunkt ist die Gaststätte. Hier warten die Urlauber auf ihre Taxis und einsame Herzen auf ihre Bekleider. Die Zeit vergeht wie im Flug und unser Fahrer bringt uns zurück in das Hotel.
Meine Frau hat heute Geburtstag und ich bemerke schon zeitig ein buntes Treiben vor unserer Zimmertür. Der Gang vor der Tür ist mit Blumen ausgelegt und auch unser Tisch ist mit Blüten geschmückt. Mit buntem Reis wurden Buchstaben gelegt und eine Geburtstagstorte gibt es auch.
Nach dem Frühstück will unsere kleine Reisegruppe eine Bootstour zum nahe gelegenen Leuchtturm machen. Unser Reiseführer hat uns ein schönes Schnorchelrevier versprochen und wir wollen uns dort einige Zeit aufhalten. Zügig haben wir das Riff umfahren und nehmen Kurs auf die Insel. Dort müssen wir erst einmal ein gutes Stück wandern, bis wir an der Stelle sind wo wir ins Wasser können. Alle die nicht mit Schnorcheln wollen, sehen sich die Insel genauer an, aber ich will mit einem Bekannten nur noch ins Wasser. Es herrscht klare Sicht und wir können weit im Wasser sehen. Schöne Korallen, viele Fische und die Strömung treiben uns recht weit von der Insel ab. Langsam müssen wir wieder zurück, weil die Sonne auf den Rücken brennt. Der Film in der Unterwasserkamera ist voll und die Anderen warten schon auf uns. Meine Frau hat als Einzige den Leuchtturm bestiegen und dort oben 2 deutsche Amateurfunker aus Erfurt getroffen. Diese sind recht häufig dort oben. Auch vom Fuß des Leuchtturm haben wir einen schönen Ausblick in Richtung Colombo und Beruwela. Unsere Parkuhr ist abgelaufen und mit dem Boot fahren wir wieder zu dem Hotelstrand zurück. Am Nachmittag machen wir einen Spaziergang durch Beruwela und besuchen den Blumen- und Gewürzgarten. Vor allem die schönen Orchideen muss ich mir genauer ansehen. Der deutsch sprechende Chef des Gartens zeigt uns sein Reich und natürlich seinen Verkaufsstand. Einige Gewürze wechseln den Besitzer und später werden wir sehen das die Preise hier günstiger als im Inland sind. Wie versprochen holen wir noch den reservierten Elefanten ab und laufen zurück ins Hotel. Am Abend sitzen wir an der Strandbar und trinken Sekt nach Preisen des Hauses. Unsere AI-Bändchen reichen hier nicht mehr aus und für besondere Anlässe gibt es besondere Karten. Jetzt weis ich wie wichtig eine Visakarte ist, denn die Preise beginnen bei 3600 Rubien und der Kurs ist aktuell 1:83.
Wir lassen uns sehr zeitig wecken. Noch vor dem Frühstück werden wir uns den Fischmarkt von Beruwela ansehen. Die 3 TukTuk stehen pünktlich bereit und wir fahren durch die ruhigen Straßen des Ortes bis zum Eingang des Hafens. Der Besuch kostet auch hier Eintritt und wir bezahlen unsere 25 Rupien pro Person. Es sind schon einige Boote eingelaufen und der Verkauf hat begonnen. Überall liegen Fische auf dem Boden oder sind in Plastikkisten gestapelt. Es ist immer noch dunkel und viele Lampen gibt es hier nicht. Ein weiteres Boot legt an und es werden große Haie und ein Rochen ausgeladen. Ein anderer Fischer bringt einen blauen Merlin an Land. Die Händler kommen meist mit dem Fahrrad und packen ihre Ware in den Korb auf dem Gepäckträger. Die Fische werden auf den Märkten in kleinen Portionen wieder verkauft. Die beiden Haie werden vor Ort zerlegt und in Würfel geschnitten. In wenigen Minuten ist von den beiden Fischen nicht mehr viel übrig.
Auf hoher See werden die Fische auf Eis gelagert, aber jetzt liegen sie hier in der Wärme. Ein LKW öffnet seine Klappe und Trockeneis wechselt den Besitzer.
Langsam wird es hell und es wird ruhiger im Hafen. Unsere Fahrer bringen uns zurück zum Hotel. Diesmal nehmen sie eine andere Route und machen am Strand einen Zwischenstopp.
Nach dem Frühstück geht es auf das Riff Muscheln sammeln und später machen wir einen Spaziergang durch den Ort. Der Himmel wird bedrohlich dunkel und wir beeilen uns, um noch trocken in das Hotel zu kommen. Wir hätten es fast geschafft.
Heute haben wir uns eine große Tour vorgenommen. Tchibo ist hier so bekannt, dass er mit seinem Bus auf das Hotelgelände fahren darf. Wir holen unsere Lunchpakete und verstauen alles sicher im Fahrzeug. Wir fahren auf der Küstenstraße Richtung Galle und nach wenigen Kilometern entdeckt der Busfahrer einen Toddysammler in der Krone einer Palme. Mehrere Palmen sind mit Seilen verbunden und waghalsig klettern die Sammler von Palme zu Palme um den Saft der Palmenblüten zu ernten. Wenn die Seile nass und rutschig sind, ist es sehr gefährlich auf den Seilen zu laufen und es passieren viele Unfälle. Der gewonnene Palmsaft ist Ausgangsstoff für den leckeren Arrak, welcher vor allem in Mixgetränken mundet.
Danach fahren wir zu einer Schildkrötenfarm in Koskoda.
Mühsam werden die verschieden Arten vor dem Aussterben bewahrt. Für eine Rupie pro Stück werden die Eier der Schildkröten vor dem Kochtopf gerettet und in der Farm aufgezogen. Auch hier wird die Führung in deutscher Sprache gemacht.
Wir verlassen die Küstenstraße und wollen in Mitiyagoda eine Mondsteinmine besichtigen. Abseits der Hauptstraße wird es ruhiger und es tauchen die ersten Felder auf. Üppige Wälder werden von offenen Lichtungen abgelöst. In der Ferne hören wir einen lauten Motor knattern. Wir lassen den Bus stehen und laufen in Richtung Lärmquelle. Der alte Dieselmotor treibt eine "Pumpe" an, welche das Wasser aus der Mine fördert. Das ganze Umland besteht nur aus Abraum und Schlamm. Der Schacht ist mit Baumstämmen notdürftig abgestützt und aus dem Loch hören wir Stimmen. Eine dunkle Gestalt klettert an den Stämmen Richtung Tageslicht. Das Wasser drückt aus allen Richtungen und läuft in den Schacht hinein. Die Pumpe ist wieder ausgefallen und alle müssen raus. Ein Arbeiter nach dem anderen kraucht völlig durchnässt aus dem dunklen Loch. Jetzt wird repariert, dann der Stollen leer gepumpt und dann geht es wieder in die Tiefe. Wir gehen zu den Gebäuden die einige hundert Meter abseits in etwas besserer Lage stehen. Hier werden die Steine geschliffen und zu wertvollem Schmuck verarbeitet. Ein Führer erklärt uns die hier vorkommenden Edelsteine und zeigt uns Rohlinge in allen Varianten. Die Werkstatt ist so groß wie eine Garage und die Schleifer versuchen uns Steine unter der Hand zu verkaufen, als der Chef das Gebäude verlassen hat. Erst mal sehen was noch kommt denn bei den Preisen für rohe Steine kennen wir uns nicht aus. Man bringt uns Getränke und bittet in den Verkaufsraum. Die Auslagen lassen sicher das Herz jeder Frau höher schlagen. Steine in allen Farben und Formen liegen vor uns. Ob Ring, Halskette, Ohrring oder Fußkettchen, alles gibt es auch als passendes Set. Sicher gibt es das ein oder andere Schnäppchen zu kaufen aber wir halten uns zurück. Jetzt werden uns ungeschliffene Mondsteine angeboten und der Ton wird rauer. Obwohl ein Paar mehr als 500 Euro in dem Laden gelassen hat, ist der Chef der Truppe nicht zufrieden. In einem Baum vor dem Gebäudesitzt ein Affen, welcher aus einer Flasche mit einem Strohhalm trinkt. Der Anblick ist schon lustig.
Wir fahren zurück auf die Küstenstraße und dann weiter Richtung Galle. Eine Fahrt mit einem Glasbodenboot wollen wir uns nicht entgehen lassen und deshalb halten wir in Hikkaduwa an. Durch flaches Wasser waden wir zu einem der bunten Boote. Der Glasboden ist schon etwas zerkratzt aber die Videoaufnahmen mit aufgelegter Kamera werden sehr gut. Wir nähern uns den anderen Booten über dem vorgelagerten Riff und staunen über die Vielfalt der Korallen und Fische. Sogar 2 Meeresschildkröten schwimmen ruhig an uns vorbei. Die Zeit vergeht schnell und wir sind bald wieder an Land.
Weiter geht es zu den Stelzenfischern. Wir kommen sicher ungünstig denn alle Arbeitsplätze sind unbesetzt. Die Stelzen sind im Wasser und die Fischer warten auf etwas Reibung zwischen Daumen und Zeigefinger, bewegen sich dann aber Richtung Wasser. Ein paar Fotos und schon sind die Stelzenfischer wieder im Schatten. So wird also schon lange nicht mehr gefischt.
Die Stadt Galle im Süden der Insel ist erreicht und wir besichtigen das Fort. Der Ausblick nach allen Seiten ist überwältigend. Wir haben einen wunderbaren Überblick über große Teile der Stadt und Tchibo erklärt uns die Geschichte der Region.
Auf dem Rückweg wird noch an einer Seidenraupenfarm gehalten. Wir hören uns den sehr interessanten Vortrag an und kaufen in dem dazugehörigen Laden einige schöne Sachen ein.
Es ist schon spät geworden und und es geht zurück nach Beruwela. Ein Zug nach Colombo überholt unseren Bus und es wird eine kleine Wettfahrt gestartet. Eine Mutter mit ihrem Säugling sitzt bei voller Fahrt auf dem Trittbrett eines Waggon. Der Zug ist mehr als überfüllt macht aber ordentlich Tempo. Eine Schranke macht dem Wettrennen erstmal ein Ende. Nach einem sehr schönen Tag erreichen wir wieder das Hotel.
Gemeinsam werden schon Pläne für den nächsten Tag gemacht und es wird beschlossen den dem Fischerhafen von Beruwela zu besichtigen. Tchibo übernimmt wieder die Organisation bis in alle Details.
Die Vier hatten schon für den nächsten Tag eine Bootsfahrt auf dem Bentotafluss organisiert. Wir schließen uns natürlich an. Durch den Sohn der einen Familie wurde ein einheimischer junger Mann als Reiseleiter empfohlen, den sie "Tchibo" nannten. Nach kurzen Preisverhandlungen könnte es losgehen aber wegen der 2 zusätzlichen Personen muss der Ablauf geändert werden. Durch den niedrigen Wasserstand bei Ebbe kommt das Boot mit 6 Personen, plus Reiseleiter und Kapitän, nicht vom Hotelstrand zum Einlauf des Flusses. Kurz entschlossen wird ein Kleinbus organisiert, der uns zur Mündung des Bentota bringt. Die Organisation ist perfekt und auch der Bus lässt keine Wünsche übrig. Der klimatisierte Bus hat einen umsichtigen Fahrer am Lenkrad und nach kurzer Fahrt sind wir schon am Ziel. Wir steigen in das Boot und es geht flussaufwärts. Durch den Regen am Vorabend ist der Fluss angestiegen und wir müssen die Köpfe unter den ersten Brücken einziehen. Am Bentota Beach Hotel werden Elefanten im Fluss gebadet und gewaschen. Die Tiere gehören sicher zum Hotel.
Die Landschaft wird unbeschreiblich schön. Die Palmen weichen waren Baumriesen und der Urwald wird immer dichter. Unser Reiseführer "Tchibo" spricht sehr gut deutsch und erklärt uns die Tier- und Pflanzenwelt Sri Lankas. Seine geschulten Augen entdecken Tiere, welche wir nie entdeckt hätten. Wasserwarane sind die ersten Echsen, die wir selbst erspähen. Die Sonne steigt langsam höher und es wird das Sonnendach über das Boot gezogen. Durch die spiegelnde Wasseroberfläche ist die Gefahr eines Sonnenbrandes noch höher als an Land. In den großen Bäumen am Fluss hängen Flughunde und machen einen Höllenlärm. Immer wieder kommen uns andere Boote entgegen oder überholen uns. Der Ausflugsverkehr auf dem Fluss ist für viele eine willkommene Einnahmequelle.
Wir fahren an einer schönen Villa vorbei und erfahren das die einem Deutschen gehört. Für 50.000 Dollar Kaution und einem einheimischen Strohmann ist es möglich sich dort anzusiedeln. Sehr oft wird aber auch noch viel mehr Lehrgeld gezahlt.
Zielstrebig nimmt ein kleines Boot Kurs auf uns. Unser Boot hält an und wir haben einen Fototermin mit einem kleinen Krokodil. Langsam begreifen wir das Provisionssystem, von dem viele Leute ihren Anteil wollen. Eine Hand wäscht die andere und hier sind viele Hände im Wasser.
Wir nehmen Kurs in die Mangroven und müssen sehr auf die spitzen Luftwurzeln aufpassen, welche senkrecht über unseren Kopf schweben. Hier ist der Eisvogel in seinem Element und wir sehen einige dieser schönen Vögel. Wer sich in diesem Dickicht nicht auskennt, findet den Ausgang nicht so schnell. Vorbei an Garnelenfischern fahren wir wieder flussabwärts. Wir wollen noch den Wochenmarkt in Alutgama besuchen und geben etwas Gas.
Hier versorgen sich die Bewohner also mit den notwendigen Lebensmitteln. Der Kontrast dieses Marktes könnte nicht größer sein. Bunte Gewürzstände und frische Obst- und Gemüseauslagen sind für uns ein beliebtes Fotoziel. Um den Fleischstand machen wir einen großen Bogen. Den Fischmarkt sehen wir uns aber noch an. Die großen Brocken werden in Beruwela auf dem Fischmarkt ersteigert und hier in kleinen Portionen verkauft. Einen Kühlschrank können sich die meisten Familien nicht leisten und so wird hier täglich der Bedarf eingekauft.
Wir machen einen Abstecher in ein Lokal am Fluss uns lassen uns im Schatten nieder. Sanfte Musik im Hintergrund, ein kühles Bier und der Blick auf den Fluss lassen die Seele baumeln. Etwas ausgeruht bringt uns der Bus wieder in das Hotel. Jetzt heißt es erst einmal ein Moskitonetz organisieren. Unser Tagesrhythmus kann sich nur schwer an das Leben hier anpassen. Die Klimaanlage ist doch recht laut, das Stromnetz träumt von 220V und bricht regelmäßig zusammen, wenn in den Hotels das Abendessen zubereitet wird. Die geringen Niederschläge der letzten Wochen haben die Staudämme nicht gefüllt und deshalb wird der Strom nur stundenweise angestellt. Das Hotel hilft sich mit einem Generator der Leistung mit Lärm verwechselt. Bis pünktlich 0:00 Uhr ist nicht an Schlaf zu denken. Plötzlich sind die Lampen heller und sogar die Neonröhren im Bad springen an. Die Klimaanlage wacht auf und denkt intensiv über ihre Aufgaben nach. Langsam fallen auch wir ins Bett.