Der Flug geht erst 11:05 ab Mombasa aber die Kontrollen sollen sehr lange dauern und so werden wir schon am frühen Morgen mit dem Bus abgeholt.
In einigen Reiseberichten habe ich von korrupten Zollbeamten gelesen, welche sich ihr Gehalt bei den Touristen aufbessern. In unregelmäßigen Abständen ertönt beim Durchleuchten ein Alarmsignal und kurze Zeit später gehen die Betroffenen weiter als wäre nichts passiert.
Wir haben eine große geschnitzte Kalebasse im Koffer und dadurch ist beim Durchleuchten ein großer heller Fleck zu sehen. Das Alarmsignal ertönt kurz und der Zöllner zieht mich in eine Ecke und verlangt "many Euro - many Euro". Für 5 Euro darf ich ich ohne weitere Kontrolle meinen Koffer nehmen und weitergehen. Wer nicht mitspielt darf nach der Kontrolle seinen Koffer neu packen. Die weitere Abfertigung geht zügig und bald sitzen wir im Flugzeug der Condor. Die ersten Regentropfen fallen und der Abschied ist nicht ganz so schwer.
Das benachbarte Travellers Hotel hat so wenig Urlauber das sie die Küche geschlossen haben und die Gäste in die Clubanlagen schicken. Jetzt wird es langsam Zeit ein bischen an die Erholung zu denken aber auch in der näheren Umgebung gibt es noch sehr viel zu sehen. Der Anteil der deutschsprachigen Urlauber nimmt immer mehr zu und so finden sich täglich neue Kontakte. 2 junge Männer haben nur Vollpension gebucht und müssen an der Bar eigentlich bezahlen. Aber Viktor an der Poolbar drückt auch mal ein Auge zu. Eine Karte gibt es nicht und so wird gemixt was bestellt wird. Auf besonderen Wunsch der Frauen mixt er auch mal einen "Victor Spezial". Verschiedene Sorten RUM und einige geheimnisvolle Zutaten ergeben ein buntes Farbenspiel und zufriedene Gesichter. Mit dem Trinkgeld sollte man vorsichtig umgehen denn damit steigt automatisch der Alkoholanteil der Mixgetränke.
Ein deutsches Paar hat am Strand eine Safari gebucht und den Preis ordentlich in den Keller gedrückt. Für den niedrigen Preis konnte es nur eine schlechte Leistung geben. Auf der ganzen Fahrt wurde nur englisch gesprochen. Der Safaribus war voll bis auf den letzten Platz und für die Getränke gab es eine Karte mit saftigen Preisen. Die Unterkunft und Verpflegung hat dann alle auf die Palme gebracht. Da ist es schon einfacher wenn man die Ware sieht um die man feilscht. Meine Frau hat es geschafft eine abgetragene grüne Jeans gegen 2 Delfine aus Speckstein zu tauschen. Die Hose hätte Kenia sowieso nicht verlassen.
Herabfallende Kokosnüsse sind Todesursache Nummer 1 unter den Touristen! Deshalb werden hier regelmäßig alle reifen Nüsse mit der Hand von den Palmen gepflückt. Die aufgeschlagenen Kokosnüsse werden dann unter den Urlaubern verteilt. Gegen das herabfallen von unreifen kleinen Früchten ist man aber auch hier machtlos.
Wenn man die Liege positioniert geht automatisch der Blick nach oben. Hier ist aber so viel Platz das keiner auf die Idee kommt mit Handtüchern die Liege zu reservieren.
Auf einer der abendlichen Veranstaltungen kaufte ich mir diese CD original verpackt und zugeschweißt. Zu Hause musste ich feststellen das die CD in schlechter Qualität selber gebrannt war - Lehrgeld.
Am 18.03.2003 ist Vollmond und die Flut ist heute besonders heftig. Schon in den letzten Tagen ist das Wasser immer höher gestiegen und hat die Hotelmauern erreicht. Im Hintergrund steht der eine Mast des Volleyballnetzes in tiefem Wasser. Am Strand ist deshalb schon sehr früh Ruhe eingekehrt und in einigen Stunden wird die Ebbe das Land zurückgeben. Der angespülte Unrat wird durch das Hotelpersonal beseitigt. Leider ist nicht jedes Hotel bereit den Strand sauber zu machen.
Einige Kilometer in nördliche Richtung gibt es einen Schmetterlingspark. Wir laufen die Straße entlang und wollen auf dem Rückweg wieder am Strand entlang wandern. Der Weg streckt sich auch hier in die Länge aber der Park ist gut zu finden. In verschieden Volieren werden hier Schmetterlinge gezüchtet. Die Führung ist interessant aber der Mann hat es eilig. Ich sehe keinen weiteren Besucher und wir haben sicher die Angestellten bei der "Arbeit" gestört. Allein darf man die Bereiche nicht betreten.
Wir suchen eine Straße, welche zu einem Hotel führt, und finden auch einen Weg zum Strand. Durch das Niedrigwasser ist der Strand sehr breit und gemütlich laufen wir zurück.
Die gesamten 3 Wochen hatten wir das schönste Wetter und heute sehen wir in der Ferne die ersten Blitze zucken. Wir müssen noch die Koffer packen und morgen ist die schöne Zeit in Kenia wieder vorbei
Heute haben wir uns für einen Tagesausflug entschieden. Mit dem Bus fahren wir in das Schnitzerdorf Akamba und anschließend nach Mombasa. Am Strand und in den Souvenirläden haben wir schon viele Schnitzereien gesehen und heute wollen wir uns die Herstellung der Holzfiguren ansehen. Die meisten der am Strand angebotenen Artikel wurden hier gefertigt und im dem angegliederten Verkauf erstanden. Die Strandverkäufer erhalten je nach Menge noch einen Rabatt auf die Ladenpreise. Angefangen vom Zuschnitt der Stämme bis zur letzten Farbgebung ist das Dorf wie eine Fließbandfertigung organisiert. Für alle Figuren gibt es Spezialisten und deshalb sehen sie viele nach maschineller Fertigung aus. Immer wieder werden uns Figuren und Holzstücke unter der Hand angeboten. Obwohl die Verkaufserlöse dem Schnitzerdorf gehören versuchen Einige zusätzlich etwas Geld zu verdienen. Es wird sehr viel mit Lasuren und Beize gearbeitet so das man sich nicht wundern muss wenn die Schnitzerei langsam die gesunde Farbe verliert. In den großen Verkaufsräumen ist die Ware sehr gut sortiert. Das riesige Angebot hält für jeden Geschmack etwas bereit. Die Preise sind höher als am Strand aber der Zustand ist hier natürlich wesentlich besser. Eine Giraffe aus Mahagoniholz haben wir aber hier nicht gesehen. Mit dem Bus fahren wir weiter zu der großen Markthalle in Mombasa.
Sofort werden wir von Einheimischen umringt und jeder bietet seine Hilfe beim Einkauf an. Zum ersten mal sehe ich hier Zigaretten ausländischer Marken. Die kenianischen Zigaretten sind zwar auch nicht die schlechtesten aber Malboro sind schon besser ( Made in Malaysia). Rund um die Markthalle wird alles angeboten was noch etwas Geld bringen kann. Alte Schuhe, gebrauchte Uhren und Taschen stehen neben Obst und Gemüse. In der Halle sollte man sehr auf seine Sachen aufpassen. Es ist sehr eng und laut und durch die vielen Stände kann man schnell abgelenkt werden.
Weiter fahren wir mit dem Bus zum Wahrzeichen Mombasas und anschließend zur Besichtigung der Altstadt. Diese Fähre verbindet Mombasa mit der Südküste Kenias und ist das Nadelöhr für die Besichtigung der dortigen Ausflugsziele.
Wir machen einen schönen Rundgang durch die Altstadt Mombasas und sehen dabei auch der Verladung einer Kabeltrommel zu. Die abenteuerliche Verladeart "Made in Kenia" ist deshalb bewundernswert weil die Trommel durch Muskelkraft auf das Schiff transportiert wird. Durch den Blickwinkel des Fotos sieht man welchen Höhenunterschied die Kenianer überwunden haben. Die gesamte Trommel wird nur durch ein Seil gehalten. Sollte es reißen werden sicher 2 Schiffe gleichzeitig versenkt.
Die Besichtigung des Fort Jesus sollte man sich nicht entgehen lassen. Die 400 Jahre alte Anlage der Portugiesen wird jetzt langsam restauriert und es gibt die Möglichkeit innerhalb der Mauern ein festliches Abendessen einzunehmen - mit Rahmenprogramm zu festlichen Preisen. Beindruckend ist die Sicht welche man in viele Richtungen hat. Der Wind weht angenehm und macht die Hitze erträglich.
Am Abend haben Krieger der Masai ihren großen Auftritt im Hotel. Im Gegensatz zu einer Gruppe der letzten Woche machen diese einen originellen Eindruck. Auch am Strand sind manchmal Masaikrieger anzutreffen, aber die Kenianer vor Ort nennen die zugereisten nur verächtlich Plastikmasai.
Schon vor dem Sonnenaufgang sind wir wieder auf der Pirsch. Francis zeigt uns heute einen anderen Teil der Masai Mara. Mit dem Geländewagen fahren wir zu einem guten Platz um von dort den Sonnenaufgang zu beobachten. Um 06:56 Uhr entstand dieses Foto.
In der kühlen Nacht hat sich leichter Bodennebel gebildet und hüllt die Natur in ein faszinierendes Lichtspiel. Die Sonne wird schon nach wenigen Minuten die Feuchtigkeit verdunsten lassen und wieder mit aller Kraft scheinen. Die Feuchtigkeit der Nacht reicht einigen Gräsern aus um wieder grüne Halme zu bilden und vielen Tieren das Überleben zu sichern. Auf der linken Aufnahme um 07:31 Uhr ist schon nur noch leichter Dunst übrig. Francis entdeckt in einer Herde Thomsongazellen einen Albino. Diese Seltenheit wird sofort per Funk an die Parkleitung gemeldet.
äume auf den Wegen und die Tiere stehen plötzlich vor unserem Wagen. Dieses Prachtexemplar wollte uns nicht vorbei lassen und bei schneller Fahrt mit Rückwärtsgang gelang mir noch dieses Foto. Eine sehr große Herde mit vielen Jungtieren überquerte den Weg und nach einigen Minuten haben wir auch die Fahrt fortgesetzt. Wir sind wieder im offenem Gelände und einige Hyänen laufen im Eiltempo an uns vorbei. Dabei wurden einige Warzenschweine aufgescheucht. Mit aufgestelltem Schwanz rannte der "Keniaexpress" auf und davon. Auch unsere Zeit in der Masai Mara geht vorbei, später wir müssen wieder zurück zum Flughafen.
An dem schönen Souvenirladen machen wir wieder Rast und feilschen um eine wunderschöne Giraffe aus Mahagoni. Das Angebot ist in diesem Laden viel schöner als wir es bisher gesehen haben, zugleich sind wir uns auch preislich einig geworden. Wir kommen gut voran und ich möchte in Nairobi noch nach einer neuen Uhr sehen. Etwa eine Stunde vor Nairobi bestellt Francis per Handy Plätze für unser spätes Mittagessen. In einem sehr noblen Einkaufstempel machen wir halt. Auf den Parkplätzen stehen nur die teuersten Marken nebeneinander und auch die Geschäfte lassen keine Wünsche übrig. Das Preisniveau ist sehr hoch und verhandelt wird nicht. Francis ist auch hier sehr bekannt und wir speisen vorzüglich. Gegen 17:00 Uhr müssen wir am Flughafen sein außerdem ist nicht mehr viel Zeit.
Wir landen pünktlich in Mombasa und fahren mit einem uralten gepflegtem Auto zurück zum Hotel. Das Taxi hat im Fahrgastraum 2 Sitzbänke zueinander gerichtet und viel Platz. Morgen wird erst mal ein Ruhetag eingelegt und ich sichte das viele Bild- und Videomaterial.
Wir werden sehr zeitig geweckt und wollen den Sonnenaufgang in der Mara sehen. Ein großes Krokodil hat es sich direkt unter der Terrasse der Lodge bequem gemacht und wir sind froh einige Meter höher zu stehen. Wir holen unsere Marschverpflegung und die Frühpirsch geht los. Als die Sonne aufgeht haben wir die Lodge schon weit hinter uns gelassen. Es ist noch kühl und der Fahrtwind wirkt erfrischend. Haben wir gestern nur sehr wenige Elefanten gesehen sind es heute schon viel mehr gewesen. Ein sehr großes Löwenrudel hat sich einen Hügel als Aussichtsplattform gewählt. Wir wollen aber weiter an einen relativ sicheren Platz um in der Mara zu frühstücken. Francis parkt den Geländewagen an einer Lichtung direkt am Marafluss. Die Türen sind aus Sicherheitsgründen alle auf und natürlich hat er die Umgebung vorher auf ungebetene Gäste durchsucht. Es ist ein Erlebnis in der Wildnis und jedes unbekannte Geräusch bringt den Kreislauf in Schwung. Hinter dem Geländewagen fällt das Gelände steil ab. Eine Pavianherde überquert den Fluss und stört dabei eine Schar Perlhühner beim Trinken. Francis erzählt uns einiges über die großen Tierwanderungen und wir wollen zu einer der Stellen fahren an der die großen Herden den Fluss überqueren müssen. Die großen Echsen liegen faul in der Sonne und hoffen auf die Regenzeit und der danach beginnenden Tierwanderungen.
Wir fahren weiter und sehen zwei Geparden im Gras liegen. Diese Tier sieht man in der Mara nicht so häufig. Sie suchen einen Hügel auf und halten Ausschau. Ein Löwenrudel hat es sich in der Nähe bequem gemacht und die beiden Geparden beobachten ihre Feinde. In dem offenen Gelände ist das Gras sehr hoch und die Raubkatzen finden sehr gute Deckung. Über Funk fordert ein anderer Wagen Hilfe an. Tierfilmer haben eine Gepardfamilie bei der Jagd beobachtet und weil weit und breit kein Schatten zu finden war wurde die Beute unter dem Geländewagen zerlegt. Es war ein Weibchen mit drei kleinen Jungen. Die Regeln der Nationalparks lassen es nicht zu die Geparden zu vertreiben und den Lauf der Natur zu beeinflussen. Die Tierfilmer sitzen aber schon einige Zeit fest und wollen weiter. Als ein weiter Wagen eintrifft wechselt das Weibchen den Unterschlupf und sucht sich unser Auto aus. Endlich können die Anderen weiter fahren. Unter unserem Auto fressen die 4 weiter bis sie satt weiter ziehen. Es ist schon nach 13:00 Uhr und wir fahren zurück in die Lodge zum Essen. Das Krokodil liegt immer noch unterhalb der Terrasse am Ufer.
Aus sieben Einzelbildern im Hochformat entsteht dieses Panorama. Die Voyager Safari Lodge folgt der U-Form des Flusses. Die Nilpferde liegen im Wasser und verlassen es nur nachts zum weiden. Auf beiden Seiten gehen abends die Tiere an Land und laufen auch am Zaun der Lodge entlang.
Wieder geht es auf Pirschfahrt und diesmal besuchen wir auch ein Dorf der Masai. Francis verhandelt das Eintrittsgeld (1200,- KSh) und wir dürfen alles filmen und fotografieren. Die Urlauber sind eine wichtige Einnahmequelle für die Massai und geben uns dafür Einblicke in die Lebensweise des Naturvolkes. Ich hätte nicht für möglich gehalten das in den Hütten der Massai auf offenem Feier gekocht wird. Die Belüftung erfolgt nur durch kleine Löcher in den Seitenwänden der Hütten. Erst durch die Blitzaufnahmen sieht man die Einflüsse der Zivilisation. Kleidungsstücke werden oft von Touristen hier gelassen und bestimmen immer mehr das Bild der Massai. Thermoskannen, Schraubgläser, Porzellangeschirr, Behälter aus Plast und Reisetaschen habe ich auf den Bilden entdeckt. Feuer haben wir noch auf die traditionelle Art angemacht aber Fahrräder werden von den Massai auch schon benutzt. Die Häuser bestehen immer noch aus einem Geflecht aus Ästen und Zweigen welche mit Kuhdung gefüllt werden. Durch die Rinderzucht haben sie dieses Baumaterial kostenlos und in großen Mengen. Die Massai nutzen nur die Milch und das Blut der Rinder. Das Fleisch wird verkauft und nie selbst verzehrt. Die Massai essen kein Fleisch ihrer Rinder. Jede Familie versucht noch durch den Verkauf von Schmuck und anderen Andenken Geld in die Kasse zu bekommen. Wir verabschieden uns und müssen langsam wieder in Richtung Lodge fahren. Die reiche Tierwelt der Massai Mara machte heute für uns Schaulaufen und Francis kannte noch einen schönen Platz für die Beobachtung des Sonnenunterganges.
Heute ist der 08.03.2003 und wir müssen bis 05:00 Uhr am Flughafen Mombasa sein. Wir haben uns im Hotel ein Taxi bestellt und hoffen das der Fahrer auch pünktlich ist. Das Flugzeug ist fast ausgebucht und viele einheimische Geschäftsleute nutzen die schnelle Verbindung in die Hauptstadt. Am Flughafen werden wir schon von unserem Fahrer mit dem Geländewagen abgeholt. Wir müssen noch zu Gabi in die Firma um den Restbetrag zu bezahlen. Quer durch Nairobi fahren wir in eine etwas bessere Wohngegend. Gabi erwartet uns schon und die Formalitäten sind schnell erledigt. Wir bekommen einen schicken Safarihut geschenkt und erhalten eine kurze Einweisung über den Verlauf der Safari. Der Geländewagen steht uns rund um die Uhr zur Verfügung und Francis wird uns alle Wünsche von den Lippen ablesen. Es gibt keine maximale Anzahl der Pirschfahrten und auch die gekühlten Getränke für unterwegs sind im Preis enthalten.
In Nairobi fallen uns die sauberen Straßen und der dichte Verkehr auf. Dagegen ist Mombasa eine kleine verschlafene Provinzstadt. Auf der Stadtautobahn sind wir schnell unterwegs und fahren dann auf sehr guter Straße in Richtung Rift Valley. Gegen 11:00 Uhr erreichen wir nach etwa 20 Km den Aussichtspunkt der Ngong Berge und machen Pause. Vor uns liegt der große ostafrikanische Grabenbruch und hier müssen wir erst mal durch. Ein sehr schöner Ausblick über die mehr als 1000m tiefer liegende Ebene. Sofort wird man von Souvenirverkäufern angesprochen die hier natürlich reichlich Kundschaft haben. Wir sind aber schon etwas braun gefärbt und nicht die richtige Zielgruppe. Mit dem Fernglas sehen wir die Straße auf der wir das Rift Valley durchqueren wollen.
Kurvenreich geht es immer bergab. Im oberen Abschnitt stehen die LKW an der Seite, welche die lange und steile Strecke nicht nach oben geschafft haben. Jetzt geht es nach oben flüssig und auf unserer Seite stehen die Fahrzeuge mit Bremsproblemen und defekten Reifen. Es ist die reinste Materialschlacht. Nur wenige Kilometer fahren wir noch auf der A104 entlang und müssen dann auf die Straße in Richtung Narok abbiegen. Die Schlaglöcher werden immer mehr und teilweise haben die Kleinbusse und Geländewagen eine eigene Spur neben der Straße angelegt. Schwer beladene LKW hinterlassen eine riesige Staubwolke die der Wind in das Umland weht. Große Maisfelder werden bearbeitet und bewässert. Einige Männer stehen am Straßenrand und füllen die Schlaglöcher mit Schotter und Sand. Francis hält manchmal an und gibt den Männer etwas Geld. Die Leute stehen freiwillig in der Mittagshitze und versuchen die Straßen auch für die großen LKW befahrbar zu halten. Als Dank halten die Fahrer an und geben Geld oder auch Lebensmittel und Wasser. Auffällig ist die hohe Zahl der Polizeikontrollen. Warum nur? Wie überall in Kenia sieht man Kleinbusse die überladen über die Pisten rasen. Die billigste Art um von A nach B zu kommen. Die hohen Unfallzahlen und die Materialschäden an LKW und PKW zwingen zu diesen massiven Kontrollen. Auch einige Kleinbusse der Safarianbieter stehen defekt am Straßenrand und Urlauber warten seit Stunden auf ein Ersatzfahrzeug.
An einer einsamen Hütte machen wir Rast. Dieser Laden bietet alles was Touristen in dieser einsamen Gegend brauchen. Toiletten, Getränke, Schnitzereien, Masaischmuck und andere Souvenirs. Weiter fahren wir nun auf festen Wegen, kommen zu einem Kontrollpunkt und einige Geldscheine wechseln den Besitzer. Die ersten Tiere sind zu sehen und gegen 15:00 Uhr sind wir an der Voyager Safari Lodge. Schnell duschen, umziehen, essen und 16:00 Uhr geht die erste Pirschfahrt los. Francis ist ein erfahrener Tierfotograf, hat selbst seine Kamera dabei und damit habe ich alle Voraussetzungen für gute Bilder. Er kennt die Masai Mara sehr gut und hat Augen wie ein Adler. Ein deutsches Tierlexikon liegt für alle Fälle auf dem Beifahrersitz. Kaum haben wir die Lodge verlassen, entdeckt er dieses große Pavianmännchen mit Nachwuchs in einem Baum. Wir können uns im Geländewagen ausbreiten und so liegen Digitalkamera, Camcorder und Fernglas immer griffbereit. Der Getränkevorrat ist auch aufgefüllt, denn die Sonne brennt immer noch auf der Haut.
Die meisten Tiere haben sich unter den Bäumen niedergelassen und warten darauf das die Sonne langsam am Horizont verschwindet. 2 Löwinnen schlafen direkt auf unserem Weg. In der Masai Mara darf man zu den Tieren fahren und die Wege verlassen aber trotzdem benutzen die Fahrer immer die gleichen Strecken. Langsam verlassen die Weidetiere ihren Unterstand und beginnen zu fressen. Auch die Löwen werden langsam munter und sehen sich die Speisekarte an. Das große Löwenmännchen kommt direkt auf unseren Geländewagen zu und nimmt ihn als Deckung. Ich versuche die Kamera ruhig zu halten denn die Lichtverhältnisse sind um 18:50 Uhr nicht mehr gut. An das Blitzlicht neben mir habe ich nicht gedacht. Wenn die Sonne untergeht sollten alle Wagen wieder in den Unterkünften sein. Francis meldet sich per Funk in der Lodge und langsam fahren wir in Richtung Marafluss. Mit einem schönen Untergang verabschiedet sich die Sonne für heute.
Wir sind wieder in der Voyager Safari Lodge. Wer denkt hier gibt es nur Fertiggerichte hat sich sehr geirrt. Ein großes Lagerfeuer wird angezündet und am Grill wird das Fleisch frisch zubereitet. Auch die Camps und Lodges werden mit Sternen ausgezeichnet und die Leistung spiegelt sich dort wieder. Die Zimmer sind schön hergerichtet und sogar Kerzen als Notbeleuchtung sind aufgestellt. Sogar an einen schöner Obstkorb für den kleinen Hunger zwischendurch haben sie gedacht. Der Strom wird nur zeitweise in die Zimmer geschalten. Wer dann vergisst seine Akkus zu laden kann das nur noch an der Rezeption machen. Ich habe gelesen das es Nachts sehr kühl werden kann, aber die Wärmflaschen in den Betten sind doch etwas übertrieben. Die Geräusche der Wildnis und die nächtliche Unterhaltung der Nilpferde im Fluss verhindern ein schnelles Einschlafen.
Heute unternehmen wir mit der "Maggie May" eine Fahrt an das vorgelagerte Riff. Es ist Ebbe und das Boot liegt einige hundert Meter vom Strand entfernt in tieferem Wasser. Der Fußmarsch geht durch knietiefes Wasser und am Boden wechselt sich Sand mit Korallengestein ab. Die Bootsführer machen uns immer wieder auf scharfkantige Stellen aufmerksam. Unsere Plastiksandalen werden durch das warme Wasser so weich das der Verschluss nicht mehr hält. Also geht es ohne Schuhe weiter.
Die Schnorchelausrüstung wird vorbereitet und es gibt eine kurze Einweisung bevor das Schiff ablegt. Auf dem Dach kann man es sich bequem machen aber wir bleiben lieber im Schatten sitzen. Wir sehen an einigen Stellen schon Boote vor Anker liegen und bald haben auch wir unser Ziel erreicht. Es wird noch einmal durchgezählt und schon sind alle im Wasser - fast alle! Die Fische sind hier doch etwas zahlreicher und größer als es einige Frauen erwartet haben und so bleiben sie an Deck. Mit meiner Unterwassereinwegkamera gelingen doch einige gute Fotos. Die großen Fische halten sich jetzt unter dem Boot auf doch hier fehlt das Licht etwas. Die Bootsführer füttern die Fische zusätzlich noch an so das es im Wasser nur so von Fischen wimmelt. Die Zeit vergeht sehr schnell und wir wollen weiter um auf einem anderen Riff einen Spaziergang zu unternehmen. Ohne Schuhe sucht man sich den Weg besonders gut aus. Seeigel und Seesterne sind hier häufig zu sehen und in zahlreichen Wasserlöchern schwimmen kleine Fische.
Für diesen Fußmarsch muss die Besatzung extra Gebühren entrichten. Am Ausgang unseres Hotels ist der Stammplatz der Wächter des Kenya Wildlife Service . Jedes Boot muss hier entsprechend der Personenzahl Gebühren bezahlen und bekommt Nachweise und Quittungen. 5,-Dollar pro Person sind ein stolzer Preis. Natürlich gibt es auch Kontrollen an den Schnorchelplätzen vor Ort im Ozean. Wir sehen das Schiff der Wächter aber werden nicht kontrolliert. Die Sonne steigt höher und wir sind froh wieder im Schatten auf dem Boot zu sitzen. Morgen ist Ruhetag und dann beginnt die Safari in die Masai Mara.
Wir treffen uns mit dem Kenianer der uns gestern zum Hallerpark begleitet hat. Pünktlich werden wir mit dem Taxi abgeholt das uns in Richtung Mombasa fährt. An einem Dorf halten wir und gehen zu Fuß weiter. Unweit der Straße steht die Northgate Preparatory School. Nie hätte ich in dem Gebäude eine Schule vermutet. Auffällig ist die große Ruhe in den Klassenzimmern. Hier hört man noch auf die Lehrer und steht auf wenn Erwachsene den Raum betreten. Unsere Kugelschreiber und Süßigkeiten sind natürlich heiß bekehrt. Voller Stolz zeigt er uns sein Dorf und seine Familie. In einfachen Lehmhäusern leben die Kenianer mit ihren Tieren auf engsten Raum. Im gesamten Dorf gibt es nur eine Wasserstelle und mit Kanistern versorgen sich die Familien. Der Abfall wird an einer zentralen Stelle gesammelt und dort verbrannt. Wir finden eine Art Dorftreffpunkt und können uns etwas über die Lebensweise der Kenianer erzählen lassen. Bei einem kühlen Bier erfahren wir viel über das Dorf und die verbreitete Armut. Aber auch hier gibt es ein soziales Netz der Dorfgemeinschaft und strenge Regeln im Umgang mit den bescheidenen Mitteln des Ortes. Sehr wenige Touristen wollen auch das Land außerhalb der Hotels kennen lernen und die meisten verlassen die Clubanlagen nur Richtung Ozean. Das Geld der Urlauber wird in den Hotels oder am Strand ausgegeben. Nicht sehr viele Kenianer finden in den Urlauberregionen Arbeit und bekommen so ein Stück von dem Kuchen ab. Wer ein Auto hat versucht sich als Taxifahrer oder Reiseführer. Andere verkaufen Schnitzereien oder Bekleidung und Ausflüge.
Im Hotel hat sich schnell wieder eine Gruppe aus unserer Region zusammengefunden und wir treffen uns jeden Abend beim Unterhaltungsprogramm. Gemeinsam wollen wir morgen eine Schnorcheltour an das vorgelagerte Riff unternehmen. Jeder Abend ist an der Poolbar "Showtime" angesagt und das abwechslungsreiche Programm ist immer gut besucht. Pünktlich um 00:00 Uhr ist aber an der Poolbar die Musik aus und nur manchmal hört man noch die entfernte Discoanlage.
Heute wollen wir einen Fußmarsch zum Hallerpark machen. Gestern sind wir 2 mal am Eingang des Parks vorbeigefahren und haben die Entfernung auf etwa 8 km geschätzt. In einem Steinbruch der größten Zementfabrik Afrikas hat der Schweizer Rene Haller ein Naturparadies entstehen lassen und in jedem Reiseführer wird dieser Park als lohnendes Ausflugsziel genannt.
Wir verlassen das Hotel und machen uns auf den Weg. Verlaufen können wir uns eigentlich nicht denn wir müssen der Straße Richtung Mombasa folgen und nur den Eingang nicht verpassen. Kaum sind wir auf den Fußweg schon haben wir diverse Angebote. "Papa, Mama Taxi?" Keiner kann verstehen warum wir freiwillig zu Fuß unterwegs sind und nicht in einem Auto mit Klimaanlage sitzen. Wir nutzen den Schatten großer Bäume um nicht unnötig in der Sonne zu laufen. Die erste Zeit sind immer noch Hotels in der Nähe und Bettler nicht weit aber langsam werden die Gebäude und Bäume weniger. Der Weg streckt sich gewaltig in die Länge und nur dieses Schild zeigt uns das wir noch nicht vorbei gelaufen sind. 2 Stunden in der Sonne und es ist Mittagszeit.
2 Kenianer überholen uns und haben mitbekommen das wir deutsch sprechen. Schon sind wir im Gespräch und der Weg bis zum Hallerpark soll nicht mehr so lang sein. Einer der beiden bringt uns zum Eingang und wir verabreden uns für den nächsten Tag. Wir haben knapp 3 Stunden gebraucht und damit waren es sicher mehr als 8 Km.
Der Eingang des Parks ist auch gleichzeitig der ersehnte Getränkestützpunkt. Gut gekühlt aus dem Eisschrank bezahlt man für eine Flasche fast jeden Preis. Aber nicht die Getränkepreise sondern den Eintritt von 600,- KSh pro Person halte ich für übertrieben.
Da fliegen wir nach Afrika und gehen in den ZOO. Die sehr schöne Anlage kann eine Safari sicher nicht ersetzen aber sie hat zum Beispiel Fischteiche, eine Krokodilzucht, eine Schlangenfarm und große Tiergehege. Die Führungen werden in vielen Sprachen durchgeführt und wir schließen uns einer großen deutschen Gruppe an. Gut 2 Stunden dauert der Rundgang und wir schlendern langsam wieder Richtung Ausgang.
Für den Rückweg wählen wir eine andere Strecke. Der Strand ist unser Ziel und dann immer am Wasser entlang. Quer durch die Vororte Mombasas laufen wir in Richtung Ozean. Rohbauten von Häusern sind wieder zugewachsen, Dickicht und Gestrüpp wechseln sich ab mit schön bepflanzten Gärten und schmucken Villen. Ab und zu kommt ein PKW den staubigen Weg entlang aber der Wind steht günstig und uns bleibt ein Staubbad erspart. Endlich finden wir einen Durchgang zum Strand und sehen die weit sichtbaren weisen Häuser von Mombasa. Etwas erleichtert sind wir schon aber jetzt sehen wir erst welchen Weg wir noch vor uns haben. Einige Grundstücke sind gut gepflegt aber wir sehen auch ehemalige Hotels deren Gelände sich die Natur zurück geholt hat. "Strandschwalben" sammeln sich, die Einheimischen verbrennen ihren Müll am Strand und nach einiger Zeit kommen uns die ersten Urlauber entgegen. Vor allem gemischte Paare gehen in die Richtung von der wir wissen das dort außer Ruinen vorläufig kein bewohnbares Grundstück kommt.
Wir haben heute ein Stück Kenia gesehen was schon sehr viele Touristen besucht haben, aber nur weinige Meter entfernt ist das andere Stück wo viele Urlauber lieber wegsehen. Unsere Reiseleiterin wusste von einigen Überfällen auf Urlauber zu berichten und hat uns vor solchen Touren gewarnt aber ich denke wie es in den Wald hinein schalt, so schalt es auch heraus.
In unserem Hotelzimmer liegt ein Brief. Gabi hat uns die Flugtickets geschickt und so steht unserer Safari ab 08.03.03 nichts mehr im Weg.
Wer im Ozean baden will muss sich die Zeiten von Ebbe und Flut merken. Das Wasser zieht sich einige hundert Meter weit zurück und es bleiben nur kleine Wasserlachen übrig. Der ganze Tagesablauf ist auf die Gezeiten abgestimmt. Die Boote der Fischer und der Tauchstationen werden immer vor einsetzen der Ebbe in sicheres Wasser gebracht.
Die Boote sind dann nur zu Fuß zu erreichen. Das Bild habe ich bei Ebbe aufgenommen. Es sind noch größere Wasserflächen zu sehen welche aber langsam abfließen. Die ersten Reiher und andere Vögel fliegen ein und suchen das seichte Wasser nach Fischen und anderen Getier ab.
Wer einen Erkundungsmarsch durch diese Zone machen will sollte sich die Tierwelt von einem Einheimischen zeigen lassen. Alle Strandverkäufer sprechen gut englisch und teilweise auch deutsch. Die Begleitung durch die Flachwasserzone nutzen Einige um die Urlauber auf ihre Angebote aufmerksam zu machen. Einer dieser Verkäufer ist Lili White. Er zeigt uns einige Wasserlöcher mit schönen Korallenfischen. Es ist windstill und ich kann einige schöne Aufnahmen machen. Lili verkauft hier am Nordstrand Fahrten der "Wasini Kisite Island Dolphin Tour" und natürlich Safaris. Als ich erzähle das wir unsere Safari schon gebucht haben ist das Interesse an uns nicht mehr so groß.
Kaum waren wir etwas im Ozean baden hat sich meine Uhr schon in den Ruhestand begeben. Sicher hatte ich die Krone nach der Zeitumstellung nicht wieder in die richtige Stellung gedrückt und es ist Wasser eingedrungen. Auch die Schnelltrocknung hat nicht geholfen und so wollte ich es mit einer neuen Batterie versuchen. Ich erinnerte mich das uns bei der Anreise im Vorbeifahren ein "Supermarkt" gezeigt wurde. Diesen Konsumtempel wollten wir aufsuchen und begaben uns zur Barclays Bank neben dem Hotel, wo sich auf dem Parklatz immer einige der privaten Taxis angeboten haben. Das bestellte Taxi war natürlich etwas unpünktlich und wir wurden von anderen Fahrern angesprochen. Viele der hier fahrenden Autos haben ihre besten Jahre weit hinter sich aber werden immer noch genutzt um damit etwas Geld zu verdienen. Eines der fahrbaren Untersätze hatte keine Seitenscheiben, Armaturen, Scheibenwischer und auch keine volle Batterie. Auf das Anschieben haben wir dann doch verzichtet und inzwischen ist auch das bestellte Taxi eingetroffen. Wir fahren zum "Nakumatt" und der Fahrer will uns auch wieder in das Hotel zurückbringen. Weil er noch kein Geld genommen hat sind wir auch sicher das er wieder kommt. Dieses Vertrauen wäre in Deutschland unmöglich.
Das Kaufhaus übertrifft unsere Erwartungen. Von Lebensmitteln bis zu Möbeln kann man hier alles kaufen. Auch Uhren gibt es hier, aber keine passenden Batterien. Dafür finden wir hier Cashewnüsse pur 400 Gr. für 289,- KSh und andere Leckereien. In dem Internetcafé nebenan kann man Urlaubsgrüße schreiben oder auch nur Surfen. Viele Urlauber nutzen die Gelegenheit und schreiben E-Mails in die Heimat. Den Eingang zum Internetcafé findet man in der Bücherei am Nakumatt. Ein weiterer beliebter Treffpunkt ist die Gaststätte. Hier warten die Urlauber auf ihre Taxis und einsame Herzen auf ihre Bekleider. Die Zeit vergeht wie im Flug und unser Fahrer bringt uns zurück in das Hotel.
In diesem Jahr wollen wir uns Ostafrika ansehen und haben uns für Kenia entschieden. Die Vorbereitung ist in diesem Jahr intensiver, denn wir wollen eine Safari mitmachen. Die Angebote der Reiseveranstalter haben uns nicht gefallen und über die Auswahl Vorort habe ich zu viel Negatives gelesen. In dem Forum habe ich viel gelesen und Kontakt zu Gabi aufgenommen. Am 18.02.2003 habe ich die erste Anfrage gestartet und nach einigen E-Mails hin und her waren wir uns am 21.02.2003 schon einig. Eine Safari mit Geländewagen und deutsch sprechendem Fahrer sowie die Organisation der Inlandflüge haben wir in Gabi´s Hände gelegt. Bestätigung per E-Mail und Überweisung der Anzahlung nach Österreich und das Reisefieber stieg und stieg.
Am 28.02.2003 fliegen wir von Leipzig über Frankfurt nach Mombasa. Über das Reisebüro haben wir einen Shuttleservice zum Flughafen gebucht. Für 2 Personen Hinfahrt und auch wieder zurück bezahlen wir diesmal 55,-Euro. Unsere Plätze in der Condor haben wir wieder reservieren lassen und hier darf man ja noch Rauchen. Die Zeitverschiebung ist nur 2 Stunden und die Flugdauer ist mit 8,5 Stunden ab Frankfurt auch erträglich. Wir haben eine ruhigen Flug und landen pünktlich in Mombasa.
Bei der Einreisekontrolle werden Foto- und Videogeräte in den Pass eingetragen. Diese sollte man auch bei der Heimreise wieder vorzeigen können. Bei Diebstahl hat man sonst ein Problem. Die Abfertigung ist sehr zügig und in der Vorhalle kann ich die erste Schillinge tauschen. Den Bus haben wir schnell gefunden und die Koffer werden auf das Dach geschnallt. Meine Fotoausrüstung nehme ich lieber mit in den Bus. Der abenteuerlichen Konstruktion eines Dachgepäckträgers entziehe ich jedes Vertrauen in die Haltbarkeit. Der Bus schaukelt schon beim Beladen gewaltig, was soll das erst bei voller Fahrt werden? Bis auf den letzten Platz gefüllt geht die Tour los Richtung Nordküste, dem Küstenabschnitt nördlich von Mombasa.
Nach und nach wird der Bus leerer und wir sind endlich auch an unserem Ziel. Das Hotel (HP oder VP) und der Club (AI) liegen direkt nebeneinander. Die Kofferträger sind nicht zu beneiden denn die Hotelanlage ist sehr weitläufig und es geht immer die Stufen hoch und runter. Man sieht der Anlage an das die Wiederöffnung nach einem Brand noch nicht sehr lange her ist. Die mit Stroh gedeckten Dächer waren in Flammen aufgegangen und jetzt wurde alles neu aufgebaut. In einigen Katalogen der Reiseveranstalter sind immer noch Bilder des damaligen Zustandes zu sehen. Die Bewertungen auf den Holidaycheckseiten stimmen mit unserem ersten Eindruck voll überein. Die Zimmer sind sehr groß, sauber und die Klimaanlage ist sehr leise und leistungsstark.
Es sind nicht viele Urlauber mit uns ausgestiegen und so richtig ausgelastet scheint die Anlage nicht zu sein. Die Saison geht hier langsam zu Ende und die Regenzeit wird früher oder später das Wetter bestimmen.
Unsere deutsche Reiseleiterin begrüßt uns kurz im Hotel und wir werden zur zentralen Einweisung ins "Kenya Marineland" eingeladen. Ein Begrüßungstrunk in lockerer Runde und es folgte die übliche Warnung vor Strandgeschäften. Die Reiseveranstalter haben natürlich auch vor Ort ihre Partner für die kleinen Ausflüge und großen Safaris. Trotzdem sind nicht viele Touren verkauft wurden. Es ist immer eine Frage von Preis und Leistung. Aber auch am Strand muss ich mich über die Leistung nicht wundern wenn ich den Preis zu sehr drücke.