SRI LANKA

Vorbereitungen

Wir haben schon im September 2004 die Reise für Ende März 2005 gebucht. Trotzdem hatten wir Probleme die passenden Flugverbindungen zu finden. In der jetzt gebuchten Maschine waren nur noch 9 Plätze frei. Durch diese Situation verlängert sich unser geplanter Aufenthalt auf Bali und wir nehmen auf dem Hinflug in Singapore 3 Tage Auszeit.

Ich bestelle mir das erste Infomaterial und die umfangreiche Lieferung ist wenige Tage später schon im Briefkasten.

Die Flutkatastrophe über Weihnachten 2004 macht uns sehr nachdenklich. Die Gedanken sind immer noch bei unseren Bekannten in Sri Lanka. Bis Ende Mai 2005 kann jeder 2. Erwachsene kostenlos nach Sri Lanka fliegen. Die Sonderangebote für Sri Lanka werden immer besser und rund um Indonesien kommt die Erde nicht zur Ruhe. Sollen wir umbuchen? Was würde uns in Sri Lanka erwarten???

Es bleibt bei unserer Entscheidung für Bali und Singapur. Die Zeit vergeht sehr schnell. In meinem Arbeitszimmer beginnt die heiße Phase der Vorbereitung. Vor allem die kurze Zeit in Singapore wollen wir optimal nutzen. Um nicht stundenlang durch die Einkaufstempel zu rennen habe ich mir eine übersichtstabelle über die Geschäfte zusammengestellt. Auch wenn das Preisniveau fast so wie in Deutschland ist, wollen wir die große Auswahl nutzen. Eine Stadtrundfahrt ist schon gebucht und einige Ziele wurden aus Zeitgründen von unserer Liste gestrichen.

Auch unser Baliaufenthalt nimmt langsam Gestalt an. Eine Landkarte (1:150.000) ist mit vielen Zetteln beklebt. Wenn die Reiseunterlagen angekommen sind können wir mit den zeitlichen Planungen beginnen. Der Termin der Rundreise steht leider noch nicht fest.

Wir haben uns noch einige Reiseziele vorgemerkt, welche bei der Rundreise nicht berücksichtigt werden. Durch das Baliforum sind wir auf Wayan Susapta aufmerksam geworden. Per E-Mail nehmen wir mit Wayan Kontakt auf und schnell sind die Ausflüge zusammengestellt.

Endlich sind die Reiseunterlagen angekommen und bald kann es losgehen.

Beruwela

Sri Lanka 2004 Hotel Palm GardenSri Lanka 2004 Hotel Palm Garden - MusikeinlageSri Lanka 2004 HibiskusblüteNoch 3 Tage in Sri Lanka und dann ist die schöne Zeit schon wieder vorbei. Sri Lanka 2004 Beruwela -  SonderangeboteImmer wieder finden wir in Beruwela neue interessante Orte und dabei ist auch eine Gärtnerei. Vor allem die riesigen Hibiskusblüten waren eine Augenweide. Seit langem suche ich getopfte und bewurzelte  Pflanzen des Frangipanibaumes weil die Ausfallquote von Stecklingen während der Bewurzelung  sehr hoch ist. Außerdem kann es am Zoll bei der Ausfuhr Probleme geben.  Leider liegt die Brieftasche im Hotel und

wir wollten später noch einmal hier vorbei zukommen. Ein kräftiger Regenguss hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.

In diesem Teil des Ortes verbringen viele Deutsche ihren Langzeiturlaub und ein Supermarkt macht Werbung der besonderen Art für diese Zielgruppe.Sri Lanka 2004 am   Strand von Beruwela - Hotel Bayroo Die Bewohner von Beruwela nennen diesen Ortsteil auch die Deutsche Kolonie.

Am Strand sehen wir sehr schöne Postkarten. Weil wir kein Geld dabei hatten wollten wir schon weiter gehen, als der ältere Mann uns angeboten hat die Karten mitzunehmen und das Geld am nächsten Tag bei seiner Tochter abzugeben. So ein Vertrauen haben die Leute den Urlaubern gegenüber. Wir sind noch am gleichen Nachmittag zurückgelaufen und haben unsere Schulden plus Zinsen bezahlt. Es ist Ebbe und auch die Fischer nutzen das Niedrigwasser um in der Badewanne zu angeln.

Aluthgama und zurück

Nach einer erholsamen Nacht wollen wir heute nach Aluthgama laufen und uns die Geschäfte etwas Sri Lanka 2004 Aluthgamagenauer ansehen. Vor 2 Jahren waren wir hier auf dem Wochenmarkt und nun wollen wir den gesamten Ort durchstreifen. Von Beruwela bis Aluthgama sind es nur wenige Kilometer und für den Fall der Fälle stehen überall TukTuk bereit und warten nur auf Kundschaft.

Am Ortseingang entdecken wir einen Supermarkt. In der Verkaufskultur hat sich in den letzten beiden Jahren doch einiges getan. Einen Lebensmittelladen dieser Art hat es bei unserem letzten Urlaub noch nicht gegeben. In Deutschland werden die Regale gekühlt - hier ist der ganze Laden gekühlt damit nichts so schnell schlecht wird. Die Auslagen an der Fleischtheke halten deutschen Ansprüchen locker stand. Auch die Frischfischabteilung macht einen sehr guten Eindruck. Wir wollen wieder Cashewnüsse kaufen und beschließen auf dem Rückweg nochmals hier vorbei zu sehen. Schuhe sind in Sri Lanka gut und günstig zu bekommen. Für 280,- Rs und 800,- Rs haben wir uns je ein Paar Sandalen zugelegt. Die etwas höheren Schuhgrößen wird man aber hier schlecht bekommen. Sri Lanka 2004 AluthgamaEin Laden in einer Seitenstraße hat sich auf T-Shirts spezialisiert. Alle Markennamen sind hier vertreten und die Preise werden nach Menge gestaffelt. Das Geschäft ist immer voll und viele Einheimische bekommen für das Zutreiben kaufender Kunden Provision. Entsprechend eifrig sind die TukTuk -Fahrer bei der Werbung.

Wir Sri Lanka 2004 Frangipanisuchen das Lokal, wo wir schon vor 2 Jahren von der Bentotaseite angelegt haben, und stillen erst einmal unseren Durst. Im "River Garden" ist es etwas teurer als in unserem Strandlokal. Hier in Aluthgama kostet die Flasche Bier 130,-Rs und alkoholfreie Getränke 40 Rs. Für deutsche Verhältnisse ist das immer noch ein Sonderpreis der Extraklasse. Bei einem Tauschkurs von 1:119 kann man hier nicht viel falsch machen. Wir finden hier und da noch etwas und machen uns langsam auf den Heimweg. In dem Supermarkt nehmen wir noch die Cashewnüsse mit und suchen dann einen Weg zum Strand.

Einige Tage Ruhepause

Ich bin schon in Deutschland mit einer leichten Erkältung abgeflogen. Der Husten in der Nacht verschlimmert sich und bringt uns um den SchlafSri Lanka 2004 am Strand. Wir versuchen in einer Apotheke die nötigen Tabletten zu bekommen und hoffen das die nächsten Nächte wieder ruhiger werden.

Immer wieder unterschätzen die Touristen die gefährliche Unterströmung an diesem Küstenabschnitt und müssen von den Rettungsschwimmern aus dem Wasser gezogen werden. Aber nicht jedes Hotel kann sich den Luxus leisten und Rettungsschwimmer beschäftigen. Viele warnen ihre Gäste nicht mal mit roten Flaggen. Ein Russe aus dem Nachbarhotel hat es heute nicht geschafft wieder an die Wasseroberfläche zu kommen und ist ertrunken. Man steht bis zu den Knien im Wasser - es kommen mehrere Wellen hintereinander - das zurückfließende Wasser zieht einem die Füße weg und spült die Personen weit hinaus. Wir gehen deshalb regelmäßig in die Sri Lanka 2004 am StrandBadewanne am Hotel Bayroo. So nebenbei wurden wir dann auch Stammgast in diesem Lokal. Das "Wijaya Beach Resort" hat eine schöne Terrasse mit Blick auf das Meer und weil oft der Platz nicht reicht, sitzen einige Gäste auch vor dem Lokal. Vor allem der Sonnenuntergang läßt sich von diesem schönen Fleck bei einer Flasche Lion besonders gut beobachtenSri Lanka 2004 Sonnenuntergang. Die Flasche (0,66 Liter) kostet hier 100,- Rs und alkoholfreie Getränke sind noch erheblich billiger. Das Lokal liegt an der Trennlinie zwischen groben und feinen Sand, nur wenige hundert Meter südlich vom Hotel Bayroo.

An diesem Abend wurde die "Küche" des Hotels im Freien vor dem Restaurant aufgebaut. Die aufgezogenen Wolken wurden immer dichter jedoch blieb es bei einen paar Tropfen RegenSri Lanka 2004 Hotel Palm Garden. Petrus meinte es gut mit uns und die Köche mussten aus den bunt zusammengewürfelten Zutaten der Urlauber ein schmackhaftes Essen bereiten.

Am nächsten Tag fand die offizielle Begrüßung durch das Hotel statt. Alle Gäste wurden schriftlich eingeladen und in der Parkanlage vor dem Hotel fand am Abend der Empfang statt. Die Juweliere der Hotelarkaden hatten einige Vitrinen aufgestellt und auch die  Tauchschule durfte um Kunden werben. Der Alkohol lockerte dann die Scheine in den Brieftaschen einiger Urlauber.

Nachdem ich die folgende Nacht wieder nicht geschlafen habe mussten wir den Hotelarzt rufen lassen. Der Arzt des "Confifi Medical Centre" aus dem benachbarten "Riverina" war schneller als unser Dolmetscher Manju, welcher noch die Morgengymnastik im Pool leitete. Ohne Manju war die Verständigung aber bald in der Sackgasse und wenn es um Medikamente geht sollte man lieber auf den genauen Wortlaut hören. Nach wenigen Minuten hatte ich meine Medizin und Dr. Liyanagama 2500,-Rs aus meiner Brieftasche. In Deutschland hätte ich schon für die Zuzahlung der Medikamente mehr ausgeben müssen. Schon am Abend ging es mir wesentlich besser.

  Sri Lanka 2004 am Strand von Beruwela - Hotel Bayroo

Am Strand haben wir erfahren das die Frau von Tchibo in Beruwela ist und haben für Morgen ein Treffen vereinbart.

Mit gemischten Gefühlen machen wir uns auf den Weg zum Treffpunkt. Einer seiner Freunde bringt uns zum Wohnhaus von ihrer Mutter. am Grab von TschiboBei einem Glas Kokosmilch erfahren wir etwas mehr über seine Krankheit.  Mit seiner Frau und den beiden Kindern gehen wir zu der Grabstelle. Tchibo war Hindu und müsste eigentlich verbrannt worden sein. Durch seine Alkoholkrankheit galt er aber als unrein und durfte nicht verbrannt und auch nicht auf dem örtlichen Friedhof beigesetzt werden. Das Grab befindet sich auf einem Grundstück der Familie.Tschibos Familie Im Hintergrund sieht man das Grab ihres Vaters. Wir können immer noch nicht glauben das Tchibo durch Alkohol so schnell verstorben ist. Im Haus ihrer Mutter können wir uns die letzten Bilder von ihm ansehen. Tchibo hätte ich auf einigen Bildern gar nicht erkannt. An der Beisetzung haben auch Urlauber teilgenommen die seine Frau Deepa erreicht hat und deren Adressen sie kannte. Er war bekannt und beliebt.

Ein Tagesausflug nach Kandy

Mit Lucky, einem Guide vom Strand, machen wir heute eine Tagestour nach Kandy. Mit einem anderen Paar aus demSri Lanka Tagesausflug  - der Steinmacher Hotel geht es zeitig los. Wir haben uns Lunchpakete bestellt und auch das klappt hier. In dem Kleinbus ist ausreichend Platz außerdem ist er technisch in Ordnung.  auf einer Gummiplantage in Sri LankaDer Fahrer entscheidet sich für die Route bei der wir Colombo weiträumig umfahren. Es sind nur wenige Leute unterwegs und in den meisten Häusern brennt noch kein Licht. An einer Plantage mit Gummibäumen machen wir den ersten Halt. Es ist 6:45 Uhr und noch dunkel. Trotzdem ist eine ältere Frau schon bei der Arbeit und erntet den Gummisaft des letzten Tages. Die Bäume werden neu angeschnitten und die Gefäße für den Saft angehängt. Das Messer hat eine spezielle Form und hinterlässt in der Rinde des Baumes eine tiefe Rinne. Einige nutzen die Pause für eine Zigarette, aber wir sind ja stolze Nichtraucher.

Nur 20 Minuten später besuchen wir einen Ziegelmacher. Man kann sich nicht vorstellen mit welchen Mitteln dieser Mann Steine für den Hausbau herstellt. Die Preise sind durch industrielle Fertigung so stark gesunken das er täglich über 2000 Steine komplett fertigen muss. Das heißt formen, trocknen lassen, brennen und verkaufen. Die Zuschlagstoffe werden auch noch von Hand gemischt. Ein Regenguss zur falschen Zeit und die Arbeit von Tagen ist nur noch ein Berg Schlamm. Deshalb ist immer ein Teil der Reihen mit Planen abgedeckt. Im Hintergrund des  Bildes sieht man das Wohnhaus der jungen Familie.

Unsere Begleiter Sri Lanka Tagesausflug Elefantenweisenhaushaben das Elefantenwaisenhaus noch nicht gesehen und deshalb machen wir nun dort noch einen Zwischenhalt. Gegen 09:30 Uhr sind war angekommen und haben so die Möglichkeit die Herde bei ihrem Marsch zum Wasser zu sehen. Die Fütterung der Jungtiere ist gerade Besuchermagnet und anschließend werden fast alle Elefanten zum Fluss gebracht. Eine Sirene ertönt und die Riesen setzen sich in Bewegung. Ein großer Bulle ist in der Mast und wird deshalb von der Herde fern gehalten. Trotzdem werden jetzt die Elefantenkühe an seinem Rüssel vorbei getrieben und wir hoffen das die Ketten halten. Nach den letzten Tieren trotten auch die Touristen hinterher. An beiden Seiten der Straße sind einige Geschäfte und die Verkäufer werben um neue Kunden, aber die wollen erst mal hinter den Elefanten her. Wir beobachten das Treiben noch einige Minuten und fahren dann weiter.Sri Lanka Tagesausflug Bananenverkauf

Nach einem kurzen Zwischenstopp in einem Sri Lanka Tagesausflug BananenverkaufGewürzgarten zeigt uns Lucky die Vielfalt der Bananen. An einem großen Stand direkt an der Straße gibt es alle Bananensorten die auf Sri Lanka wachsen. Hier wird direkt von der Staude verkauft und die Preise sollen auf normalen Niveau sein. Die teuerste Banane kostet hier einen Euro pro Stück. Das sind keine Extrapreise für Touristen sondern zeigt wie selten diese Sorte Früchte trägt, außerdem sind diese Bananen über 30cm lang und wachsen an der Staude nach oben gebogen. Wir entscheiden uns für die roten Sorten und wollen nun zu der Teefabrik die wir schon vor 2 Jahren besucht haben.Sri Lanka Tagesausflug - der botanische Garten bei Kandy

Die Preise sind mit neuen Zetteln überklebt aber der Tee ist nicht teurer geworden. Vor 2 Jahren haben wir noch 750,- Rs bezahlt und diesmal kostet das Kilo nur 500,- Rs. Wir trinken eine Tasse, nehmen natürlich auch Tee mit und jetzt wollen wirSri Lanka Tagesausflug - der botanische Garten bei Kandy endlich zum Botanischen Garten.

Die Orchideen in den Gewächshäusern stehen wieder in voller Blüte und ich möchte am liebsten alle fotografieren. Der Park hat sich nicht sehr viel verändert und wir kennen uns hier schon sehr gut aus. Der Führer unserer Gruppe hatte es sehr eilig und wollte den Park im Schnelldurchlauf erklären aber wir haben ihn Sri Lanka Tagesausflug - der botanische Garten bei Kandyrennen lassen. Wer sich für die Natur des Landes interessiert muss für den Botanischen Garten schon einige Stunden einplanen. Die Führungen sind interessant, leider wollte unser Führer nur schnell zum Ausgang um Trinkgeld zu kassieren und so viele Gruppen wie möglich durch den Park zu scheuchen. ISri Lanka Tagesausflug - Ananasplantagech nutze jede Gelegenheit um schöne Fotos zu speichern und möchte natürlich auch ein Panoramafoto machen. Am Ausgang warten wieder die vielen Souvenirverkäufer  mit Gewürzen, Samentüten und vielen mehr. Auf dem Rückweg machen wir noch einen Zwischenhalt an einer Ananasplantage. Wir dürfen uns die Früchte direkt auf dem Feld aussuchen. Die Besitzer erklären uns wie die Pflanzen aus Stecklingen gezogen werden und zeigen die unterschiedlichen Wuchsstadien bis zur tragenden Pflanze. Die Ananasfrucht wird fachmännisch mit einem riesigen Messer geschält und zerlegt. Es war die beste Ananas welche ich bisher gegessen habe. Am späten Abend sind wir wieder in unserem Hotel angekommen.

Wir besuchen einen Freund

Pünktlich um 10:00 Uhr treffen wir uns mit Sunil an seiner Werkstatt. Der Fahrer des TukTuk ist auch schon da. Sunil wohnt in Balapitiya und wir fahren eine längere Strecke mit dem Dreirad. An einem schönen Strand machen wir eine kurze Pause. Es sind einige Kilometer die Sunil jeden Tag zurücklegen muss und meistens nimmt er sich sein  Hausein TukTuk. Wir fahren zur Begrüßung in sein Haus und lernen die Familie kennen. Hier sieht man das er zu den etwas Wohlhabenderen zählt. Die Räume sind sehr groß und der Fußboden ist komplett gefliest.

Am Vormittag wollen wir noch eine Bootstour auf dem See der tausend Inseln machen und fahren wieder mit dem TukTuk zur Anlegestelle der DschungelBoote. In Beruwela ist die Fahrt auf dem Bentota sehr schön und hier ist es der Madu Ganga  dessen Uferlandschaft unvergesslich ist. Sehr große Wasserwarane und Flughunde sind zu sehen. Der Urwald sieht sehr dicht aus und nur manchmal sieht man Kinder baden und wird an die Zivilisation erinnert. Es sind einige Boote unterwegs und sogar hier gibt es ein Hotel. Es ist von Land nicht zu erreichen und man ist immer auf ein Boot Batikmaler Sunil - eine kleine Inselangewiesen.

Auf einer Insel des Sees ist ein buddhistisches Kloster zu besichtigen. Lange Zeit ist hier der "heilige Zahn" versteckt worden. Die Mönche sind auch auf die Spenden der Urlauber angewiesen und so wird die Insel von vielen Booten angefahren. In einem Buch darf man sich dann eintragen und wir sehen das nicht sehr viele Urlauber etwas Geld hier lassen. Ich vergesse meinen Sonnenhut abzunehmen und werde von einem Mönch, welcher  ca. 12 Jahre alt ist, in sehr gutem deutsch darauf aufmerksam gemacht. Alle Räume sind zur Besichtigung offen und uns beeindruckt die kluge Bauweise der Häuser. Die Dächer stehen in den Höfen weit über und so kann die Sonne nicht in die Räume scheinen außerdem heizen sich die Wände nicht auf.

Mit dem Boot fahren wir weiter und kommen an einer langen Brücke eine abenteuerliche Brückevorbei. Die Konstruktion ist nur so breit das ein TukTuk darauf fahren kann. In größeren Abständen gibt es breite Stellen an denen sich die begegnenden Fahrzeuge ausweichen können. Die Insel ist nur über diese ziemlich neue Brücke mit dem Festland verbunden. Vorher sind die Bewohner nur mit dem Boot unterwegs gewesen.

Wir müssen an die Rückfahrt denken, denn wir wollen ja Pilzzucht seiner Tochterdas Mittagessen nicht verpassen.  Die Tochter von Sunil hat sich eine Pilzzucht aufgebaut und verdient so noch etwas Geld nebenbei. Das Mittagessen war hervorragend - Garnelen in Honig gebacken, Pilze und viele andere leckere Sachen.

Seine SchwesteBatikmaler Sunil - sein Neffer wohnt in einem Nachbarhaus und es gibt hier regelmäßig Familientreffen. Sunil zeigt uns die Hochzeitsbilder seiner Tochter. Sie hat einen Offizier der Armee geheiratet und so wurde das Fest etwas üppiger als üblich. Die Armee beteiligt sich an den Kosten der Trauung, bezahlt die Hochzeitsreise und hat somit Sunil ordentlich finanziell entlastet.

Es wird Zeit wieder nach Beruwela zu fahren. Es ist schon spät und Sunil bleibt gleich zu Hause. Das TukTuk bringt uns zurück ins Hotel. Am Strand verhandeln wir noch über eine Tagesfahrt nach Kandy, welche morgen stattfinden soll.

Die ersten Tage auf Sri Lanka

Heute werden wir unsere Bekannten besuchen und uns zurückmelden. Die Hotels Palm Garden und Bayroo liegen etwas mehr als 1km auseinander und aufSri Lanka 2004 am Strand halber Entfernung befinden sich die Verkaufsstände der Einheimischen. Wir hatte Sunil versprochen unser Batikbild mit Rahmen zu fotografieren und jetzt wollen wir ihm das Bild zeigen. Wir finden Sunil an seinem Stammplatz. Unter einem Baum spielt er mit seinen Kumpels Karten. Es dauert einen Augenblick bis er uns erkennt und dann gehen wir auf eine Tasse Tee in seine Werkstatt. Die Geschäfte sind besser geworden und auch die Urlauber kommen wieder zahlreicher nach Sri Lanka. In seiner Werkstatt hat sich nicht viel verändert. Er hat jetzt einige Angestellte die für ihn die Bilder mit Wachs abdecken. Der Tee ist lecker und wir unterhalten uns über Gott und die Welt. Sunil hat Geburtstag und wir sind morgen zum Essen eingeladen. Wir vereinbaren die Werkstatt als Treffpunkt und gehen nun zu Geethani, unserer Schneiderin.

Den Laden gibt es nicht mehr und in den Räumen hat eine andere Frau ihre Stoffe ausgebreitet. Wir fragen uns durch und nicht weit entfernt hat Geethani einen neuen größeren Laden eröffnet. Die Geschäfte waren gut und der alte Laden zu klein. Deshalb ist sie in die neuen Räume umgezogen. Jetzt hat sie einen Deckenventilator bessere Beleuchtung und viel mehr Platz. Für meine neue Kollektion nehmen wir diesmal nicht Maß sondern ich werde ihr ein Musterhemd vorbeibringen. Rauchen macht schlank stimmt wirklich, denn seit wir nikotinfrei sind hat sich unsere Gewicht ständig erhöht. Einmal komplett einkleiden ist schon nötig und hier kann man sparen und die Qualität stimmt. Wir werden am Nachmittag nochmal vorbei sehen und wollen jetzt zu Tchiboer war leider Alkoholsüchtig.

Auch wenn unser Hotel nicht sein Revier ist wollen wir mit Tchibo einige Touren unternehmen. Wir sehen Tchibo nicht und fragen nach. Einer sagt Tchibo hat geheiratet und ist weggezogen. Das kann aber nicht sein denn Tchibo hatte schon eine Familie. Wir gehen weiter in sein Reisebüro. Neben dem Hotel Bayroo stehen einige dichte Büsche und dort hat Tchibo eine Bank gebaut. Dort sitzen aber nur seine Freunde und wir erfahren das Tchibo tot ist.

Im November 2002 ist er an seiner Alkoholkrankheit gestorben. Im März des Jahres ist uns nichts aufgefallen und ein halbes Jahr später gab es schon keine Rettung mehr. Diese Nachricht müssen wir erst mal verdauen. Seine Freunde wollen den Kontakt zur Familie herstellen und wir wollen auch das Grab sehen.

Unsere Urlaubsplanung steht Kopf und für Ausflüge mit Anderen haben wir erst mal keine Lust. Planlos laufen wir zurück und wollen erst mal nur unser Zimmer tauschen.Blick auf den Indischen Ozean Das neue Zimmer ist eine andere Liga und hier werden normal nur Stammgäste untergebracht. Vom Balkon haben wir den Blick auf den Ozean, der Wasserdruck stimmt und die Klimaanlage funktioniert sehr gut. Vor lauter Aufregung lassen wir einen Umschlag mit unseren Reiseschecks in dem alten Zimmer liegen. Beim Saubermachen werden sie entdeckt und uns zurückgebracht. Hoffentlich hat der Finderlohn den Weg zum ehrlichen Zimmerboy gefunden. So ist uns wenigstens der Ärger mit der Ersatzbeschaffung erspart geblieben.

Am Abend wollen wir den Ärger in der Bar herunterspülen. Die Bar ist jedoch soweit herunter gekühlt das wir beschließen lieber im Freien sitzen zu bleiben. Vor der Bar sind einige Sitzgruppen aufgestellt. Diese sind immer heiß begehrt obwohl hier die Moskitos abends sehr aktiv sind.

Vorbereitung und Anreise 2004

Wir hatten uns fest vorgenommen Sri Lanka noch einmal zu besuchen. Wir haben schon viel von der schönen Insel gesehen aber noch nicht alle Vorhaben umsetzen können. An den Angeboten der Fluggesellschaften hat sich seit 2002 nicht sehr viel verändert. Hotelzimmer gibt es genügend aber keine Flüge. In der Wintersaison gibt es von Leipzig keine Direktverbindung und so bringt uns ein Bus der LTU zum Flughafen Berlin-Schönefeld und von dort fliegen wir nonstop bis Colombo. Alle Fluggesellschaften haben ihre Raucherabteile abgeschafft und auch wir sind zu den Nichtrauchern übergelaufen. Seit einem halben Jahr vergrößern wir das Haushaltsloch unseres Finanzministers und jetzt folgt der Härtetest. Die Zigaretten sind preiswert, werden an den Strand geliefert und man hat doch so viel Zeit.

Unseren Flughafenzubringer buchen wir per Internet und auch diesmal funktioniert alles reibungslos. Auf einen Bustransfer zwischen 2 Flughäfen werden wir uns sicher nicht noch einmal ein lassen. Der Zeitverlust ist zu groß und 2 Stunden im voll besetzten Bus machen einfach keinen Spaß. Unsere Plätze im Flugzeug haben wir wieder vorreserviert und durch die LTU Card müssen wir nicht so auf das Gepäckgewicht achten. Wir fliegen erste 22:20 Uhr ab und sollen 13:00 Uhr in Colombo sein.

Nach einem ruhigen Flug landen wir pünktlich auf der Insel. Der Flughafen hat sich sehr verändert. Keine schlafenden Angestellten, keine langen Schlangen sondern Computer und eine gute Organisation machen die Einreise zu einem Vergnügen. Durch die Reiseleitung erfolgt die Aufteilung auf die Busse und die Fahrt zu den Hotels kann beginnen. Der Verkehr in Colombo hat sich nicht verändert und auch die Straßen sind nicht ausgebessert Sri Lanka 2004 Aluthgamaworden.

Das "Hotel Palm Garden" liegt an der Südwestküste Sri Lankas, ca. 96Km vom Flughafen entfernt und ist ein All Inclusive Club. Die Zimmer sind groß, sauber aber der Wasserdruck ist in unserem Zimmer gegen Null. Der große Balkon hat keine Sicht zum Ozean. Erdas Hotel Palm Garden Sri Lanka liegt über der Empfangshalle mit Blick auf die Parkanlage Richtung Straße. Es ist sehr laut und das Zimmer entspricht so nicht den Vorstellungen.

Durch Informationen aus dem Internet wissen wir das einige Zimmer schon modernisiert wurden und diese im rechten Flügel sind. In diesem Hotel spricht man nicht so viel Deutsch und auch bei den Touristen sind die Engländer in der Mehrheit. Wir machen einen ersten Rundgang und lernen Manju kennen. Der 2. Chef der Animateure spricht gut deutsch und will uns helfen zu einem neuen Zimmer zu kommen. Unsere bisherigen Bemühungen waren nicht erfolgreich weil das Hotel ausgebucht sein soll.

Am Strand sind wir natürlich willkommene Neukunden und werden von allen Seiten angesprochen. Wir suchen aber erst mal unseren Bekannten, mit dem wir vor 2 Jahren so schöne Ausflüge gemacht haben. Vor dem Hotel will keiner "Tchibo" kennen und so werden wir morgen sein "Reisebüro" besuchen. Unsere Kenntnisse vom letzten Aufenthalt über Land und Leute helfen uns für die Strandverkäufer uninteressant zu sein. Ein kurzer Plausch und sie suchen sich neue Opfer.

Gemeinsam mit Manju gelingt es meiner Frau ein anderes Zimmer zu besorgen. Eine Nacht müssen wir in diesem Zimmer bleiben aber Morgen Nachmittag können wir umziehen.

Sri Lanka 2004

Inhaltsverzeichnis 2004

Sri Lanka 2002 - Die letzten Tage

Die letzten Tage werden wir am Strand verbringen. 2 Wochen sind für diese Insel einfach zu wenig Zeit.

Schon einige Tage bemerken wir ein Ehepaar das jeden Tag durch die Hotelanlage zum Strand geht, aber nicht im Hotel wohnt. Sie sind aus Berlin und kommen schon einige Jahre auf die Insel. Am Anfang noch im Hotel und in den letzten Jahren auf eigene Faust. Seit sie Rentner sind haben beide hier ein Haus gemietet, für 2000,-DM/Jahr ! Leider erhält man für Sri Lanka nur ein Visum für 3 Monate und auf Antrag in Colombo noch mal 3 Monate Verlängerung. Dann muss man aber ausreisen.

Unsere kleine Gruppe wird zum Kaffee eingeladen und wir sind von dem Haus positiv überrascht. Strandpanorama

Wie es der Zufall will werden wir mit der gleichen Maschine zurückfliegen. Wenn hier im April die Regenzeit beginnt werden die Schotten dicht gemacht und bis zum Herbst bleiben sie in Berlin. Es ist schön wenn Träume wahr werden.

Unser Batikbild ist fertig und die ersten Ideen für den Rahmen auch. Wir haben Sunil versprochen ein Foto zu machen und es ihm zu schicken.

Wir nutzen die Ebbe um wieder auf dem Riff Muscheln zu suchen und die Fische zu beobachten. Mit einem Polfilter bekomme ich die Wasserspiegelungen entfernt und kann so die Fische auch ohne Unterwassergehäuse filmen.

Der Sand vor dem Hotel Bayroo ist sehr grob. Man sinkt sehr tief ein und es läuft sich schlecht. Nach etwa 300m in Richtung Bentota ist ein scharfer Übergang zu dem Sand den man sonst hier überall hat. Das vorgelagerte Riff verhindert sicher die Ablagerung des feinen Sandes. Unsere Muscheln und angeschwemmte Korallenstücken müssen gut verpackt werden. Wir haben im Vorfeld schon von den Kontrollen am Flughafen Colombo gehört und auf den Kauf von offensichtlich im Ozean geernteten Korallen und Muscheln verzichtet. Auf Bestellung hätte ich auch jede Orchidee bekommen - dann aber auf Kosten der Natur im nahen Regenwald. Ich hoffe das am Flughafen noch Gelegenheit ist auf legale Weise Orchideen zu kaufen.

Das Hotel Bayroo hat sicher schon bessere Zeiten erlebt und die letzte Renovierung liegt Jahre zurück. Das sehr gute Personal muss man hier hervorheben. Auf Grund der allgemein schlechten Auslastung der Hotels war mit großen Showeinlagen im Abendprogramm nicht zu rechnen. Nervig war die Unterschrift für jedes Getränk an der Bar. Sicher liegt die Ursache hier nicht bei den Urlaubern.

Wir plündern unseren Save und nehmen einige Reiseschecks wieder mit nach Deutschland. Für den Euro bezahlen die Einheimische weniger Tauschgebühren als beim Dollar und das neue Geld ist hier wesentlich beliebter als in Deutschland. Es heißt Abschied nehmen von neuen Freunden und Begleitern der letzten 2 Wochen.

Die Koffer sind gepackt und am nächsten Tag ist die schöne Zeit wieder vorbei. Die Fahrt zum Flughafen ist wieder durch die chaotischen Verkehrsverhältnisse in Colombo geprägt, aber wir sind pünktlich und ohne Komplikationen durch die Kontrollen und eine Orchidee habe ich für die letzten Rupien auch erstanden. Wir haben wieder unsere reservierten Sitzplätze in der Boeing 767 eingenommen und freuen uns auf die gute Sicht.

Es ist nicht alles geschafft was wir in den 2 Wochen vor hatten. Die Besuche des Yala Nationalparks im Südosten der Insel, des Regenwaldes und des Hochlandes müssen wir auf irgendwann verschieben. Sicher werden wir in den nächsten Jahren noch einmal nach Sri Lanka fliegen.

Sri Lanka 2002 - Vollmondfest

In den Tagen unserer Abwesenheit hat sich das Hotel etwas gefüllt. Das Verhältnis von Angestellten zu Gästen könnte jetzt etwa 1:1 sein.

Heute ist Vollmond und damit Feiertag in Sri Lanka. Unsere kleine Gruppe wurde von Geethani zum Essen eingeladen. Ihr Vater war zu Lebzeiten ein angesehener  Mann im Ort und es ist Brauch zu Ehren Buddhas die Mönche einzuladen und anschließend gute Bekannte zu bewirten.bei unsere Schneiderin am Strand von BeruwelaWir folgen der Einladung und treffen uns an dem Laden. Durch die Siedlung laufen wir zu ihrem Haus und sie zeigt uns ihr Zimmer. Den Anfang  des Hauses bildet immer erst einmal ein großer Raum. Je nach finanzieller Situation werden dann weitere Räume angebaut. Ihr Mann hat für Sie eine höhere Kaste aufgegeben und ist auch von seiner Familie verstoßen wurden. Ein zurück in eine höhere Kaste gibt es nicht. Nur einige Meter entfernt ist ihr Elternhaus. Die Männer versuchen gerade einige Kokosnüsse zu pflücken, kommen aber an die reifen Früchte mit ihrem Stab nicht heran. Die groß gewachsenen Deutschen haben mit ihren langen Armen schon etwas mehr Reichweite und unser Bekannter hilft natürlich gern. Sehr schnell ist die Schale entfernt und die Nuss aufgeschlagen und es kann gekostet werden. Die Mönche lassen sich beim Essen Zeit und wir können uns etwas den Garten ansehen. Wir setzen uns wie die anderen auf den Fußboden und lassen uns die einzelnen Speisen erklären. Mit Rücksicht auf unsere Gesundheit wurde extra Tafelwasser gekauft. Sie selber trinken Wasser aus ihrem Brunnen. In diesem schwimmen Fische um Vergiftungen im Wasser sofort zu merken. Das übliche Curry und Reis gibt es hier zu jeder Mahlzeit. Das Essen ist sehr gut aber an die Schärfe könnte ich mich nicht gewöhnen. Wir lassen uns erklären wie man richtig mit den Fingern ist, denn "wenn schon denn schon". Fisch, verschiedene Fleisch und Gemüsesorten sowie Reis in allen Farben wird serviert. Obst, auch in vielen uns unbekannten Sorten, gibt es zum Nachtisch.

Wir spenden eine Betrag an Buddha und gehen wieder zu dem Laden der Familie. Eigentlich ist bei Vollmond der Alkoholausschank verboten. Die einheimische Jugend findet alles schön was verboten ist und die Hotels verlegen die Bar auf das Hoteldach. An der üblichen Bar stehen jetzt nur alkoholfreie Getränke im Kühlschrank.

Die Minirundreise 4. Tag

Wir beginnen den Tag mit dem Besuch einer Batikwerkstatt. Der Aufwand für die Herstellung ist sehr hoch und die Preise für die ausgestellten Spitzenbilder sind enorm. 5 Stellen vor dem Komma und das Dollarzeichen dahinter. Die Bilder mit großflächiger Farbe sind aber erschwinglich.

Weiter geht die Fahrt mit dem Besuch einer Edelsteinschleiferei. Durchorganisiert wie bei einer Kaffeefahrt versuchen die gut gekleideten Verkäufer den hohen Wert ihrer Schmuckstücke bei kleinem Preis herauszustellen. Der technische Teil ist dagegen sehr interessant. Die Schleiferei ist im Hinterhof untergebracht und wir nutzen den Hinterausgang um uns den Weg durch die Verkaufsraume zu sparen.

Jetzt wird unser Wunsch erfüllt und wir fahren in eine Teefabrik. Im Ort Pilimathalawa, in der Nähe von Kandy, können wir den gesamten Durchlauf der Teeblätter beobachten und natürlich auch den fertigen Tee kaufen. Sehr interessant ist die Sortiermaschine für den fertigen Tee. Im Fallen werden die Blätter nach Größe und Farbe sortiert, d.h. mit Druckluft in entsprechende Behälter geblasen. Für 1kg der Qualität BOP bezahlen wir 750,-Rs. In den Urlauberregionen kostet dieser Tee gut das Doppelte. Jetzt beginnt die Rückfahrt und wir nehmen Kurs auf die letzte Station der Rundreise - dem Elefantenwaisenhaus von Pinnawela. ElefantenweisenhausAuch hier kostet die Erlaubnis zum Fotografieren wieder Extra. Es sind aber nur 300,-Rs. Die Reiseleitung hat hier auch das Mittagessen bestellt und wir haben gleich einen Logenplatz. Die reservierten Plätze sind direkt an der Terrasse zum Fluss.  Die Elefanten sind gerade im Wasser und wir können die Tiere beobachten. Als die erwachsenen  Tiere zum Füttern getrieben werden bleiben die Jungtiere. Für Kinder die Gelegenheit um zu den Kleinen zu klettern. An vielen Verkaufsständen vorbei geht der Weg zu den Fütterungsstellen. Jetzt sieht man die große Anzahl der Elefanten welche hier aufgezogen und gezüchtet werden. Nicht alle dürfen mit an den Fluss. Die Fütterung der Kleinsten ist wieder ein Touristenmagnet erster Klasse. Die Zeit vergeht recht schnell und es wird Zeit für die Weiterfahrt in die Strandhotels. Diesmal wird aber Colombo großzügig umfahren und wir sehen noch etwas von der schönen Landschaft. Am Strand können wir uns noch etwas erholen bevor die schöne Zeit schon wieder vorbei ist.

Die Minirundreise 3. Tag

5:00 Uhr wecken!! Der Tag wird sehr heftig sein. Frühstück, Koffer packen und weiter geht die Rundreise nach Dambulla. Die Temperaturen sind noch erträglich und schnell haben wir den Anstieg zum Höhlentempel hinter uns. Die Bettler und Verkäufer sind noch nicht hier und schlafen sicher noch.

Wieder heißt es Schuhe aus und entsprechend anziehen. Eine Horde Affen steht schon zum Überraschungsangriff bereit und hat in den Händen einer Frau eine Tüte Erdnüsse entdeckt. Blitzschnell liegen die Nüsse auf dem Erdboden und der Streit um die Beute beginnt. Die Frau kommt mit dem Schrecken davon.

In den 5 Höhlentempeln kann man wieder zahlreiche Buddhastatuen und herrliche Malereien bewundern. Zahlreiche Wasserbecken sind mit Lotus bepflanzt und die herrlichen Blüten ragen aus dem Wasser. Blick Vom Höhlentempel

Es ist hell geworden und ich kann schöne Bilder von der Umgebung machen. 

Wir lösen unsere Schuhe aus und laufen wieder Richtung Bus. Jetzt haben die Bettler ausgeschlafen und sind sehr aufdringlich.

Wir fahren weiter Richtung Kandy und machen an einem Gewürzgarten halt. Der Angestellte, welcher uns durch den Garten führt, spricht deutsch und hat eine sehr gute Aussprache. Es wird Tee gereicht und man bemüht sich die große Reisegruppe bei Laune zu halten. Wir lassen uns massieren und natürlich wieder einen Schein aus der Brieftasche ziehen. Die weitere Verkaufsveranstaltung spare ich mir, denn die Preise sind hier höher als in Beruwela.

Einen Zwischenstopp gibt es an einer langen Hängebrücke. Nicht alle wagen die Überquerung  dieser wackligen Konstruktion.

Wir fahren nach Kandy in das Hotel "Citadel" . Wir bleiben hier nur eine Nacht und das merkt man dem Personal an. Irgendwie hat man den Eindruck immer zuletzt bedient zu werden. Der Eingang des Hotels ist in der oberen  Etage und man läuft terrassenförmig nach unten.

Nach dem Essen kommt der Teil der Rundreise, welcher mich besonders interessiert. Der botanische Garten von Peradeniya  hat ein Größe von 60 ha und beheimatet über 5000 Pflanzenarten. Botanischer Garten Kandy - Orchideenhaus In der Nähe des Einganges ist das Orchideenhaus. Der Schnelldurchlauf gefällt mir nicht und wir lassen den Rest der Reisegruppe weiterziehen. Unser Reiseleiter wird uns in einer Stunde hier abholen. Ich mache sehr viele Bilder und filme ein wenig. Es wird auch in dem Gewächshaus eine Führung angeboten aber wir haben dankend abgelehnt. So eine Vielfalt habe ich bisher noch nicht gesehen. Die Zeit ist schnell um und der Rest unserer Gruppe wartet schon. Jeder Weg des Gartens hat eine andere Ausstrahlung auf die Besucher. Baumriesen, Palmen und bunte Blütensträucher. Botanischer Garten Kandy - Ficus benjaminiIm Zentrum steht der angeblich größte Baum der Welt auf einer Wiese. Ein Ficus benjamina in der Größe eines Fußballfeldes ist eine stattliche Erscheinung. Wir sehen Riesenbambus welcher 30cm am Tag in die Höhe schießt, eine Baumallee wo jeder Baum in eine andere Richtung wächst und seltene Palmen deren Nüsse nummeriert sind. Es gibt Bäume an deren Stamm "Kanonenkugeln" hängen und der auch wunderschöne Blüten hat. Die Zeit für diesen Park ist viel zu kurz bemessen und einen extra Tag wert.

Durch sehr dichten Verkehr drängt sich der Bus in Richtung Kandy - Tänzer. Es regnet und der Himmel ist schwarz. In den Einkaufsstraßen ist immer noch Hochbetrieb obwohl viele Geschäfte keine Beleuchtung haben. Die Polizei regelt den Verkehr und endlich finden wir einen Parkplatz. Die Vorstellung ist nicht gut besucht. Erst nach und nach kommen die Zuschauer in die Halle. Wir erhalten ein Blatt mit der Reihenfolge der Tänze und deren Bedeutung. Die Show ist gut aber auch ziemlich lang. Zum Abschluss gibt es immer einen Feuerlauf über glühende Kohlen im Freien. Weil es regnet wird die Showeinlage heute in der Halle durchgeführt. Das Feuer ist echt und die Hitze unerträglich.

Durchgeschwitzt geht es weiter zum Dalada Maligawa, dem Zahntempel.Zahntempel Seit dem Anschlag der Tamilen sind die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden und gründlicher als am Flughafen. Männer und Frauen werden getrennt durchsucht und durchleuchtet. Ich habe das Handgepäck und entsprechend lange dauert die Kontrolle. Für die Videoerlaubnis sind hier stolze 300,-Rs zu bezahlen. Schon von weitem hört man die Trommler welche die Öffnung des heiligen Schreins ankündigen. Immer nur für kurze Zeit ist Ruhe im Tempel. Langsam schieben sich die Besuchermassen an der sichtbaren äußeren Schatulle des heiligen Zahns vorbei. Den Backenzahn bekommt aber Niemand zu sehen. Wir besichtigen die gesamte Tempelanlage, welche sehr schön ist. Es wird langsam Zeit für die Rückfahrt und es regnet nicht mehr.

Die Minirundreise 2. Tag

Heute geht es zeitig aus den Betten, denn wir wollen den Sigiriya besteigen. Die Fahrt mit dem Bus dauert etwas länger als erwartet und die Sonne steigt immer höher. Vom Busparkplatz laufen wir durch einen schön angelegten Park. Weil der Felsen für viele Touristen eine Pflichtveranstaltung ist, stehen hier die Bettler und Verkäufer Reihe an Reihe. Von allen Seiten wird man angesprochen und es wird versucht aus Allem Geld zu machen.

Unsere Reisegruppe ist an dem Felsen angekommen und der Aufstieg beginnt. Die Treppenstufen haben es ins sich und die Gruppe fällt schnell weit auseinander. Zu den Wolkenmädchen führt eine Wendeltreppe aus Stahl. Es ist bisher noch nicht gelungen die Wandmalereien dauerhaft zu restaurieren. Das Klima macht alle Bemühungen zu Nichte. Weiter geht es auf das mittlere Plateau und hier ist für die Meisten Endstation. Einige Einheimische haben hier eine Geldquelle aufgetan und verkaufen Getränke an Touristen. Die Preise sind noch abenteuerlicher als der jetzt folgende Aufstieg. Über verrostete Stufen geht es steil hinauf. SigiriyafelsenHat man aber das obere Plateau erreicht wird man mit einer sehr guten Rundumsicht belohnt. In einer Zisterne befindet sich immer noch ausreichend Wasser und Sicherheitskräfte halten die Touristen von einem Sprung in das kühle Nass ab. Der Wind weht kräftig und kühlt angenehm auf der Haut. 2 Arbeiter sind mit dem Ausbessern der Mauerreste beschäftigt. Jeder kann hier klettern wie er will und dabei werden Steine gelockert und die Mauern beschädigt. Der Abstieg geht zügig voran solange mir Niemand entgegen kommt. Es kommen mir Leute entgegen die sicher auf einen Schönheitswettbewerb wollen. Mit dem kleine Schwarzen und Absatzschuhen hat man hier einfach nichts verloren. Völlig durchgeschwitzt komme ich wieder auf dem Plateau an.

Nach einiger Zeit ist die Reisegruppe wieder unten und wir drängeln uns durch die Andenkenverkäufern, welche uns bis zum Bus verfolgen.

Wir fahren zum Mittagessen zurück in das Hotel und freuen uns auf die Dusche. Weiter geht die Rundfahrt nach Polonnaruwa. Wir müssen erst an einem Kassenhaus die Eintrittskarten kaufen und dann können wir erst zu den eigentlichen Besichtigungsstätten fahren. Buddhas und Tempel in Mengen, die Reste des Königspalastes und die 4 Buddhastatuen in Gal Vihara sind zu besichtigen. Immer sind freche Affen in der Nähe und fordern unsere Aufmerksamkeit. Wir erfahren viel über die Geschichte des Landes und unser Reiseleiter ist voll in seinem Element.

Zurück im Hotel bringt ein kräftiges Gewitter Abkühlung für die Nacht. Aber wie kommen wir jetzt in das Restaurant zum Abendessen? Wie gerufen bringen Hotelangestellte große Regenschirme zu den entfernten Bungalows. Diesen Service haben wir nicht erwartet.

Die Minirundreise 1. Tag

Wir müssen wieder sehr zeitig aufstehen. Um 6:00 Uhr landet ein Flugzeug aus Frankfurt und wir treffen uns in einem Hotel mit den restlichen Teilnehmern der Rundreise. Die Abfertigung am Flughafen ist nicht schneller als bei uns und wir warten sehr lange auf die Anderen.

Mit einem modernen Bus und einem Reiseleiter, den wir auch verstehen, geht es Richtung Habarana. Es ist ruhig im Bus und die Neuankömmlinge sind von der Reise geschafft. Wir sind froh das uns dieser Reiseablauf erspart geblieben ist. Gegen 13:00 Uhr erreichen wir das Hotel "Habarana Village" und werden in Bungalows untergebracht. Nach dem Essen ist für viele erst mal Mittagsschlaf angesagt. Laut Reiseplan passiert heute nichts mehr und wir suchen uns etwas Abwechslung. Am Hotel bietet ein Unternehmen Safaris zu Wildelefanten an. Wir finden noch 2 Teilnehmer und für reduzierte 30 Dollar geht es gegen 16:00 Uhr los.

Unser Fahrer spricht weder Englisch noch Deutsch und wir können kein Wort Singhalesisch. Es geht einige Kilometer auf sehr guten Straßen voran bis wir die Kontrollen zum Tamilengebiet passieren. Die Absperrungen bestehen aus Fässern, welche schön bepflanzt sind. Im Slalom umkurven wir die Hindernisse, fahren an bewaffneten Soldaten vorbei und kommen ohne Kontrolle durch. Sicher ist unser Führer hier bekannt und erspart uns die Gepäckkontrolle. Die Busse mit den Pendlern werden dagegen auf den Kopf gestellt.

Wir verlassen die Straße und fahren auf unwegsamen Gelände weiter. Die ersten Seeadler sind zu sehen und wir halten an einem Stausee an. Durch den Bau dieses Stausees wurde ein großes Stück Urwald überflutet und einige Reste der Baumriesen ragen noch aus dem Wasser. Viele Wasservögel haben den See in Besitz genommen. Wir fahren weiter und sehen die ersten Affen in den Bäumen. Unser Führer sichtet den ersten Elefanten, welcher aber im Gestrüpp verschwindet. Auch in dieser verlassenen Gegend stehen einzelne Hütten im Wald. Die Grundstücke sind mit hohen Zäunen gesichert.

Auf einer Waldlichtungsehen wir einen Pfau bei seiner Balz. Die Hennen kommen nur kurz aus dem Unterholz heraus.

Wilde Elefanten

Auf einer großen Lichtung steht dann endlich die gesuchte Elefantenherde. Mit gebührendem Sicherheitsabstand bleiben wir stehen, können filmen und fotografieren. Unser Fahrer bereitet Ananas vor und erwärmt die Früchte auf dem Kühlergrill - einfach lecker. Der Tag geht zur Neige und wir müssen zurück ins Hotel.

Die Getränkepreise sind auch hier noch sehr günstig. Ein Bier kostet 180,-Rs, Wasser 70,-Rs und Fruchtsäfte zwischen 100,-Rs und 120,-Rs.

Die nächsten Tage werden straff organisiert. Das geplante Programm wird gestrafft damit noch Zeit für Extrawünsche ist. Solche Änderungen nutzen manchmal Einige für Reklamationen aus und deshalb gibt es heiße Diskussionen.

Sri Lanka 2002 - der 7. Tag

Meine Frau hat heute Geburtstag und ich bemerke schon zeitig ein buntes Treiben vor unserer Zimmertür. Der Gang vor der Tür ist mit Blumen ausgelegt und auch unser Tisch ist mit Blüten geschmückt. Mit buntem Reis wurden Buchstaben gelegt und eine Geburtstagstorte gibt es auch.

Nach dem Frühstück will unsere kleine Reisegruppe eine Bootstour zum nahe gelegenen Leuchtturm machen. Unser Reiseführer hat uns ein schönes Schnorchelrevier versprochen und wir wollen uns dort einige Zeit aufhalten. Zügig haben wir das Riff umfahren und nehmen Kurs auf die Insel. Dort müssen wir erst einmal ein gutes Stück wandern, bis wir an der Stelle sind wo wir ins Wasser können. Alle die nicht mit Schnorcheln wollen, sehen sich die Insel genauer an, aber ich will mit einem Bekannten nur noch ins Wasser.Blick vom Leuchtturm bei Beruwela Es herrscht klare Sicht und wir können weit im Wasser sehen. Schöne Korallen, viele Fische und die Strömung treiben uns recht weit von der Insel ab. Langsam müssen wir wieder zurück, weil die Sonne auf den Rücken brennt. Der Film in der Unterwasserkamera ist voll und die Anderen warten schon auf uns. Meine Frau hat als Einzige den Leuchtturm bestiegen und dort oben 2 deutsche Amateurfunker aus Erfurt getroffen. Diese sind recht häufig dort oben. Auch vom Fuß des Leuchtturm haben wir einen schönen Ausblick in Richtung Colombo und Beruwela. Unsere Parkuhr ist abgelaufen und mit dem Boot fahren wir wieder zu dem Hotelstrand zurück. Am Nachmittag machen wir einen Spaziergang durch Beruwela und besuchen den Blumen- und Gewürzgarten. Vor allem die schönen Orchideen muss ich mir genauer ansehen. an der Poolbar des Hotels BayrooDer deutsch sprechende Chef des Gartens zeigt uns sein Reich und natürlich seinen Verkaufsstand. Einige Gewürze wechseln den Besitzer und später werden wir sehen das die Preise hier günstiger als im Inland sind. Wie versprochen holen wir noch den reservierten Elefanten ab und laufen zurück ins Hotel. Am Abend sitzen wir an der Strandbar und trinken Sekt nach Preisen des Hauses. Unsere AI-Bändchen reichen hier nicht mehr aus und für besondere Anlässe gibt es besondere Karten. Jetzt weis ich wie wichtig eine Visakarte ist, denn die Preise beginnen bei 3600 Rubien und der Kurs ist aktuell 1:83.

Sri Lanka 2002 - der 6. Tag

Heute erkunden wir den Strand bis zur Bentotamündung. Es gibt diverse kleine Läden und es wird alles angeboten was man Touristen verkaufen kann. Ein Ehepaar aus unserer Gruppe hat sich einige Kleidungsstücke nähen lassen und die Qualität hat uns überzeugt. Wir folgen der Wegbeschreibung und suchen diese Schneiderei auf. Eine riesige Auswahl an Stoffen hängt an den Wänden der Holzhütte und mit Frau Geethani werden die ersten Kontakte geknüpft. Unsere Maße sind schnell genommen nun muß nur noch der Machart ausgesucht werden. Man sitzt tausende Kilometer von zu Hause entfernt, auf einer Insel im Indischen Ozean, und sucht sich in einem Quellekatalog den Schnitt für ein Kleid aus. Die Frau ist für die Aufträge zuständig und ihr Mann näht zu Hause im 24 Stundendienst die Sachen zusammen. Für die Hemden haben wir je 8,- und für das Kleid 12,-Euro ausgehandelt. Durch unsere Rundreise wollen wir die Sachen erst später abholen. Nicht nur in den Hotels sondern auch am Strand gibt es Schmuckläden. Die Geschäfte sind gesichert wie Fort Knox. Niemand ist aufdringlich und wir können uns in aller Ruhe die Läden ansehen.

Ein Batikmaler hat ein schönes Bild in seiner Werkstatt hängen und wir kommen ins Gespräch. Sunil spricht etwas Deutsch und so verbringen wir noch einige Zeit in dem Laden. Sunil zeigt uns Fotos von seinen Bildern die ihm Touristen von zu Hause geschickt haben. Wir stellen die Farben und Motive zusammen und lassen uns ein Bild nach unseren Vorgaben anfertigen. Nachdem der Preis geklärt ist werden wir zum Tee eingeladen. Auch bei der Wärme löscht der Tee den Durst.

Sri Lanka 2002 - der 4. Tag

Heute haben wir uns eine große Tour vorgenommen. Tchibo ist hier so bekannt, dass er mit seinem Bus auf das Hotelgelände fahren darf. Wir holen unsere Lunchpakete und verstauen alles sicher im Fahrzeug. Wir fahren auf der Küstenstraße Richtung Galle und nach wenigen Kilometern entdeckt der Busfahrer einen Toddysammler in der Krone einer Palme. Mehrere Palmen sind mit Seilen verbunden und waghalsig klettern die Sammler von Palme zu Palme um den Saft der Palmenblüten zu ernten. Palmenkletterer in Sri LankaWenn die Seile nass und rutschig sind, ist es sehr gefährlich auf den Seilen zu laufen und es passieren viele Unfälle. Der gewonnene Palmsaft ist Ausgangsstoff für den leckeren Arrak, welcher vor allem in Mixgetränken mundet.

Danach fahren wir zu einer Schildkrötenfarm in Koskoda.

auf einer Schildkrötenfarm in Sri Lanka Mühsam werden die verschieden Arten vor dem Aussterben bewahrt. Für eine Rupie pro Stück werden die Eier der Schildkröten vor dem Kochtopf gerettet und in der Farm aufgezogen. Auch hier wird die Führung in deutscher Sprache gemacht.

Wir verlassen die Küstenstraße und wollen in Mitiyagoda eine Mondsteinmine besichtigen. Abseits der Hauptstraße wird es ruhiger und es tauchen die ersten Felder auf. Üppige Wälder werden von offenen Lichtungen abgelöst. In der Ferne hören wir einen lauten Motor knattern. Wir lassen den Bus stehen und laufen in Richtung Lärmquelle. Der alte Dieselmotor treibt eine "Pumpe" an, welche das Wasser aus der Mine fördert. Das ganze Umland besteht nur aus Abraum und Schlamm. Der Schacht ist mit Baumstämmen notdürftig abgestützt und aus dem Loch hören wir Stimmen. Eine dunkle Gestalt klettert an den Stämmen Richtung Tageslicht. Das Wasser drückt aus allen Richtungen und läuft in den Schacht hinein. Die Pumpe ist wieder ausgefallen und alle müssen raus. Ein Arbeiter nach dem anderen kraucht völlig durchnässt aus dem dunklen Loch. Jetzt wird repariert, dann der Stollen leer gepumpt und dann geht es wieder in die Tiefe. Wir gehen zu den Gebäuden die einige hundert Meter abseits in etwas besserer Lage stehen. Hier werden die Steine geschliffen und zu wertvollem Schmuck verarbeitet. Ein Führer erklärt uns die hier vorkommenden Edelsteine und zeigt uns Rohlinge in allen Varianten. Die Werkstatt ist so groß wie eine Garage und die Schleifer versuchen uns Steine unter der Hand zu verkaufen, als der Chef das Gebäude verlassen hat. Erst mal sehen was noch kommt denn bei den Preisen für rohe Steine kennen wir uns nicht aus. Man bringt uns Getränke und bittet in den Verkaufsraum. Shop an der MondsteinmieneDie Auslagen lassen sicher das Herz jeder Frau höher schlagen. Steine in allen Farben und Formen liegen vor uns. Ob Ring, Halskette, Ohrring oder Fußkettchen, alles gibt es auch als passendes Set. Sicher gibt es das ein oder andere Schnäppchen zu kaufen aber wir halten uns zurück. Jetzt werden uns ungeschliffene Mondsteine angeboten und der Ton wird rauer. Obwohl ein Paar mehr als 500 Euro in dem Laden gelassen hat, ist der Chef der Truppe nicht zufrieden. In einem Baum vor dem Gebäudesitzt ein Affen, welcher aus einer Flasche mit einem Strohhalm trinkt. Der Anblick ist schon lustig.

Wir fahren zurück auf die Küstenstraße und dann weiter Richtung Galle. Eine Fahrt mit einem Glasbodenboot wollen wir uns nicht entgehen lassen und deshalb halten wir in Hikkaduwa an. Durch flaches Wasser waden wir zu einem der bunten Boote. Der Glasboden ist schon etwas zerkratzt aber die Videoaufnahmen mit aufgelegter Kamera werden sehr gut. Wir nähern uns den anderen Booten über dem vorgelagerten Riff und staunen über die Vielfalt der Korallen und Fische. Sogar 2 Meeresschildkröten schwimmen ruhig an uns vorbei. Die Zeit vergeht schnell und wir sind bald wieder an Land.

Weiter geht es zu den Stelzenfischern. Wir kommen sicher ungünstig denn alle Arbeitsplätze sind unbesetzt. Die Stelzen sind im Wasser und die Fischer warten auf etwas Reibung zwischen Daumen und Zeigefinger, bewegen sich dann aber Richtung Wasser. Ein paar Fotos und schon sind die Stelzenfischer wieder im Schatten. So wird also schon lange nicht mehr gefischt.

Die Stadt Galle im Süden der Insel ist erreicht und wir besichtigen das Fort. Der Ausblick nach allen Seiten ist überwältigend. Wir haben einen wunderbaren Überblick über große Teile der Stadt und Tchibo erklärt uns die Geschichte der Region.

Auf dem Rückweg wird noch an einer Seidenraupenfarm gehalten. Wir hören uns den sehr interessanten Vortrag an und kaufen in dem dazugehörigen Laden einige schöne Sachen ein.

Es ist schon spät geworden und und es geht zurück nach Beruwela. Ein Zug nach Colombo überholt unseren Bus und es wird eine kleine Wettfahrt gestartet. Eine Mutter mit ihrem Säugling sitzt bei voller Fahrt auf dem Trittbrett eines Waggon. Der Zug ist mehr als überfüllt macht aber ordentlich Tempo. Eine Schranke macht dem Wettrennen erstmal ein Ende. Nach einem sehr schönen Tag erreichen wir wieder das Hotel.

Gemeinsam werden schon Pläne für den nächsten Tag gemacht und es wird beschlossen den dem Fischerhafen von Beruwela zu besichtigen. Tchibo übernimmt wieder die Organisation bis in alle Details.

Sri Lanka 2002 - der 1. Tag

Es ist der 16.März 2002. Unsere erste große Reise führt uns in das ferne Sri Lanka. Der Bus vom Flughafenservice bringt uns pünktlich zum Flughafen Halle-Leipzig. Für 53,50 € werden wir abgeholt und in 2 Wochen wieder nach Hause gebracht. Der Preis rechnet sich. Mit einer Boeing 737 wollen wir nach Frankfurt fliegen. Das Einchecken geht zügig voran. Unser Vorrat an Feuerzeugen muss etwas umverteilt werden und schon haben wir die Kontrollen hinter uns.

Die Maschine landet pünktlich in Frankfurt. Jetzt haben wir über 3 Stunden Aufenthalt und können uns in Ruhe umsehen. Die Sitzplätze in der Condor sind reserviert und dadurch müssen wir beim Check-in nicht in der Schlange stehen. Nur gut, dass die Boeing 767 Raucherplätze hat, denn 10 Stunden im Flugzeug sind eine lange Zeit. Unser erster Langstreckenflug verläuft ruhig und wir landen pünktlich in Colombo.

Die warme feuchte Luft weht uns um die Nase und mit Bussen werden wir zur Ankunftshalle gefahren. Es ist 6:00 Uhr Ortszeit, die Sonne ist noch nicht aufgegangen und den Angestellten des Flughafens fällt es schwer wach zu bleiben. Nach jedem Stempel ein kurzes Nickerchen bis endlich alle Stempel und Unterschriften im Pass sind. Das im Flugzeug mühsam ausgefüllte Einreiseformular wandert ungesehen auf einen Stapel oder landet auf dem Fußboden. Wie immer haben wir die langsamste Schlange erwischt. Schon war die nächste Maschine gelandet und Nachschub drängt in die Halle.

Geschafft - unser neuer Pass hat die ersten vollen Seiten, die Koffer sind auch schon da und das erste Geld wird gewechselt. Der Euro ist für alle neu aber in Sri Lanka viel beliebter als bei uns Deutschen. Dollar in bar und Dollarreiseschecks - wer hat uns nur dazu geraten? Der Kurs am Flughafen ist sehr gut. Draußen wird es langsam hell. Wir werden von einem Neckermannmitarbeiter erwartet und ein Kofferträger bringt uns zu den Bussen. Die Euromünze kommt bei dem Kofferträger nicht so gut an. Scheine sind ihm lieber.

Schon bei der Begrüßung im Bus lernen wir den Unterschied zwischen deutscher und deutschsprachiger Reiseleitung kennen. Es ist nicht einfach den Worten des Reiseleiters zu folgen. Wir fahren Richtung Colombo und sind doch etwas erschrocken wie es entlang der Straße aussieht. Den in den Vororten lebenden Menschen sieht man die Armut an und zwischen den Hütten türmt sich der Müll. An die Fahrweise hier muss man sich erst einmal gewöhnen. Immer wieder halten wir die Luft an weil sich der Fahrer Mühe gibt uns seine Fahrkünste zu zeigen. Wir sind am ersten Hotel angekommen und die Pause wird länger als erwartet. Die Klappe für das Gepäckteil lässt sich nicht öffnen. Weil alle Tricks nicht helfen wird die Klappe mit roher Gewalt aufgehebelt. Dieses Hotel macht nicht den besten Eindruck und wir sind froh, dass wir weiter fahren dürfen. Das Hotel "Bayroo" ist erreicht und der positive Eindruck überwiegt. Die Anlage ist sehr sauber und gepflegt. An der Rezeption verständigen wir uns mit unseren wenigen Englischkenntnissen und erhalten das Zimmer 217.

Die Zimmer sind sehr groß und die recht laute Klimaanlage kühlt das Zimmer schnell auf normale Zimmertemperatur herunter. Die feuchte salzige Luft hat an der Einrichtung ihre Spuren hinterlassen. Vor allem Metallgegenstände aus Aluminium sind sehr angegriffen und die Armaturen im Bad lassen ihren Glanz nur erahnen. Zu meiner Überraschung sind es deutsche Modelle; aber bei uns schon lange nicht mehr erhältlich. Vom Balkon haben wir einen sehr guten Blick über die Hotelanlage auf den Ozean. Wir passen unsere Kleidung den Temperaturen an und inspizieren die Hotelanlage. Obwohl es Zeit zum Essen ist haben wir keinen Hunger - die Zeitverschiebung hat unsere innere Uhr verstellt. Wir gehen ins Restaurant und wollen erst mal etwas trinken. Bier bei der Hitze ist sicher nicht so gut, also versuche ich mit fifty-fifty Beer and Sprite ein radlerähnliches Getränk zu ordern. Dem Kellner entweicht ein leichtes Lächeln und er fragt in sehr gutem Deutsch ob ich ein Radler möchte. Ich habe alles erwartet aber deutsch sprechendes Personal nicht. Sehr schnell sind die ersten Kontakte geknüpft und wir erfahren das nur 10 Gäste im Hotel übernachten und sich das die nächsten Tage auch nicht ändern wird. Einige Hotels mussten schon geschlossen werden. Das sind weitere Folgen des Anschlages in New York.

Wir verlassen das Hotel Richtung Strand, werden schon an der Hautfarbe als Neuankömmlinge erkannt und für die diversen Händler beginnt die Neukundengewinnung. Kaufen, kaufen ..... Zigaretten, Bootstouren, Holzschnitzereien und Saries in allen Varianten werden uns angeboten. Wir bleiben standhaft und erreichen das Wasser.

Ein Korallenriff verläuft in 25m Entfernung parallel zum Strand und ist für diesen Strandabschnitt ein natürlicher Wellenbrecher. Wie in einer Badewanne liegt das Wasser ruhig vor uns. Der Sand ist sehr grob und man sinkt beim Laufen tief ein.

Bei Ebbe kann das Wasser nicht komplett abfließen und heizt sich zusätzlich auf. Die Sicht ist optimal zum Schnorcheln, bis die Flut die ersten Wellen über das Riff schiebt. Bei Ebbe kann man tolle Spaziergänge machen und Seeigel,  Seeigel Seesterne und Muscheln beobachten. Noch schöner sind die sehr bunten Fische oder auch Moränen, Krabben sowie manchmal Wasserschlangen.

Der Himmel verdunkelt sich langsam und ein Gewitter zieht auf. Innerhalb von Minuten steht das Wasser einige Zentimeter hoch auf der Grünfläche des Hotels. So einen Gewitterregen gibt es bei uns selten. Kurze Zeit später ist alles vorbei und die Sonne kommt wieder hervor.

Wir statten dem Schmuckladen am Hotel einen kleinen Besuch ab. Die Besitzer "kleiden" meine Frau komplett ein, inkl. 2 Supersteinen in Hühnereigröße in jede Handfläche. Wir bleiben standhaft und die Juweliere auf ihren Steinen sitzen.

Am ersten Abend lernten wir die anderen 4 Landsleute kennen. Sofort war eine nette Gruppe zusammen. Nach den ersten 5 Minuten des Gespräches stellten wir fest das alle aus der gleichen Ecke in Deutschland kamen. Ein Paar wohnte nur 30km von uns entfernt. Die Welt ist ein Dorf.

Sri Lanka 2002 - der 3. Tag

Heute lassen wir etwas langsam angehen und gehen in der Badewanne vor dem Hotel schnorcheln. Um den Rücken vor der senkrecht stehenden Sonne zu schützen ziehen wir ein T-Shirt an. Ich hätte noch eine lange Hosen anziehen sollen denn am Abend sind die Waden leuchtend rot.

Ich geniese die schöne Sicht, das ruhige Wasser und mache einige Bilder mit meiner Einwegkamera. Die Zeit vergeht wie im Flug und wir müssen noch die nächsten Tagestour planen.

Wir haben unsere Rundreise noch vor uns. Unsere Bekannten haben die große Rundreise schon hinter sich. Deshalb planen wir für den nächsten Tag eine große Tour bis nach Galle. Mit 6 Personen gibt es einen großen Verhandlungsspielraum und wir einigen uns auf 50 Dollar pro Paar All Inclusive.

Das Abendprogramm wird der Anzahl der Gäste angepasst und wir ziehen uns in die Stammecke zurück.

Sri Lanka 2002 - der 2.Tag

Die Vier hatten schon für den nächsten Tag eine Bootsfahrt auf dem Bentotafluss organisiert. Wir schließen uns natürlich an. Durch den Sohn der einen Familie wurde ein einheimischer junger Mann als Reiseleiter empfohlen, den sie "Tchibo" nannten. Nach kurzen Preisverhandlungen könnte es losgehen aber wegen der 2 zusätzlichen Personen muss der Ablauf geändert werden. Durch den niedrigen Wasserstand bei Ebbe kommt das Boot mit 6 Personen, plus Reiseleiter und Kapitän, nicht vom Hotelstrand zum Einlauf des Flusses. Kurz entschlossen wird ein Kleinbus organisiert, der uns zur Mündung des Bentota bringt. Die Organisation ist perfekt und auch der Bus lässt keine Wünsche übrig. Der klimatisierte Bus hat einen umsichtigen Fahrer am Lenkrad und nach kurzer Fahrt sind wir schon am Ziel. Wir steigen in das Boot und es geht flussaufwärts. Durch den Regen am Vorabend ist der Fluss angestiegen und wir müssen die Köpfe unter den ersten Brücken einziehen. Am Bentota Beach Hotel werden Elefanten im Fluss gebadet und gewaschen. Die Tiere gehören sicher zum Hotel.

Die Landschaft wird unbeschreiblich schön. Die Palmen weichen waren Baumriesen und der Urwald wird immer dichter. Unser Reiseführer "Tchibo" spricht sehr gut deutsch und erklärt uns die Tier- und Pflanzenwelt Sri Lankas. Seine geschulten Augen entdecken Tiere, welche wir nie entdeckt hätten. Wasserwarane sind die ersten Echsen, die wir selbst erspähen. Die Sonne steigt langsam höher und es wird das Sonnendach über das Boot gezogen. Durch die spiegelnde Wasseroberfläche ist die Gefahr eines Sonnenbrandes noch höher als an Land. In den großen Bäumen am Fluss hängen Flughunde und machen einen Höllenlärm. Immer wieder kommen uns andere Boote entgegen oder überholen uns. Der Ausflugsverkehr auf dem Fluss ist für viele eine willkommene Einnahmequelle.

Wir fahren an einer schönen Villa vorbei und erfahren das die einem Deutschen gehört. Für 50.000 Dollar Kaution und einem einheimischen Strohmann ist es möglich sich dort anzusiedeln. Sehr oft wird aber auch noch viel mehr Lehrgeld gezahlt.

Zielstrebig nimmt ein kleines Boot Kurs auf uns. Unser Boot hält an und wir haben einen Fototermin mit einem kleinen Krokodil. Langsam begreifen wir das Provisionssystem, von dem viele Leute ihren Anteil wollen. Eine Hand wäscht die andere und hier sind viele Hände im Wasser.

Wir nehmen Kurs in die Mangroven und müssen sehr auf die spitzen Luftwurzeln aufpassen, welche senkrecht über unseren Kopf schweben. Hier ist der Eisvogel in seinem Element und wir sehen einige dieser schönen Vögel. Wer sich in diesem Dickicht nicht auskennt, findet den Ausgang nicht so schnell. eine Flussfahrt auf dem Bentota - GarnelenfischerVorbei an Garnelenfischern fahren wir wieder flussabwärts. Wir wollen noch den Wochenmarkt in Alutgama besuchen und geben etwas Gas.

Hier versorgen sich die Bewohner also mit den notwendigen Lebensmitteln. Der Kontrast dieses Marktes könnte nicht größer sein. Bunte Gewürzstände und frische Obst- und Gemüseauslagen sind für uns ein beliebtes Fotoziel. Um den Fleischstand machen wir einen großen Bogen. Den Fischmarkt sehen wir uns aber noch an. Die großen Brocken werden in Beruwela auf dem Fischmarkt ersteigert und hier in kleinen Portionen verkauft. Einen Kühlschrank können sich die meisten Familien nicht leisten und so wird hier täglich der Bedarf eingekauft.

Wir machen einen Abstecher in ein Lokal am Fluss uns lassen uns im Schatten nieder. Sanfte Musik im Hintergrund, ein kühles Bier und der Blick auf den Fluss lassen die Seele baumeln. kleine_PauseEtwas ausgeruht bringt uns der Bus wieder in das Hotel. Jetzt heißt es erst einmal ein Moskitonetz organisieren. Unser Tagesrhythmus kann sich nur schwer an das Leben hier anpassen. Die Klimaanlage ist doch recht laut, das Stromnetz träumt von 220V und bricht regelmäßig zusammen, wenn in den Hotels das Abendessen zubereitet wird. Die geringen Niederschläge der letzten Wochen haben die Staudämme nicht gefüllt und deshalb wird der Strom nur stundenweise angestellt. Das Hotel hilft sich mit einem Generator der Leistung mit Lärm verwechselt. Bis pünktlich 0:00 Uhr ist nicht an Schlaf zu denken. Plötzlich sind die Lampen heller und sogar die Neonröhren im Bad springen an. Die Klimaanlage wacht auf und denkt intensiv über ihre Aufgaben nach. Langsam fallen auch wir ins Bett.

Sri Lanka 2002

Inhaltsverzeichnis 2002