Tequila

Rundreise 6. Tag

Heute haben wir den 25.03.2006 und nach dem Ablauf zu urteilen wird es ein sehr erholsamer Tag werden. Rundreise: Mexiko 2006 MeridaRundreise: Mexiko 2006 MeridaNach dem Frühstück beginnen wir unseren Stadtrundgang durch Merida. Wer in den engen Strassen der Hauptstadt Yukatans unterwegs ist wird die Größe der Stadt nicht erraten. Mit 850.000 Einwohnern ist Merida keine Kleinstadt mehr. Einige Strassen und Gebäude haben wir uns schon gestern Abend bei schöner Beleuchtung angesehen. Einiges davon werden wir heute auch von innen besichtigen können. Merida ist eine sehr schöne Stadt mit dem gewissen Etwas. Wir erfahren viel über die Geschichte der Stadt und werden über die aktuelle Politik aufgeklärt. Das Gebäude des Gouverneurs steht allen Besuchern offen und auch unsere Gruppe besichtigt die öffentlich zugänglichen Räume mit den herrlichen Gemälden des Malers Fernando Castro PachecoRundreise: Mexiko 2006 Merida. Der Hausherr beendet gerade eine Diskussion mit einer Delegation Jugendlicher aus der Stadt.

Kurz nach Neun machen wir uns auf den Weg zur Markthalle der Stadt. Hier werden wir keinen geführten Rundgang unternehmen sondern jeder kann nach seinen Wünschen das Angebot durchsuchen und Rundreise: Mexiko 2006 Merida Markthalleeinkaufen oder auch nur eine Runde drehen. Das Angebot an Waren ist unüberschaubar und trotzdem ist ein System der Anordnung der Stände erkennbar. Nur leider gibt es hier keine Hängermatten. Merida ist aber so etwas wie die Hauptstadt der Hängematten und ohne möchte ich nicht nach Deutschland zurück fliegen. Carlos kennt natürlich einen Laden seines Vertrauens und dem Besitzer ist wieder etwas Umsatz sicher. Hier gibt es eine reichhaltige Auswahl, aber für unsere Wünsche muß er schon einige Stapel mit Hängematten umschichten.

Nach dem Einkausbummel wollen wir die Catedral San Ildefonso besichtigen. Das Interesse ist in unserer Reisegruppe aber nicht sehr groß und die wenigsten werfen einen Blick in diese Kirche. Vor der Catedrale wartet auch unser Bus zur Weiterfahrt nach CelestunRundreise: Mexiko 2006 Lagune von Celestun. Leider fehlen noch einige Mitreisende und mit dem Bus geht es auf die Suche nach dem Rest der Reisegruppe. Nachdem wir die Verschollenen an der Markthalle gefunden haben, geht die Reise weiter zur Lagune von Celestun.

Es ist eine etwas längere Busfahrt, aber Carlos versteht es immer wieder mit interessanten Einlagen Wissen zu vermitteln und die Reisegruppe bei Laune zu halten. Er liest kurz die Zeitung und dann beginnt schon die Übersetzung der wichtigsten Meldungen. Einmal geht es um die Politik in Mexiko, das andere mal um Meldungen aus Deutschland oder den USA.

Gegen 12:20 Uhr haben wir die Lagune von Celestun erreicht und laufen zu den Anlegestellen der Boote. Maximal 8 Personen finden jeweils Platz und schon setzen sich die ersten Boote in Bewegung. Unser Fahrer läßt es ruhig angehen und ich habe den Eindruck das er seinen Motor schonen will. Die anderen Boote sind schon weit vorraus als die 80 PS unserer Antriebsmaschine gefordert werden. Jetzt heist es die sieben Sachen fest halten, haben wir doch in kurzer Zeit alle vor uns fahrenden Boote überholt. So viel Tempo hätte ich diesen Nußschalen nicht zugetraut. Bekannt ist das Reserva de la Biosfera Ria Celestun durch seine Flamingos und die vielen anderen Wasservögel. In wenigen Minuten haben wir die Flamingokolonie erreicht und sehen tausende dieser schönen Vögel nur wenige Meter von uns entfernd. In aller Ruhe können wir filmen, fotografieren und die Tiere beobachten. 20 Minuten bleiben wir bei den Flamingos und fahren dann weiter zu einer Reiherkolonie. Durch die Mangrovenwälder geht es weiter zu einer Süßwasserquelle wo wir zu einem Rundgang an Land gehen können. Überall kann man Fische beobachten oder hält nach jagenden Vögeln ausschaRundreise: Mexiko 2006 Mittagessen Speisekarteu. 13:45 Uhr ist unser Ausflug zu Ende und es wird Zeit für das Mittagessen. Im Restaurant Los Pampanos werden die Gerichte vor der Bestellung erklärt. Carlos übersetzt die Speisekarte ins Deutsche und übernimmt auch gleich die Bestellung. 90 Minuten haben wir hier verbracht. Das Essen war wieder sehr lecker und die Tequila haben sehr gut geschmeckt.

Zum Abschluß des heutigen Tages besuchen wir das anthropologische Museum in Merida. Im Gebäude ist die Benutzung von Blitzlicht untersagt und durch die vielen Überwachungskameras sind die Verursacher der Lichter schnell gefunden. Das Personal hat alle Hände voll zu tun um dem Gewitter ein Ende zu bereiten. Unser Reiseleiter macht eine kurze Führung durch die Räume und anschließend fahren wir zurück in das Hotel.

Heute Abend gehen wir in das Restaurant Pancho´s. Hier werden die Steaks am Tisch gegrillt und zubereitet. Livemusik ist auch hier wieder mit dabei. Wir wollen aber den Abend nicht hier verbringen sondern in der Innenstadt. Das Zentrum ist für den Autoverkehr gesperrt und überall wird Musik gespielt und gefeiert. Die Gaststätten haben die Strassen in Besitz genommen und teilweise wurden sogar Bühnen aufgebaut. Man merkt nicht wie die Zeit vergeht und es wird wieder einmal sehr spät.

Rundreise 5. Tag

Wir werden heute Campeche verlassen und über Kabah, Uxmal sowie der Hacienda Yaxcopoil nach Merida fahren. Nach der gestrigen langen Etappe sind wir heute nur etwa 300 km mit dem Bus unterwegs. Der starke Wind hat wieder nachgelassen aber von der Sonne ist noch nichts zu sehen.Rundreise: Mexiko 2006 Hotel Del Mar Es ist bedeckt und nur manchmal sieht man etwas blauen Himmel durch.

Rundreise: Mexiko 2006  KabahWir verlassen heute die Stadt und den Bundesstaat Campeche und fahren eine längere Strecke nach Kabah. Einige Kilometer vor dem ersten Ziel überqueren wir die Grenze zum Bundesstaat Yucatan. In der Anlage von Kabah sind bisher fast nur Bauwerke der Ostgruppe freigelegt worden. Heute können wir die Gebühr (30 Pesos) für die Videokameras wieder für mehrere Anlagen nutzen und müssen nur die Quittung aufheben. Wir beginnen den Rundgang an einer steilen Treppe welche sich besser hoch läuft als herunter. Das eindruckvollste Bauwerk dieser kleinen Maya-Stadt ist der Tempel der Masken. Mit über 250 Masken des Regengottes Chaaks ist die Fassade des Palastes bedeckt. Leider sind die meisten der langen rüsselartigen Nasen abgebrochen. Plötzlich fängt es wieder an zu regnen.Rundreise: Mexiko 2006  Kabah Unter einem Baum und in einer Ruine findet die Gruppe Schutz. Nach wenigen Minuten ist der Regen wieder vorbei. Kabah wird auch die Schwesterstadt von Uxmal genannt, weil beide Städte mit einer Dammstrasse verbunden waren. Diese Strasse ist noch heute begehbar. Nach etwa 45 Minuten haben wir uns den größten Teil angesehen und laufen zum Bus zurück. Am Eingang hat man die Möglichkeit Holzschnitzereien aus erster Hand zu erwerben. Einige nutzen die günstige Gelegenheit und kaufen hier einige schöne Stücke einRundreise: Mexiko 2006 Mayafamilie.

Unweit von Kabah haben wir die Möglichkeit eine Mayafamilie zu besuchen. Dieser Stop ist wieder nicht im Programm enthalten und wir nehmen das Angebot dankend an. Hier erhalten wir eine Lehrvorführung wie man in einer Hängematte richtig schläft und was man in dieser noch so alles treiben kann. Sogar die Herstellung einer Hängematte kann man sich ansehen und wir erfahren etwas über die unterschiedlichen Größen und Qualitäten der mexikanischen DoppelbettenRundreise: Mexiko 2006  Mayafamilie. Die Tortillas werden noch tratitionell hergestellt und wer zu lange in der Hütte war, riecht für den Rest des Tages nach Rauch. Der Herr des Hauses zeigt uns wie früher Sisal hergestellt wurde und was die Maya alles aus der Faser gemacht haben. Stolz zeigt er uns seine Schuhe. Wir machen noch einen Rundgang durch das Anwesen der Familie und lassen uns im Garten die verschieden Obstbäume erklären. Mit etwas Trinkgeld verabschieden wir uns und fahren weiter nach UxmalRundreise: Mexiko 2006  Uxmal Pyramide des Zauberers.  Weil die Zubereitung unseres heutigen Mittagessens etwas länger dauert, müssen wir schon vorab bestellen. Die komplette Bestellung wird in einem Erdofen auf heißen Steinen gedünstet.

Nach einigen Kilometern sind wir in Uxmal angekommen. Schon der Eingang macht einen anderen Eindruck als alle bisher gesehenen Anlagen. Auch der Eintrittspreis läßt Großes erwarten. Die Pyramide des Wahrsagers ist gleich das erste Bauwerk welches wir uns ansehen. Rundreise: Mexiko 2006  Uxmal Viereck der NonnenLeider dürfen wir die Pyramide nicht besteigen. Das gewaltige Bauwerk hat eine Fläche von 80x85 m und ist 38 m hoch. 5 mal wurde hier gebaut bis die heutige Höhe erreicht wurde. Ständige Begleiter und Beobachter sind die Leguane, welche gegenüber den Besuchern sicher in Überzahl sind.Sogar auf den Bäumen liegen sie in der Sonne. Nächster Höhepunkt des Rundganges ist das Nonnen-Geviert westlich der Pyramide.  Die Details der Fassaden sind noch gut erhalten und man kann sich gar nicht satt sehen.Rundreise: Mexiko 2006  Uxmal Palast des Gouverneurs  Auf dem Ballspielplatz mit seinen Ringen laufen wir in Richtung des Gouverneurspalastes. Über eine seitliche Treppe gelangt man auf die Plattform mit dem etwa 100 m langem Gebäude. Wegen der Sicht auf den Morgenstern Venus ist das Gebäude in südöstlicher Richtung ausgerichtet. Auch die weiße Strasse nach Kabah verläuft auf dieser Linie. Es ist der längste Fassadenbau der Maya überhauptRundreise: Mexiko 2006 Mittagessen. Die verbleibende Zeit nutze ich um die große Pyramide und das Taubenhaus anzusehen. Noch einige Aufnahmen und schnell zum Ausgang geeilt.

Um 14:30 Uhr wurde das Essen in unserem Beisein ausgegraben, schmeckte sehr gut und zur Verdauung gab es die Spezialität des Hauses.

Als letzte Tagesetappe besuchen wir die Sisal-Hacienda Yaxcopoil. Sie wurde im 17. Jahrhundert gegründet und hatte eine max. Fläche von 11.000 ha. Heute ist die Hacienda ein privates Museum in dem Zimmer, Möbel und Maschinen der glanzvollen Zeit zusehen sind. Der Eintritt kostet 50 Pesos und ist nicht zu viel. Die Eigentümer sind Erben der einstigen Besitzer aus dem Jahr 1864. Für die Erhaltung der Bausubstanz und der Zimmer müßte etwas mehr getan werden, auch wenn das Anwesen zum Verkauf steht. Über die Hacienda gibt es eine Erläuterung mit Lageplan in deutscher Sprache. Auch der Internetauftritt ist sehenswert und reich bebildert. Nach etwa einer Stunde fahren weiter in das Hotel Del Gobernador in Merida.

Der Abend steht zur freien Verfügung und alle erhalten einen Stadtplan von Merida. In unmittelbarer Umgebung des Hotels gibt es einige sehr gute Restaurants. Heute entscheiden wir uns für das Amaro - eine sehr gute Wahl. Mit einem kleinem Stadtbummel geht der Tag zu Ende.

Rundreise 4. Tag

Heute werde ich durch das Geschrei der Brüllaffen wach. Rundreise: Mexiko 2006 Mision PalenqueKurz vor 06:00 Uhr sind die Affen nicht mehr zu überhören. Im Hotel und der Umgebung ist noch große Ruhe und deshalb kann man die Tiere sehr weit hören. Schade das wir uns dieses Schauspiel nicht im Dschungel anhören können.

Heute müssen wir wieder Koffer packen und vor uns liegt eine lange Tagestour von etwa 380 km. Wir verlassen Palenque und den Bundesstaat Chiapas und fahren bis nach Campeche an der Küste des Golf von Mexiko. In dem Hotel Mision Palenque könnte man es auch etwas länger aushalten aber wir wollen ja noch mehr von Mexiko sehen.

Pünktlich fahren wir in Palenque los und verlassen auch schon bald die dicht bewachsene Region am Gebirgsrand. Am Anfang fahren wir die gleiche Strecke zurück welche wir schon vor 2 Tagen gefahren sind. Wir lassen den Bundesstaat Chiapas hinter uns, fahren etwa 20 km durch Tobasco und sind dann zurück im Bundesstaat Campeche. Auch in Richtung Golfküste ist die Rinderzucht stark verbreitet. Einige Tümpel rechts und links der Strasse sind mit blühenden Wasserhyazinthen zugewachsen - Reiher stehen im Wasser und wollen ihr Frühstück fangen. Carlos hat eine Flasche Tequila zur Verkostung mitgebracht und in Trinkbechern aufgeteilt. Es ist schon eine der besseren Sorten, aber trotzdem hat er auch Salz und Limetten dabeiRundreise: Mexiko 2006 Pause.

Auf dem heutigen Weg befinden sich keinen Sehenswürdigkeiten und deshalb machen wir an der Küste des Golf von Mexiko bei Champoton einen Zwischenhalt. Gegen 12:00 Uhr halten wir am Bahia de Tortugas einem Lokal mit einem schönen Strand, Pool, Liegen und Hängematten. Natürlich rennt fast die ganze Gruppe sofort an den Strand um sich die besten Liegen und Hängematten zu reservieren. Es ist Zeit bis zum Nachmittag und deshalb werden wir erst einmal etwas essen. Es ist noch kein Bus weiter hier und wir können uns die Plätze in Ruhe aussuchen. Bei diesem Wetter bleiben wir auch draußen sitzen und lassen es uns schmecken. Schon bald kommen die nächsten Busse an und das Restaurant ist schnell vollRundreise: Mexiko 2006 Campeche. Jetzt suchen wir uns einen Platz am Strand und erfrischen uns im Golf. Die Wasserqualität kann mit der an der Karibikküste nicht mithalten. Schon nach wenigen Metern kann ich den Grund nicht mehr sehen. Weil nun fast alle an den Tischen sitzen können wir uns die Liegen und Hängematten aussuchen. Gegen 15:00 Uhr fahren wir dann weiter nach Campeche.

Nach der langen Busfahrt können wir uns jetzt bei einem Stadtrundgang die Füße vertreten. Campeche ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates und hat etwa 220.000 Einwohner. Durch Restaurierungsarbeiten an einem der Stadttore müssen wir einen kleinen Umweg in Kauf nehmen. Die Altstadt ist hervorragend erhalten und farbenfreudiger habe ich noch keinen Ort gesehen. Schöne Villen und Herrenhäuser reihen sich aneinander. Wir sehen uns den Plaza de la Independencia an und natürlich auch die Catedral de la Concepcion.Rundreise: Mexiko 2006 Campeche Schuhputzer gehen ihrem Handwerk nach und kleine Kinder füttern die vielen Tauben auf dem Platz.Rundreise: Mexiko 2006 Campeche Nebenbei zeigt uns Carlos einige Restaurants in denen wir heute Abend essen gehen können. Jetzt laufen wir in Richtung Küste um uns den Sonnenuntergang anzusehen. Der Himmel verspricht aber nichts Gutes und der starke Wind treibt dunkle Wolken vom Norden auf das Festland zu.

Je mehr sich die Sonne der Wasseroberfläche nähert je mehr verschwindet sie hinter einem Wolkenschleier.  Das Hotel Del Mar liegt direkt an der Promenade und wir müssen nur über die Strasse gehen. Die Zimmerverteilung ist wie immer schon fertig und schnell sind wir für den privaten Stadtbummel gerüstet. Der Wind ist so stark geworden das sogar die Fledermäuse vom Himmel fallen. Vor dem Hotel kriechen einige Tiere auf der Strasse und dem Fußweg.Rundreise: Mexiko 2006 Campeche

Es ist Zeit für das Abendessen und wir haben uns heute ein typisch mexikanisches Lokal ausgesucht. Zu unserem erstaunen bekommen wir sogar eine Speisekarte auf der die Gerichte ins Deutsche übersetzt worden sind. Das habe ich bisher noch nicht gesehen. Wir haben sehr gut gegessen und wollen uns noch etwas in der Stadt umsehen. Der Springbrunnen, der uns von Carlos empfohlen worde, ist auch wegen Reparaturarbeiten außer Betrieb. Schon bald sind wir wieder an der Promenade und laufen bis zur mexikanischen Riesenflagge. Für die Mexikaner ist es eine Strasse zum sehen und gesehen werden. Vor allem die Jugend hat die lange Mauer am Wasser für sich entdeckt. Uns wird es aber zu windig und wir lassen den Tag an der Bar ausklingen.

Rundreise 1. Tag

Am nächsten Tag müssen wir schon wieder die Koffer packen und gegen 17:00 Uhr werden wir vom Hotel abgeholt. Laut Reiseleitung sollte am Flughafen der Treffpunkt sein, aber man erspart uns das Chaos und wir werden direkt zum Hotel in Cancun gebracht. An den beiden Wochenendtagen ist die Hauptanreisezeit der Amerikaner und dann ist es sehr laut und voll.

Das Hotel Radisson Hacienda Cancun liegt im Zentrum der Stadt. Die Zimmer sind schnell aufgeteilt und natürlich versagt wieder mal unsere Schlüsselkarte ihren Dienst. Die Karte wird noch mal neu beschrieben und die Zimmertür 1104 lässt sich öffnen. Um 19:00 Uhr ist der erste Treffpunkt in der Lobby des Hotels. Es erfolgt die Aufteilung in größere Reisegruppen und die Reiseleiterstellen sich vorRundreise: Mexiko 2006 unser Reiseleiter Carlos. Wir werden über den Ablauf der Rundreise unterrichtet und sind natürlich die Gruppe, welche die Tour in umgekehrter Reihenfolge macht. Wegen der Hotelauslastung können leider nicht alle Reisegruppen den selben Ablauf auswählen. Es wechseln noch 2 die Reisegruppe, 2 haben abgesagt und dafür haben wir dann etwas mehr Platz im Bus.

Den Rest des Abends haben wir zur freien Verfügung. Zum Abendessen bleiben wir im Hotel und danach geht es in die Stadt. Auch wenn am nächsten Morgen um 06:30 Uhr der Wecker klingelt, wollen wir uns noch etwas in Cancun umsehen. Schon wenige Meter vom Hotel entfernd wird es auf den Strassen lebhafter. Die Geschäfte haben immer noch geöffnet und mit großen Lautsprechern werden Kunden angelockt. Auffallend ist der starke Strassenverkehr bis in die Nacht hinein. In einigen Geschäften sehen wir uns etwas genauer um, obwohl wir eigentlich nur ein bischen bummeln wollten. Die Preise sind aber teilweise sehr übertrieben und wir warten erst einmal was die Rundreise so an Kaufgelegenheiten bietet. Rundreise: Mexiko 2006  Rundreisebus

Am nächsten Tag geht es dann endlich los. 06:30 Uhr Wecken, 07:00 Uhr Frühstück, 07:45 Uhr Treffen am Bus und 08:00 Uhr Abfahrt. So wird der Ablauf jeden Morgen an den kommenden Tagen aussehen. Damit die Koffer auch im richtigen Bus eingeladen werden erhalten sie farbige Bänder zur besseren Kontrolle. Es beginnt der Kampf um die besten Plätze im Bus - (fast) alle wollen Vorn sitzen. So sind auch die ersten Reihen schnell komplett besetzt. Im hinteren Teil können wir es uns so richtig bequem machen. Eine Sitzbank rechts und links und eine als Ablage. Jetzt kann die Sonne kommen woher sie will und wir haben immer ein schattiges Plätzchen.Rundreise: Mexiko 2006

Heute fahren wir mit dem Bus etwa 380 km bis nach Chetumal. Unser Reiseleiter Carlos spricht sehr gut deutsch und wir erfahren Einiges über Land und Leute. Er hat u.a. einige Zeit in München gelebt und kann einen einwandfreien bayrischen Dialekt. Einen Spitznamen hat er deshalb auch schnell bekommen - "ge mer ".

Unser ersten Halt ist nach fast 2 Stunden Fahrt zu einer Art Verkaufsveranstaltung. In der Rundreisebeschreibung taucht dieser Punkt nicht auf, jedoch hat Niemand etwas gegen den Zwischenhalt. Rundreise: Mexiko 2006 VerkaufsshowHier werden uns die verschiedenen Agavenarten vorgestellt und wie diese genutzt werden. Seht interessant ist auch die Edelsteinschleiferei gegenüber. Rundreise: Mexiko 2006 Masken aus SteinIn mühsamer Kleinarbeit entstehen hier Masken und Figuren aus grün schimmernden Stein welche teilweise mit Halbedelsteien und anderen Materialien verziert sind. Die Führung erfolgt in deutsch und der junge Mann gibt sich Mühe uns in Einkaufstimmung zu bringen. Als nächstes gibt es eine Lehrvorführung wie man Tequila richtig trinkt. Hier wird der Schnaps natürlich mit Salz und Limette getrunken. Für die meisten Urlauber ist das der erste Tequila ihres Lebens gewesen und für einige auch der Letzte. Dann geht es in den großen Verkaufsraum wo wir von weiteren Verkäufern erwartet werden. Unter den ausgestellten Stücken ist auch ein großer Sonnengott welcher es mir angetan hat. Rundreise: Mexiko 2006 Masken aus SteinDas Gewicht ist schon gewaltig aber der Preis noch viel mehr. Über 150 USD sollte das gute Stück noch kosten. Ich habe noch die Hoffnung das ich später doch etwas günstiger an eine ähnliche Figur komme und lasse die Finger davon. Leider habe ich eine solche Qualität nicht wieder gesehen und die Preise waren auch nicht viel geringer. Sonst gibt es hier alles zu kaufen was man als Andenken der Verwandschaft in die gute Stube stellen kann - Glas- und Keramikwaren und natürlich Silberschmuck in allen Varianten. 10:15 Uhr fahren wir dann weiter zu den archäologischen Stätten von Tulum. Schon nach 20 Minuten haben wir das Etappenziel erreicht.Rundreise: Mexiko 2006 Tulum Tempel des Herabstürzenden Gottes

Am Besucher- und Informationszentrum steigen wir aus und sehen uns die Voladores an. Die "fliegenden Menschen" schweben kopfüber, an einem Seil hängend, zur Erde herab. Kaum haben sie auf der Erde einige Schritte getan, wird schon die nächste Vorstellung vorbereitet und die Männer klettern den Mast wieder hinauf. Nach nicht einmal 10 Minuten beginnt die nächste Vorstellung. Hier befinden sich auch zahlreiche Geschäfte und Restaurants aber der Eingang der Pyramidenstätte ist 700 Meter entfernd. Heute sind wir mal faul und fahren mit der Besucherbahn zum Eingang. Wir holen uns die Fahrkarten (je 20 Pesos) und sind sehr schnell am Ziel. Die gesamte Anlage macht einen gepflegten Eindruck und sie ist auch nicht so überlaufen. Die Reisegruppen verteilen sich gleichmäßig über das Gelände. Es gibt auch hier eine Möglichkeit in das Wasser zu gehen. Carlos hatte uns vorher auf den Strand hingewiesen und einige nutzen auch die kurze Zeit um einmal im Wasser Abkühlung zu finden. Den Tipp gibt sicher jeder Reiseleiter und entsprechend voll ist der Strand. Der kräftige Wind sorgt schon etwas für Abkühlung und die Zeit für einen Badeaufenthalt ist nicht wirklich eingeplant. Etwa 2 Stunden nehmen wir uns für die Besichtigung Zeit und schon geht die Fahrt weiter.

Unser nächstes Ziel ist die Lagune von Bacalar. Der kräftige Wind bringt einen ordentlichen Wellengang in die Lagune aber die verschiedenen Blautöne des Wassers sind sehr schön zu erkennen. Es gibt einen langen Steg von dem das Farbspiel noch besser zu sehen ist. Wer will kann auch hier im Wasser Abkühlung finden. Wir nutzen die Pause und gehen in die Gaststätte etwas trinken. Auch auf dieser Rundreise ist im Preis nur das Frühstück im Hotel inklusive, in Palenque gibt es 2x Abendessen und am letzten Tag ist ein Mittagessen enthalten. Den Getränkevorrat kann man überall auffüllen aber die Preise sind sehr unterschiedlich. Auch die geschäftstüchtigen Mexikaner haben jede Marktlücke gefüllt und kennen die Haltepunkte der Touribusse. Hier gibt es dann gekühlte Getränke in reichlicher Auswahl mit reichlich Aufschlag. Nach einer halben Stunde Aufenthalt fahren wir weiter Richtung Süden.Rundreise: Mexiko 2006 Cenote Azul

An der Cenote Azul machen wir nach 20 Minuten wieder einen kleinen Zwischenstop. Die Straße wird immer enger und viel breiter dürfte unser Bus nicht sein. Carlos möchte uns etwas mehr zeigen als das Rundreiseprogramm vorgibt denn die Cenote ist auch nicht im Plan enthalten. Unten angekommen breitet sich ein großer See vor uns aus. Etwa 80m tief ist der See. Die Bevölkering nutzt das Süßwasser ausgiebig zum Baden, eine Fischgaststätte ist vorhanden und Andenken gibt es hier auch zu kaufen. Nach einer kleinen Pause fahren wir dann schon wieder weiter nach Chetumal. Rundreise: Mexiko 2006 TacoessenDas Hotel Holiday Inn ist für heute unser letztes Ziel. Hier gibt es kein umständliches Anmelden und Eintragen - Carlos verteilt die Schlüsselkarten und fertig.

Zum Abendessen wollen wir uns heute mexikanisch verwöhnen lassen. Wir vertrauen unserem Reiseleiter blind und im Gänsemarsch geht es zu dem reservierten Restaurant. Taco`s bis zum Abwinken heißt heute die Devise und nach einer kurzen Erklärung was da so alles auf dem Tisch steht lassen wir es uns schmecken. Natürlich gibt es auch einige Sorten Tequila und verschieden Biere. Die Zeit vergeht sehr schnell und wir müssen ja morgen wieder früh aufstehen.