Manju

Einige Tage Ruhepause

Ich bin schon in Deutschland mit einer leichten Erkältung abgeflogen. Der Husten in der Nacht verschlimmert sich und bringt uns um den SchlafSri Lanka 2004 am Strand. Wir versuchen in einer Apotheke die nötigen Tabletten zu bekommen und hoffen das die nächsten Nächte wieder ruhiger werden.

Immer wieder unterschätzen die Touristen die gefährliche Unterströmung an diesem Küstenabschnitt und müssen von den Rettungsschwimmern aus dem Wasser gezogen werden. Aber nicht jedes Hotel kann sich den Luxus leisten und Rettungsschwimmer beschäftigen. Viele warnen ihre Gäste nicht mal mit roten Flaggen. Ein Russe aus dem Nachbarhotel hat es heute nicht geschafft wieder an die Wasseroberfläche zu kommen und ist ertrunken. Man steht bis zu den Knien im Wasser - es kommen mehrere Wellen hintereinander - das zurückfließende Wasser zieht einem die Füße weg und spült die Personen weit hinaus. Wir gehen deshalb regelmäßig in die Sri Lanka 2004 am StrandBadewanne am Hotel Bayroo. So nebenbei wurden wir dann auch Stammgast in diesem Lokal. Das "Wijaya Beach Resort" hat eine schöne Terrasse mit Blick auf das Meer und weil oft der Platz nicht reicht, sitzen einige Gäste auch vor dem Lokal. Vor allem der Sonnenuntergang läßt sich von diesem schönen Fleck bei einer Flasche Lion besonders gut beobachtenSri Lanka 2004 Sonnenuntergang. Die Flasche (0,66 Liter) kostet hier 100,- Rs und alkoholfreie Getränke sind noch erheblich billiger. Das Lokal liegt an der Trennlinie zwischen groben und feinen Sand, nur wenige hundert Meter südlich vom Hotel Bayroo.

An diesem Abend wurde die "Küche" des Hotels im Freien vor dem Restaurant aufgebaut. Die aufgezogenen Wolken wurden immer dichter jedoch blieb es bei einen paar Tropfen RegenSri Lanka 2004 Hotel Palm Garden. Petrus meinte es gut mit uns und die Köche mussten aus den bunt zusammengewürfelten Zutaten der Urlauber ein schmackhaftes Essen bereiten.

Am nächsten Tag fand die offizielle Begrüßung durch das Hotel statt. Alle Gäste wurden schriftlich eingeladen und in der Parkanlage vor dem Hotel fand am Abend der Empfang statt. Die Juweliere der Hotelarkaden hatten einige Vitrinen aufgestellt und auch die  Tauchschule durfte um Kunden werben. Der Alkohol lockerte dann die Scheine in den Brieftaschen einiger Urlauber.

Nachdem ich die folgende Nacht wieder nicht geschlafen habe mussten wir den Hotelarzt rufen lassen. Der Arzt des "Confifi Medical Centre" aus dem benachbarten "Riverina" war schneller als unser Dolmetscher Manju, welcher noch die Morgengymnastik im Pool leitete. Ohne Manju war die Verständigung aber bald in der Sackgasse und wenn es um Medikamente geht sollte man lieber auf den genauen Wortlaut hören. Nach wenigen Minuten hatte ich meine Medizin und Dr. Liyanagama 2500,-Rs aus meiner Brieftasche. In Deutschland hätte ich schon für die Zuzahlung der Medikamente mehr ausgeben müssen. Schon am Abend ging es mir wesentlich besser.

  Sri Lanka 2004 am Strand von Beruwela - Hotel Bayroo

Am Strand haben wir erfahren das die Frau von Tchibo in Beruwela ist und haben für Morgen ein Treffen vereinbart.

Mit gemischten Gefühlen machen wir uns auf den Weg zum Treffpunkt. Einer seiner Freunde bringt uns zum Wohnhaus von ihrer Mutter. am Grab von TschiboBei einem Glas Kokosmilch erfahren wir etwas mehr über seine Krankheit.  Mit seiner Frau und den beiden Kindern gehen wir zu der Grabstelle. Tchibo war Hindu und müsste eigentlich verbrannt worden sein. Durch seine Alkoholkrankheit galt er aber als unrein und durfte nicht verbrannt und auch nicht auf dem örtlichen Friedhof beigesetzt werden. Das Grab befindet sich auf einem Grundstück der Familie.Tschibos Familie Im Hintergrund sieht man das Grab ihres Vaters. Wir können immer noch nicht glauben das Tchibo durch Alkohol so schnell verstorben ist. Im Haus ihrer Mutter können wir uns die letzten Bilder von ihm ansehen. Tchibo hätte ich auf einigen Bildern gar nicht erkannt. An der Beisetzung haben auch Urlauber teilgenommen die seine Frau Deepa erreicht hat und deren Adressen sie kannte. Er war bekannt und beliebt.

Vorbereitung und Anreise 2004

Wir hatten uns fest vorgenommen Sri Lanka noch einmal zu besuchen. Wir haben schon viel von der schönen Insel gesehen aber noch nicht alle Vorhaben umsetzen können. An den Angeboten der Fluggesellschaften hat sich seit 2002 nicht sehr viel verändert. Hotelzimmer gibt es genügend aber keine Flüge. In der Wintersaison gibt es von Leipzig keine Direktverbindung und so bringt uns ein Bus der LTU zum Flughafen Berlin-Schönefeld und von dort fliegen wir nonstop bis Colombo. Alle Fluggesellschaften haben ihre Raucherabteile abgeschafft und auch wir sind zu den Nichtrauchern übergelaufen. Seit einem halben Jahr vergrößern wir das Haushaltsloch unseres Finanzministers und jetzt folgt der Härtetest. Die Zigaretten sind preiswert, werden an den Strand geliefert und man hat doch so viel Zeit.

Unseren Flughafenzubringer buchen wir per Internet und auch diesmal funktioniert alles reibungslos. Auf einen Bustransfer zwischen 2 Flughäfen werden wir uns sicher nicht noch einmal ein lassen. Der Zeitverlust ist zu groß und 2 Stunden im voll besetzten Bus machen einfach keinen Spaß. Unsere Plätze im Flugzeug haben wir wieder vorreserviert und durch die LTU Card müssen wir nicht so auf das Gepäckgewicht achten. Wir fliegen erste 22:20 Uhr ab und sollen 13:00 Uhr in Colombo sein.

Nach einem ruhigen Flug landen wir pünktlich auf der Insel. Der Flughafen hat sich sehr verändert. Keine schlafenden Angestellten, keine langen Schlangen sondern Computer und eine gute Organisation machen die Einreise zu einem Vergnügen. Durch die Reiseleitung erfolgt die Aufteilung auf die Busse und die Fahrt zu den Hotels kann beginnen. Der Verkehr in Colombo hat sich nicht verändert und auch die Straßen sind nicht ausgebessert Sri Lanka 2004 Aluthgamaworden.

Das "Hotel Palm Garden" liegt an der Südwestküste Sri Lankas, ca. 96Km vom Flughafen entfernt und ist ein All Inclusive Club. Die Zimmer sind groß, sauber aber der Wasserdruck ist in unserem Zimmer gegen Null. Der große Balkon hat keine Sicht zum Ozean. Erdas Hotel Palm Garden Sri Lanka liegt über der Empfangshalle mit Blick auf die Parkanlage Richtung Straße. Es ist sehr laut und das Zimmer entspricht so nicht den Vorstellungen.

Durch Informationen aus dem Internet wissen wir das einige Zimmer schon modernisiert wurden und diese im rechten Flügel sind. In diesem Hotel spricht man nicht so viel Deutsch und auch bei den Touristen sind die Engländer in der Mehrheit. Wir machen einen ersten Rundgang und lernen Manju kennen. Der 2. Chef der Animateure spricht gut deutsch und will uns helfen zu einem neuen Zimmer zu kommen. Unsere bisherigen Bemühungen waren nicht erfolgreich weil das Hotel ausgebucht sein soll.

Am Strand sind wir natürlich willkommene Neukunden und werden von allen Seiten angesprochen. Wir suchen aber erst mal unseren Bekannten, mit dem wir vor 2 Jahren so schöne Ausflüge gemacht haben. Vor dem Hotel will keiner "Tchibo" kennen und so werden wir morgen sein "Reisebüro" besuchen. Unsere Kenntnisse vom letzten Aufenthalt über Land und Leute helfen uns für die Strandverkäufer uninteressant zu sein. Ein kurzer Plausch und sie suchen sich neue Opfer.

Gemeinsam mit Manju gelingt es meiner Frau ein anderes Zimmer zu besorgen. Eine Nacht müssen wir in diesem Zimmer bleiben aber Morgen Nachmittag können wir umziehen.