Die Clubanlage Punta Leona liegt in einem 20 ha großen privaten Naturschutzgebiet. Das Hotel Selvamar ist ein Teil der Anlage. Die Bungalows liegen relativ weit vom Strand entfernt. In unmittelbarer Nähe der Zimmer befinden sich das Restaurant und ein kleiner Pool. Zur Clubanlage gehören außerdem viele Villen und weitere Zimmer. Die rege Bautätigkeit auf dem Clubgelände und in unmittelbarer Nachbarschaft wird die Bedeutung der Selvamarzimmer noch weiter mindern. Seit Anfang des Jahres hat das Punta Leona einen neuen Chef und dieser führte einen harten Sparkurs im Hotel ein. Einige Stammgäste kennen das Hotel noch aus besseren Zeiten und haben uns die großen Unterschiede erklärt......
Das Hotel ist vom "ausgebucht" sehr weit entfernt. Die Nebensaison hat begonnen und einige Zimmer sind nicht belegt. Der überwiegende Teil der Gäste des Hotels spricht deutsch. Der Rest kommt aus den USA oder Kanada. An den Wochenenden und Feiertagen kommen die Besitzer der Villen mit allen Verwanden und Bekannten - dann wird es voll und laut in der Anlage.
An den Bungalows befindet sich gleich das Schmetterlingshaus. Hier bin ich öfter gewesen, um mir die Neuzugänge anzusehen. Es gibt zwar täglich um 10:00 Uhr Führungen, aber in aller Ruhe allein macht es mehr Sinn. Oft waren nicht einmal die Angestellten vor Ort. Unter dem feinen Netz staut sich die Wärme noch zusätzlich und manchmal wird hier auch beregnet. Die Anzahl der Schmetterlinge war konstant sehr hoch, bei sehr großer Vielfalt.
Es gibt einige Wanderwege innerhalb des Naturschutzgebietes. Sie sind sehr gut ausgeschildert und werden täglich vom Laub befreit. Verlaufen kann man sich nicht. Einige Baumriesen lassen jeden Fotografen verzweifeln. Wie bekommt man soviel Baum auf so ein kleines Bild? Wir haben innerhalb der Anlage mehr Tiere gesehen als auf der Rundreise. Vor allem die Kapuzineraffen haben öfter das Restaurant Carabelas überfallen und die Zuckertütchen mitgenommen. In dem noch vorhandenen Urwald gibt es einige Nistpaare der Aras. Oft hört man sie nur und sucht vergeblich Blickkontakt. Die Tukane machen auch lautstark auf sich aufmerksam. Waschbären, Nasenbären, Gürteltiere und auch der kleine Ameisenbär sind auf dem Hotelgelände gesehen worden. Die Futterstationen für die Kolibris wurden leider nicht angenommen. Kurz nach Sonnenaufgang haben die Vögel täglich die Bepflanzung vor unserem Bungalowfenster besucht. Später konnte man sie mit dem Fernglas in den Baumkronen beobachten.
An dem kleinen Pool in Hotelnähe haben wir öfter einen Basilisk beobachten können. Oft hat er sich in der Nähe des kleinen Wasserfalls aufgehalten.
Auch unter Wasser wird man von der Artenvielfalt nicht enttäuscht. Am Playa Blanca kann man sehr gut schnorcheln und das Wasser ist meistens sehr klar. Während unseres Aufenthaltes wurde die Strömung immer stärker und ohne Flossen machte man mit den scharfkantigen Korallen Bekanntschaft. Die meisten Fische hat man bei Ebbe und sinkenden Wasserstand beobachten können. Leider haben wir die Schildkröten nicht gesehen. Durch die Strömung konnte ich nicht in den Bereich der Seegraswiesen schwimmen. Die Rettungsschwimmer waren dafür zu aufmerksam.
Am Playa Blanca kann man den ganzen Tag verbringen. Die Snackbar hat eine gute Speisekarte und das Getränkeangebot ist das Gleiche wie an der Strandbar. Wer eine Liege haben möchte, muss zeitig am Strand sein. Wer mit dem ersten Shuttlebus fährt, wird kaum noch eine Liege bekommen. Das Elektrofahrzeug fährt unregelmäßig zwischen Hotel, Rezeption, Playa Mantas und Playa Blanca. Nach einem kleinen Trinkgeld wurden wir sogar regelmäßig bis vor den Bungalow gefahren. Je nach dem Wasserstand kann man die Abkürzung über die Felsen nehmen und man ist in 15 Minuten am Ziel oder man läuft auf der Straße und benötigt etwas über eine halbe Stunde. Der Bus fährt erst nach 08:00 Uhr und dann auch erst die Angestellten und bis dahin sind die Liegen alle belegt. Die Ticos fahren mit ihren Autos, Quads oder Motorrädern durch die Anlage und sind natürlich schneller am Ziel. Der Playa Blanca hat auch noch einen anderen Zugang und hier kommen die Touristen und Ticos aus dem Umland. Bei Flut bleibt in Riffnähe vom Strand nicht viel übrig. Erst in Richtung Hotel wird er etwas breiter. An diesem Strand sind auch die Nasenbären durch Fütterungen an den Menschen gewöhnt und wo es lecker aus den Beuteln und Taschen duftet, wird sich bedient. Kaum hat man nicht aufgepasst und schon hat man den Schaden.
An der Strandbar am Playa Mantas sind es abends die Waschbären, welche täglich auf ihrer Runde vorbeikommen. Sie klettern auch auf die Tische und Stühle und holen sich ihren Anteil. An den Wochentagen ist es hier sehr gemütlich und ruhig. Nur manchmal müssen durch Urlauber Extrawünsche bezahlt werden oder es sind Fremde ohne AI an der Bar. Es gibt zwar für die Geldangelegenheiten einen Kassierer, aber trotzdem hält der Vorgang alles auf. Wenn am Wochenende die Reichen mit ihren Familien ankommen, ist es mit der Ruhe vorbei. Es wird laut - sehr laut und die Disco am Abend übertrifft den Lärm am Pool noch. In den Zimmern bekommt man davon nicht viel mit. Nur in den Restaurants und Bars ist es voll. Auf der Straße muss man jetzt auch etwas mehr aufpassen. Hier sitzen oft Kinder hinter dem Lenkrad der Autos und Quads.
Der 11. April ist ein Feiertag und damit haben die Ticos langes Wochenende. Wir ziehen uns ins Wasser und den Wald zurück und warten, bis das Wochenende vorbei ist. Überall bilden sich Schlangen. Die Computer für das Internet sind besetzt - an der Rezeption Menschenmassen. Obwohl an den Wochenenden andere Öffnungszeiten für die Bars und Restaurants aktiv sind, müssen wir manchmal auf einen freien Platz warten. In der 2. Woche wurde das "El Grill" geschlossen und es gab dafür nur noch ein Menü in der Snackbar "El Leon Marino". Das Essen war aber immer noch wesentlich besser als das Angebot im Restaurant des Hotels.
Das Personal war sehr freundlich und aufmerksam. Wir hatten viel Negatives über die Angestellten gelesen, aber das können wir so nicht bestätigen. Vor allem an der Bar haben wir nur gute Erfahrungen gemacht. Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es wieder heraus. Im Restaurant wurde teilweise neues Personal eingestellt. Hier fehlten noch die Umsicht und engl. Sprachkenntnisse.
Die Zimmer sind ausreichend groß und bei schönem Wetter benötigt man auch nicht mehr Fläche. Die Klimaanlagen sind schon älteren Datums und nur in einigen Bungalows durch Neue ersetzt worden. Sie können die Temperatur sehr schnell senken, aber die Lautstärke ist entsprechend. Auf den Kühlschrank trifft das Gleiche zu. In der Nacht haben wir ihn abstellen müssen.
Es gibt einen kleinen Supermarkt mit Lebensmitteln, Getränken und Artikeln des täglichen Bedarfs. Die Selbstverpfleger kaufen hier ein und auch die Gäste mit All Inclusive finden immer etwas zum naschen.
Wieder klingelt das Handy 06:00 Uhr zum Wecken und nach dem Frühstück fahren wir in den Nebelwald von Santa Elena. Der Wetterbericht verspricht uns Sonnenschein und der ist im Nebelwald sehr selten. Trotzdem nehmen wir die Regenjacken mit, denn so sicher ist sich unser Reiseleiter auch nicht. Die Fahrt zum Selvatura Park ist kurz.
Nun muss sich jeder entscheiden, welche Aktivitäten er unternehmen will. Am Vormittag werden wir gemeinsam eine Wanderung durch den Nebelwald unternehmen. Später besteht die Möglichkeit die Canopytour und /oder die Hängebrückentour zu machen und das Schmetterlingshaus, das Reptilienhaus und die Kolibris zu besuchen. Jede Aktivität kostet extra und ist nur mit den entsprechenden Tickets möglich.
Kurz vor halb neun beginnen wir unseren Ausflug in den Nebelwald. Peter hat viele Informationen über die Flora und Fauna und unser Busfahrer hält als letzter Mann die Gruppe zusammen. Es ist schön öfter vorgekommen, dass jemand den Anschluss verloren hat und gesucht werden musste. Zum Filmen und Fotografieren lasse ich mich auch immer zurückfallen, den ich möchte nicht immer die Reisegruppe mit auf den Bildern und die Geräusche auf dem Video haben. Die Bilder im Format 16:9 sind Standbilder, welche ich aus den Videos exportiert habe.
Jede freie Stelle ist bewachsen. Farne, Moose und Flechten nutzen ihre Anpassungsmöglichkeiten und wachsen an den unmöglichsten Stellen. Obwohl die Sonne scheint, hängen an vielen Pflanzen noch Wassertropfen und die ermöglichen das üppige Wachstum in dieser Region. Bromelien und Orchideen gedeihen praktisch an jeder Möglichkeit, die sich bietet. Ein Wirbelsturm hat im letzten Jahr auch das Nebelwaldgebiet Santa Elena nicht verschont. Sehr viele der großen Urwaldriesen sind umgestürzt oder die Stämme sind abgeknickt. An einigen Stellen wurden die Wanderwege wieder freigeschnitten. Die Stämme liegen aber noch umher und sind teilweise schon wieder bewachsen. Nach 2 Stunden sind wir an einem Aussichtspunkt angekommen und Peter hat mit allen Fotoapparaten ein Gruppenfoto gemacht.
Nachdem wir den ersten Teil des Rundganges gemeinsam geschafft haben, nehmen wir Peters Angebot an und machen noch eine große Runde zusätzlich. Hier ist der Nebelwald noch schöner als im ersten Teil. Wir gehen am Anfang immer bergab an einem Bachlauf entlang. Der Weg ist auch sehr gut ausgebaut und vor allem trocken. Immer wieder sehen wir sehr schöne Baumfarne mit ihren breiten Wedeln. Für Tierbeobachtungen ist die Gruppe aber einfach zu laut. Ich möchte nicht wissen, wie viele Augen uns aus dem Dschungel beobachtet haben.
Wir entschließen uns noch vor dem Mittagessen den Weg über die Hängebrücken zu gehen. Das Wetter ist sehr schön und zum Essen ist es noch etwas zu früh. Diese Wanderung sollte man unbedingt machen. Im Gegensatz zur Canopytour kann ich hier die Aussicht wirklich genießen und habe die Möglichkeit auch stehen zubleiben, wenn mir etwas gefällt. Der Weg führt über 8 Hängebrücken, wobei auch zwischen den Brücken teilweise lange Wegstrecken zu laufen sind. Insgesamt ist die Hängebrückentour etwa 3 km lang. Die längste Brücke ist 157 m lang und befindet sich in einer Höhe von 65 m über dem festen Boden. Die Brücken machen einen gepflegten, sicheren Eindruck und schaukeln auch nicht sehr viel. Nur wenn sich noch andere Personen auf den Brücken bewegen, ist fotografieren und filmen nicht möglich. Durch die Lichtverhältnisse ist die Belichtungszeit schon sehr lang und es stört jede andere Bewegung. Ich habe deshalb mein externes Blitzlicht angebaut und sehr viele Bilder mit einem höheren ISO-Wert aufgenommen. An jeder Konstruktion stehen neben der Brückennummer noch die Höhe und Tiefe auf einer großen Tafel. Manchmal kann man auch die nächste Brücke sehen oder hat einen Blick auf die schon zurückgelegte Strecke. Sehr oft hat man auch die Möglichkeit die Canopyteilnehmer zu sehen bzw. zu hören. Die Seile verlaufen in einem etwas größeren Kreis als die Hängebrücken. Alle Wege sind komplett mit Rasengitterplatten ausgelegt und mit Kies gefüllt. Leider sind die Löcher in den Platten nicht mehr richtig voll und so strengt mit der Zeit das Laufen auf den Platten sehr an. Hinter der Brücke 6 beginnt ein sehr langer Wegabschnitt und wir dachten schon den Überblick verloren zu haben. Es zeigten sich auch die ersten schwarzen Wolken am Himmel und wir wollten trocken zum Ausgangspunkt gelangen. Zum Glück waren wir aber auf dem richtigen Weg und nach 2 Stunden wieder zurück.
Nach dem Essen haben wir dem Schmetterlingshaus einen Besuch abgestattet. Die ehemalige Tennishalle ist der größte Schmetterlingspark Zentralamerikas. Ohne Führung kommt man aber nicht hinein. Wir schließen uns einer englischsprachigen Führung an und gehen in der Halle allein weiter. Viele Wege und eine große Plattform ermöglichen sehr gute Beobachtungen der Schmetterlinge. Es sind nicht sehr viele Besucher in der Halle. Heute Vormittag sind bei Sonneneinstrahlung die Schmetterlinge mehr geflogen als jetzt. Einige dunkle Wolken lassen die Insekten träge werden und sie verstecken sich deshalb im Bewuchs der Halle. Eine Stunde haben wir hier verbracht und jetzt ist es Kaffeezeit. Auf dem Weg zum Restaurant fängt es natürlich an zu regnen. Wir sind gleich wieder im Trockenen, aber von uns sind noch Einige im Nebelwald unterwegs.
Im Souvenirladen des Selvatura Parks haben wir uns die DVD "Simbiosis" gekauft und die sehen wir uns im Bus an. Diese DVD aus dem Jahr 2004 gibt es nur noch recht selten, weil es schon weitere Teile gibt. Die Bilder und die Musikuntermalung sind Entspannung für die Sinne.
Heute geht ein großer Teil unserer Reisegruppe in ein Restaurant essen. Peter hat eine lange Tafel reservieren lassen und das Essen ist sehr gut aber auch nicht billig. Auf Fisch habe ich hier oben lieber verzichtet und mich wieder für Rindslende entschieden. Auf so viele Gäste war man nicht vorbereitet und entsprechend langsam ist die Bedienung und die Küche.
Auf das Volksfest habe ich heute keine Lust, denn ein Gewitter kündigt sich an.
05:30 Uhr klingelt das Telefon zum Wecken. Wir haben wieder einiges vor und der Zeitplan ließ uns keine andere Wahl. Wir verlassen das sehr gute Empress Hotel und machen uns auf den Weg in das Elefantencamp bei Thatorn. Der Ritt auf den Elefanten ist nicht mit im Rundreiseprogramm enthalten. Für einen fairen Aufpreis hat sich aber die gesamte Gruppe für den fakultativen Teil entschieden. Nach einer Stunde Busfahrt sind wir im Camp angekommen. Es ist noch Zeit für einen Rundgang und um 08:30 Uhr beginnt die Vorführung der Elefanten. Am Fluss kann man die Elefantenpflege beobachten. Ein Elefant versucht uns von unten mit Wasser zu bespritzen. Ich bringe die Kameras lieber in Sicherheit, denn der Wasserstrahl trifft auch manchmal. Die Jungtiere sind natürlich die Lieblinge und werden gern fotografiert. Ihre Pfleger führen die Tiere immer zu den Besuchergruppen und viele wollen sich mit den Tieren ablichten lassen. Pünktlich beginnt die Vorführung der dressierten Tiere. Es wird Fußball und Baskettball gespielt, es werden Baumstämme transportiert und einige Elefanten können sogar malen. Im Foto rechts werden die Bilder zum Verkauf angeboten. Sehr schnell sind die 30 Minuten vorbei und die Elefanten kommen zum Abholen der Futterrationen an unsere Sitzplätze. Im Anschluss beginnt der Elefantenritt durch den Dschungel. Die Gesichter sind teilweise sehr angespannt aber die Angst ist unbegründet. Es geht durch den Fluss zum Fotopunkt und auf der anderen Seite bergauf in den Dschungel. Jetzt können die meisten auch schon wieder lachen. Mit sicheren Schritten geht es immer am Berg entlang. Jeder Mahut hat seine eigene Stellen zum Fotografieren und so sind wir auch manchmal allein auf dem großen Bullen. Das gekaufte Futter wird auch noch unterwegs verfüttert und man kann sich in aller Ruhe die schöne Landschaft ansehen. Der Elefantenritt ist nach einer Stunde leider schon wieder vorbei. Das war ein sehr schönes Erlebnis. Zum Abschluss werden noch die Bilder verkauft, welche ein Fotograf im Fluss gemacht hatte. Die Bilderrahmen sind auch noch aus Spezialpapier, denn es wird aus Elefantenmist gewonnen.
Nächster Halt auf unserer Rundreise ist die Chiang Dao Höhle. In der Höhle sind einige Buddha-Statuen aufgestellt aber auch an den Felswänden gibt es interessante Figuren zu sehen. Weil wir hier auch das Mittagessen einnehmen sind alle schon wieder auf dem Weg in das Lokal. Die Tempel auf dem rechten Bild haben die wenigsten gesehen. Hier gibt es auch einige Verkaufsstände mit Orchideen und anderen schönen Pflanzen. An einem Rinnsal versammeln sich viele Schmetterlinge und lassen sich sehr nah fotografieren. Das Mittagessen wurde telefonisch vorbestellt wir brauchen nicht so lange zu warten. Es gab auch nur die Wahl zwischen 2 Gerichten.
Um 15:00 Uhr wechseln wir das Transportmittel und steigen in Longtail-Boote um. Auf dem Kok-Fluss werden wir etwa 2 Stunden nach Chiang Rai bis an das Hotel fahren. Durch eine ursprüngliche Landschaft fahren wir flussabwärts, vorbei an Dörfern der Bergstämme und dichten Wäldern. Der Wasserstand des Flusses ist relativ niedrig und immer wieder tauchen mitten im Fluss große Steine auf. Schon nach kurzer Zeit müssen wir einige hundert Meter zu Fuss weiter gehen, weil das Boot mit uns nicht durch die Flachwasserzone fahren kann. Immer wieder sehen wir große abgebrannte Flächen und auch gelegte Feuer in der Umgebung. Nach gut einer Stunde Fahrzeit kommen wir an einem großen Elefantencamp vorbei. Eine Gruppe Elefanten läuft immer im Fluss entlang. In den Booten sitzt man etwas unbequem und jeder hofft das das Hotel bald erreicht ist. 2 Stunden sind dann auch etwas zuviel des Guten. Die Landschaft ist aber wirklich einmalig. Nur selten sehen wir Menschen am Fluss angeln oder im Wasser baden. Wir nähern uns Chiang Rai und plötzlich ist der Fluss ein großes Freibad. Einige Minuten fahren wir nur an badenden Menschenmassen vorbei. Das Hotel ist noch einige Minuten entfernd und jeder ist froh wieder etwas laufen zu können.
Das Hotel The Legend ist die schönste Anlage der gesamten Rundreise. Die Zimmer sind sehr groß, hübsch eingerichtet und es sind nur 6 Zimmer in einem Gebäude. Auch der Service und das Essen ist vom Besten. Das Gelände ist sehr groß und man kann schon mal die Übersicht verlieren.
Für den 04.04.06 haben wir einen Ausflug in den Vergnügungspark Xel-Ha geplant. Wir haben uns für die Variante Park Xel-Ha-all inclusive entschieden. Für den Eintritt sind dann 59 USD fällig und man hat alle Getränke, das Mittagessen und die Schnorchelausrüstung mit dabei. Für die An- und Abreise ist dann jeder selbst verantwortlich, was aber in Mexiko kein Problem ist. Der Park hat von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet und man hat uns geraden vor den Touristenbussen dort zu sein. Wir waren noch vor dem Einlasspersonal am Eingang und durften einige Minuten warten. Natürlich standen wir in der falschen Reihe weil wir die Eintrittskarten schon bei unserem Reiseleiter im Hotel bezahlt hatten.
Am Eingang gibt es auch diverses Informationsmaterial und eine Übersichtskarte der gesamten Anlage. Am Vormittag wollen wir die angenehmen Temperaturen nutzen und laufen die gesamte Anlage ab. Der erste Anlaufpunkt ist das Delfinbecken. Die Pfleger sind gerade bei der Begrüßung der Tiere und wie es aussieht werden die Tiere auch teilweise gesundheitlich untersucht. Es ist schon interessant wie die Delfine auf die Kommandos der Pfleger reagieren. Gleich neben der Delfinanlage befindet sich die Bar del Puente. Offiziell öffnet sie erst um 10:00 Uhr aber auch einige Minuten vorher ist hier schon voller Betrieb. Von hier hat man auch einen schönen Überblick über den südlichen Teil der Lagune. Die ersten Schnorchler sind schon im Wasser unterwegs, aber auch von Land aus kann man an vielen Stellen die tropischen Fische sehen. Wir gehen weiter zur 80m langen Schwimmbrücke ohne die ein Rundgang nicht möglich wär. An der Station der Helmtaucher ist noch große Ruhe. Dieser Tauchgang, von einer halben Stunde Länge, kostet für alle 45,- USD extra. Durch den Wellengang kann man von oben die großen Fische nur schemenhaft sehen. Auf der anderen Seite der Brücke beginnt der Teil für Naturliebhaber. Außer dem Betonweg ist hier alles noch so geblieben wie es die Natur vorgesehen hat. In diesen Teil des Parks verirren sich nicht so viele Touristen. Nur in der Ferne hört man den Lärm der Badegäste. Hier werden Nasenbären angefüttert und viele Vögel sitzen in den Bäumen. Zahlreiche Seen und Tümpel haben ihren eigenen Reiz und von einem Laufsteg hoch über den Baumkronen kann man sich auch ein Bild von oben machen. Der Steg ist nicht im Lageplan enthalten und von unten sieht man ihn auch nicht. Allerdings ist die Konstruktion etwas schwankend aufgebaut, so das man den Eindruck hat man befinde sich auf einen Baum. Am Beginn des Steges ist eine kleine Aussichtsplattform die sich für eine Pause sehr gut eignet. Hier oben hat man Ruhe und nur wenige Touristen nehmen den Weg in die Höhe ernst.
Nach einigen Minuten Fußmarsch wird es wieder lauter, weil wir am Anfang des Flusses angekommen sind, hier die großen Reifen ausgegeben werden und auch viele Schnorchler die Strömung nutzen. An der Reifenausgabe sollte man Zeit mitbringen oder sich rechtzeitig einen Ring sichern. Wartezeiten von über einer Stunde sind die Regel weil viele die Reifen nicht abgeben und diese im aufgeblasenen Zustand durch den halben Park gefahren werden.
Auf einem schattigen Weg läuft man parallel zum Fluss oder nimmt den River Shuttle. Immer wieder hat man die Möglichkeit in das Wasser zu steigen oder am Fluss eine Pause zu machen. Über eine Brücke kommt man dann rechtzeitig zur Mittagszeit wieder im Bereich der großen Restaurants an. Wir entscheiden uns für das Buffet im Restaurant Caribeno. Wer kein all inclusive hat muß 25 USD für das Buffet zahlen und für das gebotene Essen ist es nicht einmal zu viel. Die Getränke werden serviert und das benutzte Geschirr ist schneller abgeräumt als in manchen Hotel. Für jeden Geschmack ist etwas dabei und auch das Obst- und Kuchenbuffet fehlt nicht.
Nach der Stärkung möchte ich mir nun die Unterwasserwelt näher ansehen. Für die Schnorchelausrüstung ist auch Kaution fällig und man sollte erst die sieben Sachen zusammenstellen und dann das Schließfach füllen. Auf die Schwimmweste sollte man auch nicht verzichten und wenn es nur als Sonnenschutz ist. Durch die vielen Fische und die große Auswahl an guten Schnorchelmöglichkeiten vergeht die Zeit sehr schnell. Die Unterwasserbilder habe ich mit einer Einwegkamera aufgenommen. Die Negative habe ich gescannt und die Ausschnitte vergrößert. Wer seine private Schnorchelausrüstung mit in Mexiko hat sollte auch hier nicht darauf verzichten. Die Einwegschnorchel sind als Andenken brauchbar aber zur Verwendung für längere Zeit am Tag viel zu hart. Auch mit den Flossen war ich nicht sehr zufrieden. Überall in der Anlage gibt es Schließfächer und überflüssiges Gepäck kann dort verstaut werden. Auf unserem Rundgang habe ich mir einige Stellen zum Schnorcheln ausgesucht aber die größten Fische habe ich an der Insel in der Parrot Fish Lagoon gesehen.
Dusch- und Umkleidemöglichkeiten gibt es sehr viele und auch die Taxis warten am Ausgang auf ihre Kunden. Dort findet man auch einige Souveniershops mit einem sehr guten Angebot. Es war ein sehr schöner Tagesausflug den man unbedingt einmal unternehmen sollte.
Wieder klingelt um 06:30 Uhr der Wecker meines Handys. Auf den Weckruf der Hotels will ich mich lieber nicht verlassen müssen. Die Rundreise führt uns heute von Chetumal über Kohunlich und Chicanna nach Palenque. Mit etwas über 500 km ist es die längste Einzeletappe dieser Rundreise. Wieder überprüft jeder die Vollzählichkeit seiner Koffer und pünktlich sind Alle im Bus.
Unser erstes Ziel am heutigen Tag ist die archäologische Zone von Kohunlich. Vorbei an Zuckerrohrfeldern und Buschwald fahren wir auf der Mex 186 Richtung Westen. Die Vegetation wird üppiger und auch die Bäume sind größer als an der Küste. Nach einer Stunde Fahrzeit haben wir die Ausgrabungsstätte erreicht. Diese Anlage ist nicht so überlaufen wie Tulum gestern. Von dem Parkplatz am Eingang führt ein breiter schattiger Weg zu den ersten Gebäuden. In Kohunlich sind vor allem die etwa 2m hohen Stuckmasken sehenswert. Zum Schutz vor der Sonne und den Regenschauern wurde ein Dach über die Fläche gebaut. Wer die Stufen bis nach oben steigt bekommt eine schöne Sicht auf die Landschaft der Umgebung. Für ängstliche und ungeübte Kletterer gibt es an beiden Seiten Möglichkeiten zum Festhalten. Auf den Bäumen machen sich die ersten Papageien bemerkbar und die vielen Bromelien an den Baumstämmen möchten auch mal fotografiert werden. Einige Bäume sind gut 40m hoch und damit größer als die Bauten der Maya's. Das Dschungelgebiet von Belize breitet sich bis hierher aus und mit etwas Glück kann man einige der einheimischen Tiere entdecken. Leider hat eine große Schulklasse den Weg hierher gefunden und deren Lautstärke dürfte jedes Tier in Flucht geschlagen haben. Wir halten uns etwas über eine Stunde in Kohunlich auf und 09:15 Uhr fahren wir weiter Richtung Chicanna. Nach einigen Kilometern verlassen wir den Bundesstaat Quintana Roo und sind sehr überrascht das es zwischen den einzelnen Bundesländern Grenzkontrollen und Zollabfertigung gibt. Carlos erzählt uns das es aber sehr selten zu Kontrollen der Touristenbusse kommt.
Einige Minuten nach halb Zwölf sind wir an der Maya Stätte Chicanna im Bundesstaat Campeche angekommen. Die ebenfalls sehr kleine Anlage beeindruckt durch ihre hohen Turmbauten und die reich mit Mustern verzierten Fassaden. Naturliebhaber sehen hier auch wieder zahlreiche Orchideen und Bromelien auf den Bäumen wachsen. Nach etwa 45 Minuten haben wir uns die 6 Bauten angesehen und machen uns auf die letzte Tagesetappe. An einer Tankstelle machen wir eine längere Pause. Das Außenthermometer des Busses zeigt 42 Grad Lufttemperatur an. Die Luft bewegt sich nicht etwas und schnell suchen wir den Laden gegenüber auf. Neben Getränken gibt es hier auch etwas gegen den kleinen Hunger.
Die Landschaft wird immer offener und die ersten Rinderweiden tauchen auf. Riesige Herden sind auf den Wiesen und an den Stallungen sieht man gesattelte Pferde stehen. Manche Anwesen sehen sehr gepflegt und wohlhabend aus aber die meisten sind sehr herunter gekommen. Auf den Strassen ist es sehr ruhig. Nur manchmal überholen wir einen LKW oder es kommt uns ein Fahrzeug entgegen. Nur dadurch ist es möglich mit dem Bus solche Strecken zurück zulegen. Die LKW fahren hier auch wesentlich schneller als es in Deutschland denkbar ist.
Wir verlassen den Bundesstaat Campeche und passieren die Grenzen zu Tabasco und Chiapas. An der Seite stehen einige beladene LKW. Die Fahrzeuge sind nicht durch die Zollkontrollen gekommen, werden dann einfach dort mit der Ladung abgestellt und meist nie wieder von den Eigentümern zurückgefordert.
Noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichen wir das Hotel Mision Palenque. Das Hotel liegt sehr ruhig in einem großen Park. Die Zufahrt führt über eine schöne Allee mir riesigen Bäumen. Hier werden wir 2 Nächte verbringen und auch das Abendessen ist im Preis enthalten.
Weil wir heute sehr viel im Bus gesessen haben wollen wir uns noch etwas in der Stadt umsehen. Wir haben heute den 21.03. und damit feiert Mexiko den Geburtstag des Reformpräsidenten Benito Juarez. Er wurde 1858 erster indigener Präsident Mexikos. Bis in die Nacht sind die Strassen voller Leben und auf einem grossen Platz reiht sich ein Marktstand an den Anderen. Mir fällt auf, dass ich bisher noch nie alkoholische Getränke im Freiverkauf gesehen habe. Sowohl an den Haltestellen der Touristenbusse als auch hier gibt es kein Bier zu kaufen. In einer Seitenstrasse finde ich einen kleinen Laden der diese Marktlücke ausfüllt. Hier gibt es sogar das dunklere und besser schmeckende Lagerbier. Unter der Bezeichnung XX kennt es in dieser Region jeder. So schön es auch hier ist aber so langsam müssen wir zurück in das Hotel. Die meisten unserer Reisegruppe werden schon lange schlafen.
Jeder Urlaub geht einmal zu Ende und wir haben nun einen Marathonflug vor uns. Leider dreht die Maschine Richtung Sanur ab und ich sehe unser Hotel nicht von oben.
Es wird immer wieder vom Balifieber gesprochen. Der Urlaub war sehr schön und wir haben alles gesehen was wir sehen wollten. Ob wir noch einmal zurückkommen, können wir nicht sagen, es zeigen sich keine Symptome des Fiebers. Die Welt ist groß und das Leben kurz. Wer einen Führer auf Bali sucht ist bei Wayan Susapta in guten Händen.
Alle Flugzeuge der Rückreise waren fast voll und im Jumbo hatte wir die Plätze über der Tragfläche. Wir sind mit Verspätung in Frankfurt gelandet und unser Gepäck hat den Anschlussflug nach Leipzig nicht erreicht. Die Koffer wurden dann nach Hause gebracht. Juni 2005: Unser Frangipani hat die Reise gut überstanden und treibt jetzt kräftig. Mit etwas Glück wird er noch blühen. Die Orchideen sind pikiert und brauchen noch einige Jahre bis zur Blüte.
Nach einem ausgezeichnetem Frühstück machen wir uns bald auf den Weg, denn wir haben heute wieder ein volles Programm. Das erste Etappenziel ist das buddhistische Kloster und Meditationszentrum in dem Dorf Banjar. Durch enge Straßen und langgezogene Dörfer führt uns der Weg immer bergauf. Von hier oben hat man einen schönen Panoramablick über die Küstenregion. Der Brahma Arama Vihara ist der einzige buddhistische Tempel im Norden Balis. Immer wieder fallen einige Tropfen vom Himmel und langsam drängt die Zeit zum Weiterfahren. Wir werden einen weiteren Tempelbesuch ausfallen lassen und dafür den Wochenmarkt in Singaraja und einen Wasserfall besichtigen.
Bis zur alten Hauptstadt Balis ist es nicht weit und bald haben wir unser Ziel erreicht. Hier kommen die Touristenbusse nicht so oft vorbei und der Markt ist wirklich auf die Bevölkerung und nicht auf Urlauber ausgerichtet. Es regnet in Strömen und das Wasser sucht sich seinen Weg in die Markthalle. Die große Halle ist dicht, aber in den Seitengängen besteht das Dach nur aus Zeltplanen und dort kommt das Wasser durch. Die Gänge sind sehr eng und unsere große Reisegruppe sorgt oft für Stau. Hier wird alles angeboten was ein Balinese so braucht. Gewürze, Obst, Gemüse, Werkzeuge und Bekleidung - ein typischer Markt eben. Wir haben noch etwas Zeit zur freien Verfügung und nutzen die Zeit zum Stadtbummel. Der Regen hat aufgehört und sofort sind die Mopeds wieder auf der Straße. Der Verkehr ist heftig und Regeln gibt es nicht. Ein Polizist kassiert Parkgebühren und hält auch mal für die Fußgänger den Verkehr an.
Die Fahrt geht weiter zu dem Wasserfall Air Terjun Gitgit und es regnet wieder sehr heftig. Ein Teil der Gruppe bleibt im Bus weil sie auf so ein Wetter nicht vorbereitet sind. Wir ziehen die Regenjacken über und laufen los. Auch hier sind die Verkaufsstände auf den gesamten Weg verteilt. Einige der Verkäuferinnen sind sehr aufdringlich und versuchen die Touristen in ihren Laden zu ziehen. Der Weg ist sehr rutschig und jeder passt auf das er nicht hinfällt. Am Wasserfall gibt es überdachte Unterstände und so können wir wenigsten hier die Kameras herausholen. Der feine Nebel des Wasserfalles setzt sich aber schnell auf den Linsen ab und sorgt für störende Reflexionen. Durch den vielen Regen der letzten Tage ist der Wasserfall schon imposant. Den Rückweg beginnt jeder für sich und es dauert lange bis die Gruppe wieder zusammen ist. Kaum sind wir am Bus hört der Regen wieder auf. Auf dem Weg zum Bratansee machen wir bei einer Affenhorte halt. Eine Balinesin verkauft Futter und schon sind die Affen zur Stelle. Bananen und Erdnüsse werden in Massen verfüttert und viele Autos halten hier an. Einer der Affen versucht aus einer leeren Coladose noch einige Tropfen heraus zuschütteln. Hier sind die Tiere noch nicht so frech und wir müssen nicht auf Brillen und Mützen aufpassen. Das Futter ist schnell alle und die Affen verschwinden in den Bäumen.
Nach kurzer Fahrt erreichen wir den Bratansee. Der Pura Ulun Danu Bratan liegt malerisch auf einer Landzunge bzw. auf einer kleinen Insel im See. In der schönen Parkanlage sind auch Trompetenblumen und Weihnachtssterne gepflanzt. Diese, bei uns als Topfpflanzen bekannten Blumen sind aber hier große Sträucher und Bäume. Wer auf Schlangen und Echsen steht kann sich hier mit diversen Tieren fotografieren lassen. Die Japaner sind dabei in ihren Element und stehen in der Schlange für ein Foto mit Dieser. Wie an jeder Sehenswürdigkeit gibt es natürlich auch hier Buden und Stände. Dem großen Stand mit Orchideen und anderen Pflanzen statten wir einen Besuch ab. Leider hat der Händler keine Jungpflanzen im Sortiment.
Es ist schon nach 14:00 Uhr und nun wollen wir zu einem Restaurant mit Blick auf schöne Reisterrassen. Die Fahrt ist kurz und alle haben Hunger. Das Restaurant liegt sehr schön an einem Hang und am Horizont kann man schon den Ozean sehen. Den Ausblick von der anderen Straßenseite kennen wir, denn hier haben wir vorgestern schon mit Wayan angehalten. Etwas über eine Stunde halten wir uns hier auf und dann fahren wir Richtung Tanah Lot.
Es ist immer noch stark bewölkt und sicher werden wir auch heute keinen Sonnenuntergang sehen. Vor 2 Tagen war auch noch Flut und es ist niemand auf die andere Seite gekommen. Heute ist Ebbe und die Leute stehen an der Süßwasserquelle an. Von unten hat man nicht die richtige Perspektive für den Horizont. Deshalb nehmen wir die Treppe links hinauf auf die Klippen. Hier oben ist ein Getränkestand neben dem Anderen und viele Tische und Bänke warten auf die Besuchermassen. Von allen Seiten wird man angesprochen und hat erst seine Ruhe wenn man sitzt und Getränke bestellt hat. Es haben sich nicht viele Touristen hier hoch verlaufen und ich kann mir nicht vorstellen das es bei schönen Wetter mehr sind. Durch die Verkaufsstände an den Parkplätzen gehen wir zurück zum Bus. Diesmal gehen wir nicht mit leeren Händen.
Das letzte Stück zu den Strandhotels ist nicht mehr lang. Sehr schnell sind diese 3 Tage vergangen und wir haben viele Sehenswürdigkeiten von Bali gesehen. Wir hatten nicht das beste Wetter, aber auch auf Bali hat der Wettergott keinen Kalender. Im April muss man eben mit dem ein oder anderen Schauer rechnen und im Hotel erfahren wir das hier im Süden das Wetter wesentlich besser war.
Heute wollen wir eine Tour in den westlichen Teil unternehmen. Von unserem Guide werden wir 08:00 Uhr im Hotel abgeholt. Die einzelnen Ziele haben wir uns schon vor längerer Zeit ausgesucht. Als Fahrer hat Wayan seinen Neffen am Lenkrad und hat so kann er viel mehr erklären und uns zeigen. Das Auto hat eine gut funktionierende Klimaanlage und auch sonst ist der Wagen sehr gepflegt.
Wir verlassen die Urlauberregion und fahren Richtung Norden. Wayan spricht sehr gut deutsch und so ist die Fahrt recht kurzweilig. Gegen 10:00 Uhr machen wir eine Pause an diesem Aussichtspunkt. Es ist eine Hotelanlage und die Bungalows reichen bis an die Reisfelder heran. Von hier oben hat man einen schönen Blick auf die Reisterrassen und die Berge im Hintergrund.
Eines meiner Hobbys sind Orchideen und deshalb fahren wir zu einem typisch balinesischen Markt, welcher noch nicht von den Touristenbussen angefahren wird. Eine kleine Gärtnerei hat eine sehr gute Auswahl an blühenden Pflanzen und auch Flaschenware. Ich suche mir 2 Flaschen mit Sämlingen aus und Wayan verhandelt für mich den Preis. Die Flaschen sind ordentlich beschriftet und ich hoffe das auch die Sorten drin sind welche auf dem Etikett stehen. Langsam spazieren wir an den verschiedenen Marktständen vorbei und decken uns mit Paranüssen, Vanilleschoten und Macadamianüssen ein. Auch ein Paar Hauslatschen wechselt den Besitzer. Der Markt macht einen sehr ordentlichen Eindruck. Ich nehme noch 2 Bintang mit und die Fahrt kann weiter gehen.
Hinter dem kleinen Ort Asahpanji gibt es einen schönen Aussichtspunkt auf die beiden Seen Danau Buyan und Danau Tamblingan. Wir nutzen die Gelegenheit und machen erst mal Mittagspause. Auf der anderen Straßenseite gibt es ein Warung mit dem besten balinesischen Kaffee der Insel. Im Schatten der Bäume kann man gut sitzen und den Ausblick auf beide Seen geniesen.
Als nächstes Ziel haben wir uns einen Wasserfall bei Munduk ausgesucht. Durch die Niederschläge der letzten Tage hoffen wir auf ein Anschwellen des Wasserstandes. An einem Parkplatz machen wir halt und zu Fuß geht es weiter. Der Wegweiser an der Straße gibt als Entfernung 500 Meter an. Es geht immer bergab in den tropischen Wald hinein. In der Ferne hört man schon das Wasser in die Tiefe stürzen. Der Weg ist sehr nass und rutschig - feste Schuhe sind hier von Vorteil. Der Wasserfall ist eine Augenweide und die Vegetation gibt ihm einen grünen Rahmen. Ich mache einige Aufnahmen und nach einer kurzen Pause machen wir uns auf den Rückweg. Unterwegs pflücken wir noch einige Kaffeebohnen und hoffen das uns in Deutschland die Anzucht gelingt. Der Weg zurück ist schon etwas schwerer. Der Höhenunterschied und die Luftfeuchtigkeit bringen den Kreislauf in Schwung.
Als nächstes Ziel stehen die Reisterrassen in der Nähe von Jatiluwih auf dem Reiseplan. Mit dem Auto sind es etwa eine Stunde Fahrzeit bis zum Ziel. 3300 Rp pro Person Eintritt und 1500 Rp Gebühr für das Auto sind zu zahlen. Bei einem Kurs von 1:12000 ist es ein lächerlicher Betrag.
Wir lassen das Auto stehen und gehen zu Fuß ein Stück weiter. Mit Wayan wandern wir durch die Reisfelder und lassen uns den Reisanbau und die Bewässerungsanlagen erklären.
Es ist schon 14:30 Uhr und wir haben heute noch einiges vor. Weiter geht die Fahrt zum Tempel Batukaru. Diese sehr schöne Anlage sollte sich jeder Balibesucher ansehen. Alle Hinweisschilder sind auch auf deutsch beschriftet. Bei einem Rundgang durch die weitläufige Anlage kommt man auch an einem künstlichen See vorbei. Der Tempel in dessen Mitte ist nur per Floss erreichbar. Die großen Fische im See lassen auf reichlich Opfergaben schließen.
Eine halbe Stunde später erreichen wir den Schmetterlingspark bei Wanasari. Weil weniger Schmetterlinge fliegen als üblich sind wir mit 6 US$ Eintritt (25% Rabatt) dabei. Immer wieder versuche ich die Schmetterlinge zu fotografieren und zu filmen. Selten bleiben die Tiere länger an einer Stelle sitzen und erst in dem Aufzuchtkäfig sind die jungen Schmetterlinge ruhig genug damit ich einige Bilder machen kann. Dafür ist hier das Licht nicht hell genug und der Blitz muss helfen. Wir verbringen fast eine Stunde hier und fahren dann weiter Richtung Tanah Lot.
Der Wassertempel ist auch die letzte Station unserer Rundreise, welche übermorgen beginnt, aber wir wollen heute die Gelegenheit nutzen und hoffen auf einen schönen Sonnenuntergang. Schon am Parkplatz wird man von Verkäufern erwartet und die vielen Verkaufsstände ziehen sich bis zum Tempel. Diesmal sind auch viele Kinder dabei, sie müssen Postkarten im 30er Pack an die Touristen verkaufen. Es sind sehr viele Kinder unterwegs und pausenlos wird man angesprochen. Die Preise in den Shops sind der guten Lage angepasst. Das Angebot ist sehr gut und Preise kann man ja verhandeln. Wir sind am Tempel angekommen und dicke Wolken vereiteln alle Aussichten auf den Sonnenuntergang des Jahres. Wir kaufen einer jungen Frau ein Paket Postkarten ab und haben wenigstens einige Bilder als Erinnerung. Wayan nutzt die Gunst der Stunde und verhandelt mit der Frau über einige schöne Karten aus der Sammlung und hat Erfolg. Gegen 18:00 Uhr geben wir die Hoffnung auf und fahren wieder Richtung Hotel.
Einen Teil unserer Einkäufe vergessen wir natürlich im Auto und müssen erst mal eine SMS an Wayan schicken. Wenigstens die Orchideen habe ich im Rucksack. Den ganzen Tag braute sich am Himmel etwas zusammen und am Abend kommt ein kräftiger Schauer herunter.
Mit Lucky, einem Guide vom Strand, machen wir heute eine Tagestour nach Kandy. Mit einem anderen Paar aus dem Hotel geht es zeitig los. Wir haben uns Lunchpakete bestellt und auch das klappt hier. In dem Kleinbus ist ausreichend Platz außerdem ist er technisch in Ordnung. Der Fahrer entscheidet sich für die Route bei der wir Colombo weiträumig umfahren. Es sind nur wenige Leute unterwegs und in den meisten Häusern brennt noch kein Licht. An einer Plantage mit Gummibäumen machen wir den ersten Halt. Es ist 6:45 Uhr und noch dunkel. Trotzdem ist eine ältere Frau schon bei der Arbeit und erntet den Gummisaft des letzten Tages. Die Bäume werden neu angeschnitten und die Gefäße für den Saft angehängt. Das Messer hat eine spezielle Form und hinterlässt in der Rinde des Baumes eine tiefe Rinne. Einige nutzen die Pause für eine Zigarette, aber wir sind ja stolze Nichtraucher.
Nur 20 Minuten später besuchen wir einen Ziegelmacher. Man kann sich nicht vorstellen mit welchen Mitteln dieser Mann Steine für den Hausbau herstellt. Die Preise sind durch industrielle Fertigung so stark gesunken das er täglich über 2000 Steine komplett fertigen muss. Das heißt formen, trocknen lassen, brennen und verkaufen. Die Zuschlagstoffe werden auch noch von Hand gemischt. Ein Regenguss zur falschen Zeit und die Arbeit von Tagen ist nur noch ein Berg Schlamm. Deshalb ist immer ein Teil der Reihen mit Planen abgedeckt. Im Hintergrund des Bildes sieht man das Wohnhaus der jungen Familie.
Unsere Begleiter haben das Elefantenwaisenhaus noch nicht gesehen und deshalb machen wir nun dort noch einen Zwischenhalt. Gegen 09:30 Uhr sind war angekommen und haben so die Möglichkeit die Herde bei ihrem Marsch zum Wasser zu sehen. Die Fütterung der Jungtiere ist gerade Besuchermagnet und anschließend werden fast alle Elefanten zum Fluss gebracht. Eine Sirene ertönt und die Riesen setzen sich in Bewegung. Ein großer Bulle ist in der Mast und wird deshalb von der Herde fern gehalten. Trotzdem werden jetzt die Elefantenkühe an seinem Rüssel vorbei getrieben und wir hoffen das die Ketten halten. Nach den letzten Tieren trotten auch die Touristen hinterher. An beiden Seiten der Straße sind einige Geschäfte und die Verkäufer werben um neue Kunden, aber die wollen erst mal hinter den Elefanten her. Wir beobachten das Treiben noch einige Minuten und fahren dann weiter.
Nach einem kurzen Zwischenstopp in einem Gewürzgarten zeigt uns Lucky die Vielfalt der Bananen. An einem großen Stand direkt an der Straße gibt es alle Bananensorten die auf Sri Lanka wachsen. Hier wird direkt von der Staude verkauft und die Preise sollen auf normalen Niveau sein. Die teuerste Banane kostet hier einen Euro pro Stück. Das sind keine Extrapreise für Touristen sondern zeigt wie selten diese Sorte Früchte trägt, außerdem sind diese Bananen über 30cm lang und wachsen an der Staude nach oben gebogen. Wir entscheiden uns für die roten Sorten und wollen nun zu der Teefabrik die wir schon vor 2 Jahren besucht haben.
Die Preise sind mit neuen Zetteln überklebt aber der Tee ist nicht teurer geworden. Vor 2 Jahren haben wir noch 750,- Rs bezahlt und diesmal kostet das Kilo nur 500,- Rs. Wir trinken eine Tasse, nehmen natürlich auch Tee mit und jetzt wollen wir endlich zum Botanischen Garten.
Die Orchideen in den Gewächshäusern stehen wieder in voller Blüte und ich möchte am liebsten alle fotografieren. Der Park hat sich nicht sehr viel verändert und wir kennen uns hier schon sehr gut aus. Der Führer unserer Gruppe hatte es sehr eilig und wollte den Park im Schnelldurchlauf erklären aber wir haben ihn rennen lassen. Wer sich für die Natur des Landes interessiert muss für den Botanischen Garten schon einige Stunden einplanen. Die Führungen sind interessant, leider wollte unser Führer nur schnell zum Ausgang um Trinkgeld zu kassieren und so viele Gruppen wie möglich durch den Park zu scheuchen. Ich nutze jede Gelegenheit um schöne Fotos zu speichern und möchte natürlich auch ein Panoramafoto machen. Am Ausgang warten wieder die vielen Souvenirverkäufer mit Gewürzen, Samentüten und vielen mehr. Auf dem Rückweg machen wir noch einen Zwischenhalt an einer Ananasplantage. Wir dürfen uns die Früchte direkt auf dem Feld aussuchen. Die Besitzer erklären uns wie die Pflanzen aus Stecklingen gezogen werden und zeigen die unterschiedlichen Wuchsstadien bis zur tragenden Pflanze. Die Ananasfrucht wird fachmännisch mit einem riesigen Messer geschält und zerlegt. Es war die beste Ananas welche ich bisher gegessen habe. Am späten Abend sind wir wieder in unserem Hotel angekommen.
Die letzten Tage werden wir am Strand verbringen. 2 Wochen sind für diese Insel einfach zu wenig Zeit.
Schon einige Tage bemerken wir ein Ehepaar das jeden Tag durch die Hotelanlage zum Strand geht, aber nicht im Hotel wohnt. Sie sind aus Berlin und kommen schon einige Jahre auf die Insel. Am Anfang noch im Hotel und in den letzten Jahren auf eigene Faust. Seit sie Rentner sind haben beide hier ein Haus gemietet, für 2000,-DM/Jahr ! Leider erhält man für Sri Lanka nur ein Visum für 3 Monate und auf Antrag in Colombo noch mal 3 Monate Verlängerung. Dann muss man aber ausreisen.
Unsere kleine Gruppe wird zum Kaffee eingeladen und wir sind von dem Haus positiv überrascht.
Wie es der Zufall will werden wir mit der gleichen Maschine zurückfliegen. Wenn hier im April die Regenzeit beginnt werden die Schotten dicht gemacht und bis zum Herbst bleiben sie in Berlin. Es ist schön wenn Träume wahr werden.
Unser Batikbild ist fertig und die ersten Ideen für den Rahmen auch. Wir haben Sunil versprochen ein Foto zu machen und es ihm zu schicken.
Wir nutzen die Ebbe um wieder auf dem Riff Muscheln zu suchen und die Fische zu beobachten. Mit einem Polfilter bekomme ich die Wasserspiegelungen entfernt und kann so die Fische auch ohne Unterwassergehäuse filmen.
Der Sand vor dem Hotel Bayroo ist sehr grob. Man sinkt sehr tief ein und es läuft sich schlecht. Nach etwa 300m in Richtung Bentota ist ein scharfer Übergang zu dem Sand den man sonst hier überall hat. Das vorgelagerte Riff verhindert sicher die Ablagerung des feinen Sandes. Unsere Muscheln und angeschwemmte Korallenstücken müssen gut verpackt werden. Wir haben im Vorfeld schon von den Kontrollen am Flughafen Colombo gehört und auf den Kauf von offensichtlich im Ozean geernteten Korallen und Muscheln verzichtet. Auf Bestellung hätte ich auch jede Orchidee bekommen - dann aber auf Kosten der Natur im nahen Regenwald. Ich hoffe das am Flughafen noch Gelegenheit ist auf legale Weise Orchideen zu kaufen.
Das Hotel Bayroo hat sicher schon bessere Zeiten erlebt und die letzte Renovierung liegt Jahre zurück. Das sehr gute Personal muss man hier hervorheben. Auf Grund der allgemein schlechten Auslastung der Hotels war mit großen Showeinlagen im Abendprogramm nicht zu rechnen. Nervig war die Unterschrift für jedes Getränk an der Bar. Sicher liegt die Ursache hier nicht bei den Urlaubern.
Wir plündern unseren Save und nehmen einige Reiseschecks wieder mit nach Deutschland. Für den Euro bezahlen die Einheimische weniger Tauschgebühren als beim Dollar und das neue Geld ist hier wesentlich beliebter als in Deutschland. Es heißt Abschied nehmen von neuen Freunden und Begleitern der letzten 2 Wochen.
Die Koffer sind gepackt und am nächsten Tag ist die schöne Zeit wieder vorbei. Die Fahrt zum Flughafen ist wieder durch die chaotischen Verkehrsverhältnisse in Colombo geprägt, aber wir sind pünktlich und ohne Komplikationen durch die Kontrollen und eine Orchidee habe ich für die letzten Rupien auch erstanden. Wir haben wieder unsere reservierten Sitzplätze in der Boeing 767 eingenommen und freuen uns auf die gute Sicht.
Es ist nicht alles geschafft was wir in den 2 Wochen vor hatten. Die Besuche des Yala Nationalparks im Südosten der Insel, des Regenwaldes und des Hochlandes müssen wir auf irgendwann verschieben. Sicher werden wir in den nächsten Jahren noch einmal nach Sri Lanka fliegen.
5:00 Uhr wecken!! Der Tag wird sehr heftig sein. Frühstück, Koffer packen und weiter geht die Rundreise nach Dambulla. Die Temperaturen sind noch erträglich und schnell haben wir den Anstieg zum Höhlentempel hinter uns. Die Bettler und Verkäufer sind noch nicht hier und schlafen sicher noch.
Wieder heißt es Schuhe aus und entsprechend anziehen. Eine Horde Affen steht schon zum Überraschungsangriff bereit und hat in den Händen einer Frau eine Tüte Erdnüsse entdeckt. Blitzschnell liegen die Nüsse auf dem Erdboden und der Streit um die Beute beginnt. Die Frau kommt mit dem Schrecken davon.
In den 5 Höhlentempeln kann man wieder zahlreiche Buddhastatuen und herrliche Malereien bewundern. Zahlreiche Wasserbecken sind mit Lotus bepflanzt und die herrlichen Blüten ragen aus dem Wasser.
Es ist hell geworden und ich kann schöne Bilder von der Umgebung machen.
Wir lösen unsere Schuhe aus und laufen wieder Richtung Bus. Jetzt haben die Bettler ausgeschlafen und sind sehr aufdringlich.
Wir fahren weiter Richtung Kandy und machen an einem Gewürzgarten halt. Der Angestellte, welcher uns durch den Garten führt, spricht deutsch und hat eine sehr gute Aussprache. Es wird Tee gereicht und man bemüht sich die große Reisegruppe bei Laune zu halten. Wir lassen uns massieren und natürlich wieder einen Schein aus der Brieftasche ziehen. Die weitere Verkaufsveranstaltung spare ich mir, denn die Preise sind hier höher als in Beruwela.
Einen Zwischenstopp gibt es an einer langen Hängebrücke. Nicht alle wagen die Überquerung dieser wackligen Konstruktion.
Wir fahren nach Kandy in das Hotel "Citadel" . Wir bleiben hier nur eine Nacht und das merkt man dem Personal an. Irgendwie hat man den Eindruck immer zuletzt bedient zu werden. Der Eingang des Hotels ist in der oberen Etage und man läuft terrassenförmig nach unten.
Nach dem Essen kommt der Teil der Rundreise, welcher mich besonders interessiert. Der botanische Garten von Peradeniya hat ein Größe von 60 ha und beheimatet über 5000 Pflanzenarten. In der Nähe des Einganges ist das Orchideenhaus. Der Schnelldurchlauf gefällt mir nicht und wir lassen den Rest der Reisegruppe weiterziehen. Unser Reiseleiter wird uns in einer Stunde hier abholen. Ich mache sehr viele Bilder und filme ein wenig. Es wird auch in dem Gewächshaus eine Führung angeboten aber wir haben dankend abgelehnt. So eine Vielfalt habe ich bisher noch nicht gesehen. Die Zeit ist schnell um und der Rest unserer Gruppe wartet schon. Jeder Weg des Gartens hat eine andere Ausstrahlung auf die Besucher. Baumriesen, Palmen und bunte Blütensträucher. Im Zentrum steht der angeblich größte Baum der Welt auf einer Wiese. Ein Ficus benjamina in der Größe eines Fußballfeldes ist eine stattliche Erscheinung. Wir sehen Riesenbambus welcher 30cm am Tag in die Höhe schießt, eine Baumallee wo jeder Baum in eine andere Richtung wächst und seltene Palmen deren Nüsse nummeriert sind. Es gibt Bäume an deren Stamm "Kanonenkugeln" hängen und der auch wunderschöne Blüten hat. Die Zeit für diesen Park ist viel zu kurz bemessen und einen extra Tag wert.
Durch sehr dichten Verkehr drängt sich der Bus in Richtung Kandy - Tänzer. Es regnet und der Himmel ist schwarz. In den Einkaufsstraßen ist immer noch Hochbetrieb obwohl viele Geschäfte keine Beleuchtung haben. Die Polizei regelt den Verkehr und endlich finden wir einen Parkplatz. Die Vorstellung ist nicht gut besucht. Erst nach und nach kommen die Zuschauer in die Halle. Wir erhalten ein Blatt mit der Reihenfolge der Tänze und deren Bedeutung. Die Show ist gut aber auch ziemlich lang. Zum Abschluss gibt es immer einen Feuerlauf über glühende Kohlen im Freien. Weil es regnet wird die Showeinlage heute in der Halle durchgeführt. Das Feuer ist echt und die Hitze unerträglich.
Durchgeschwitzt geht es weiter zum Dalada Maligawa, dem Zahntempel. Seit dem Anschlag der Tamilen sind die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden und gründlicher als am Flughafen. Männer und Frauen werden getrennt durchsucht und durchleuchtet. Ich habe das Handgepäck und entsprechend lange dauert die Kontrolle. Für die Videoerlaubnis sind hier stolze 300,-Rs zu bezahlen. Schon von weitem hört man die Trommler welche die Öffnung des heiligen Schreins ankündigen. Immer nur für kurze Zeit ist Ruhe im Tempel. Langsam schieben sich die Besuchermassen an der sichtbaren äußeren Schatulle des heiligen Zahns vorbei. Den Backenzahn bekommt aber Niemand zu sehen. Wir besichtigen die gesamte Tempelanlage, welche sehr schön ist. Es wird langsam Zeit für die Rückfahrt und es regnet nicht mehr.
Meine Frau hat heute Geburtstag und ich bemerke schon zeitig ein buntes Treiben vor unserer Zimmertür. Der Gang vor der Tür ist mit Blumen ausgelegt und auch unser Tisch ist mit Blüten geschmückt. Mit buntem Reis wurden Buchstaben gelegt und eine Geburtstagstorte gibt es auch.
Nach dem Frühstück will unsere kleine Reisegruppe eine Bootstour zum nahe gelegenen Leuchtturm machen. Unser Reiseführer hat uns ein schönes Schnorchelrevier versprochen und wir wollen uns dort einige Zeit aufhalten. Zügig haben wir das Riff umfahren und nehmen Kurs auf die Insel. Dort müssen wir erst einmal ein gutes Stück wandern, bis wir an der Stelle sind wo wir ins Wasser können. Alle die nicht mit Schnorcheln wollen, sehen sich die Insel genauer an, aber ich will mit einem Bekannten nur noch ins Wasser. Es herrscht klare Sicht und wir können weit im Wasser sehen. Schöne Korallen, viele Fische und die Strömung treiben uns recht weit von der Insel ab. Langsam müssen wir wieder zurück, weil die Sonne auf den Rücken brennt. Der Film in der Unterwasserkamera ist voll und die Anderen warten schon auf uns. Meine Frau hat als Einzige den Leuchtturm bestiegen und dort oben 2 deutsche Amateurfunker aus Erfurt getroffen. Diese sind recht häufig dort oben. Auch vom Fuß des Leuchtturm haben wir einen schönen Ausblick in Richtung Colombo und Beruwela. Unsere Parkuhr ist abgelaufen und mit dem Boot fahren wir wieder zu dem Hotelstrand zurück. Am Nachmittag machen wir einen Spaziergang durch Beruwela und besuchen den Blumen- und Gewürzgarten. Vor allem die schönen Orchideen muss ich mir genauer ansehen. Der deutsch sprechende Chef des Gartens zeigt uns sein Reich und natürlich seinen Verkaufsstand. Einige Gewürze wechseln den Besitzer und später werden wir sehen das die Preise hier günstiger als im Inland sind. Wie versprochen holen wir noch den reservierten Elefanten ab und laufen zurück ins Hotel. Am Abend sitzen wir an der Strandbar und trinken Sekt nach Preisen des Hauses. Unsere AI-Bändchen reichen hier nicht mehr aus und für besondere Anlässe gibt es besondere Karten. Jetzt weis ich wie wichtig eine Visakarte ist, denn die Preise beginnen bei 3600 Rubien und der Kurs ist aktuell 1:83.