Wir sind gerade einige Tage im Hotel und die Osterfeiertage rücken näher. Am Abend liegt ein Brief an der Tür. Der Manager macht uns ein Angebot weil das Hotel über die Feiertage überbucht ist. Wir können 1 bis 3 Nächte in einen Bungalow des Schwesterhotels Elixier ziehen. Es befindet sich auf der Insel Koh Yao und ist mit Vollverpflegung und Transfer per Speedboot. Die Bilder des Elixir Hotels machen einen guten Eindruck und so können wir dem Trubel der Osterfeiertage hier im Katathani entgehen.
Am 07.04.07 packen wir die Koffer und stellen sie im Hotel unter. Auf die Insel nehmen wir nur das Notwendigste mit. Die erste Schlussrechnung hat es auch in sich - trotz Happyhour an der Bar. Mit einem Kleinbus fahren wir in den Yachthafen von Phuket und steigen dann auf ein Motorboot um. Nach der langsamen Fahrt im Hafen werden die beiden 200 PS Motoren auf Höchstleistung gebracht. Nach gut einer halben Stunde sind wir auf der Insel Koh Yao angekommen. Der Bungalow ist nicht so der Hit. Für einen Kurzaufenthalt ist die Einrichtung ausreichend aber für 2 Wochen ist er einfach zu klein. Die Klimaanlage hat alle Mühe die Temparatur etwas herabzusenken. Sicher war der Bungalow nicht bewohnt und die Anlage war nicht in Betrieb.
Es ist Zeit um etwas zu essen und wir gehen in das Restaurant. Bei diesen Temperaturen bleiben wir auf der Terrasse direkt am Strand. Wir haben die Wahl zwischen dem Menü des Tages und der reichhaltigen Karte. Das Menü ist vom Feinsten. Nur die Bierpreise sind deftig - 200 Baht für eine große Flasche Chang. Für das Geld kann ich in Kata essen und trinken.
Wir wollen etwas von der Insel sehen und verlassen das Hotel durch den Hintereingang. Die Strasse des Hotels ist schon am Schlagbaum zu Ende. Nach etwa 200 Meter kommen wir auf einen breiteren Weg und entscheiden uns für die linke Richtung. In weiten Abständen stehen einzelne Häuser an der Strasse. Ein Mann sitzt im Schatten eines Baumes und pflanzt Stecklinge von Mangobäumen ein. Nach ein paar Worten am Strassenrand bittet er uns ihm zu folgen. Hinter seinem Haus hat er zwei Affen an der Leine und zeigt uns eine Narbe die er von dem Männchen hat. Die Affen sind zum Pflücken der Kokosnüsse abgerichtet und davon wachsen hier sehr viele. Nur wenige Minuten später wird uns gezeigt wie hier die Fischreusen gebaut werden. Die Leute auf der Insel sind sehr freundlich und das ohne Hintergedanken. Unterwegs kaufen wir noch frisches Wasser für 8 Baht die Flasche. An der nächsten Kreuzung laufen wir wieder nach Links Richtung Hafen. Die Schiffe dort haben wir schon vom Hotel aus gesehen. Es kommt gerade die Fähre aus Phuket an und plötzlich ist Leben auf der Strasse. Es ist erstaunlich was hier alles entladen wird und auf welche Art und Weise. Die Fotos von den beiden schönsten Autos habe ich in der Galerie. Für den Rückweg suchen wir einen Weg parallel zum Strand aber erst wollen wir noch Getränke einkaufen. Unsere Frage nach Bier wird belächelt. Das ist eine Insel der Moslems und hier gibt es kein Alkohol zu kaufen. Einen durchgehenden Weg gibt es auch nicht und wir gehen über einen sehr schönen Strand zurück. Weil gerade Ebbe ist, können wir auch über einen steinigen Abschnitt gehen und müssen nicht über die Felsen klettern. Der Pool hat eine angenehme Temperatur und die Trink's an der Bar auch. Gegen Abend regnet es leicht und wir müssen im Restaurant essen. Die Klimaanlage hat es nicht geschafft den Bungalow unter 24 Grad zu kühlen.
Am 2. Tag besorgen wir uns an der Tauchbasis eine Landkarte der Insel. Koh Yao besteht aus 2 Inseln und wir sind auf der größeren Koh Yao Yai. Heute wollen wir bis an das südliche Ende der Insel. Die Palmenwälder gehen in Buschland und Mangrovenwald über. Es ist drückend heiß und die Strasse verläuft immer in der Sonne. Am Wasser angekommen ist auch schon wieder Ebbe und einige Schiffe liegen auf Grund. In den Blechhütten der Fischer muss es doch unerträglich heiß sein. Die Strasse endet hier und auf dem Rückweg finden wir gleich einen Pfad zum Strand. Hier liegen sehr viele Bierflaschen herum aber sicher nicht von Touristen. Einige hundert Meter weiter werden die Fischreusen von einem Kutter in das Wasser gezogen. Wie ein Zug sind mehrere Reusen miteinander verbunden und ein langes Seil zieht sie in hinein. Ein großes Tarnnetz wurde über einen freien Platz in Strandnähe gespannt und im Schatten werden die Reusen von Hand repariert. Ein junger Mann ist noch dabei die Löcher einer XXL-Reuse zu flicken.
Den Nachmittag verbringen wir wieder im Pool. Bei diesen Temperaturen die beste Lösung. Am Abend gibt es wieder einen schönen Sonnenuntergang und das Abendessen im Kerzenschein am Strand.
Am nächsten Vormittag finden sich die ersten Sandflöhe am Strand ein. Und wir sind froh das am Mittag das Speedboot wieder Richtung Phuket ausläuft. 2 Tage kann man es hier aushalten aber für längere Zeit ist es hier viel zu abgelegen. Einige Bungalows werden renoviert und im nördlichen Teil laufen auch Bauarbeiten, aber wenn das Katathanihotel keine Urlauber überzeugt hätte, wär dieses Hotel fast ohne Gäste.
Wie verabredet werden wir um 07:30 Uhr abgeholt. Und kaum sind wir unterwegs wird uns gesagt das es unseren Flug nach Phuket nicht mehr gibt. Wir wurden auf einen Flug am frühen Nachmittag umgebucht. Das ist ja alles noch nicht so schlimm, nur stellt sich die Frage warum wir jetzt auf dem Weg zum Flughafen sind und nicht noch im Hotel? Die junge Frau der TUI hat die Aufgabe bekommen uns bis zum Flugzeug zu bringen. Es gibt noch andere Flüge nach Phuket aber für diese hat TUI keine Plätze gebucht, außerdem sollen die Maschinen alle voll sein. Wir werden von der THAI auf die Warteliste gesetzt und haben schon wenig später Glück. In einer Maschine sind 2 Plätze frei geworden und nun muss innerhalb weniger Minuten das Gepäck noch hinein und wir auch noch in die Maschine. Als ob alle nur auf uns gewartet haben sind wir auch bald in der Luft.
Der Transfer zum Hotel dauert 50 Minuten und wir erhalten das Zimmer 3302. Das Zimmer entspricht voll unseren Erwartungen und wir haben sogar eine sehr gute Sicht auf das Meer. Das Katathani Phuket Beach Resort wurde im September 2006 mit dem Thailand Tourism Award 2006 ausgezeichnet und ist so gut wie ausgebucht. In der Bucht des Hotels ist es wesentlich ruhiger als in den Nachbarorten. Die Strasse ist hier eine Sackgasse und das Hotel ist fast so lang wie der Strand. Obwohl es sehr groß ist hat man weder auf der Liegewiese noch am Strand das Gefühl das hier viele Menschen ihren Urlaub verbringen. Die Liegen am Strand gehören nicht zum Hotel - sie werden von Einheimischen vermietet, denn der Strand ist öffentlich. Sie haben dadurch die Möglichkeit mit den Touristen noch etwas Geld zu verdienen. Es gibt Verkaufsstände mit eisgekühlten Getränken, Obstangebot, es werden Sandwich auf Bestellung frisch hergestellt. Die Preise sind dabei immer noch wesentlich günstiger als im Katathani. Obwohl es teurer ist haben wir uns mehrmals im Hotel pflegen lassen. Das Personal ist ausgebildet und man bleibt nach der Massage liegen und kann sich weiter entspannen.
Einige Textilienhändler kommen an den Strandeingang des Hotels. Hier wird immer kräftig gehandelt. Die Getränke haben wir uns sehr oft aus Kata mitgebracht. Den Weg über den Hügel haben wir mehrmals zu Fuss genommen. Die 100 Baht für ein TukTuk sind aber manchmal auch gut angelegt.
Am ersten Tag haben wir Mittag im Joe's gegessen. Das etwas gehobenere Niveau hat man dabei gleich mehrfach auf der Rechnung. 1700 Baht sind wir gleich mal los geworden. Sehr oft haben wir in diesem Lokal gegenüber dem Hotel gegessen. Die Küche ist gut und der Weg ist nicht weit. Am Ende des Strandes gibt es noch das Restaurante mit dem grünen Dach, jedoch hier waren wir nur einmal. In Kata gibt es auch diverse Möglichkeiten für den kleinen oder großen Geldbeutel essen zu gehen. Auch hier hatten wir unser Stammlokal am Anfang der Bucht von Kata. Zwischen 300 und 1000 Baht für 2 Personen inkl. 2 großen Chang kann man einplanen. Man muss sich ja nicht jeden Tag an der Fischtheke einen Snapper aussuchen.
In den Abend- und Nachtstunden ziehen oft Gewitter über die Insel. Die Regenschauer sind dabei sehr ergiebig. Einmal hat es uns beim Abendessen in Kata getroffen. Am Restaurant stand die Dachrinne voll Wasser bis die Halterungen nachgegeben haben. Obwohl wir mehrmals den Tisch wechseln mussten, hat das Personal die Übersicht behalten und wir bekamen die richtige Rechnung.
Die sich nähernde Regenzeit macht sich auch mit einer stärkeren Strömung bemerkbar. In der 2. Woche auf Phuket hatten wir nur noch gelbe Flaggen und große Wellen. Erst etwas weiter draußen war man vor den Brechern sicher. Mir haben sie die Brille von der Nase gerissen und anderen die Badekleidung ausgezogen. Der Strand hat sich innerhalb weniger Tage sehr verändert. Das Meer hat im Südteil der Bucht begonnen den Sand abzutragen. Es entstand eine Abbruchkante mit einer Höhe bis zu etwa 70cm.
Im Hotel kommt man mit etwas englisch schon sehr weit. Im Servicebereich der Lobby arbeitet Mathias. Er ist in Deutschland geboren und spricht mehrere Sprachen perfekt. Für einen kleinen Plausch zwischendurch nimmt er sich gern mal Zeit.
In diesem Jahr haben wir für unseren Urlaub Thailand ausgewählt. Schon öfter war Thailand in unseren Plänen aufgetaucht aber immer haben wir uns für ein anderes Ziel entschieden.
Das große Land mit seinen vielen Stränden im Süden und den Sehenswürdigkeiten im Norden macht die Planung für den ersten Besuch nicht gerade einfach. Noch nie hatten wir so eine Auswahl an Rundreisen und Zielen für den Badeurlaub. Es gibt unzählige Varianten der Reiseveranstalter, Fluggesellschaften und natürlich auch der Preise. Nach vielen Überlegungen haben wir uns für die große Thailandrundreise und das Katathani Beach Resort auf der Insel Phuket entschieden. Gebucht haben wir wie immer schon im August für das folgende Jahr. Die Flugverbindung der LTU über Düsseldorf hat uns am besten zugesagt - vor allem wegen der Sitzplatzreservierung und des günstigen Preises.
Von jetzt an folgte eine Schlagzeile der anderen.
Am 19. September 2006 wurde der Ministerpräsident durch einen Militärputsch entmachtet.
Wegen gelegter Waldbrände im Norden von Thailand und Burma liegt seit Februar eine grosse Dunstglocke über dem Gebiet. Der fehlende Regen und Wind lässt die Feinstaubkonzentration in der Luft extrem ansteigen. Bis zu unserer Abreise verfolge ich die Beiträge in den Foren. Durch dieses Gebiet werden wir auch bei unserer Rundreise fahren.
Auf dem Chao Phraya River geht am 03.03.2007 ein mit 6000 Säcken beladener Zuckerkahn unter und löst ein großes Fischsterben aus. Der größte Fluss Thailands fließt auch durch die Hauptstadt Bangkok.
Durch die vielen Risse in der Landebahn des neuen Flughafens Suvarnabhumi wird der alte Flughafen Don Muang am 25.03.2007 wieder in Betrieb genommen. Viele Inlandsflüge werden auf den alten Airport verlegt und natürlich ändern sich die Flugzeiten und Flugnummern. Auch ein Durchchecken des Gepäckes ist nicht möglich.
Unsere Reiseunterlagen sind angekommen und schon sehe ich einen Fehler in den Flugscheinen. Der Rückflug von Phuket nach Bangkok ist am frühen Vormittag geplant. Durch die langen Wege am neuen Flughafen war zwar eine Umbuchung auf einen früheren Flug vorgesehen, aber hier passt nicht einmal die Flugzeit zur Flugnummer. Noch sind ein paar Tage Zeit und wir sollen neue Ticket's erhalten. Auch wenn die Zeit vor dem Urlaub am langsamsten vergeht ist sie aber auch einmal zu Ende. Es sind keine neuen Ticket's angekommen und es soll alles vor Ort geklärt werden. Durch Wiedereröffnung des alten Flughafens wurde inzwischen auch unser Flug von Bangkok nach Phuket geändert. Nach unserer Rundreise und Übernachtung in Bangkok gibt es dann noch ein Problem zu klären.
Der Winter hat sich in Deutschland mit einem Verkehrschaos zurückgemeldet und der Flughafentransfer möchte uns eine Stunde früher abholen als vorgesehen. Zum Glück wird es in der Nacht wieder frostfrei und der Schnee geht in Regen über.
Am Vortag hat es viele Flugausfälle gegeben und nur langsam normalisiert sich der Flugverkehr wieder. Mit LH0873 verlassen wir Leipzig Richtung Düsseldorf. Zum ersten mal fliegen wir mit einer relativ kleinen Aerospatiale/Alenia ATR 72. Die Propellermaschine braucht über eine Stunde für den Flug. In Düsseldorf haben wir sehr viel Zeit bis zum Abflug nach Bangkok. Erst 17:20 geht unser Flug LT0750 weiter. Die Verspätung des Zubringerfluges hat uns den Aufenthalt in Düsseldorf etwas verkürzt. Viel gibt es auf dem Flughafen nicht zu sehen und auch die Auswahl an Duty Free Läden ist überschaubar. Etwas größer hatte ich mir den Düsseldorfer Flughafen doch vorgestellt.
Relativ pünktlich hebt unser Airbus A330-200 ab und wie immer werde ich im Flugzeug kein Auge zubekommen. Weil wir sehr zeitig gebucht haben, konnten wir uns für den Hinflug Sitzplätze in der Reihe 18 vor der Tragfläche sichern. Hier ist es etwas ruhiger als im hinteren Teil des Flugzeuges und die Sicht aus den Fenstern ist besser. Für den Rückflug waren die vorderen Plätze aber schon alle vergeben. Nach einem sehr ruhigen Flug landen wir auf dem neuen Flughafen in Bangkok. Die ausgefüllten Einreisekarten werden in den Pass geklammert und sind dafür verantwortlich das man nur an dem Flughafen ausreisen darf wo man angekommen ist. Für uns bedeutet es einen zusätzlichen Flug innerhalb Thailands.