Heute machen wir unsere letzte Tour mit Wayan. Der Wecker klingelt um 2:45 Uhr - wer hat sich nur diese Tour ausgedacht? Wayan holt uns pünktlich 03:30 Uhr im Hotel ab. Er hat schon mit seinem Fahrer die Fahrt von Denpasar nach Nusa Dua hinter sich. Im Auto erzählt uns Wayan, dass er mit seinen Neffen in der Disco war und uns dann abgeholt hat.
Am 15.04.2008 haben wir einen Tagesausflug in den Nationalpark "Manuel Antonio" unternommen. Die Tour haben wir uns aus dem Angebot unseres Reiseleiters vor Ort ausgesucht. Mit 70,-USD je Person ist es eine der preiswerten Touren und die wird auch mit deutsch sprechender Reiseleitung angeboten. Die Mindestteilnehmerzahl erreichen wir locker, denn der Bus ist bis auf den letzten Platz gefüllt. 07:30 Uhr fahren wir vom Hotel ab. Bis zum Nationalpark benötigen wir knapp zwei Stunden. Die Fahrt ist sehr kurzweilig. Haben wir am Anfang noch sehr gute Straßenverhältnisse, wird die Fahrt immer abenteuerlicher. Vor allem die Brückenkonstruktionen sind nicht sehr vertrauenerweckend. Es wird aber intensiv an den Straßen und Brücken gebaut. Teilweise sind die Ersatzbauten schon zusehen. Einen Teil der Fahrzeit haben wir an roten Baustellenampeln verbracht.
Der Bus muss auf dem Parkplatz stehen bleiben und wir laufen erst einmal zum Strand. Ich habe meine Schnorchelausrüstung mitgenommen und hoffe es ist nicht umsonst. Schon auf den ersten Metern zeigt uns der Reiseleiter die Tiere im Unterholz und in den Baumkronen. Die Affen sind nicht zu übersehen, aber die Faultiere und Echsen hätten wir allein nicht gesehen. Am Strand wird auch nach dem Baden der Treffpunkt sein. Damit sich die Erfrischung nachher auch lohnt, geht die Gruppe geschlossen den Weg hinauf zum Aussichtspunkt. Immer bergauf laufend kommen alle kräftig ins Schwitzen. Die Gruppe zieht sich sehr auseinander und es bleibt kaum Zeit für ein paar Fotos oder einer Filmsequenz.
Die Aussicht am Ende des Weges ist sehr gut und wir machen eine längere Pause. Die Sicht ist klar und unser Blick reicht bis nach Panama. Bei trüben Wetter lohnt sich der Aufstieg nicht. Nachdem sich alle wieder erholt haben, laufen wir den gleichen Weg wieder bergab. Wir warten nicht auf die Gruppe und haben Zeit für einige Fotos der schönen Landschaft.
Am Strand sorgt gerade eine Horde Kapuzineraffen für Aufregung. Erst nachdem sich die Affen verzogen haben, macht es Sinn sich einen Platz im Sand zu suchen. Auf die Umkleidekabinen haben wir dankend verzichtet und schon sind wir im Wasser. Fische sehe ich hier nur ganz vereinzelt. Auch in etwas weiter Entfernung vom Strand ist es nicht besser. Brille, Schnorchel und Flossen hätte ich im Hotel lassen können.
Es sind alle pünktlich am Treffpunkt und wir laufen jetzt einen anderen und längeren Weg bis zum Parkplatz. Unser nächstes Ziel ist ein Restaurant in Quepos. Die Stadt liegt nur wenige Kilometer vom Nationalpark entfernt und das späte Mittagessen ist im Preis enthalten. Anschließend besteht noch die Möglichkeit einer kleinen Shoppingtour durch die Geschäfte. In einer Seitenstraße finden wir dann endlich Holzschnitzereien in sehr guter Qualität und Vielfalt. Ein Tukan und ein Motmot wechseln den Besitzer. Wir sind froh endlich etwas Passendes für unsere Sammlung gefunden zu haben. Gegen 15:00 Uhr setzt sich der Bus wieder in Bewegung und ein schöner Ausflug geht zu Ende.
Das Hotel liegt an der Mex 307 27 km südlich von Playa del Carmen. An der Küstenstrasse befindet sich auch der Eingang zu dem Hotelkomplex El Dorado Seaside Suites und Hidden Beach Resort. Zwischen den Hotelanlagen und der stark befahrenen Strasse befindet sich ein mehrere hundert Meter breiter Mangrovenwald, der als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Neben sehr vielen Vögel gibt es hier auch Nasenbären, Schlangen und Schildkröten. Als Zufahrt wurde eine schmale Strasse mit Fußweg durch die Mangroven gebaut. Von der Strasse aus kann man einige Vögel beobachten aber mehr haben wir hier nicht gesehen. Mehr Erfolg hatten wir einige hundert Meter weiter südlich. Ein alter befestigter Weg verbindet auch hier die Küstenstrasse mit dem Strand. Einige verfallene und halb zugewachsene Gebäude sind noch durch das Dickicht sichtbar. Nur einige Meter vom Strand entfernd haben wir Nasenbären beobachten können. Auf den größeren Bäumen lassen sich Reiher nieder und Fische gibt es im Wasser genügend. Viele Schmetterlinge besuchen die Blüten der Pflanzen am Wegrand aber für ein Foto sind sie viel zu schnell. Aber auch kleine Spinnen warten auf Beute.
In der gepflegte Grünanlage des Hotels kann man auch viele Schmetterlinge und Vögel beobachten. Im Windschatten der Gebäude sind die großen Sträucher bei dem Hurrican erhalten geblieben und blühen in voller Pracht. Hier halten sich sehr viele Schmetterlinge auf. Das Hotelpersonal war immer noch dabei einige Schäden der letzten Unwetter zu beseitigen. Die Beregnungsanlagen sind fast ständig in Betrieb und auch Nachts wird der Rasen bewässert. Die neu gesetzten Palmen werden teilweise wieder auseinandergebunden. In einigen Palmen haben die Vögel Nester gebaut und deshalb sind die großen Wedel immer noch zusammen.
Durch die großen Schäden nach dem letzten Tropensturm wird in vielen Hotels noch sehr viel gebaut. Leider wird das El Dorado gleich um einige Gebäude erweitert und der Baulärm im südlichen Teil der Anlage sorgt für viel Ärger unter den Gästen. Nur an Sonntagen ruht die Baustelle und in der Woche ist von 07:00 Uhr bis 18:00 Uhr Arbeit angesagt. Es wurden große Lautsprecher aufgestellt um den Baulärm mit angenehmer Musik zu übertönen. Im Strandbereich hört man von der Baustelle aber nichts. Hier wird der zerstörte Steg wieder aufgebaut und nur manchmal kommt eine Kettensäge zum Einsatz.
Der Strand wird täglich gereinigt und gehört zum Hotel. Durch das Wachpersonal werden alle Strandwanderer abgewiesen. Die meisten Fremden sind durch das all inclusive Band leicht zu erkennen, denn dieses gibt es in unserem Hotel nicht. Dadurch ist es am Strand sehr ruhig und es werden sogar Getränke und Snacks am Strand serviert. Die Anzahl der Liegen ist ausreichend und auch Schattenspender gibt es genug. Große Palmen sucht man hier aber vergebens denn die haben in der Hurrikaneregion keine Change .
Der Strand eignet sich sehr gut zum Schnorcheln. Angefangen von den kleinen Korallenfischen bis zum Rochen kann man alles sehen. Die großen Fische findet man wenige hundert Meter vom Strand entfernd sobald das Wasser etwas tiefer wird. Es ist sehr klar und durch das vorgelagerte Riff gibt es die hohen Wellen nicht. Man kann sehr weit ins Wasser laufen und auch nach hundert Metern immer noch stehen. Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut ist etwa 25 bis 30 cm. Ein großer Fischschwarm hat sich vor den Raubfischen in unmittelbarer Strandnähe in Sicherheit gebracht. An diesem Tag war es windstill und hinter dem Riff war der Ozean sehr glatt und glasklar. Wir haben einige Stunden im Wasser verbracht und sehr schöne Fische gesehen. Es besteht auch die Möglichkeit sich im Hotel die Schnorchelausrüstung zu leihen und eine Tour mit den Rettungsschwimmern zu unternehmen.
Zum ersten mal sind wir in einem Hotel mit diversen a la Carte Restaurants. Das Frühstück gibt es von 07:00 Uhr bis 10:30 Uhr und man hat die die Wahl zwischen a la Carte und Buffet. Zum Lunch kann man von 12:30 Uhr bis 16:00 Uhr ebenfalls ins Internationale Restaurant gehen. Zum Dinner, von 17:30 Uhr bis 22:00 Uhr, hat man 4 Restaurants zur Auswahl jedoch muss man vorher die Plätze auch reservieren. Hat man zu den übrigen Mahlzeiten noch die freie Wahl der Uhrzeit so gibt es zum Dinner festgelegte Regeln. Man kann täglich von 8 bis 15 Uhr beim Gästeservice Plätze in den einzelnen Restaurants reservieren. Es gibt die Restaurants "La Carreta" (mexikanisch), "Klay Talay" (asiatisch), "Arrecifes" (international) und "Mia Casa" (italienisch). Nachdem wir den Italiener nach dem ersten Besuch aussortiert hatten, sind wir am nächsten Tag mit unseren Wünschen zum Gästeservice und haben bis zum letzten Tag reserviert. Es hat den Vorteil die Uhrzeit und das Restaurant noch frei wählen zu können. Obwohl das Hotel nicht ausgebucht war, mußten einige Gäste die Plätze nehmen, die übrig waren. Die Amerikaner haben oft bis 18:00 Uhr die "Sandwicherie" genutzt. Das Essen und die Atmosphäre in den Restaurants entschädigt für die umständliche Reservierung. Ich habe noch nie in einem Hotel durchweg ein so gutes Angebot auf der Speisekarte gesehen. Egal ob Fisch oder Fleisch, die Qualität war sehr gut. Nur der Italiener ist nicht zu empfehlen. Hier hat es immer freie Plätze gegeben so das es nicht an unseren Ansprüchen gelegen haben kann.
5 Bars mit unterschiedlichen Öffnungszeiten sorgen für die Durstlöscher und die vielen guten Mixgetränke, egal ob mit oder ohne Alkohol. Ab 10:00 Uhr kann man auch von der Liege am Strand aus seine Bestellung aufgeben und dieser Service wird gern genutzt. Die Barmixer verstehen ihr Handwerk und haben es auch mit den alkoholischen Zudaten nicht übertrieben.
Das umfangreiche SPA-Angebot haben wir nicht genutzt. Allein das Verhältnis von Preis und Leistung hat schon eine starke Schieflage. Die preiswerteste Massage dauert 25 Minuten und dafür werden 60 USD verlangt.
Das Hotel verfügt über 2 Rechner mit Internetanschluß und eine Stunde kostet 6 USD. Dabei ist die Leitung nicht die schnellste und der Server des Hotels hat auch manchmal den Dienst quittiert. Zwischen 18:00 Uhr und 19:00 Uhr war die beste Zeit einen freien Rechner zu besetzen. Zum Abrufen oder schreiben der E-Mail's reicht die Verbindung aber.
Die riesigen Zimmer sind bisher unübertroffen. Auf Moskitonetze ist man nicht angewiesen weil alle Fenster und die Balkontür mit Gaze verschließbar sind. Die Klimaanlage bleibt Nachts auch aus und der angenehme Wind sorgt für frische und kühle Luft. Der Zimmerservice funktioniert sehr gut und die Kritik beschränkt sich auf das mangelhafte Auffüllen der Minibar mit Getränkedosen. Das Zimmer über uns war nicht vergeben und durch die ruhige Lage haben wir so einen sehr ruhigen Aufenthalt in dem Hotel verbracht. Die Hängematte auf dem Balkon und der Terasse sind eine sehr gute Entscheidungshilfe für die eigene Anschaffung der Mayabetten.
Durch den Rückflug am Abend muss man die Zimmer bis 12:00 Uhr verlassen. Das Gepäck kann man abgeben und die restliche Zeit im Hotel verbringen. Die letzten Pesos werden noch ausgegeben und nun sind auch die schönen Wochen in Mexiko wieder vorbei. Wird Mexiko uns wieder sehen?
Für den 04.04.06 haben wir einen Ausflug in den Vergnügungspark Xel-Ha geplant. Wir haben uns für die Variante Park Xel-Ha-all inclusive entschieden. Für den Eintritt sind dann 59 USD fällig und man hat alle Getränke, das Mittagessen und die Schnorchelausrüstung mit dabei. Für die An- und Abreise ist dann jeder selbst verantwortlich, was aber in Mexiko kein Problem ist. Der Park hat von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet und man hat uns geraden vor den Touristenbussen dort zu sein. Wir waren noch vor dem Einlasspersonal am Eingang und durften einige Minuten warten. Natürlich standen wir in der falschen Reihe weil wir die Eintrittskarten schon bei unserem Reiseleiter im Hotel bezahlt hatten.
Am Eingang gibt es auch diverses Informationsmaterial und eine Übersichtskarte der gesamten Anlage. Am Vormittag wollen wir die angenehmen Temperaturen nutzen und laufen die gesamte Anlage ab. Der erste Anlaufpunkt ist das Delfinbecken. Die Pfleger sind gerade bei der Begrüßung der Tiere und wie es aussieht werden die Tiere auch teilweise gesundheitlich untersucht. Es ist schon interessant wie die Delfine auf die Kommandos der Pfleger reagieren. Gleich neben der Delfinanlage befindet sich die Bar del Puente. Offiziell öffnet sie erst um 10:00 Uhr aber auch einige Minuten vorher ist hier schon voller Betrieb. Von hier hat man auch einen schönen Überblick über den südlichen Teil der Lagune. Die ersten Schnorchler sind schon im Wasser unterwegs, aber auch von Land aus kann man an vielen Stellen die tropischen Fische sehen. Wir gehen weiter zur 80m langen Schwimmbrücke ohne die ein Rundgang nicht möglich wär. An der Station der Helmtaucher ist noch große Ruhe. Dieser Tauchgang, von einer halben Stunde Länge, kostet für alle 45,- USD extra. Durch den Wellengang kann man von oben die großen Fische nur schemenhaft sehen. Auf der anderen Seite der Brücke beginnt der Teil für Naturliebhaber. Außer dem Betonweg ist hier alles noch so geblieben wie es die Natur vorgesehen hat. In diesen Teil des Parks verirren sich nicht so viele Touristen. Nur in der Ferne hört man den Lärm der Badegäste. Hier werden Nasenbären angefüttert und viele Vögel sitzen in den Bäumen. Zahlreiche Seen und Tümpel haben ihren eigenen Reiz und von einem Laufsteg hoch über den Baumkronen kann man sich auch ein Bild von oben machen. Der Steg ist nicht im Lageplan enthalten und von unten sieht man ihn auch nicht. Allerdings ist die Konstruktion etwas schwankend aufgebaut, so das man den Eindruck hat man befinde sich auf einen Baum. Am Beginn des Steges ist eine kleine Aussichtsplattform die sich für eine Pause sehr gut eignet. Hier oben hat man Ruhe und nur wenige Touristen nehmen den Weg in die Höhe ernst.
Nach einigen Minuten Fußmarsch wird es wieder lauter, weil wir am Anfang des Flusses angekommen sind, hier die großen Reifen ausgegeben werden und auch viele Schnorchler die Strömung nutzen. An der Reifenausgabe sollte man Zeit mitbringen oder sich rechtzeitig einen Ring sichern. Wartezeiten von über einer Stunde sind die Regel weil viele die Reifen nicht abgeben und diese im aufgeblasenen Zustand durch den halben Park gefahren werden.
Auf einem schattigen Weg läuft man parallel zum Fluss oder nimmt den River Shuttle. Immer wieder hat man die Möglichkeit in das Wasser zu steigen oder am Fluss eine Pause zu machen. Über eine Brücke kommt man dann rechtzeitig zur Mittagszeit wieder im Bereich der großen Restaurants an. Wir entscheiden uns für das Buffet im Restaurant Caribeno. Wer kein all inclusive hat muß 25 USD für das Buffet zahlen und für das gebotene Essen ist es nicht einmal zu viel. Die Getränke werden serviert und das benutzte Geschirr ist schneller abgeräumt als in manchen Hotel. Für jeden Geschmack ist etwas dabei und auch das Obst- und Kuchenbuffet fehlt nicht.
Nach der Stärkung möchte ich mir nun die Unterwasserwelt näher ansehen. Für die Schnorchelausrüstung ist auch Kaution fällig und man sollte erst die sieben Sachen zusammenstellen und dann das Schließfach füllen. Auf die Schwimmweste sollte man auch nicht verzichten und wenn es nur als Sonnenschutz ist. Durch die vielen Fische und die große Auswahl an guten Schnorchelmöglichkeiten vergeht die Zeit sehr schnell. Die Unterwasserbilder habe ich mit einer Einwegkamera aufgenommen. Die Negative habe ich gescannt und die Ausschnitte vergrößert. Wer seine private Schnorchelausrüstung mit in Mexiko hat sollte auch hier nicht darauf verzichten. Die Einwegschnorchel sind als Andenken brauchbar aber zur Verwendung für längere Zeit am Tag viel zu hart. Auch mit den Flossen war ich nicht sehr zufrieden. Überall in der Anlage gibt es Schließfächer und überflüssiges Gepäck kann dort verstaut werden. Auf unserem Rundgang habe ich mir einige Stellen zum Schnorcheln ausgesucht aber die größten Fische habe ich an der Insel in der Parrot Fish Lagoon gesehen.
Dusch- und Umkleidemöglichkeiten gibt es sehr viele und auch die Taxis warten am Ausgang auf ihre Kunden. Dort findet man auch einige Souveniershops mit einem sehr guten Angebot. Es war ein sehr schöner Tagesausflug den man unbedingt einmal unternehmen sollte.
Auch in diesem Jahr lassen wir uns vom Flughafentransfer zum Flughafen Leipzig-Halle bringen. Der vereinbarte Abholtermin wird kurzfristig etwas nach vorn verlagert weil ein Fahrzeug ausgefallen ist. Kurz nach 08:00 Uhr beginnt die Urlaubsreise nach Mexiko. Es regnet wieder etwas und der Quecksilbersäule im Thermometer wünschen wir gute Besserung.
Die Abfertigung am Flughafen geht sehr schnell und Dank unserer 2 LTU-Karten haben wir auch mit dem Übergepäck keine Probleme. Es dauert nicht lange und unser Flug nach Frankfurt wird als verspätet gemeldet. Aus den angekündigten 10 Minuten werden 20 aber wir haben über 3 Stunden Zwischenaufenthalt in Frankfurt.
Der Airbus der LTU hebt pünktlich in Frankfurt ab und wir fliegen über England, Irland, Kanada, der amerikanischen Ostküste entlang nach Mexiko. Durch die 7 Stunden Zeitverschiebung kommen wir noch am gleichen Tag in Mexiko an. Nach 9 Stunden Flug sehen wir New York unter uns und nach weiten 2,5 Stunden sind wir am Ziel unseres Fluges. Die Landung in Cancun ist sehr unruhig. Immer wieder verlieren wir ruckartig an Höhe. Der Airbus setzt auf und wird sind fast am Ziel des Tages.
Die Schlangen an den Schaltern in der Empfangshalle werden immer länger. Kurz hintereinander sind mehrere Flugzeuge gelandet und es wird laut in der Halle. Wer die Einreisekarten nicht vollständig ausgefüllt hat darf an der Seite seine Angaben ergänzen. Die Karte besteht aus dem oberen Teil für die Einreise und den unteren schmalen Abschnitt für die Ausreise. Viele haben den unteren Teil nicht ausgefüllt und werden nicht durchgelassen. Dadurch sind wir schnell an der Paßkontrolle und nun werde ich zur Bremse. Mein Paß will sich nicht leserlich scannen lassen und es scheitert ein Versuch nach dem Anderen. Nach einigen Minuten darf auch ich dann weiter gehen.
Ich tausche die ersten Reiseschecks um und bekomme den recht schwachen Euro zu spüren. Der Tauschkurs 1:11,3 ist nicht sehr gut. Bei relativ gleichbleibenden Eurokurs kann ich später bis 1:12,6 tauschen und das unabhängig ob Reisescheck oder Bargeld. Für den ersten Bedarf bin ich aber erst einmal mit Pesos versorgt.
Die Reiseveranstalter haben den Ansturm gut im Griff. Diesmal werden wir nicht mit großen Bussen in die Hotels gebracht sondern der Transfer erfolgt mit einer Art Kleinbus im Geländewagenstil. Die Fahrt vom Flughafen bis zum Hotel sollte noch einmal 90 Minuten dauern aber unser Fahrer gibt sich alle Mühe einen neuen Rekord aufzustellen. Auf der gut ausgebauten Küstenstrasse gibt es um dieser Uhrzeit relativ wenig Verkehr und jede Möglichkeit wird zum Überholen genutzt. Sehr oft weichen die überholten Fahrzeuge bereitwillig auf den Strandstreifen aus - ohne die in Deutschland üblichen Gesten. Die Polizei will rechtzeitig gesehen werden und macht das Warnlicht auf dem Autodach gar nicht erst aus. Wer nicht schon per Funk informiert wurde geht spätestens jetzt vom Gaspedal. Sehr müde erreichen wir das Hotel El Dorado Seaside Suites.
Wir hatten schon vorher von den etwas chaotischen Verhältnissen beim Check-in gehört und waren auf einiges vorbereitet. Vor allem die Kaution für den Safe soll gleich mit der VISA-Karte bezahlt werden. Mit der Unterschrift unter den Beleg könnten somit gleich 300 USD abgebucht werden. Nach einigen Diskussionen geht es auch ohne Unterschrift und kurz vor 22:00 Uhr erhalten wir das Zimmer 2414. Mit einem Elektroauto machen wir eine kleine Rundfahrt durch die Hotelanlage und bekommen so die erste Übersicht. Unser Zimmer befindet sich in der ersten Etage des Hauses 24. Die Zimmer sind sehr groß und auch die Einrichtung ist ordentlich. Die Balkontür und das Fenster neben der Eingangstür sind mit Fliegengage versehen und halten die Moskitos aus den Zimmern fern. Durch die angenehmen Nachttemperaturen kann man dann auch auf die Klimaanlage verzichten. Müde fallen wir ins Bett.
Nach dem Frühstück sehen wir uns in der Hotelanlage genauer um. Obwohl das El Dorado ein all inklusive Hotel ist hat hier niemand ein Armband am Handgelenk. Der Hotelstrand wird rund um die Uhr bewacht und auch am Eingangstor ist der Zutritt nicht so einfach. Deshalb kann man hier auf die bunten Plastbänder verzichten.
Wir sind heute sehr spät am Strand und die Liegen in Barnähe sind alle schon belegt oder reserviert. Es sind nicht nur die Deutschen Frühaufsteher sondern vor allem die Amerikaner welche schon am Vorabend Handtücher, Schuhe oder Bücher auf den Liegen verteilen. Am schönsten Strand sind aber noch Liegen frei und hier kann man auch gleich mit Flossen und Schnorchel die erste Tour unternehmen. Fast hätte wir das erste Treffen mit der Reiseleitung vergessen. Morgen beginnt jedoch unsere Rundreise und wir möchten schon wissen, wie der Ablauf sein wird. Die junge Frau wird bald nach Europa versetzt und schon nach unserer Rundreise werden wir von jemand anderen betreut. Die Hotelauslastung ist zur Zeit in Mexiko nicht sehr gut und die deutschen Urlauber waren auch schon zahlreicher vertreten. Das hat auch auf das Personal der Reiseveranstalter Auswirkungen.
Nun will ich aber den ersten Schnochelausflug in Strandnähe unternehmen. Die Sicht unter Wasser ist gut und je mehr man sich vom Strand entfernd je besser weiter kann man sehen. Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut ist kaum spürbar. Mehr als etwa 30cm Unterschied habe ich nie erlebt. Am El Dorado Seaside kann man sehr weit ins Wasser laufen und auch an den guten Schnorchelplätzen kann man oft noch stehen.
Für heute Abend müssen wir uns noch einen Platz in einem der Restaurants reservieren lassen. Dafür gibt es im ganzen Hotel mehrere Möglichkeiten, doch dazu später mehr.
Wir haben uns wieder um 08:00 Uhr mit Wayan verabredet. Heute werden wir bei Candidasa schnorcheln und anschließend den Muttertempel Pura Besakih besichtigen.
Ich habe mir wieder 2 Einwegkameras für Unterwasseraufnahmen mitgenommen und auch unsere eigene Schnorchelausrüstung ist dabei. Es empfiehlt sich bei längeren Aufenthalt im Wasser ein T-Shirt anzuziehen und schon haben wir ein Problem. Unsere liegen im Hotel und so werden wir noch schnell in Candidasa einkaufen gehen. Wayan kennt sich hier bestens aus und im 2. Laden haben wir dann auch schöne T-Shirts gefunden und sehen auch die Holzdosen mit Kaffee und Tee gefüllt, welche wir schon im Gewürzgarten gesehen haben. Nur ist hier das Preisniveau ein ganz Anderes. Mit dem Boot wollen wir zur Insel Gili Mimbang um dort die Unterwasserwelt zu erkunden.
Es ist gerade Flut und wir werden in dem Boot ordentlich nass gespritzt. Meine Fotoausrüstung habe ich im Auto gelassen und jetzt bin ich froh darüber. Wir suchen uns eine Stelle aus und es geht ins Wasser. Die Strömung ist hier sehr stark und wir suchen eine andere ruhigere Stelle. Das Wasser ist sehr tief und die Strömung macht es unmöglich hier zu schnorcheln. Für Experimente fehlt die Erfahrung und die Kondition. Mit dem Boot fahren wir zu einer wesentlich flacheren Stelle und hier ist auch die Strömung etwas weniger vorhanden. Schnell ist der erste Film voll und ich muss die Kamera wechseln. Jetzt sehe ich erst wie weit ich wirklich abgetrieben bin. Auch Wayan ist mit im Wasser und ruft das Boot zu uns. Immer wieder treiben wir an schönen Korallen und Fischen vorbei und ich hoffe das die Fotos auch gelingen. Die Kraft lässt nach und das Boot bringt uns wieder an Land.
Mit den nassen Sachen steigen wir in das Auto und Wayan bringt uns zu seinen Eltern. In deren Bungalowanlage können wir duschen und uns umziehen. Wir bleiben noch ein bischen dort und lassen uns eine Melone schmecken.
Auf einer schmalen Straße fahren wir jetzt in das Hochland von Bali. Immer wieder hat man eine sehr schöne Sicht Richtung Süden und an einem Aussichtspunkt können wir das Auto abstellen. Wir machen eine kurze Rast und geniesen die Aussicht. Wenig später kommen wir an schönen Reisterrassen vorbei und bald ist es auch Zeit etwas zu Essen. Das Puri Boga Restaurant in Karangasem ist sehr beliebt und wir laden Wayan und seinen Neffen ein. Wie wir schon oft festgestellt haben ist es auch hier sehr leer. Die Touristen fehlen überall. Für 4 Personen mit Buffet und Getränken haben wir 350.000,-Rp zu zahlen - nicht mal 30,-Euro. Durch die großen Fenster hat man auch eine sehr gute Sicht auf die Landschaft hier oben.
Weiter geht die Fahrt Richtung Pura Besakih. Der Muttertempel wird von den großen Veranstaltern nicht mehr gern angefahren weil das Müllproblem an den Straßenrändern überhand genommen hat. Deshalb haben wir uns entschlossen mit Wayan hier hoch zu fahren. Der Müll ist wirklich keine gute Reklame für den Tempel und der Straßenzustand auch nicht. Das Auto müssen wir an einem Parkplatz abstellen und dann geht es zu Fuß weiter. Wayan zeigt uns einige Schäden die ein Erdbeben 2004 hinterlassen hat. In Besakih befindet sich die wichtigste hinduistische Tempelanlage von ganz Bali. Die Anlage ist 250 ha groß, auf sieben Terrassen aufgeteilt und viele Familien haben hier ihren eigenen Schrein.Man sollte es nicht versäumen bis hinauf zu steigen. Der wundervolle Ausblick von hier oben entschädigt für die Mühen des Aufstiegs. Der höchste Tempel befindet sich etwa in 1000m Höhe und bei uns kommt der Kreislauf in Schwung. Die vielen Stufen bis zum höchsten Tempel haben es in sich. Wir benötigen gut eine halbe Stunde von der ersten Terrasse bis nach oben. Eine kurze Pause und dann geht es wieder abwärts.
Ein schöner Tag geht zu Ende und wir vereinbaren für den 14.04.2005 die nächste Tour.
Im Hotel wird für das Barbecuedinner vorbereitet und anschließend gibt es wieder einen der balinesischen Tänze zu sehen.
Heute unternehmen wir mit der "Maggie May" eine Fahrt an das vorgelagerte Riff. Es ist Ebbe und das Boot liegt einige hundert Meter vom Strand entfernt in tieferem Wasser. Der Fußmarsch geht durch knietiefes Wasser und am Boden wechselt sich Sand mit Korallengestein ab. Die Bootsführer machen uns immer wieder auf scharfkantige Stellen aufmerksam. Unsere Plastiksandalen werden durch das warme Wasser so weich das der Verschluss nicht mehr hält. Also geht es ohne Schuhe weiter.
Die Schnorchelausrüstung wird vorbereitet und es gibt eine kurze Einweisung bevor das Schiff ablegt. Auf dem Dach kann man es sich bequem machen aber wir bleiben lieber im Schatten sitzen. Wir sehen an einigen Stellen schon Boote vor Anker liegen und bald haben auch wir unser Ziel erreicht. Es wird noch einmal durchgezählt und schon sind alle im Wasser - fast alle! Die Fische sind hier doch etwas zahlreicher und größer als es einige Frauen erwartet haben und so bleiben sie an Deck. Mit meiner Unterwassereinwegkamera gelingen doch einige gute Fotos. Die großen Fische halten sich jetzt unter dem Boot auf doch hier fehlt das Licht etwas. Die Bootsführer füttern die Fische zusätzlich noch an so das es im Wasser nur so von Fischen wimmelt. Die Zeit vergeht sehr schnell und wir wollen weiter um auf einem anderen Riff einen Spaziergang zu unternehmen. Ohne Schuhe sucht man sich den Weg besonders gut aus. Seeigel und Seesterne sind hier häufig zu sehen und in zahlreichen Wasserlöchern schwimmen kleine Fische.
Für diesen Fußmarsch muss die Besatzung extra Gebühren entrichten. Am Ausgang unseres Hotels ist der Stammplatz der Wächter des Kenya Wildlife Service . Jedes Boot muss hier entsprechend der Personenzahl Gebühren bezahlen und bekommt Nachweise und Quittungen. 5,-Dollar pro Person sind ein stolzer Preis. Natürlich gibt es auch Kontrollen an den Schnorchelplätzen vor Ort im Ozean. Wir sehen das Schiff der Wächter aber werden nicht kontrolliert. Die Sonne steigt höher und wir sind froh wieder im Schatten auf dem Boot zu sitzen. Morgen ist Ruhetag und dann beginnt die Safari in die Masai Mara.
Wir treffen uns mit dem Kenianer der uns gestern zum Hallerpark begleitet hat. Pünktlich werden wir mit dem Taxi abgeholt das uns in Richtung Mombasa fährt. An einem Dorf halten wir und gehen zu Fuß weiter. Unweit der Straße steht die Northgate Preparatory School. Nie hätte ich in dem Gebäude eine Schule vermutet. Auffällig ist die große Ruhe in den Klassenzimmern. Hier hört man noch auf die Lehrer und steht auf wenn Erwachsene den Raum betreten. Unsere Kugelschreiber und Süßigkeiten sind natürlich heiß bekehrt. Voller Stolz zeigt er uns sein Dorf und seine Familie. In einfachen Lehmhäusern leben die Kenianer mit ihren Tieren auf engsten Raum. Im gesamten Dorf gibt es nur eine Wasserstelle und mit Kanistern versorgen sich die Familien. Der Abfall wird an einer zentralen Stelle gesammelt und dort verbrannt. Wir finden eine Art Dorftreffpunkt und können uns etwas über die Lebensweise der Kenianer erzählen lassen. Bei einem kühlen Bier erfahren wir viel über das Dorf und die verbreitete Armut. Aber auch hier gibt es ein soziales Netz der Dorfgemeinschaft und strenge Regeln im Umgang mit den bescheidenen Mitteln des Ortes. Sehr wenige Touristen wollen auch das Land außerhalb der Hotels kennen lernen und die meisten verlassen die Clubanlagen nur Richtung Ozean. Das Geld der Urlauber wird in den Hotels oder am Strand ausgegeben. Nicht sehr viele Kenianer finden in den Urlauberregionen Arbeit und bekommen so ein Stück von dem Kuchen ab. Wer ein Auto hat versucht sich als Taxifahrer oder Reiseführer. Andere verkaufen Schnitzereien oder Bekleidung und Ausflüge.
Im Hotel hat sich schnell wieder eine Gruppe aus unserer Region zusammengefunden und wir treffen uns jeden Abend beim Unterhaltungsprogramm. Gemeinsam wollen wir morgen eine Schnorcheltour an das vorgelagerte Riff unternehmen. Jeder Abend ist an der Poolbar "Showtime" angesagt und das abwechslungsreiche Programm ist immer gut besucht. Pünktlich um 00:00 Uhr ist aber an der Poolbar die Musik aus und nur manchmal hört man noch die entfernte Discoanlage.
Meine Frau hat heute Geburtstag und ich bemerke schon zeitig ein buntes Treiben vor unserer Zimmertür. Der Gang vor der Tür ist mit Blumen ausgelegt und auch unser Tisch ist mit Blüten geschmückt. Mit buntem Reis wurden Buchstaben gelegt und eine Geburtstagstorte gibt es auch.
Nach dem Frühstück will unsere kleine Reisegruppe eine Bootstour zum nahe gelegenen Leuchtturm machen. Unser Reiseführer hat uns ein schönes Schnorchelrevier versprochen und wir wollen uns dort einige Zeit aufhalten. Zügig haben wir das Riff umfahren und nehmen Kurs auf die Insel. Dort müssen wir erst einmal ein gutes Stück wandern, bis wir an der Stelle sind wo wir ins Wasser können. Alle die nicht mit Schnorcheln wollen, sehen sich die Insel genauer an, aber ich will mit einem Bekannten nur noch ins Wasser. Es herrscht klare Sicht und wir können weit im Wasser sehen. Schöne Korallen, viele Fische und die Strömung treiben uns recht weit von der Insel ab. Langsam müssen wir wieder zurück, weil die Sonne auf den Rücken brennt. Der Film in der Unterwasserkamera ist voll und die Anderen warten schon auf uns. Meine Frau hat als Einzige den Leuchtturm bestiegen und dort oben 2 deutsche Amateurfunker aus Erfurt getroffen. Diese sind recht häufig dort oben. Auch vom Fuß des Leuchtturm haben wir einen schönen Ausblick in Richtung Colombo und Beruwela. Unsere Parkuhr ist abgelaufen und mit dem Boot fahren wir wieder zu dem Hotelstrand zurück. Am Nachmittag machen wir einen Spaziergang durch Beruwela und besuchen den Blumen- und Gewürzgarten. Vor allem die schönen Orchideen muss ich mir genauer ansehen. Der deutsch sprechende Chef des Gartens zeigt uns sein Reich und natürlich seinen Verkaufsstand. Einige Gewürze wechseln den Besitzer und später werden wir sehen das die Preise hier günstiger als im Inland sind. Wie versprochen holen wir noch den reservierten Elefanten ab und laufen zurück ins Hotel. Am Abend sitzen wir an der Strandbar und trinken Sekt nach Preisen des Hauses. Unsere AI-Bändchen reichen hier nicht mehr aus und für besondere Anlässe gibt es besondere Karten. Jetzt weis ich wie wichtig eine Visakarte ist, denn die Preise beginnen bei 3600 Rubien und der Kurs ist aktuell 1:83.
Es ist der 16.März 2002. Unsere erste große Reise führt uns in das ferne Sri Lanka. Der Bus vom Flughafenservice bringt uns pünktlich zum Flughafen Halle-Leipzig. Für 53,50 € werden wir abgeholt und in 2 Wochen wieder nach Hause gebracht. Der Preis rechnet sich. Mit einer Boeing 737 wollen wir nach Frankfurt fliegen. Das Einchecken geht zügig voran. Unser Vorrat an Feuerzeugen muss etwas umverteilt werden und schon haben wir die Kontrollen hinter uns.
Die Maschine landet pünktlich in Frankfurt. Jetzt haben wir über 3 Stunden Aufenthalt und können uns in Ruhe umsehen. Die Sitzplätze in der Condor sind reserviert und dadurch müssen wir beim Check-in nicht in der Schlange stehen. Nur gut, dass die Boeing 767 Raucherplätze hat, denn 10 Stunden im Flugzeug sind eine lange Zeit. Unser erster Langstreckenflug verläuft ruhig und wir landen pünktlich in Colombo.
Die warme feuchte Luft weht uns um die Nase und mit Bussen werden wir zur Ankunftshalle gefahren. Es ist 6:00 Uhr Ortszeit, die Sonne ist noch nicht aufgegangen und den Angestellten des Flughafens fällt es schwer wach zu bleiben. Nach jedem Stempel ein kurzes Nickerchen bis endlich alle Stempel und Unterschriften im Pass sind. Das im Flugzeug mühsam ausgefüllte Einreiseformular wandert ungesehen auf einen Stapel oder landet auf dem Fußboden. Wie immer haben wir die langsamste Schlange erwischt. Schon war die nächste Maschine gelandet und Nachschub drängt in die Halle.
Geschafft - unser neuer Pass hat die ersten vollen Seiten, die Koffer sind auch schon da und das erste Geld wird gewechselt. Der Euro ist für alle neu aber in Sri Lanka viel beliebter als bei uns Deutschen. Dollar in bar und Dollarreiseschecks - wer hat uns nur dazu geraten? Der Kurs am Flughafen ist sehr gut. Draußen wird es langsam hell. Wir werden von einem Neckermannmitarbeiter erwartet und ein Kofferträger bringt uns zu den Bussen. Die Euromünze kommt bei dem Kofferträger nicht so gut an. Scheine sind ihm lieber.
Schon bei der Begrüßung im Bus lernen wir den Unterschied zwischen deutscher und deutschsprachiger Reiseleitung kennen. Es ist nicht einfach den Worten des Reiseleiters zu folgen. Wir fahren Richtung Colombo und sind doch etwas erschrocken wie es entlang der Straße aussieht. Den in den Vororten lebenden Menschen sieht man die Armut an und zwischen den Hütten türmt sich der Müll. An die Fahrweise hier muss man sich erst einmal gewöhnen. Immer wieder halten wir die Luft an weil sich der Fahrer Mühe gibt uns seine Fahrkünste zu zeigen. Wir sind am ersten Hotel angekommen und die Pause wird länger als erwartet. Die Klappe für das Gepäckteil lässt sich nicht öffnen. Weil alle Tricks nicht helfen wird die Klappe mit roher Gewalt aufgehebelt. Dieses Hotel macht nicht den besten Eindruck und wir sind froh, dass wir weiter fahren dürfen. Das Hotel "Bayroo" ist erreicht und der positive Eindruck überwiegt. Die Anlage ist sehr sauber und gepflegt. An der Rezeption verständigen wir uns mit unseren wenigen Englischkenntnissen und erhalten das Zimmer 217.
Die Zimmer sind sehr groß und die recht laute Klimaanlage kühlt das Zimmer schnell auf normale Zimmertemperatur herunter. Die feuchte salzige Luft hat an der Einrichtung ihre Spuren hinterlassen. Vor allem Metallgegenstände aus Aluminium sind sehr angegriffen und die Armaturen im Bad lassen ihren Glanz nur erahnen. Zu meiner Überraschung sind es deutsche Modelle; aber bei uns schon lange nicht mehr erhältlich. Vom Balkon haben wir einen sehr guten Blick über die Hotelanlage auf den Ozean. Wir passen unsere Kleidung den Temperaturen an und inspizieren die Hotelanlage. Obwohl es Zeit zum Essen ist haben wir keinen Hunger - die Zeitverschiebung hat unsere innere Uhr verstellt. Wir gehen ins Restaurant und wollen erst mal etwas trinken. Bier bei der Hitze ist sicher nicht so gut, also versuche ich mit fifty-fifty Beer and Sprite ein radlerähnliches Getränk zu ordern. Dem Kellner entweicht ein leichtes Lächeln und er fragt in sehr gutem Deutsch ob ich ein Radler möchte. Ich habe alles erwartet aber deutsch sprechendes Personal nicht. Sehr schnell sind die ersten Kontakte geknüpft und wir erfahren das nur 10 Gäste im Hotel übernachten und sich das die nächsten Tage auch nicht ändern wird. Einige Hotels mussten schon geschlossen werden. Das sind weitere Folgen des Anschlages in New York.
Wir verlassen das Hotel Richtung Strand, werden schon an der Hautfarbe als Neuankömmlinge erkannt und für die diversen Händler beginnt die Neukundengewinnung. Kaufen, kaufen ..... Zigaretten, Bootstouren, Holzschnitzereien und Saries in allen Varianten werden uns angeboten. Wir bleiben standhaft und erreichen das Wasser.
Ein Korallenriff verläuft in 25m Entfernung parallel zum Strand und ist für diesen Strandabschnitt ein natürlicher Wellenbrecher. Wie in einer Badewanne liegt das Wasser ruhig vor uns. Der Sand ist sehr grob und man sinkt beim Laufen tief ein.
Bei Ebbe kann das Wasser nicht komplett abfließen und heizt sich zusätzlich auf. Die Sicht ist optimal zum Schnorcheln, bis die Flut die ersten Wellen über das Riff schiebt. Bei Ebbe kann man tolle Spaziergänge machen und Seeigel, Seesterne und Muscheln beobachten. Noch schöner sind die sehr bunten Fische oder auch Moränen, Krabben sowie manchmal Wasserschlangen.
Der Himmel verdunkelt sich langsam und ein Gewitter zieht auf. Innerhalb von Minuten steht das Wasser einige Zentimeter hoch auf der Grünfläche des Hotels. So einen Gewitterregen gibt es bei uns selten. Kurze Zeit später ist alles vorbei und die Sonne kommt wieder hervor.
Wir statten dem Schmuckladen am Hotel einen kleinen Besuch ab. Die Besitzer "kleiden" meine Frau komplett ein, inkl. 2 Supersteinen in Hühnereigröße in jede Handfläche. Wir bleiben standhaft und die Juweliere auf ihren Steinen sitzen.
Am ersten Abend lernten wir die anderen 4 Landsleute kennen. Sofort war eine nette Gruppe zusammen. Nach den ersten 5 Minuten des Gespräches stellten wir fest das alle aus der gleichen Ecke in Deutschland kamen. Ein Paar wohnte nur 30km von uns entfernt. Die Welt ist ein Dorf.
Heute lassen wir etwas langsam angehen und gehen in der Badewanne vor dem Hotel schnorcheln. Um den Rücken vor der senkrecht stehenden Sonne zu schützen ziehen wir ein T-Shirt an. Ich hätte noch eine lange Hosen anziehen sollen denn am Abend sind die Waden leuchtend rot.
Ich geniese die schöne Sicht, das ruhige Wasser und mache einige Bilder mit meiner Einwegkamera. Die Zeit vergeht wie im Flug und wir müssen noch die nächsten Tagestour planen.
Wir haben unsere Rundreise noch vor uns. Unsere Bekannten haben die große Rundreise schon hinter sich. Deshalb planen wir für den nächsten Tag eine große Tour bis nach Galle. Mit 6 Personen gibt es einen großen Verhandlungsspielraum und wir einigen uns auf 50 Dollar pro Paar All Inclusive.
Das Abendprogramm wird der Anzahl der Gäste angepasst und wir ziehen uns in die Stammecke zurück.