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Das Hotel "Selvamar"

Die Clubanlage Punta Leona liegt in einem 20 ha großen privaten Naturschutzgebiet. Das Hotel Selvamar ist ein Teil der Anlage. Die Bungalows liegPunta Leonaen relativ weit vom Strand entfernt. In unmittelbarer Nähe der Zimmer befinden sich das Restaurant und ein kleinPunta Leona - Pool am den Selvamar Zimmerner Pool. Zur Clubanlage gehören außerdem viele Villen und weitere Zimmer. Die rege Bautätigkeit auf dem Clubgelände und in unmittelbarer Nachbarschaft wird die Bedeutung der Selvamarzimmer noch weiter mindern. Seit Anfang des Jahres hat das Punta Leona einen neuen Chef und dieser führte einen harten Sparkurs im Hotel ein. Einige Stammgäste kennen das Hotel noch aus besseren Zeiten und haben uns die großen Unterschiede erklärt..Punta Leona - private Villen....

Das Hotel ist vom "ausgebucht" sehr weit entfernt. Die Nebensaison hat begonnen und einige Zimmer sind nicht belegt. Der überwiegende Teil der Gäste des Hotels spricht deutsch. Der Rest kommt aus den USA oder Kanada. An den Wochenenden und Feiertagen kommen die Besitzer der Villen mit allen Verwanden und Bekannten - dann wird es voll und laut in der AnlaCosta Rica 2008 Schmetterlingshaus im Hotel Punta Leonage.

An den Bungalows befindet sich gleich das Schmetterlingshaus. Hier bin ich öfter gewesen, um mir die Neuzugänge anzusehen. Es gibt zwar täglich um 10:00 Uhr Führungen, aber in aller Ruhe allein macht es mehr Sinn. Oft waren nicht einmal die Angestellten vor Ort. Unter dem feinen Netz staut sich die Wärme noch zusätzlich und manchmal wird hier auch beregnet. Die Anzahl der Schmetterlinge war konstant sehr hoch, bei sehr großer Vielfalt.

Es gibt einige Wanderwege innerhalCosta Rica 2008 Regenwaldb des Naturschutzgebietes. Sie sind sehr gut ausgeschildert und werden täglich vom Laub befreit. Verlaufen kann man sich nicht. Einige Baumriesen lassen jeden Fotografen verzweifeln. Wie bekommt man soviel Baum auf so ein kleines Bild? Wir haben innerhalb der Anlage mehr Tiere gesehen als auf der Rundreise. Vor allem die Kapuzineraffen haben öfter das Restaurant Carabelas überfallen und die Zuckertütchen mitgenommen. In dem noch vorhandenen Urwald gibt es einige NiPunta Leona - Basiliskstpaare der Aras. Oft hört man sie nur und sucht vergeblich Blickkontakt. Die Tukane machen auch lautstark auf sich aufmerksam. Waschbären, Nasenbären, Gürteltiere und auch der kleine Ameisenbär sind auf dem Hotelgelände gesehen worden. Die Futterstationen für die Kolibris wurden leider nicht angenommen. Kurz nach Sonnenaufgang haben die Vögel täglich die Bepflanzung vor unserem Bungalowfenster besucht. Später konnte man sie mit dem Fernglas in den Baumkronen beobachten.

An dem kleinen Pool in Hotelnähe haben wir öfter einen Basilisk beobachten können. Oft hat er sich in der Nähe des kleinen Wasserfalls aufgehalten.

Auch unter WassCosta Rica 2008 Unterwasserer wird man von der Artenvielfalt nicht enttäuscht. Am Playa Blanca kann man sehr gut schnorcheln und das Wasser ist meistens sehr klar. Während unseres Aufenthaltes wurde die Strömung immer stärker und ohne Flossen machte man mit den scharfkantigen Korallen Bekanntschaft. Die meisten Fische hat man bei Ebbe und sinkenden Wasserstand beobachten können. Leider haben wir die Schildkröten nicht gesehen. Durch die Strömung konnte ich nicht in den Bereich der Seegraswiesen schwimmen. Die Rettungsschwimmer waren dafür zu aufmerksam.

Am Playa Blanca kaPunta Leona - Snackbar Playa Blancann man den ganzen Tag verbringen. Die Snackbar hat eine gute Speisekarte und das Getränkeangebot ist das Gleiche wie an der Strandbar. Wer eine Liege haben möchte, muss zeitig am Strand sein. Wer mit dem ersten ShuttlebPunta Leona - Shuttlebusus fährt, wird kaum noch eine Liege bekommen. Das Elektrofahrzeug fährt unregelmäßig zwischen Hotel, Rezeption, Playa Mantas und Playa Blanca. Nach einem kleinen Trinkgeld wurden wir sogar regelmäßig bis vor den Bungalow gefahren. Je nach dem Wasserstand kann man die Abkürzung über die Felsen nehmen und man ist in 15 Minuten am Ziel oder man läuft auf der Straße und benötigt etwas über eine halbe Stunde. Der Bus fährt erst nach 08:00 Uhr und dann auch erst die Angestellten und bis dahin sind die Liegen alle belegt. Die Ticos fahren mit ihren Autos, Quads oder Motorrädern durch die Anlage und sind natürlich schneller am Ziel. Der Playa Blanca hat auch noch einen anderen Zugang und hier kommen die Touristen und Ticos aus dem Umland. Bei Flut bleibt in Riffnähe vom Strand nicht viel übrig. Erst in Richtung Hotel wird er etwas breiter. An diesem Strand sind auch die Nasenbären durch Fütterungen an den Menschen gewöhnt und wo es lecker aus den Beuteln und Taschen duftet, wird sich bedient. Kaum hat man nicht aufgepasst und schon hat man den SchadPunta Leona - Restaurant El GrillenPunta Leona - Strandbar - Al Garete.

An der Strandbar am Playa Mantas sind es abends die Waschbären, welche täglich auf ihrer Runde vorbeikommen. Sie klettern auch auf die Tische und Stühle und holen sich ihren Anteil. An den Wochentagen ist es hier sehr gemütlich und ruhig. Nur manchmal müssen durch Urlauber Extrawünsche bezahlt werden oder es sind Fremde ohne AI an der Bar. Es gibt zwar für die Geldangelegenheiten einen Kassierer, aber trotzdem hält der Vorgang alles auf. Wenn am Wochenende die Reichen mit ihren Familien ankommen, ist es mit der Ruhe vorbei. Es wird laut - sehr laut und die Disco am Abend übertrifft den Lärm am Pool noch. In den Zimmern bekommt man davon nicht viel mit. Nur in den Restaurants und Bars ist es voll. Auf der Straße muss man jetzt auch etwas mehr aufpassen. Hier sitzen oft Kinder hinter dem Lenkrad der Autos und Quads.

Der 11. April ist ein Feiertag und damit haben die Ticos langes Wochenende. Wir ziehen uns ins Wasser und den Punta Leona - RezeptionWald zurück und warten, bis das Wochenende vorbei ist. Überall bilden sich Schlangen. Die Computer für das Internet sind besetzt - an der Rezeption Menschenmassen. Obwohl an den Wochenenden andere Öffnungszeiten für die Bars und Restaurants aktiv sind, müssen wir manchmal auf einen freien Platz warten. In der 2. WocPunta Leona he wurde das "El Grill" geschlossen und es gab dafür nur noch ein Menü in der Snackbar "El Leon Marino". Das Essen war aber immer noch wesentlich besser als das Angebot im Restaurant des Hotels.

Das Personal war sehr freundlich und aufmerksam. Wir hatten viel Negatives über die Angestellten gelesen, aber das können wir so nicht bestätigen. Vor allem an der Bar haben wir nur gute Erfahrungen gemacht. Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es wieder heraus. Im Restaurant wurde teilweise neues Personal eingestellt. Hier fehlten noch die Umsicht und engl. Sprachkenntnisse.

Die Zimmer sind ausreichend groß und bei schönem Wetter benötigt man auch nicht mehr Fläche. Die Klimaanlagen sind schon älteren Datums und nur in einigen Bungalows durch Neue ersetzt worden. Sie können die Temperatur sehr schnell senken, aber die Lautstärke ist entsprechend. Auf den Kühlschrank trifft das Gleiche zu. In der Nacht haben wir ihn abstellen müssen.

Es gibt einen kleinen Supermarkt mit Lebensmitteln, Getränken und Artikeln des täglichen Bedarfs. Die Selbstverpfleger kaufen hier ein und auch die Gäste mit All Inclusive finden immer etwas zum naschen.

San Jose - Arenal

Wir müssen schon 06:00 Uhr wieder aufstehen und so richtig ausgeschlafen haben wir auch nicht. Die Koffer müssen gepackt, das Handgepäck bereitgelegt und die Trinkvorräte für den Tag aufgefüllt werden. 06:30 Uhr gibt es ein gutes Frühstück und eine Stunde später werden die Gruppen aufgeteilt und die Koffer in die Busse geladen. Wir sind in Peters Gruppe und sehen es als die bessere Wahl. Er ist Österreicher, lebt seit 12 Jahren in Costa Rica und macht die Rundreisen schon wesentlich länger. Wie immer möchten alle im Bus in den vorderen Reihen sitzen und wir haben wieder die 5 Sitze der Rückbank für uns allein. Unsere Gruppe hat 19 Teilnehmer so das im Bus ausreichend Platz ist, auch wenn einige Rücksäcke für die Gepäckfächer zu groß sind.Kaffeefarm Doka Estate

Pünktlich 08:00 Uhr verlassen wir das 5-Sterne Hotel in der Nähe von Heredia. Unser erstes Ziel ist eine Kaffeefarm in der Nähe. Nach 35 Minuten haben wir den Ort Alajuela erreicht und 11 km nördlich liegt die Farm "DOKA ESTATE". Hier besitzt die Familie Vargas 1600 ha Kaffeesträucher und trocknet die Kaffeebohnen noch traditionell mit der Kraft der Sonne. Etwa 200 festangestellte Arbeiter und 3000 Erntehelfer sind hier tätig. Wir machen an dem Kaffeehaus "La Luisa" halt und Peter erklärt uns den Werdegang des Kaffees von der Blüte bis zur gerösteten Bohne. Kaffeesträucher wachsen hier auf 1350m Höhe sehr gut und die Qualität wurde mehrfach ausgezeichnet. In dem Ladengeschäft besteht die Möglichkeit Kaffee zu kaufen. Aber bei der Auswahl ist man wieder auf Peters Ratschlag angewiesen. Natürlich gehen die Meinungen über den Kaffeegeschmack der Ticos weit auseinander. Nach etwa 25 Minuten fahren wir weiter bergauf. Es fallen jetzt auf beiden Straßenseiten die mit dunklen Netzen überspannten Plantagen auf. Hier werden Zierpflanzen und Blumen für den Export gezüchtet. Die Erdbeerfelder hier oben decken dagegen den heimischen Markt ab. Costa Rica 2008 Panorama Blick über San Jose

09:40 Uhr machen wir an einem Aussichtspunkt halt. Wir befinden uns jetzt auf einer Höhe von 2280 m. Der Blick reicht weit über das Zentraltal von San Jose hinaus. Das Wetter spielt mit und wir haben eine sehr schöne Aussicht. Hoffentlich bleibt uns der blaue Himmel treu und wir haben dann am Poas eine Sicht bis zum Pazifik auf der einen und der Karibik auf der anderen Seite. Aus dem Flugzeug konnten wir aber gestern die Wolkenmassen sehen, welche sich von der Karibikseite an den Berghängen stauten.

Nach einer weiteren kurzen kurvenreichen Fahrt sind wir am Parkplatz des Nationalparks "Vulkan Poas" angekommen. Am Informationszentrum riecht es schon sehr stark nach Schwefel. Alle hatten zuerst die Toilettenanlagen in Verdacht, aber der Wind kam aus der Richtung des Kraters und immer wieder erreichte uns eine Aussichtsplattform am Vulkan PoasDuftwolke. Unsere Gruppe geht die 600m Weg bis zum Krater gemeinsam. Nachdem uns Peter die wichtigsten Informationen übermittelt hat, macht jeder seine individuelle Tour. An der Aussichtsplattform haben wir einen sehr guten Blick der Krater des Vulkan Poasauf den Hauptkrater. Er entstand bei den Eruptionen zwischen 1952 und 1954. Er hat einen Durchmesser von etwa 1600 m und eine Tiefe von 300 m. Die Wassertemperatur des Sees schwankt zwischen etwa 40°C und 80°C, wobei die Schwefeldämpfe bis 870°C heiß sind. Sie sind manchmal so stark das der Nationalpark geschlossen werden muss. Der See hat einen Durchmesser von etwa 350 m. Wir befinden uns jetzt auf einer Höhe von 2574m aber die Sicht auf die beiden Ozeane bleibt uns verwehrt. Die Wolken werden immer dichter und der Wind kommt aus einer ungünstigen Richtung. Schon nach wenigen Minuten ist der Kratersee kaum noch zu der Weg zum Kratersee Laguna Botos am Vulkan Poaserkennen. Wir wollen noch zu dem alten Krater und nutzen den 1 km langen Wanderweg immer bergauf. Die Höhe macht sich schon etwas bemerkbar. Es dauert länger, bis sich der Kreislauf etwas beruhigt hat und man ohne Stativ bei schlechtem Licht fotografieren kann. Costa Rica 2008 Rundreise Poas alter KraterseeDer Krüppelwald ist sehr dicht und mit Bromelien überwuchert. Nach 20 Minuten haben wir den alten Krater erreicht. Er ist seit 7500 nicht mehr aktiv und kalt. Der herrliche See hat etwa 400 m Durchmesser und ist maximal 14 m tief. Der Wald ist an diesem Krater etwas höher, weil hier die letzten Eruptionen keinen Schaden hinterlassen haben. Von dem Aussichtspunkt hat man einen schönen Blick über den gesamten Krater. Wir befinden uns jetzt auf einer Höhe von 2620 m. Die Sonne bringt die vielen Epiphyten zum Leuchten. Nicht nur die Landschaft sondern auch die Tierwelt hat hier oben ihre Reize. Viele Vögel machen sich im Unterholz bemerkbar und oft ist man mit der Kamera zu langsam. Die Lichtverhältnisse machen es zusätzlich schwer. Nur mit einem starken externen Blitzlicht kann man versuchen die Belichtung auszugleichen. Die Zeit vergeht viel zu schnell und wir müssen wieder zum Parkplatz zurück. Costa Rica 2008 Rundreise Wasserfall Catarata La Paz

Nach dem Mittagessen fahren wir weiter in Richtung einiger Wasserfälle. An einem Obstverkaufsstand machen wir wieder einen kurzen Zwischenhalt. Die Getränkevorräte können hier auch aufgefüllt werden. Nach wenigen Kilometern haben wir den Friedenswasserfall "Catarada La Paz" erreicht. Der Ursprung des Wassers ist der Vulkan Poas. Es fällt aus 915 m Höhe über 5 Stufen an der Nordostseite des Vulkans in die Tiefe. In der Trockenzeit ist die Wassermenge etwas geringer. Die Holzbrücke am unteren Abschnitt ist den Wassermassen der Regenzeit zum Opfer gefallen. Die Überreste liegen jetzt noch unter der Behelfsbrücke aus Stahl. Unvorstellbar, welche Kräfte da am wirken waren. Über einen schmalen Weg kann man hinter der Wasserwand entlang gehen. Etwas nass wird man aber mit Sicherheit dabei. Geht man über die Brücke und etwas die Straße hinauf, hat man einen schönen Blick auf den Bereich über der Aussichtsplattform. Für einen Aufstieg zu den anderen Wasserfällen reicht die Zeit leider nicht.

Nach wenigen Minuten Fahrt machen wir schon wieder Halt an einer Futterstation für Kolibris. In einem Terrarium lebt auch eine handzahme Vogelspinne, welche sich einige Frauen auf die Schulter setzen lassen. Mich interessieren aber die angelockten Kolibris an den Futterautomaten wesentlich mehr. Das Filmen der flinken Vögel ist noch sehr einfach, aber ein gutes Foto ist nicht so schnell gelungen. Die Kolibris achten schon auf eine größere Distanz zu den Menschen. Kommt man zu nah, wird einfaein Kolibri an einem Futterautomatench die Futterstelle gewechselt. Sie bleiben auch oft nicht lange sitzen, und bevor man mit der Kamera so weit ist, sind sie wieder weiter geflogen. In den 30 Minuten gibt es aber genug Gelegenheiten sich die schönen Vögel anzusehen und auch das ein oder andere Foto zu machen. An einer der etwa 10 Tränken ist immer etwas los gewesen.

Auf dem Weg zum Hotel sichtet unser Busfahrer eine Gruppe Brüllaffen in den Bäumen an der Straße. Der Aufmarsch der Touristen gefällt den Affen aber gar nicht. Sie ziehen sich gemächlich zurück und verschwinden in den hohen Bäumen.Nester des Montezuma Stirnvogels

Kurz nach 16:00 Uhr sind wir im Hotel "El Tucano" angekommen. Wir werden für die nächsten 2 Nächte im oberen Teil des Hotels untergebracht. Die Lage des Hotels ist traumhaft. In einem hohen Baum nisten Montezuma Stirnvögel und ziehen mit ihrem Balztanz die Blicke auf sich. In einem Baum an der Rezeption sitzen 2 Aras und lassen sich beim Fressen nicht stören. Während des Rundganges durch die Hotelanlage sehen wir einen Weg in den Regenwald. Auch wenn es bald dunkel wird, wollen wir doch noch einen kleinen Spaziergang machen. An einem Fluß entlang führt ein breiter Weg durch die wunderschöne Natur. Wir bleiben bis zum letzten Sonnestrahl und beenden danach unseren Hotelrundgang.