Kolibris

Nationalpark "Manuel Antonio"

Am 15.04.2008 haben wir einen Tagesausflug in den Nationalpark "Manuel Antonio" unternommen. Die Tour haben wir uns aus dem Angebabenteuerliche Brücken auf dem Weg zum Nationalpark Manuel Antonioot unseres Reiseleiters vor Ort ausgesucht. Mit 70,-USD je Person ist es eine der preiswerten Touren und die wird auch mit deutsch sprechender Reiseleitung angeboten. Die Mindestteilnehmerzahl erreichen wir locker, denn der Bus ist bis auf den letzten Platz gefüllt. 07:30 Uhr fahren wir vom Hotel ab. Bis zum Nationalpark benötigen wir knapp zwei Stunden. Die Fahrt ist sehr kurzweilig. HCosta Rica 2008 Manuel Antonio Übersichtsplanaben wir am Anfang noch sehr gute Straßenverhältnisse, wird die Fahrt immer abenteuerlicher. Vor allem die Brückenkonstruktionen sind nicht sehr vertrauenerweckend. Es wird aber intensiv an den Straßen und Brücken gebaut. Teilweise sind die Ersatzbauten schon zusehen. Einen Teil der Fahrzeit haben wir an roten Baustellenampeln verbracht.

Der Bus musCosta Rica 2008 Manuel Antonio Brüllaffes auf dem Parkplatz stehen bleiben und wir laufen erst einmal zum Strand. Ich habe meine Schnorchelausrüstung mitgenommen und hoffe es ist nicht umsonst. Schon auf den ersten Metern zeigt uns der Reiseleiter die Tiere im Unterholz und in den Baumkronen. Die Affen sind nicht zu übersehen, aber die Faultiere und Echsen hätten wir allein nicht gesehen. Am Strand wird auch nach dem Baden der Treffpunkt sein. Damit sich die Erfrischung nachher auch lohnt, geht die Gruppe geschlossen den Weg hinauf zum Aussichtspunkt. Immer bergauf laufend kommen alle kräftig ins SchwitzenCosta Rica 2008 Manuel Antonio. Die Gruppe zieht sich sehr auseinander und es bleibt kaum Zeit für ein paar Fotos oder einer Filmsequenz.

Die Aussicht am Ende des Weges ist sehr gut und wir machen eine längere Pause. Die Sicht ist klar und unser Blick reicht bis nach Panama. Bei trüben Wetter lohnt sich der Aufstieg nicht. Nachdem sich alle wieder erholt haben, laufen wir den gleichen Weg wieder bergab. Wir warten nicht auf die Gruppe und haben Zeit für einige Fotos der schönen LandschaftCosta Rica 2008 Manuel Antonio Kapuzineraffen.

Am Strand sorgt gerade eine Horde Kapuzineraffen für Aufregung. Erst nachdem sich die Affen verzogen haben, macht es Sinn sich einen Platz im Sand zu suchen. Auf die Umkleidekabinen haben wir dankend verzichtet und schon sind wir im Wasser. Fische sehe ich hier nur ganz vereinzelt. Auch in etwas weiter Entfernung vom Strand ist es nicht besser. Brille, Schnorchel und Flossen hätte ich im Hotel lassen können.

Es sind alle pünktlich am Treffpunkt und wir laufen jetzt einen anderen und längeren Weg bis zum Parkplatz. Unser nächstes Ziel ist ein Restaurant in Quepos. Die Stadt liegt nur wenige Kilometer vom Nationalpark entfernt und das späte Mittagessen ist im Preis enthalten. Anschließend besteht noch die Möglichkeit einer kleinen Shoppingtour durch die Geschäfte. In einer Seitenstraße finden wir dann endlich Holzschnitzereien in sehr guter Qualität und Vielfalt. Ein Tukan und ein Motmot wechseln den Besitzer. Wir sind froh endlich etwas Passendes für unsere Sammlung gefunden zu haben. Gegen 15:00 Uhr setzt sich der Bus wieder in Bewegung und ein schöner Ausflug geht zu Ende.

Das Hotel "Selvamar"

Die Clubanlage Punta Leona liegt in einem 20 ha großen privaten Naturschutzgebiet. Das Hotel Selvamar ist ein Teil der Anlage. Die Bungalows liegPunta Leonaen relativ weit vom Strand entfernt. In unmittelbarer Nähe der Zimmer befinden sich das Restaurant und ein kleinPunta Leona - Pool am den Selvamar Zimmerner Pool. Zur Clubanlage gehören außerdem viele Villen und weitere Zimmer. Die rege Bautätigkeit auf dem Clubgelände und in unmittelbarer Nachbarschaft wird die Bedeutung der Selvamarzimmer noch weiter mindern. Seit Anfang des Jahres hat das Punta Leona einen neuen Chef und dieser führte einen harten Sparkurs im Hotel ein. Einige Stammgäste kennen das Hotel noch aus besseren Zeiten und haben uns die großen Unterschiede erklärt..Punta Leona - private Villen....

Das Hotel ist vom "ausgebucht" sehr weit entfernt. Die Nebensaison hat begonnen und einige Zimmer sind nicht belegt. Der überwiegende Teil der Gäste des Hotels spricht deutsch. Der Rest kommt aus den USA oder Kanada. An den Wochenenden und Feiertagen kommen die Besitzer der Villen mit allen Verwanden und Bekannten - dann wird es voll und laut in der AnlaCosta Rica 2008 Schmetterlingshaus im Hotel Punta Leonage.

An den Bungalows befindet sich gleich das Schmetterlingshaus. Hier bin ich öfter gewesen, um mir die Neuzugänge anzusehen. Es gibt zwar täglich um 10:00 Uhr Führungen, aber in aller Ruhe allein macht es mehr Sinn. Oft waren nicht einmal die Angestellten vor Ort. Unter dem feinen Netz staut sich die Wärme noch zusätzlich und manchmal wird hier auch beregnet. Die Anzahl der Schmetterlinge war konstant sehr hoch, bei sehr großer Vielfalt.

Es gibt einige Wanderwege innerhalCosta Rica 2008 Regenwaldb des Naturschutzgebietes. Sie sind sehr gut ausgeschildert und werden täglich vom Laub befreit. Verlaufen kann man sich nicht. Einige Baumriesen lassen jeden Fotografen verzweifeln. Wie bekommt man soviel Baum auf so ein kleines Bild? Wir haben innerhalb der Anlage mehr Tiere gesehen als auf der Rundreise. Vor allem die Kapuzineraffen haben öfter das Restaurant Carabelas überfallen und die Zuckertütchen mitgenommen. In dem noch vorhandenen Urwald gibt es einige NiPunta Leona - Basiliskstpaare der Aras. Oft hört man sie nur und sucht vergeblich Blickkontakt. Die Tukane machen auch lautstark auf sich aufmerksam. Waschbären, Nasenbären, Gürteltiere und auch der kleine Ameisenbär sind auf dem Hotelgelände gesehen worden. Die Futterstationen für die Kolibris wurden leider nicht angenommen. Kurz nach Sonnenaufgang haben die Vögel täglich die Bepflanzung vor unserem Bungalowfenster besucht. Später konnte man sie mit dem Fernglas in den Baumkronen beobachten.

An dem kleinen Pool in Hotelnähe haben wir öfter einen Basilisk beobachten können. Oft hat er sich in der Nähe des kleinen Wasserfalls aufgehalten.

Auch unter WassCosta Rica 2008 Unterwasserer wird man von der Artenvielfalt nicht enttäuscht. Am Playa Blanca kann man sehr gut schnorcheln und das Wasser ist meistens sehr klar. Während unseres Aufenthaltes wurde die Strömung immer stärker und ohne Flossen machte man mit den scharfkantigen Korallen Bekanntschaft. Die meisten Fische hat man bei Ebbe und sinkenden Wasserstand beobachten können. Leider haben wir die Schildkröten nicht gesehen. Durch die Strömung konnte ich nicht in den Bereich der Seegraswiesen schwimmen. Die Rettungsschwimmer waren dafür zu aufmerksam.

Am Playa Blanca kaPunta Leona - Snackbar Playa Blancann man den ganzen Tag verbringen. Die Snackbar hat eine gute Speisekarte und das Getränkeangebot ist das Gleiche wie an der Strandbar. Wer eine Liege haben möchte, muss zeitig am Strand sein. Wer mit dem ersten ShuttlebPunta Leona - Shuttlebusus fährt, wird kaum noch eine Liege bekommen. Das Elektrofahrzeug fährt unregelmäßig zwischen Hotel, Rezeption, Playa Mantas und Playa Blanca. Nach einem kleinen Trinkgeld wurden wir sogar regelmäßig bis vor den Bungalow gefahren. Je nach dem Wasserstand kann man die Abkürzung über die Felsen nehmen und man ist in 15 Minuten am Ziel oder man läuft auf der Straße und benötigt etwas über eine halbe Stunde. Der Bus fährt erst nach 08:00 Uhr und dann auch erst die Angestellten und bis dahin sind die Liegen alle belegt. Die Ticos fahren mit ihren Autos, Quads oder Motorrädern durch die Anlage und sind natürlich schneller am Ziel. Der Playa Blanca hat auch noch einen anderen Zugang und hier kommen die Touristen und Ticos aus dem Umland. Bei Flut bleibt in Riffnähe vom Strand nicht viel übrig. Erst in Richtung Hotel wird er etwas breiter. An diesem Strand sind auch die Nasenbären durch Fütterungen an den Menschen gewöhnt und wo es lecker aus den Beuteln und Taschen duftet, wird sich bedient. Kaum hat man nicht aufgepasst und schon hat man den SchadPunta Leona - Restaurant El GrillenPunta Leona - Strandbar - Al Garete.

An der Strandbar am Playa Mantas sind es abends die Waschbären, welche täglich auf ihrer Runde vorbeikommen. Sie klettern auch auf die Tische und Stühle und holen sich ihren Anteil. An den Wochentagen ist es hier sehr gemütlich und ruhig. Nur manchmal müssen durch Urlauber Extrawünsche bezahlt werden oder es sind Fremde ohne AI an der Bar. Es gibt zwar für die Geldangelegenheiten einen Kassierer, aber trotzdem hält der Vorgang alles auf. Wenn am Wochenende die Reichen mit ihren Familien ankommen, ist es mit der Ruhe vorbei. Es wird laut - sehr laut und die Disco am Abend übertrifft den Lärm am Pool noch. In den Zimmern bekommt man davon nicht viel mit. Nur in den Restaurants und Bars ist es voll. Auf der Straße muss man jetzt auch etwas mehr aufpassen. Hier sitzen oft Kinder hinter dem Lenkrad der Autos und Quads.

Der 11. April ist ein Feiertag und damit haben die Ticos langes Wochenende. Wir ziehen uns ins Wasser und den Punta Leona - RezeptionWald zurück und warten, bis das Wochenende vorbei ist. Überall bilden sich Schlangen. Die Computer für das Internet sind besetzt - an der Rezeption Menschenmassen. Obwohl an den Wochenenden andere Öffnungszeiten für die Bars und Restaurants aktiv sind, müssen wir manchmal auf einen freien Platz warten. In der 2. WocPunta Leona he wurde das "El Grill" geschlossen und es gab dafür nur noch ein Menü in der Snackbar "El Leon Marino". Das Essen war aber immer noch wesentlich besser als das Angebot im Restaurant des Hotels.

Das Personal war sehr freundlich und aufmerksam. Wir hatten viel Negatives über die Angestellten gelesen, aber das können wir so nicht bestätigen. Vor allem an der Bar haben wir nur gute Erfahrungen gemacht. Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es wieder heraus. Im Restaurant wurde teilweise neues Personal eingestellt. Hier fehlten noch die Umsicht und engl. Sprachkenntnisse.

Die Zimmer sind ausreichend groß und bei schönem Wetter benötigt man auch nicht mehr Fläche. Die Klimaanlagen sind schon älteren Datums und nur in einigen Bungalows durch Neue ersetzt worden. Sie können die Temperatur sehr schnell senken, aber die Lautstärke ist entsprechend. Auf den Kühlschrank trifft das Gleiche zu. In der Nacht haben wir ihn abstellen müssen.

Es gibt einen kleinen Supermarkt mit Lebensmitteln, Getränken und Artikeln des täglichen Bedarfs. Die Selbstverpfleger kaufen hier ein und auch die Gäste mit All Inclusive finden immer etwas zum naschen.

Selvatura Park

Wieder klingelt das Handy 06:00 Uhr zum Wecken und nach dem Frühstück fahren wiNebelwald im Selvatura Park Santa Elenar in den Nebelwald von Santa Elena. Der Wetterbericht verspricht uns Sonnenschein und der ist im Nebelwald sehr selten. Trotzdem nehmen wir die Regenjacken mit, denn so sicher ist sich unser Reiseleiter auch nicht. Die Fahrt zum Selvatura Park ist kurz.

Nun muss sich jeder entscheiden, welche Aktivitäten er unternehmen will. Am Vormittag werden wir gemeinsam eine Wanderung durch den Nebelwald unternehmen. Später besteht die Möglichkeit die Canopytour und /oder die HängebrückenCosta Rica 2008 Rundreise Santa Elena Nebelwaldtour zu machen und das Schmetterlingshaus, das Reptilienhaus und die Kolibris zu besuchen. Jede Aktivität kostet extra und ist nur mit den entsprechenden Tickets möglich.

Kurz vor halb neun beginnen wir unseren Ausflug in den Nebelwald. Peter hat viele Informationen über die Flora und Fauna und unser Busfahrer hält als letzter Mann die Gruppe zusammen. Es ist schön öfter vorgekommen, dass jemand den Anschluss verloren hat und gesucht werden musste. Zum Filmen und Fotografieren lasse icNebelwald im Selvatura Park Santa Elenah mich auch immer zurückfallen, den ich möchte nicht immer die Reisegruppe mit auf den Bildern und die Geräusche auf dem Video haben. Die Bilder im Format 16:9 sind Standbilder, welche ich aus den Videos exportiert habe.

Jede freie Stelle ist bewachsen. Farne, Moose und Flechten nutzen ihre Anpassungsmöglichkeiten und wachsen an den unmöglichsten Stellen. Obwohl die Sonne scheint, hängen an vielen Pflanzen noch Wassertropfen und die ermöglichen das üppige Wachstum in dieser Region. Bromelien und Orchideen gedeihen praktisch an jeder Möglichkeit, die sich bietet. Ein Wirbelsturm hat im letzten Jahr auch das Nebelwaldgebiet Santa Elena nicht verschont. Sehr viele der großen Urwaldriesen sind umgestürzt oder die Stämme sind abgeknickt. An einigen Stellen wurden die Wanderwege wieder freigeschnitten. Die Stämme liegen aber noch umher und sind teilweise schon wieder bewachsen. Nach 2 Stunden sind wir an einem Aussichtspunkt angekommen und Peter hat mit allen Fotoapparaten ein Gruppenfoto gemacht.

Nachdem wir den ersten Teil des Rundganges gemeinsam geschafft haben, nehmen wir Peters Angebot an und machen noch eine große Runde zusätzlicNebelwald im Selvatura Park Santa Elenah. Hier ist der Nebelwald noch schöner als im ersten Teil. Wir gehen am Anfang immer bergab an einem Bachlauf entlang. Der Weg ist auch sehr gut ausgebaut und vor allem trocken. Immer wieder sehen wir sehr schöne Baumfarne mit ihren breiten Wedeln. Für Tierbeobachtungen ist die Gruppe aber einfach zu laut. Ich möchte nicht wissen, wie viele Augen uns aus dem Dschungel beobachtet haben.

Wir entschließeNebelwald im Selvatura Park Santa Elena - Hängebrückentourn uns noch vor dem Mittagessen den Weg über die Hängebrücken zu gehen. Das Wetter ist sehr schön und zum Essen ist es noch etwas zu früh. Diese Wanderung sollte man unbedingt machen. Im Gegensatz zur Canopytour kann ich hier die Aussicht wirklich genießen und habe die Möglichkeit auch stehen zubleiben, wenn mir etwas gefällt. Der Weg führt über 8 Hängebrücken, wobei auch zwischen den Brücken teilweise lange Wegstrecken zu laufen sind. Insgesamt ist die Hängebrückentour etwa 3 km lang. Die längste Brücke ist 157 m lang und befindet sich in einer Höhe von 65 m über dem festen Boden. Die Brücken machen einen gepflegten, sicheren EiCosta Rica 2008 Rundreise Santa Elena Skywalkndruck und schaukeln auch nicht sehr viel. Nur wenn sich noch andere Personen auf den Brücken bewegen, ist fotografieren und filmen nicht möglich. Durch die Lichtverhältnisse ist die Belichtungszeit schon sehr lang und es stört jede andere Bewegung. Ich habe deshalb mein externes Blitzlicht angebaut und sehr viele Bilder mit einem höheren ISO-Wert aufgenommen. An jeder Konstruktion stehen neben der Brückennummer noch die Höhe und Tiefe auf einer großen Tafel. Manchmal kann man auch die nächste Brücke sehen oder hat einen BliCosta Rica 2008 Rundreise Santa Elena Skywalkck auf die schon zurückgelegte Strecke. Sehr oft hat man auch die Möglichkeit die Canopyteilnehmer zu sehen bzw. zu hören. Die Seile verlaufen in einem etwas größeren Kreis als die Hängebrücken. Alle Wege sind komplett mit Rasengitterplatten ausgelegt und mit Kies gefüllt. Leider sind die Löcher in den Platten nicht mehr richtig voll und so strengt mit der Zeit das Laufen auf den Platten sehr an. Hinter der Brücke 6 beginnt ein sehr langer Wegabschnitt und wir dachten schon den Überblick verloren zu haben. Es zeigten sich auch die ersten schwarzen Wolken am Himmel und wir wollten trocken zum Ausgangspunkt gelangen. Zum Glück waren wir aber auf dem richtigen Weg und nach 2 Stunden wieder zurück.

Nach dem Essen haSchmetterlingshaus im Selvatura Parkben wir dem Schmetterlingshaus einen Besuch abgestattet. Die ehemalige Tennishalle ist der größte Schmetterlingspark Zentralamerikas. Ohne Führung kommt man aber nicht hinein. Wir schließen uns einer englischsprachigen Führung an und gehen in der Halle allein weiter. Viele Wege und eine große Plattform ermöglichen sehr gute Beobachtungen der Schmetterlinge. Es sind nSchmetterlingicht sehr viele Besucher in der Halle. Heute Vormittag sind bei Sonneneinstrahlung die Schmetterlinge mehr geflogen als jetzt. Einige dunkle Wolken lassen die Insekten träge werden und sie verstecken sich deshalb im Bewuchs der Halle. Eine Stunde haben wir hier verbracht und jetzt ist es Kaffeezeit. Auf dem Weg zum Restaurant fängt es natürlich an zu regnen. Wir sind gleich wieder im Trockenen, aber von uns sind noch Einige im Nebelwald unterwegs.

Im SouvenirlCosta Rica 2008 Rundreise Berghotel El Establoaden des Selvatura Parks haben wir uns die DVD "Simbiosis" gekauft und die sehen wir uns im Bus an. Diese DVD aus dem Jahr 2004 gibt es nur noch recht selten, weil es schon weitere Teile gibt. Die Bilder und die Musikuntermalung sind Entspannung für die Sinne.

Heute geht ein großer Teil unserer Reisegruppe in ein Restaurant essen. Peter hat eine lange Tafel reservieren lassen und das Essen ist sehr gut aber auch nicht billig. Auf Fisch habe ich hier oben lieber verzichtet und mich wieder für Rindslende entschieden. Auf so viele Gäste war man nicht vorbereitet und entsprechend langsam ist die Bedienung und die Küche.

Auf das Volksfest habe ich heute keine Lust, denn ein Gewitter kündigt sich an.

Rio Frio - Thermalquelle - Arenal

Wir haben heute einen langen Tag vor uns. 06:30 Uhr klingelt der Wecker im Handy, 07:00 Uhr gibt es Frühstück und die Abfahrt ist für 08:00 Uhr geplant. Am Vormittag wollen wir eine Bootstour auf den Rio Frio machen. Wir werden mit dem Bus bis Los Chiles etwa 2 Stunden unterwegs sein.Leguan in Muelle

Wir fahren vom Hotel El Tucano nach Norden und biegen in Muelle nach Los Chiles ab. Nach 1,5 km machen wir an einer Brücke eine kleine Pause. Hier werden Leguane mit Futter angelockt und eine größere Anzahl kann man direkt an der Brücke und auf den umliegenden Bäumen beobachten. Auf der Brücke sollte man den Verkehr nicht übersehen. Es sind schon Touristen aus Angst in die Tiefe gesprungen. Es gibt außerdem genügend Standorte, von denen man die Leguane filmen und fotografieren kann. eine Ananasplantage

Schon nach wenigen Kilometern sind wir an einer Ananasplantage angekommen. Die süßen Früchte sind ein wichtiges Exportgut Costa Ricas. Ein Teil der Felder sind schon abgeerntet. Wir können aber auch noch Ananasfrüchte an der Pflanze bewundern. Viele aus unserer Gruppe haben solche Plantagen schon in anderen Ländern gesehen und Peter hält sich mit seinen Ausführungen kurz. Die Gegend wird landwirtschaftlich sehr intensiv genutzt. Zuckerrohr, Ananas und Orangen sind die Hauptanbauprodukte. Auf dem Bild sieht man einen großen LKW, welcher mit Orangen beladen ist. Die Plantagen gehören meistens der Tico Fruit, einem der großen Arbeitgeber der Region.eine Zuckerrohrfabrik

Nur 5 Minuten später machen wir kurz an einer Zuckerrohrfabrik halt. Auf großen Förderbändern wird das Zuckerrohr entladen. In nur wenigen Minuten ist die Ladung eines Sattelzuges in der Maschine verschwunden. Traktoren ziehen mehrere Anhänger zum Entladen. Solche Konstruktionen habe ich bisher noch nie gesehen. Der Schornstein der Fabrik ist nicht sehr hoch und doch schon aus der Ferne zu sehen. Die schwarze Rauchsäule steigt fast senkrecht in den Himmel.

Wir haben aber noch vieles vor und müssen weiter fahren. Nach gut einer Stunde haben wir Los Chiles an der Grenze zu Nicaragua erreicht. Von hier aus wollen wir eine BootBoot auf dem Rio Friostour auf den Rio Frio unternehmen. Die andere Gruppe sucht sich ein schmales Boot aus, welches einen großen Nachteil hat. Man muss die ganze Zeit auf seinem Platz bleiben und kann nicht zum Fotografieren die Position wechseln. Unser Boot ist wesentlich breiter, hat genügend Platz zum Sitzen und eine Plattform im vorderen Bereich. Unser Bootsführer kann uns in den nächsten 3 Stunden beweisen, wie gut seine Augen sind und wie er das Boot beherrscht. Peter wird den Guide tatkräftig unterstützen und uns viel über Flora und Fauna erzählen. Unser Boot fährt in Richtung der Grenze zu Nicaragua. Das Gebiet Cano Negro ist eines der wichtigsten Feuchtgebiete Costa Ricas. Seine Größe beträgt etwa 100 km². Costa Rica 2008 Rundreise Cano Negro KapuzieneraffenIn diesem Gebiet gibt es Pflanzen und Tiere, welche nur hier vorkommen. Cano Negro ist vor allem für seinen Vogelreichtum bekannt. Es dient als Zwischenstation für viele Zugvögel, sodass man bisher schon über 300 Vogelarten gesichtet hat. Auch einige Säugetiere leben in dem Naturschutzgebiet. Aber man muss schon etwas mehr Glück haben, um Pumas, Jaguare oder sogar ein Tapir zu sehen. Affen haben wir sehr zahlreich in den Bäumen gesichtet. NCosta Rica 2008 Rundreise Cano Negro Kaimaneben den Kapuzineraffen konnten wir auch Brüllaffen und Klammeraffen beobachten. Ständige Begleiter sind die zahlreichen Kaimane an den Ufern. Wir fahren über die Grenze ein Stück in das Nachbarland hinein. Hätte unser Reiseleiter nichts gesagt, wäre es keinem aufgefallen. Wir haben sehr viel von der Flora und Fauna gesehen - die großen Säugetiere aber nicht. Betrachtet man den Touristenverkehr auf dem Fluss, ist es auch kein Wunder. Nachdem wir gewendet haben, gibt unser Bootsführer etwas mehr Gas. Trotzdem findet er immer noch Tiere am Flussufer und wir nehmen uns die Zeit für kleine Fotopausen. Viele Aufnahmen am Ufer sind ohne Blitzlicht nicht möglich. Dafür ist es im Unterholz einfach zu dunkel. Die Flussfahrt war sehr schön und das Essen wartet schon.

Peter hat schon heute früh das Essen bestellt. Neben Reis und schwarzen Bohnen gab es Huhn oder Rind zur Auswahl. Mit einiger Verspätung treffen wir 13:30 Uhr am Restaurant ein. Die Bohnen schmecken hier besser als im restlichen Land. Die Wirtin hat uns sogar einige Details der Zubereitung verraten. Endlich gibt es einmal ein landestypisches EsseCosta Rica 2008 Rundreise Arenal Heiße Quellenn.

Wir verlassen die Region im Norden und fahren wieder in Richtung Arenal. In San Carlos machen wir eine Pause und ich nutze die Möglichkeit an einem Geldautomaten die ersten Colones zu ziehen. Auf der Abrechnung steht später ein Kurs von 1:768,9279. Der starke Euro macht sich hier bemerkbar. Unser nächstes Ziel sind die Baldi Thermalquellen am Fuße des Arenal. Handtücher sind im Preis enthalten und ein Schließfach ebenfalls. Für 2 Stunden wollen wir uns hier erholen und die verschiedenen Badetemperaturen testen. Das ktropischer Garten bei den Baldi Thermalquellenälteste Becken hat 38°C und es ist eine Steigerung bis 67°C möglich. Das Becken mit einer Wassertemperatur von 45°C ist das Wärmste, welches wir ertragen haben. Die wärmeren Becken sind auch fast alle ungenutzt. Die Thermalbecken sind in einen schönen tropischen Garten eingebettet. Am höchsten Becken befinden sich 2 Wasserrutschen und ein großer Gartenbereich mit schönen Wegen zum Spazieren gehen. Den Vulkan Arenal hat man immer im Blickfeld. Der Zeitpunkt für den Besuch der Quellen ist sehr gut gewählt. Es ist nicht mehr so voll und laut. Die Kameras und Handtücher haben wir immer im Blickfeld oder jemand aus unserer Reisegruppe bewacht unsere Sachen. Überall stehen Liegen und man kann sich nach dem Baden ausruhen. Weil es schon langsam dunkel wird, muss man aufpassen, dass man dabei nicht einschläft. Die Bars und Lokale haben wir nicht genutzt. Vor allem die Trinks an der Bar sind sehr preisintensiv. Peter hatte uns im Vorfeld schon darauf aufmerksam gemacht. Auch hier vergeht die Zeit sehr schnell und für 18:30 Uhr ist die Abfahrt eingeplant.

Jetzt wollen wir uns den aktiven Vulkan von der Nordwestseite ansehen. Wir verlassen die gut ausgebaute Straße und biegen in einen Schotterweg ab. Unser Bus hat immer noch eine defekte Batterie und die Lichtmaschine schafft die Beleuchtung, Klimaanlage und andere Verbraucher nicht vollständig mit Strom zu versorgen. Also wird die Klimaanlage abgestellt. Die Temperatur im Bus steigt natürlich schnell an und die Scheiben beschlagen. Der Arenal zählt zu einem der aktivsten Vulkane der Erde. Mit etwas Glück ist die Sicht auf den Vulkankegel weiterhin frei und er ist gerade aktiv. Im Dunkeln kann man die Lava oder herabstürzende Gesteinsbrocken dann sehr gut sehen. Kurz vor dem Ziel hat sich ein Unfall ereignet. Ein PKW hat im Dunkeln eine Straßeneinengung übersehen und liegt auf dem Dach. Die Abschleppfahrzeuge haben alle Mühe das Auto wieder auf die Straße zu bekommen. Dabei blockieren sie die Brücke über die wir wollen. Die restlichen Meter gehen wir zu Fuß. Immer wieder sehen wir glühende Steine den Hang herunter fallen. Die Spitze des 1650 m hohen Berges ist dabei leider in Wolken verhüllt. Trotzdem sehen wir ein kleines Feuerwerk des Arenal. Wir haben sehr viel Glück mit dem Wetter, denn einige aus unserer Reisegruppe waren schon öfter hier und haben heute das erste mal eine aktive Phase des Arenal, bei relativ guter Sicht, gesehen.

Zum Abendessen gehen wir heute in ein Steakhaus. Das Essen ist ein Traum und mit 62 USD für 2 Personen sogar preiswert. Gegen 22:30 Uhr sind wir wieder im Hotel angekommen.

San Jose - Arenal

Wir müssen schon 06:00 Uhr wieder aufstehen und so richtig ausgeschlafen haben wir auch nicht. Die Koffer müssen gepackt, das Handgepäck bereitgelegt und die Trinkvorräte für den Tag aufgefüllt werden. 06:30 Uhr gibt es ein gutes Frühstück und eine Stunde später werden die Gruppen aufgeteilt und die Koffer in die Busse geladen. Wir sind in Peters Gruppe und sehen es als die bessere Wahl. Er ist Österreicher, lebt seit 12 Jahren in Costa Rica und macht die Rundreisen schon wesentlich länger. Wie immer möchten alle im Bus in den vorderen Reihen sitzen und wir haben wieder die 5 Sitze der Rückbank für uns allein. Unsere Gruppe hat 19 Teilnehmer so das im Bus ausreichend Platz ist, auch wenn einige Rücksäcke für die Gepäckfächer zu groß sind.Kaffeefarm Doka Estate

Pünktlich 08:00 Uhr verlassen wir das 5-Sterne Hotel in der Nähe von Heredia. Unser erstes Ziel ist eine Kaffeefarm in der Nähe. Nach 35 Minuten haben wir den Ort Alajuela erreicht und 11 km nördlich liegt die Farm "DOKA ESTATE". Hier besitzt die Familie Vargas 1600 ha Kaffeesträucher und trocknet die Kaffeebohnen noch traditionell mit der Kraft der Sonne. Etwa 200 festangestellte Arbeiter und 3000 Erntehelfer sind hier tätig. Wir machen an dem Kaffeehaus "La Luisa" halt und Peter erklärt uns den Werdegang des Kaffees von der Blüte bis zur gerösteten Bohne. Kaffeesträucher wachsen hier auf 1350m Höhe sehr gut und die Qualität wurde mehrfach ausgezeichnet. In dem Ladengeschäft besteht die Möglichkeit Kaffee zu kaufen. Aber bei der Auswahl ist man wieder auf Peters Ratschlag angewiesen. Natürlich gehen die Meinungen über den Kaffeegeschmack der Ticos weit auseinander. Nach etwa 25 Minuten fahren wir weiter bergauf. Es fallen jetzt auf beiden Straßenseiten die mit dunklen Netzen überspannten Plantagen auf. Hier werden Zierpflanzen und Blumen für den Export gezüchtet. Die Erdbeerfelder hier oben decken dagegen den heimischen Markt ab. Costa Rica 2008 Panorama Blick über San Jose

09:40 Uhr machen wir an einem Aussichtspunkt halt. Wir befinden uns jetzt auf einer Höhe von 2280 m. Der Blick reicht weit über das Zentraltal von San Jose hinaus. Das Wetter spielt mit und wir haben eine sehr schöne Aussicht. Hoffentlich bleibt uns der blaue Himmel treu und wir haben dann am Poas eine Sicht bis zum Pazifik auf der einen und der Karibik auf der anderen Seite. Aus dem Flugzeug konnten wir aber gestern die Wolkenmassen sehen, welche sich von der Karibikseite an den Berghängen stauten.

Nach einer weiteren kurzen kurvenreichen Fahrt sind wir am Parkplatz des Nationalparks "Vulkan Poas" angekommen. Am Informationszentrum riecht es schon sehr stark nach Schwefel. Alle hatten zuerst die Toilettenanlagen in Verdacht, aber der Wind kam aus der Richtung des Kraters und immer wieder erreichte uns eine Aussichtsplattform am Vulkan PoasDuftwolke. Unsere Gruppe geht die 600m Weg bis zum Krater gemeinsam. Nachdem uns Peter die wichtigsten Informationen übermittelt hat, macht jeder seine individuelle Tour. An der Aussichtsplattform haben wir einen sehr guten Blick der Krater des Vulkan Poasauf den Hauptkrater. Er entstand bei den Eruptionen zwischen 1952 und 1954. Er hat einen Durchmesser von etwa 1600 m und eine Tiefe von 300 m. Die Wassertemperatur des Sees schwankt zwischen etwa 40°C und 80°C, wobei die Schwefeldämpfe bis 870°C heiß sind. Sie sind manchmal so stark das der Nationalpark geschlossen werden muss. Der See hat einen Durchmesser von etwa 350 m. Wir befinden uns jetzt auf einer Höhe von 2574m aber die Sicht auf die beiden Ozeane bleibt uns verwehrt. Die Wolken werden immer dichter und der Wind kommt aus einer ungünstigen Richtung. Schon nach wenigen Minuten ist der Kratersee kaum noch zu der Weg zum Kratersee Laguna Botos am Vulkan Poaserkennen. Wir wollen noch zu dem alten Krater und nutzen den 1 km langen Wanderweg immer bergauf. Die Höhe macht sich schon etwas bemerkbar. Es dauert länger, bis sich der Kreislauf etwas beruhigt hat und man ohne Stativ bei schlechtem Licht fotografieren kann. Costa Rica 2008 Rundreise Poas alter KraterseeDer Krüppelwald ist sehr dicht und mit Bromelien überwuchert. Nach 20 Minuten haben wir den alten Krater erreicht. Er ist seit 7500 nicht mehr aktiv und kalt. Der herrliche See hat etwa 400 m Durchmesser und ist maximal 14 m tief. Der Wald ist an diesem Krater etwas höher, weil hier die letzten Eruptionen keinen Schaden hinterlassen haben. Von dem Aussichtspunkt hat man einen schönen Blick über den gesamten Krater. Wir befinden uns jetzt auf einer Höhe von 2620 m. Die Sonne bringt die vielen Epiphyten zum Leuchten. Nicht nur die Landschaft sondern auch die Tierwelt hat hier oben ihre Reize. Viele Vögel machen sich im Unterholz bemerkbar und oft ist man mit der Kamera zu langsam. Die Lichtverhältnisse machen es zusätzlich schwer. Nur mit einem starken externen Blitzlicht kann man versuchen die Belichtung auszugleichen. Die Zeit vergeht viel zu schnell und wir müssen wieder zum Parkplatz zurück. Costa Rica 2008 Rundreise Wasserfall Catarata La Paz

Nach dem Mittagessen fahren wir weiter in Richtung einiger Wasserfälle. An einem Obstverkaufsstand machen wir wieder einen kurzen Zwischenhalt. Die Getränkevorräte können hier auch aufgefüllt werden. Nach wenigen Kilometern haben wir den Friedenswasserfall "Catarada La Paz" erreicht. Der Ursprung des Wassers ist der Vulkan Poas. Es fällt aus 915 m Höhe über 5 Stufen an der Nordostseite des Vulkans in die Tiefe. In der Trockenzeit ist die Wassermenge etwas geringer. Die Holzbrücke am unteren Abschnitt ist den Wassermassen der Regenzeit zum Opfer gefallen. Die Überreste liegen jetzt noch unter der Behelfsbrücke aus Stahl. Unvorstellbar, welche Kräfte da am wirken waren. Über einen schmalen Weg kann man hinter der Wasserwand entlang gehen. Etwas nass wird man aber mit Sicherheit dabei. Geht man über die Brücke und etwas die Straße hinauf, hat man einen schönen Blick auf den Bereich über der Aussichtsplattform. Für einen Aufstieg zu den anderen Wasserfällen reicht die Zeit leider nicht.

Nach wenigen Minuten Fahrt machen wir schon wieder Halt an einer Futterstation für Kolibris. In einem Terrarium lebt auch eine handzahme Vogelspinne, welche sich einige Frauen auf die Schulter setzen lassen. Mich interessieren aber die angelockten Kolibris an den Futterautomaten wesentlich mehr. Das Filmen der flinken Vögel ist noch sehr einfach, aber ein gutes Foto ist nicht so schnell gelungen. Die Kolibris achten schon auf eine größere Distanz zu den Menschen. Kommt man zu nah, wird einfaein Kolibri an einem Futterautomatench die Futterstelle gewechselt. Sie bleiben auch oft nicht lange sitzen, und bevor man mit der Kamera so weit ist, sind sie wieder weiter geflogen. In den 30 Minuten gibt es aber genug Gelegenheiten sich die schönen Vögel anzusehen und auch das ein oder andere Foto zu machen. An einer der etwa 10 Tränken ist immer etwas los gewesen.

Auf dem Weg zum Hotel sichtet unser Busfahrer eine Gruppe Brüllaffen in den Bäumen an der Straße. Der Aufmarsch der Touristen gefällt den Affen aber gar nicht. Sie ziehen sich gemächlich zurück und verschwinden in den hohen Bäumen.Nester des Montezuma Stirnvogels

Kurz nach 16:00 Uhr sind wir im Hotel "El Tucano" angekommen. Wir werden für die nächsten 2 Nächte im oberen Teil des Hotels untergebracht. Die Lage des Hotels ist traumhaft. In einem hohen Baum nisten Montezuma Stirnvögel und ziehen mit ihrem Balztanz die Blicke auf sich. In einem Baum an der Rezeption sitzen 2 Aras und lassen sich beim Fressen nicht stören. Während des Rundganges durch die Hotelanlage sehen wir einen Weg in den Regenwald. Auch wenn es bald dunkel wird, wollen wir doch noch einen kleinen Spaziergang machen. An einem Fluß entlang führt ein breiter Weg durch die wunderschöne Natur. Wir bleiben bis zum letzten Sonnestrahl und beenden danach unseren Hotelrundgang.

Eine Tagestour nach Xel-Ha

Tagesausflug: Mexiko 2006 Freizeitpark Xel-HaFür den 04.04.06 haben wir einen Ausflug in den Vergnügungspark Xel-Ha geplant. Wir haben uns für die Variante Park Xel-Ha-all inclusive entschieden. Für den Eintritt sind dann 59 USD fällig und man hat alle GetränkTagesausflug: Mexiko 2006 Freizeitpark Xel-Hae, das Mittagessen und die Schnorchelausrüstung mit dabei. Für die An- und Abreise ist dann jeder selbst verantwortlich, was aber in Mexiko kein Problem ist. Der Park hat von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet und man hat uns geraden vor den Touristenbussen dort zu sein. Wir waren noch vor dem Einlasspersonal am Eingang und durften einige Minuten warten. Natürlich standen wir in der falschen Reihe weil wir die Eintrittskarten schon bei unserem Reiseleiter im Hotel bezahlt hatten.

Am Eingang gibt es auch diverses Informationsmaterial und eine Übersichtskarte der gesamten Anlage. Am Vormittag wollen wir die angenehmen Temperaturen nutzen und laufen die gesamte Anlage ab. Der erste Anlaufpunkt ist das DelfinbeckenTagesausflug: Mexiko 2006 Freizeitpark Xel-Ha. Die Pfleger sind gerade bei der Begrüßung der Tiere und wie es aussieht werden die Tiere auch teilweise gesundheitlich untersucht. Es ist schon interessant wie die Delfine auf die Kommandos der Pfleger reagieren. Gleich neben der Delfinanlage befindet sich die Bar del Puente. Offiziell öffnet sie erst um 10:00 Uhr aber auch einige Minuten vorher ist hier schon voller Betrieb. Von hier hat man auch einen schönen Überblick über den südlichen Teil der Lagune. Die ersten Schnorchler sind schon im Wasser unterwegs, aber auch von Land aus kann man an vielen Stellen die tropischen Fische sehen. Wir gehen weiter zur 80m langen Schwimmbrücke ohne die ein Rundgang nicht möglich wär. An der Station der Helmtaucher ist noch große Ruhe. Dieser Tauchgang, von einer halben Stunde Länge, kostet für alle 45,- USD extra. Durch den Wellengang kann man von oben die großen Fische nur schemenhaft sehen. Auf der anderen Seite der Brücke beginnt der Teil für Naturliebhaber. Außer dem Betonweg ist hier alles noch so geblieben wie es die Natur vorgesehen hatTagesausflug: Mexiko 2006 Freizeitpark Xel-HaTagesausflug: Mexiko 2006 Freizeitpark Xel-Ha. In diesen Teil des Parks verirren sich nicht so viele Touristen. Nur in der Ferne hört man den Lärm der Badegäste. Hier werden Nasenbären angefüttert und viele Vögel sitzen in den Bäumen. Zahlreiche Seen und Tümpel haben ihren eigenen Reiz und von einem Laufsteg hoch über den Baumkronen kann man sich auch ein Bild von oben machen. Der Steg ist nicht im Lageplan enthalten und von unten sieht man ihn auch nicht. Allerdings ist die Konstruktion etwas schwankend aufgebaut, so das man den Eindruck hat man befinde sich auf einen Baum. Am Beginn des Steges ist eine kleine Aussichtsplattform die sich für eine Pause sehr gut eignet. Hier oben hat man Ruhe und nur wenige Touristen nehmen den Weg in die Höhe ernst.

Nach einigen Minuten Fußmarsch wird es wieder lauter, weil wir am Anfang des Flusses angekommen sind, hier die großen Reifen ausgegeben werden und auch viele Schnorchler die Strömung nutzen. An der Reifenausgabe sollte man Zeit mitbringen oder sich rechtzeitig einen Ring sichern. Wartezeiten von über einer Stunde sind die Regel weil viele die Reifen nicht abgeben und diese im aufgeblasenen Zustand durch den halben Park gefahren werdenTagesausflug: Mexiko 2006 Freizeitpark Xel-Ha.

Auf einem schattigen Weg läuft man parallel zum Fluss oder nimmt den River Shuttle. Immer wieder hat man die Möglichkeit in das Wasser zu steigen oder am Fluss eine Pause zu machen. Über eine Brücke kommt man dann rechtzeitig zur Mittagszeit wieder im Bereich der großen Restaurants an. Wir entscheiden uns für das Buffet im Restaurant Caribeno. Wer kein all inclusive hat muß 25 USD für das Buffet zahlen und für das gebotene Essen ist es nicht einmal zu viel. Die Getränke werden serviert und das benutzte Geschirr ist schneller abgeräumt als in manchen Hotel. Für jeden Geschmack ist etwas dabei und auch das Obst- und Kuchenbuffet fehlt nicht.

Nach der Stärkung möchte ich mir nun die Unterwasserwelt näher ansehenTagesausflug: Mexiko 2006 Freizeitpark Xel-Ha. Für die Schnorchelausrüstung ist auch Kaution fällig und man sollte erst die sieben Sachen zusammenstellen und dann das Schließfach füllen. Auf die Schwimmweste sollte man auch nicht verzichten und wenn es nur als Sonnenschutz ist. Durch die vielen Fische und die große Auswahl an guten Schnorchelmöglichkeiten vergeht die Zeit sehr schnellTagesausflug: Mexiko 2006 Freizeitpark Xel-Ha. Die Unterwasserbilder habe ich mit einer Einwegkamera aufgenommen. Die Negative habe ich gescannt und die Ausschnitte vergrößert. Wer seine private Schnorchelausrüstung mit in Mexiko hat sollte auch hier nicht darauf verzichten. Die Einwegschnorchel sind als Andenken brauchbar aber zur Verwendung für längere Zeit am Tag viel zu hart. Auch mit den Flossen war ich nicht sehr zufrieden. Überall in der Anlage gibt es Schließfächer und überflüssiges Gepäck kann dort verstaut werden. Auf unserem Rundgang habe ich mir einige Stellen zum Schnorcheln ausgesucht aber die größten Fische habe ich an der Insel in der Parrot Fish Lagoon gesehen.

Dusch- und Umkleidemöglichkeiten gibt es sehr viele und auch die Taxis warten am Ausgang auf ihre Kunden. Dort findet man auch einige Souveniershops mit einem sehr guten Angebot. Es war ein sehr schöner Tagesausflug den man unbedingt einmal unternehmen sollte.

Der 3. Tag in Singapur - Ankunft auf Bali

Die letzten Stunden in Singapore wollen wir noch optimal nutzen. Wir räumen das Zimmer, lassen die Koffer im Hotel und wollen mit einem Taxi in den Jurong Birdpark - dem Vogelpark. Fast wären wir zum Flughafen gebracht worden, weil der Taxifahrer Airport und nicht Birdpark verstanden hat. So schnell kann es gehen aber wir hatten uns verstanden bevor die Fahrt begonnen hatte. Für 17,- SGD sind wir schon einige Km mit dem Taxi gefahren.

im Jurong Birdpark von Singapurenochmal 4,- SGD pro Person. Der Vogelpark ist sehr groß und wenn man alle Volieren und Freiflughallen ansehen will braucht man mehr als nur ein paar Stunden. Heute ist es schwülwarm und die Sonne scheint.Singapore 2005 im Vogelpark

Mit der Bahn kann man die Wege etwas abkürzen, aber die Warteschlangen an den Stationen sind sehr lang und wir sind schneller gelaufen.

Wir müssen 14:00 Uhr wieder im Hotel sein und beeilen uns etwas. Die riesige Freiflughalle der Lory's ist schon eine Augenweide, genau wie die Anlage der Paradiesvögel. Zum Abschluss fahren wir noch mit der Panoramabahn eine Runde und dann wird es Zeit für den Rückweg. Mit dem Taxi sind wir schnell wieder im Hotel und wenig später schon auf dem Flughafen.

Die Zeit in Singapore war sehr schön und wenn die Möglichkeit besteht werden wir in den nächsten Jahren noch einmal einen Zwischenstopp einlegen. Sicher werden wir dann länger als 48 Stunden bleiben und uns die Stadt genauer ansehen.

Bis zum Abflug haben wir noch etwas Zeit und begutachten die Shoppingmeile im Flughafen. Meinen nagelneuen Camcorder sehe ich für 2200,- SGD (1047,-Euro) und in Deutschland ist der Listenpreis 1999,- Euro. Trotz Schnäppchenpreis im Onlineshop beträgt die Differenz immer noch fast 500,- Euro.

Wir können noch in Ruhe einen Kaffee trinken und bummeln dann langsam Richtung Cate E12. Die Platzreservierung hat wieder gut funktioniert und in der Boeing 777 hat man mehr Platz als im Jumbojet. Die zweieinhalb Stunden Flug sind schnell vorbei und wir landen in Denpasar. Die Abfertigung geht schneller als gedacht aber mein Pass hat einige freie Seiten weniger. Durch die örtliche Reiseleitung werden wir abgeholt und mit einem Kleinbus in das Hotel gebracht. Die Flugtickets werden eingesammelt weil Jahnreisen den Vorabcheck-in für den Rückflug übernimmt. Wir haben darüber schon etwas gelesen und sind nicht so überrascht wie andere Urlauber. Wer gibt schon gern die Tickets für den Rückflug aus der Hand? An der Rezeption des Melia Benoa Hotels spricht man deutsch und es wird uns dieser neue Service vieler Reiseveranstalter erklärt.

Wir erhalten ein sehr schönes Zimmer in der mittleren Etage des Gebäudes  - sehr ruhig gelegen - mit Blick auf den Pool. Wir essen noch eine Kleinigkeit und lassen den Tag ruhig ausklingen. Wayan hat uns schon eine SMS geschickt, denn wir wollen neben der Rundreise noch andere Touren auf Bali unternehmen. Deshalb haben wir schon vor Wochen Kontakt zu ihm aufgenommen.