Für den 04.04.06 haben wir einen Ausflug in den Vergnügungspark Xel-Ha geplant. Wir haben uns für die Variante Park Xel-Ha-all inclusive entschieden. Für den Eintritt sind dann 59 USD fällig und man hat alle Getränke, das Mittagessen und die Schnorchelausrüstung mit dabei. Für die An- und Abreise ist dann jeder selbst verantwortlich, was aber in Mexiko kein Problem ist. Der Park hat von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet und man hat uns geraden vor den Touristenbussen dort zu sein. Wir waren noch vor dem Einlasspersonal am Eingang und durften einige Minuten warten. Natürlich standen wir in der falschen Reihe weil wir die Eintrittskarten schon bei unserem Reiseleiter im Hotel bezahlt hatten.
Am Eingang gibt es auch diverses Informationsmaterial und eine Übersichtskarte der gesamten Anlage. Am Vormittag wollen wir die angenehmen Temperaturen nutzen und laufen die gesamte Anlage ab. Der erste Anlaufpunkt ist das Delfinbecken. Die Pfleger sind gerade bei der Begrüßung der Tiere und wie es aussieht werden die Tiere auch teilweise gesundheitlich untersucht. Es ist schon interessant wie die Delfine auf die Kommandos der Pfleger reagieren. Gleich neben der Delfinanlage befindet sich die Bar del Puente. Offiziell öffnet sie erst um 10:00 Uhr aber auch einige Minuten vorher ist hier schon voller Betrieb. Von hier hat man auch einen schönen Überblick über den südlichen Teil der Lagune. Die ersten Schnorchler sind schon im Wasser unterwegs, aber auch von Land aus kann man an vielen Stellen die tropischen Fische sehen. Wir gehen weiter zur 80m langen Schwimmbrücke ohne die ein Rundgang nicht möglich wär. An der Station der Helmtaucher ist noch große Ruhe. Dieser Tauchgang, von einer halben Stunde Länge, kostet für alle 45,- USD extra. Durch den Wellengang kann man von oben die großen Fische nur schemenhaft sehen. Auf der anderen Seite der Brücke beginnt der Teil für Naturliebhaber. Außer dem Betonweg ist hier alles noch so geblieben wie es die Natur vorgesehen hat. In diesen Teil des Parks verirren sich nicht so viele Touristen. Nur in der Ferne hört man den Lärm der Badegäste. Hier werden Nasenbären angefüttert und viele Vögel sitzen in den Bäumen. Zahlreiche Seen und Tümpel haben ihren eigenen Reiz und von einem Laufsteg hoch über den Baumkronen kann man sich auch ein Bild von oben machen. Der Steg ist nicht im Lageplan enthalten und von unten sieht man ihn auch nicht. Allerdings ist die Konstruktion etwas schwankend aufgebaut, so das man den Eindruck hat man befinde sich auf einen Baum. Am Beginn des Steges ist eine kleine Aussichtsplattform die sich für eine Pause sehr gut eignet. Hier oben hat man Ruhe und nur wenige Touristen nehmen den Weg in die Höhe ernst.
Nach einigen Minuten Fußmarsch wird es wieder lauter, weil wir am Anfang des Flusses angekommen sind, hier die großen Reifen ausgegeben werden und auch viele Schnorchler die Strömung nutzen. An der Reifenausgabe sollte man Zeit mitbringen oder sich rechtzeitig einen Ring sichern. Wartezeiten von über einer Stunde sind die Regel weil viele die Reifen nicht abgeben und diese im aufgeblasenen Zustand durch den halben Park gefahren werden.
Auf einem schattigen Weg läuft man parallel zum Fluss oder nimmt den River Shuttle. Immer wieder hat man die Möglichkeit in das Wasser zu steigen oder am Fluss eine Pause zu machen. Über eine Brücke kommt man dann rechtzeitig zur Mittagszeit wieder im Bereich der großen Restaurants an. Wir entscheiden uns für das Buffet im Restaurant Caribeno. Wer kein all inclusive hat muß 25 USD für das Buffet zahlen und für das gebotene Essen ist es nicht einmal zu viel. Die Getränke werden serviert und das benutzte Geschirr ist schneller abgeräumt als in manchen Hotel. Für jeden Geschmack ist etwas dabei und auch das Obst- und Kuchenbuffet fehlt nicht.
Nach der Stärkung möchte ich mir nun die Unterwasserwelt näher ansehen. Für die Schnorchelausrüstung ist auch Kaution fällig und man sollte erst die sieben Sachen zusammenstellen und dann das Schließfach füllen. Auf die Schwimmweste sollte man auch nicht verzichten und wenn es nur als Sonnenschutz ist. Durch die vielen Fische und die große Auswahl an guten Schnorchelmöglichkeiten vergeht die Zeit sehr schnell. Die Unterwasserbilder habe ich mit einer Einwegkamera aufgenommen. Die Negative habe ich gescannt und die Ausschnitte vergrößert. Wer seine private Schnorchelausrüstung mit in Mexiko hat sollte auch hier nicht darauf verzichten. Die Einwegschnorchel sind als Andenken brauchbar aber zur Verwendung für längere Zeit am Tag viel zu hart. Auch mit den Flossen war ich nicht sehr zufrieden. Überall in der Anlage gibt es Schließfächer und überflüssiges Gepäck kann dort verstaut werden. Auf unserem Rundgang habe ich mir einige Stellen zum Schnorcheln ausgesucht aber die größten Fische habe ich an der Insel in der Parrot Fish Lagoon gesehen.
Dusch- und Umkleidemöglichkeiten gibt es sehr viele und auch die Taxis warten am Ausgang auf ihre Kunden. Dort findet man auch einige Souveniershops mit einem sehr guten Angebot. Es war ein sehr schöner Tagesausflug den man unbedingt einmal unternehmen sollte.
Schon einen Tag nach unserer Rundreise haben wir für den 29.03.2006 den ersten Ausflug ausgesucht. Über unseren Reiseleiter vor Ort haben wir eine Fahrt mit dem U-Boot Atlantis gebucht. Sehr praktisch ist die Auswahl der Zahlungsmöglichkeiten, dank modernster Technik sogar mit den üblichen Karten. Pro Person sind für den kompletten Transfer ab Hotel, Fähre nach Cozumel, Taxi auf der Insel und der U-Bootfahrt immerhin 113,- USD zu zahlen. Auch wer den Transfer bis zum U-Bootzubringer auf der Insel Cozumel selber organisiert wird nicht preiswerter tauchen. Die Tauchfahrt allein kostet auch schon 79,- USD.
Der Transfer zum Fährhafen Playa del Carmen klappt sehr gut. Wir fahren zwar noch einige Hotels an bis der Kleinbus voll ist, aber pünktlich sind wir vor Ort. Zur besseren Erkennung bekommt jeder unsere Reisegruppe einen gelben Aufkleber mit dem U-Boot Atlantis. Die deutschsprachigen Teilnehmer sind zwar in der Überzahl, aber die Einweisung und auch die Erläuterungen während der Tauchfahrt werden in Deutsch und Englisch vorgetragen. Jeder bekommt die Fahrscheine für die Fähre ausgehändigt und nun kann es los gehen. Unser Schiff ist noch nicht so voll und wir haben freie Platzwahl. Kurz nach 10 legt die Fähre ab - nimmt Kurs auf Cozumel. Der starke Wellengang und der Wind zwingen uns trockenere Plätze aufzusuchen. Die Überfahrt dauert, trotz des hohen Tempos, etwa 30 Minuten.
Von weiten sind schon die Kreuzfahrtschiffe zu sehen denn die Insel Cozumel ist als Freihandelszone sehr beliebt. Einige dieser Ozeanriesen liegen hier vor Anker - ein schönes Bild. Nach dem Anlegen müssen wir mit dem Taxi noch einige Kilometer auf der Insel fahren bis wir am Zubringerschiff angelangt sind. Hier sind noch einmal je 2 USD Riffschutzgebühr zu zahlen und mit einem Band am Handgelenk können wir uns als reisefertig ausweisen. In dem Gebäude befinden sich auch die letzten Toiletten vor der Tauchfahrt. Mit einem älteren und sehr lauten Schiff werden wir zu dem U-Boot gebracht, welches etwa 1,5 km vor der Insel liegt. 11:50 Uhr sehen wir das aufgetauchte U-Boot zum ersten mal aus der Nähe. 48 Passagiere könnten mit dem Boot auf Tauchgang gehen und wir haben das Glück dass mit uns nicht so viele Urlauber an Bord wollen. Schon wenige Minuten später hat sich jeder einen Platz gesucht und nach einer kurzen Einweisung für den Notfall verlassen wir die Wasseroberfläche. Schon tauchen die ersten Fische vor den großen Bullaugen auf. Meine Digitalkamera hat Probleme mit dem Autofocus und stellt auf die Scheibe scharf. Nur gut das der Camcorder keine Probleme macht. Regelmäßig gibt der Kapitän die aktuelle Tauchtiefe durch und unser Reiseleiter kommentiert den Ausflug zweisprachig. Durch die geringe Passagierzahl können wir zwischen Backboard und Steuerboard wechseln und kommen aus den Staunen nicht mehr heraus. In 27 m Tiefe treffen wir eine Tauchergruppe die durch den Druck nicht lange hier unten bleiben kann. Durch das klare Wasser der Karibik kann man sehr weit sehen, die Fische haben sich an das U-Boot gewöhnt und schwimmen nicht gleich weg. Bis auf eine Tiefe von über 33 m geht die Fahrt. Immer wieder schwimmen große Fische an den Bullaugen vorbei und die Fernglaswirkung bringt alles sehr nah an den Betrachter heran. Man könnte denken das zwischen den Korallen und dem Boot sehr wenig Platz ist. Fast laulos schweben wir durch das Wasser und sind von dem Anblick der Unterwasserwelt fasziniert. Das Boot ist sehr sauber und auch die "Fenster" sind in einem sehr guten Zustand. Keine Kratzer sind an den Scheiben zu erkennen und auch keinerlei Verunreinigungen. Die Zeit ist sehr schnell vorbei und 12:53 tauchen wir leider schon wieder auf. Den Kapitän des U-Bootes könnte man um seinen Job beneiden. Wir steigen wieder auf den alten Dampfer um und müssen warten bis die nächste Gruppe im Rumpf der Atlantis verschwunden ist. Da ist aber jetzt nicht ein Platz mehr frei. Wir hatten also Glück mit unserem Tauchgang. Jeder erhält ein Tauchzertifikat in deutsch und darf jetzt den Titel Atlantis-U-Bootfahrer tragen. Wieder an Land bringen uns die Taxis zurück in das Zentrum der Insel. Bis zum Ablegen der letztmöglichen Fähre können wir die Zeit zum Bummeln nutzen.
Unzählige Geschäfte laden zum Einkaufen ein aber die große Abwechslung gibt es hier nicht. Vor allem Silberschmuck wird in großen Mengen angeboten. Zahllose Kundenfänger stehen auf der Strasse und sind bei der Werbung richtig lästig. Ich glaube etwa jeder 3. Laden verkauft Silber. Sehr preiswert und in großer Auswahl gibt es Kindersachen auf der Insel. Beachten sollte man den anderen Tauschkurs zwischen Dollar und Peso. Ist er auf dem Festland 1:10 so wird hier 1:11 gerechnet und alle Preise sind in USD angegeben. Wer mit Peso bezahlen will hat einen Aufschlag von 10% zum Festland einzurechnen. Etwas schwierig wird es auch mit dem Mittagessen auf der Insel Cozumel. Alles ist auf die amerikanischen Touristen eingestellt und deshalb gibt es hier sehr viele Fastfoodketten. Wir haben so lange nach einem vernünftigen Angebot gesucht bis es für die Fähre Zeit wurde. Nach dem letzten Tropensturm "Wilma" wurde hier schon wieder sehr viel aufgebaut aber man kann auch sehen, das es für einige keinen Neubeginn und für andere noch viel Arbeit geben wird. Die Fahrt mit dem U-Boot würde ich jederzeit wieder unternehmen, aber anschließend die Insel sofort wieder verlassen.
Wir haben uns wieder um 08:00 Uhr mit Wayan verabredet. Heute werden wir bei Candidasa schnorcheln und anschließend den Muttertempel Pura Besakih besichtigen.
Ich habe mir wieder 2 Einwegkameras für Unterwasseraufnahmen mitgenommen und auch unsere eigene Schnorchelausrüstung ist dabei. Es empfiehlt sich bei längeren Aufenthalt im Wasser ein T-Shirt anzuziehen und schon haben wir ein Problem. Unsere liegen im Hotel und so werden wir noch schnell in Candidasa einkaufen gehen. Wayan kennt sich hier bestens aus und im 2. Laden haben wir dann auch schöne T-Shirts gefunden und sehen auch die Holzdosen mit Kaffee und Tee gefüllt, welche wir schon im Gewürzgarten gesehen haben. Nur ist hier das Preisniveau ein ganz Anderes. Mit dem Boot wollen wir zur Insel Gili Mimbang um dort die Unterwasserwelt zu erkunden.
Es ist gerade Flut und wir werden in dem Boot ordentlich nass gespritzt. Meine Fotoausrüstung habe ich im Auto gelassen und jetzt bin ich froh darüber. Wir suchen uns eine Stelle aus und es geht ins Wasser. Die Strömung ist hier sehr stark und wir suchen eine andere ruhigere Stelle. Das Wasser ist sehr tief und die Strömung macht es unmöglich hier zu schnorcheln. Für Experimente fehlt die Erfahrung und die Kondition. Mit dem Boot fahren wir zu einer wesentlich flacheren Stelle und hier ist auch die Strömung etwas weniger vorhanden. Schnell ist der erste Film voll und ich muss die Kamera wechseln. Jetzt sehe ich erst wie weit ich wirklich abgetrieben bin. Auch Wayan ist mit im Wasser und ruft das Boot zu uns. Immer wieder treiben wir an schönen Korallen und Fischen vorbei und ich hoffe das die Fotos auch gelingen. Die Kraft lässt nach und das Boot bringt uns wieder an Land.
Mit den nassen Sachen steigen wir in das Auto und Wayan bringt uns zu seinen Eltern. In deren Bungalowanlage können wir duschen und uns umziehen. Wir bleiben noch ein bischen dort und lassen uns eine Melone schmecken.
Auf einer schmalen Straße fahren wir jetzt in das Hochland von Bali. Immer wieder hat man eine sehr schöne Sicht Richtung Süden und an einem Aussichtspunkt können wir das Auto abstellen. Wir machen eine kurze Rast und geniesen die Aussicht. Wenig später kommen wir an schönen Reisterrassen vorbei und bald ist es auch Zeit etwas zu Essen. Das Puri Boga Restaurant in Karangasem ist sehr beliebt und wir laden Wayan und seinen Neffen ein. Wie wir schon oft festgestellt haben ist es auch hier sehr leer. Die Touristen fehlen überall. Für 4 Personen mit Buffet und Getränken haben wir 350.000,-Rp zu zahlen - nicht mal 30,-Euro. Durch die großen Fenster hat man auch eine sehr gute Sicht auf die Landschaft hier oben.
Weiter geht die Fahrt Richtung Pura Besakih. Der Muttertempel wird von den großen Veranstaltern nicht mehr gern angefahren weil das Müllproblem an den Straßenrändern überhand genommen hat. Deshalb haben wir uns entschlossen mit Wayan hier hoch zu fahren. Der Müll ist wirklich keine gute Reklame für den Tempel und der Straßenzustand auch nicht. Das Auto müssen wir an einem Parkplatz abstellen und dann geht es zu Fuß weiter. Wayan zeigt uns einige Schäden die ein Erdbeben 2004 hinterlassen hat. In Besakih befindet sich die wichtigste hinduistische Tempelanlage von ganz Bali. Die Anlage ist 250 ha groß, auf sieben Terrassen aufgeteilt und viele Familien haben hier ihren eigenen Schrein.Man sollte es nicht versäumen bis hinauf zu steigen. Der wundervolle Ausblick von hier oben entschädigt für die Mühen des Aufstiegs. Der höchste Tempel befindet sich etwa in 1000m Höhe und bei uns kommt der Kreislauf in Schwung. Die vielen Stufen bis zum höchsten Tempel haben es in sich. Wir benötigen gut eine halbe Stunde von der ersten Terrasse bis nach oben. Eine kurze Pause und dann geht es wieder abwärts.
Ein schöner Tag geht zu Ende und wir vereinbaren für den 14.04.2005 die nächste Tour.
Im Hotel wird für das Barbecuedinner vorbereitet und anschließend gibt es wieder einen der balinesischen Tänze zu sehen.
Heute haben wir uns einen Tag Ruhepause verordnet. Wir laufen am Strand Richtung Nusa Dua und dann über die Straße zurück. Wir sehen, das nicht alle Hotels den Strand säubern lassen und teilweise liegt das Treibgut verstreut im Sand. Auch die Strandabschnitte ohne Hotel sehen teilweise übel aus. Wir suchen uns einen Weg zur Straße und kommen an dem Kreisverkehr innerhalb des Nusa Dua Komplexes heraus. Wir wollen noch nicht gleich wieder zurück und sehen uns erst mal hier noch etwas um. In NUSA DUA CAFE machen wir eine kleine Pause. An beiden Straßenseiten ist ein Laden neben dem Anderen und wir haben den Eindruck das viele Läden das gleiche Angebot haben. Wir laufen aber jetzt langsam Richtung Hotel und die Taxifahrer wollen nicht glauben, das wir freiwillig zu Fuß unterwegs sind.
Heute geht das Wasser bei Ebbe sehr weit zurück und die Fischer lassen ihre Boote an ihren Liegeplätzen. Mit Angeln laufen Sie bis an das vorgelagerte Riff. Einige Tiere sitzen in dem flachen Wasser in der Falle. Ein sehr schöner Seeigel sucht nach einem Versteck und schafft es in das tiefe Wasser. Die Seesterne sind aber zu langsam für das abfließende Wasser.
Einige schöne Korallen ragen aus dem Wasser und sind ein begehrtes Fotoobjekt. Die Touristen laufen sehr vorsichtig durch das Wasser um keinen Schaden zu machen. Die Einheimischen dagegen nehmen keine Rücksicht, drehen jeden Stein um, wollen mit der Hand Fische fangen und Muscheln suchen. In dem tieferen Wasser wird viel zertreten was unter die Füße der Fischer kommt. Die abgebrochenen Korallen werden in Strandnähe gespült und lagern sich dort als dicke Schicht ab. Direkt vor dem Hotel Melia Benoa ist die Wasserrinne an der die Fischer ihre Angeln auswerfen. An diesem Strand und rechts nebenan ist die Korallenschicht besonders auffällig. Wir haben uns angewöhnt die Badeschuhe anzuziehen wenn wir in den Ozean schwimmen gegangen sind, oder haben den Strand des Bali Tropic genutzt.
Wer im Ozean baden will muss sich die Zeiten von Ebbe und Flut merken. Das Wasser zieht sich einige hundert Meter weit zurück und es bleiben nur kleine Wasserlachen übrig. Der ganze Tagesablauf ist auf die Gezeiten abgestimmt. Die Boote der Fischer und der Tauchstationen werden immer vor einsetzen der Ebbe in sicheres Wasser gebracht.
Die Boote sind dann nur zu Fuß zu erreichen. Das Bild habe ich bei Ebbe aufgenommen. Es sind noch größere Wasserflächen zu sehen welche aber langsam abfließen. Die ersten Reiher und andere Vögel fliegen ein und suchen das seichte Wasser nach Fischen und anderen Getier ab.
Wer einen Erkundungsmarsch durch diese Zone machen will sollte sich die Tierwelt von einem Einheimischen zeigen lassen. Alle Strandverkäufer sprechen gut englisch und teilweise auch deutsch. Die Begleitung durch die Flachwasserzone nutzen Einige um die Urlauber auf ihre Angebote aufmerksam zu machen. Einer dieser Verkäufer ist Lili White. Er zeigt uns einige Wasserlöcher mit schönen Korallenfischen. Es ist windstill und ich kann einige schöne Aufnahmen machen. Lili verkauft hier am Nordstrand Fahrten der "Wasini Kisite Island Dolphin Tour" und natürlich Safaris. Als ich erzähle das wir unsere Safari schon gebucht haben ist das Interesse an uns nicht mehr so groß.
Kaum waren wir etwas im Ozean baden hat sich meine Uhr schon in den Ruhestand begeben. Sicher hatte ich die Krone nach der Zeitumstellung nicht wieder in die richtige Stellung gedrückt und es ist Wasser eingedrungen. Auch die Schnelltrocknung hat nicht geholfen und so wollte ich es mit einer neuen Batterie versuchen. Ich erinnerte mich das uns bei der Anreise im Vorbeifahren ein "Supermarkt" gezeigt wurde. Diesen Konsumtempel wollten wir aufsuchen und begaben uns zur Barclays Bank neben dem Hotel, wo sich auf dem Parklatz immer einige der privaten Taxis angeboten haben. Das bestellte Taxi war natürlich etwas unpünktlich und wir wurden von anderen Fahrern angesprochen. Viele der hier fahrenden Autos haben ihre besten Jahre weit hinter sich aber werden immer noch genutzt um damit etwas Geld zu verdienen. Eines der fahrbaren Untersätze hatte keine Seitenscheiben, Armaturen, Scheibenwischer und auch keine volle Batterie. Auf das Anschieben haben wir dann doch verzichtet und inzwischen ist auch das bestellte Taxi eingetroffen. Wir fahren zum "Nakumatt" und der Fahrer will uns auch wieder in das Hotel zurückbringen. Weil er noch kein Geld genommen hat sind wir auch sicher das er wieder kommt. Dieses Vertrauen wäre in Deutschland unmöglich.
Das Kaufhaus übertrifft unsere Erwartungen. Von Lebensmitteln bis zu Möbeln kann man hier alles kaufen. Auch Uhren gibt es hier, aber keine passenden Batterien. Dafür finden wir hier Cashewnüsse pur 400 Gr. für 289,- KSh und andere Leckereien. In dem Internetcafé nebenan kann man Urlaubsgrüße schreiben oder auch nur Surfen. Viele Urlauber nutzen die Gelegenheit und schreiben E-Mails in die Heimat. Den Eingang zum Internetcafé findet man in der Bücherei am Nakumatt. Ein weiterer beliebter Treffpunkt ist die Gaststätte. Hier warten die Urlauber auf ihre Taxis und einsame Herzen auf ihre Bekleider. Die Zeit vergeht wie im Flug und unser Fahrer bringt uns zurück in das Hotel.
Die letzten Tage werden wir am Strand verbringen. 2 Wochen sind für diese Insel einfach zu wenig Zeit.
Schon einige Tage bemerken wir ein Ehepaar das jeden Tag durch die Hotelanlage zum Strand geht, aber nicht im Hotel wohnt. Sie sind aus Berlin und kommen schon einige Jahre auf die Insel. Am Anfang noch im Hotel und in den letzten Jahren auf eigene Faust. Seit sie Rentner sind haben beide hier ein Haus gemietet, für 2000,-DM/Jahr ! Leider erhält man für Sri Lanka nur ein Visum für 3 Monate und auf Antrag in Colombo noch mal 3 Monate Verlängerung. Dann muss man aber ausreisen.
Unsere kleine Gruppe wird zum Kaffee eingeladen und wir sind von dem Haus positiv überrascht.
Wie es der Zufall will werden wir mit der gleichen Maschine zurückfliegen. Wenn hier im April die Regenzeit beginnt werden die Schotten dicht gemacht und bis zum Herbst bleiben sie in Berlin. Es ist schön wenn Träume wahr werden.
Unser Batikbild ist fertig und die ersten Ideen für den Rahmen auch. Wir haben Sunil versprochen ein Foto zu machen und es ihm zu schicken.
Wir nutzen die Ebbe um wieder auf dem Riff Muscheln zu suchen und die Fische zu beobachten. Mit einem Polfilter bekomme ich die Wasserspiegelungen entfernt und kann so die Fische auch ohne Unterwassergehäuse filmen.
Der Sand vor dem Hotel Bayroo ist sehr grob. Man sinkt sehr tief ein und es läuft sich schlecht. Nach etwa 300m in Richtung Bentota ist ein scharfer Übergang zu dem Sand den man sonst hier überall hat. Das vorgelagerte Riff verhindert sicher die Ablagerung des feinen Sandes. Unsere Muscheln und angeschwemmte Korallenstücken müssen gut verpackt werden. Wir haben im Vorfeld schon von den Kontrollen am Flughafen Colombo gehört und auf den Kauf von offensichtlich im Ozean geernteten Korallen und Muscheln verzichtet. Auf Bestellung hätte ich auch jede Orchidee bekommen - dann aber auf Kosten der Natur im nahen Regenwald. Ich hoffe das am Flughafen noch Gelegenheit ist auf legale Weise Orchideen zu kaufen.
Das Hotel Bayroo hat sicher schon bessere Zeiten erlebt und die letzte Renovierung liegt Jahre zurück. Das sehr gute Personal muss man hier hervorheben. Auf Grund der allgemein schlechten Auslastung der Hotels war mit großen Showeinlagen im Abendprogramm nicht zu rechnen. Nervig war die Unterschrift für jedes Getränk an der Bar. Sicher liegt die Ursache hier nicht bei den Urlaubern.
Wir plündern unseren Save und nehmen einige Reiseschecks wieder mit nach Deutschland. Für den Euro bezahlen die Einheimische weniger Tauschgebühren als beim Dollar und das neue Geld ist hier wesentlich beliebter als in Deutschland. Es heißt Abschied nehmen von neuen Freunden und Begleitern der letzten 2 Wochen.
Die Koffer sind gepackt und am nächsten Tag ist die schöne Zeit wieder vorbei. Die Fahrt zum Flughafen ist wieder durch die chaotischen Verkehrsverhältnisse in Colombo geprägt, aber wir sind pünktlich und ohne Komplikationen durch die Kontrollen und eine Orchidee habe ich für die letzten Rupien auch erstanden. Wir haben wieder unsere reservierten Sitzplätze in der Boeing 767 eingenommen und freuen uns auf die gute Sicht.
Es ist nicht alles geschafft was wir in den 2 Wochen vor hatten. Die Besuche des Yala Nationalparks im Südosten der Insel, des Regenwaldes und des Hochlandes müssen wir auf irgendwann verschieben. Sicher werden wir in den nächsten Jahren noch einmal nach Sri Lanka fliegen.
Meine Frau hat heute Geburtstag und ich bemerke schon zeitig ein buntes Treiben vor unserer Zimmertür. Der Gang vor der Tür ist mit Blumen ausgelegt und auch unser Tisch ist mit Blüten geschmückt. Mit buntem Reis wurden Buchstaben gelegt und eine Geburtstagstorte gibt es auch.
Nach dem Frühstück will unsere kleine Reisegruppe eine Bootstour zum nahe gelegenen Leuchtturm machen. Unser Reiseführer hat uns ein schönes Schnorchelrevier versprochen und wir wollen uns dort einige Zeit aufhalten. Zügig haben wir das Riff umfahren und nehmen Kurs auf die Insel. Dort müssen wir erst einmal ein gutes Stück wandern, bis wir an der Stelle sind wo wir ins Wasser können. Alle die nicht mit Schnorcheln wollen, sehen sich die Insel genauer an, aber ich will mit einem Bekannten nur noch ins Wasser. Es herrscht klare Sicht und wir können weit im Wasser sehen. Schöne Korallen, viele Fische und die Strömung treiben uns recht weit von der Insel ab. Langsam müssen wir wieder zurück, weil die Sonne auf den Rücken brennt. Der Film in der Unterwasserkamera ist voll und die Anderen warten schon auf uns. Meine Frau hat als Einzige den Leuchtturm bestiegen und dort oben 2 deutsche Amateurfunker aus Erfurt getroffen. Diese sind recht häufig dort oben. Auch vom Fuß des Leuchtturm haben wir einen schönen Ausblick in Richtung Colombo und Beruwela. Unsere Parkuhr ist abgelaufen und mit dem Boot fahren wir wieder zu dem Hotelstrand zurück. Am Nachmittag machen wir einen Spaziergang durch Beruwela und besuchen den Blumen- und Gewürzgarten. Vor allem die schönen Orchideen muss ich mir genauer ansehen. Der deutsch sprechende Chef des Gartens zeigt uns sein Reich und natürlich seinen Verkaufsstand. Einige Gewürze wechseln den Besitzer und später werden wir sehen das die Preise hier günstiger als im Inland sind. Wie versprochen holen wir noch den reservierten Elefanten ab und laufen zurück ins Hotel. Am Abend sitzen wir an der Strandbar und trinken Sekt nach Preisen des Hauses. Unsere AI-Bändchen reichen hier nicht mehr aus und für besondere Anlässe gibt es besondere Karten. Jetzt weis ich wie wichtig eine Visakarte ist, denn die Preise beginnen bei 3600 Rubien und der Kurs ist aktuell 1:83.
Heute haben wir uns eine große Tour vorgenommen. Tchibo ist hier so bekannt, dass er mit seinem Bus auf das Hotelgelände fahren darf. Wir holen unsere Lunchpakete und verstauen alles sicher im Fahrzeug. Wir fahren auf der Küstenstraße Richtung Galle und nach wenigen Kilometern entdeckt der Busfahrer einen Toddysammler in der Krone einer Palme. Mehrere Palmen sind mit Seilen verbunden und waghalsig klettern die Sammler von Palme zu Palme um den Saft der Palmenblüten zu ernten. Wenn die Seile nass und rutschig sind, ist es sehr gefährlich auf den Seilen zu laufen und es passieren viele Unfälle. Der gewonnene Palmsaft ist Ausgangsstoff für den leckeren Arrak, welcher vor allem in Mixgetränken mundet.
Danach fahren wir zu einer Schildkrötenfarm in Koskoda.
Mühsam werden die verschieden Arten vor dem Aussterben bewahrt. Für eine Rupie pro Stück werden die Eier der Schildkröten vor dem Kochtopf gerettet und in der Farm aufgezogen. Auch hier wird die Führung in deutscher Sprache gemacht.
Wir verlassen die Küstenstraße und wollen in Mitiyagoda eine Mondsteinmine besichtigen. Abseits der Hauptstraße wird es ruhiger und es tauchen die ersten Felder auf. Üppige Wälder werden von offenen Lichtungen abgelöst. In der Ferne hören wir einen lauten Motor knattern. Wir lassen den Bus stehen und laufen in Richtung Lärmquelle. Der alte Dieselmotor treibt eine "Pumpe" an, welche das Wasser aus der Mine fördert. Das ganze Umland besteht nur aus Abraum und Schlamm. Der Schacht ist mit Baumstämmen notdürftig abgestützt und aus dem Loch hören wir Stimmen. Eine dunkle Gestalt klettert an den Stämmen Richtung Tageslicht. Das Wasser drückt aus allen Richtungen und läuft in den Schacht hinein. Die Pumpe ist wieder ausgefallen und alle müssen raus. Ein Arbeiter nach dem anderen kraucht völlig durchnässt aus dem dunklen Loch. Jetzt wird repariert, dann der Stollen leer gepumpt und dann geht es wieder in die Tiefe. Wir gehen zu den Gebäuden die einige hundert Meter abseits in etwas besserer Lage stehen. Hier werden die Steine geschliffen und zu wertvollem Schmuck verarbeitet. Ein Führer erklärt uns die hier vorkommenden Edelsteine und zeigt uns Rohlinge in allen Varianten. Die Werkstatt ist so groß wie eine Garage und die Schleifer versuchen uns Steine unter der Hand zu verkaufen, als der Chef das Gebäude verlassen hat. Erst mal sehen was noch kommt denn bei den Preisen für rohe Steine kennen wir uns nicht aus. Man bringt uns Getränke und bittet in den Verkaufsraum. Die Auslagen lassen sicher das Herz jeder Frau höher schlagen. Steine in allen Farben und Formen liegen vor uns. Ob Ring, Halskette, Ohrring oder Fußkettchen, alles gibt es auch als passendes Set. Sicher gibt es das ein oder andere Schnäppchen zu kaufen aber wir halten uns zurück. Jetzt werden uns ungeschliffene Mondsteine angeboten und der Ton wird rauer. Obwohl ein Paar mehr als 500 Euro in dem Laden gelassen hat, ist der Chef der Truppe nicht zufrieden. In einem Baum vor dem Gebäudesitzt ein Affen, welcher aus einer Flasche mit einem Strohhalm trinkt. Der Anblick ist schon lustig.
Wir fahren zurück auf die Küstenstraße und dann weiter Richtung Galle. Eine Fahrt mit einem Glasbodenboot wollen wir uns nicht entgehen lassen und deshalb halten wir in Hikkaduwa an. Durch flaches Wasser waden wir zu einem der bunten Boote. Der Glasboden ist schon etwas zerkratzt aber die Videoaufnahmen mit aufgelegter Kamera werden sehr gut. Wir nähern uns den anderen Booten über dem vorgelagerten Riff und staunen über die Vielfalt der Korallen und Fische. Sogar 2 Meeresschildkröten schwimmen ruhig an uns vorbei. Die Zeit vergeht schnell und wir sind bald wieder an Land.
Weiter geht es zu den Stelzenfischern. Wir kommen sicher ungünstig denn alle Arbeitsplätze sind unbesetzt. Die Stelzen sind im Wasser und die Fischer warten auf etwas Reibung zwischen Daumen und Zeigefinger, bewegen sich dann aber Richtung Wasser. Ein paar Fotos und schon sind die Stelzenfischer wieder im Schatten. So wird also schon lange nicht mehr gefischt.
Die Stadt Galle im Süden der Insel ist erreicht und wir besichtigen das Fort. Der Ausblick nach allen Seiten ist überwältigend. Wir haben einen wunderbaren Überblick über große Teile der Stadt und Tchibo erklärt uns die Geschichte der Region.
Auf dem Rückweg wird noch an einer Seidenraupenfarm gehalten. Wir hören uns den sehr interessanten Vortrag an und kaufen in dem dazugehörigen Laden einige schöne Sachen ein.
Es ist schon spät geworden und und es geht zurück nach Beruwela. Ein Zug nach Colombo überholt unseren Bus und es wird eine kleine Wettfahrt gestartet. Eine Mutter mit ihrem Säugling sitzt bei voller Fahrt auf dem Trittbrett eines Waggon. Der Zug ist mehr als überfüllt macht aber ordentlich Tempo. Eine Schranke macht dem Wettrennen erstmal ein Ende. Nach einem sehr schönen Tag erreichen wir wieder das Hotel.
Gemeinsam werden schon Pläne für den nächsten Tag gemacht und es wird beschlossen den dem Fischerhafen von Beruwela zu besichtigen. Tchibo übernimmt wieder die Organisation bis in alle Details.
Es ist der 16.März 2002. Unsere erste große Reise führt uns in das ferne Sri Lanka. Der Bus vom Flughafenservice bringt uns pünktlich zum Flughafen Halle-Leipzig. Für 53,50 € werden wir abgeholt und in 2 Wochen wieder nach Hause gebracht. Der Preis rechnet sich. Mit einer Boeing 737 wollen wir nach Frankfurt fliegen. Das Einchecken geht zügig voran. Unser Vorrat an Feuerzeugen muss etwas umverteilt werden und schon haben wir die Kontrollen hinter uns.
Die Maschine landet pünktlich in Frankfurt. Jetzt haben wir über 3 Stunden Aufenthalt und können uns in Ruhe umsehen. Die Sitzplätze in der Condor sind reserviert und dadurch müssen wir beim Check-in nicht in der Schlange stehen. Nur gut, dass die Boeing 767 Raucherplätze hat, denn 10 Stunden im Flugzeug sind eine lange Zeit. Unser erster Langstreckenflug verläuft ruhig und wir landen pünktlich in Colombo.
Die warme feuchte Luft weht uns um die Nase und mit Bussen werden wir zur Ankunftshalle gefahren. Es ist 6:00 Uhr Ortszeit, die Sonne ist noch nicht aufgegangen und den Angestellten des Flughafens fällt es schwer wach zu bleiben. Nach jedem Stempel ein kurzes Nickerchen bis endlich alle Stempel und Unterschriften im Pass sind. Das im Flugzeug mühsam ausgefüllte Einreiseformular wandert ungesehen auf einen Stapel oder landet auf dem Fußboden. Wie immer haben wir die langsamste Schlange erwischt. Schon war die nächste Maschine gelandet und Nachschub drängt in die Halle.
Geschafft - unser neuer Pass hat die ersten vollen Seiten, die Koffer sind auch schon da und das erste Geld wird gewechselt. Der Euro ist für alle neu aber in Sri Lanka viel beliebter als bei uns Deutschen. Dollar in bar und Dollarreiseschecks - wer hat uns nur dazu geraten? Der Kurs am Flughafen ist sehr gut. Draußen wird es langsam hell. Wir werden von einem Neckermannmitarbeiter erwartet und ein Kofferträger bringt uns zu den Bussen. Die Euromünze kommt bei dem Kofferträger nicht so gut an. Scheine sind ihm lieber.
Schon bei der Begrüßung im Bus lernen wir den Unterschied zwischen deutscher und deutschsprachiger Reiseleitung kennen. Es ist nicht einfach den Worten des Reiseleiters zu folgen. Wir fahren Richtung Colombo und sind doch etwas erschrocken wie es entlang der Straße aussieht. Den in den Vororten lebenden Menschen sieht man die Armut an und zwischen den Hütten türmt sich der Müll. An die Fahrweise hier muss man sich erst einmal gewöhnen. Immer wieder halten wir die Luft an weil sich der Fahrer Mühe gibt uns seine Fahrkünste zu zeigen. Wir sind am ersten Hotel angekommen und die Pause wird länger als erwartet. Die Klappe für das Gepäckteil lässt sich nicht öffnen. Weil alle Tricks nicht helfen wird die Klappe mit roher Gewalt aufgehebelt. Dieses Hotel macht nicht den besten Eindruck und wir sind froh, dass wir weiter fahren dürfen. Das Hotel "Bayroo" ist erreicht und der positive Eindruck überwiegt. Die Anlage ist sehr sauber und gepflegt. An der Rezeption verständigen wir uns mit unseren wenigen Englischkenntnissen und erhalten das Zimmer 217.
Die Zimmer sind sehr groß und die recht laute Klimaanlage kühlt das Zimmer schnell auf normale Zimmertemperatur herunter. Die feuchte salzige Luft hat an der Einrichtung ihre Spuren hinterlassen. Vor allem Metallgegenstände aus Aluminium sind sehr angegriffen und die Armaturen im Bad lassen ihren Glanz nur erahnen. Zu meiner Überraschung sind es deutsche Modelle; aber bei uns schon lange nicht mehr erhältlich. Vom Balkon haben wir einen sehr guten Blick über die Hotelanlage auf den Ozean. Wir passen unsere Kleidung den Temperaturen an und inspizieren die Hotelanlage. Obwohl es Zeit zum Essen ist haben wir keinen Hunger - die Zeitverschiebung hat unsere innere Uhr verstellt. Wir gehen ins Restaurant und wollen erst mal etwas trinken. Bier bei der Hitze ist sicher nicht so gut, also versuche ich mit fifty-fifty Beer and Sprite ein radlerähnliches Getränk zu ordern. Dem Kellner entweicht ein leichtes Lächeln und er fragt in sehr gutem Deutsch ob ich ein Radler möchte. Ich habe alles erwartet aber deutsch sprechendes Personal nicht. Sehr schnell sind die ersten Kontakte geknüpft und wir erfahren das nur 10 Gäste im Hotel übernachten und sich das die nächsten Tage auch nicht ändern wird. Einige Hotels mussten schon geschlossen werden. Das sind weitere Folgen des Anschlages in New York.
Wir verlassen das Hotel Richtung Strand, werden schon an der Hautfarbe als Neuankömmlinge erkannt und für die diversen Händler beginnt die Neukundengewinnung. Kaufen, kaufen ..... Zigaretten, Bootstouren, Holzschnitzereien und Saries in allen Varianten werden uns angeboten. Wir bleiben standhaft und erreichen das Wasser.
Ein Korallenriff verläuft in 25m Entfernung parallel zum Strand und ist für diesen Strandabschnitt ein natürlicher Wellenbrecher. Wie in einer Badewanne liegt das Wasser ruhig vor uns. Der Sand ist sehr grob und man sinkt beim Laufen tief ein.
Bei Ebbe kann das Wasser nicht komplett abfließen und heizt sich zusätzlich auf. Die Sicht ist optimal zum Schnorcheln, bis die Flut die ersten Wellen über das Riff schiebt. Bei Ebbe kann man tolle Spaziergänge machen und Seeigel, Seesterne und Muscheln beobachten. Noch schöner sind die sehr bunten Fische oder auch Moränen, Krabben sowie manchmal Wasserschlangen.
Der Himmel verdunkelt sich langsam und ein Gewitter zieht auf. Innerhalb von Minuten steht das Wasser einige Zentimeter hoch auf der Grünfläche des Hotels. So einen Gewitterregen gibt es bei uns selten. Kurze Zeit später ist alles vorbei und die Sonne kommt wieder hervor.
Wir statten dem Schmuckladen am Hotel einen kleinen Besuch ab. Die Besitzer "kleiden" meine Frau komplett ein, inkl. 2 Supersteinen in Hühnereigröße in jede Handfläche. Wir bleiben standhaft und die Juweliere auf ihren Steinen sitzen.
Am ersten Abend lernten wir die anderen 4 Landsleute kennen. Sofort war eine nette Gruppe zusammen. Nach den ersten 5 Minuten des Gespräches stellten wir fest das alle aus der gleichen Ecke in Deutschland kamen. Ein Paar wohnte nur 30km von uns entfernt. Die Welt ist ein Dorf.