Pavian

Der 2. Tag in der Mara

Wir werden sehr zeitig geweckt und wollen den Sonnenaufgang in der Mara sehen. ein Krokodil an der Voyager Safari LodgeEin großes Krokodil hat es sich direkt unter der Terrasse der Lodge bequem gemacht und wir sind froh einige Meter höher zu stehen. Wir holen unsere Marschverpflegung und die Frühpirsch geht los. Als die Sonne aufgeht haben wir die Lodge schon weit hinter uns gelassen. Es ist noch kühl und der Fahrtwind wirkt erfrischend. Haben wir gestern nur sehr wenige Elefanten gesehen sind es heute schon viel mehr gewesen. Ein sehr großes Löwenrudel hat sich einen Hügel als Aussichtsplattform gewählt. Wir wollen aber weiter an einen relativ sicheren Platz um in der Mara zu frühstücken.Kenia Safari 2003: Frühstück in der Masai Mara Francis parkt den Geländewagen an einer Lichtung direkt am Marafluss. Die Türen sind aus Sicherheitsgründen alle auf und natürlich hat er die Umgebung vorher auf ungebetene Gäste durchsucht. Es ist ein Erlebnis in der Wildnis und jedes unbekannte Geräusch bringt den Kreislauf in Schwung. Hinter dem Geländewagen fällt das Gelände steil ab. Eine Pavianherde überquert den Fluss und stört dabei eine Schar Perlhühner beim Trinken.am Mara Fluss Francis erzählt uns einiges über die großen Tierwanderungen und wir wollen zu einer der Stellen fahren an der die großen Herden den Fluss überqueren müssen. Die großen Echsen liegen faul in der Sonne und hoffen auf die Regenzeit und der danach beginnenden Tierwanderungen.

Wir fahren weiter und sehen zwei Geparden im Gras liegen. Diese Tier sieht man in der Mara nicht so häufig. Sie suchen einen Hügel auf und halten Ausschau. Ein Löwenrudel hat es sich in der Nähe bequem gemacht und die beiden Geparden beobachten ihre Feinde. In dem offenen Gelände ist das Gras sehr hoch und die Raubkatzen finden sehr gute Deckung.Kenia Safari: Geparden Über Funk fordert ein anderer Wagen Hilfe an. Tierfilmer haben eine Gepardfamilie bei der Jagd beobachtet und weil weit und breit kein Schatten zu finden war wurde die Beute unter dem Geländewagen zerlegt. Es war ein Weibchen mit drei kleinen Jungen. Die Regeln der Nationalparks lassen es nicht zu die Geparden zu vertreiben und den Lauf der Natur zu beeinflussen. Die Tierfilmer sitzen aber schon einige Zeit fest und wollen weiter. Als ein weiter Wagen eintrifft wechselt das Weibchen den Unterschlupf und sucht sich unser Auto aus. Endlich können die Anderen weiter fahren. Unter unserem Auto fressen die 4 weiter bis sie satt weiter ziehen. Es ist schon nach 13:00 Uhr und wir fahren zurück in die Lodge zum Essen. Das Krokodil liegt immer noch unterhalb der Terrasse am Ufer.

  Panorama an der Voyager Safari LodgeAus sieben Einzelbildern im Hochformat entsteht dieses Panorama. Die Voyager Safari Lodge folgt der U-Form des Flusses. Die Nilpferde liegen im Wasser und verlassen es nur nachts zum weiden.Kenia Safari: bei den Masai zu Besuch Auf beiden Seiten gehen abends die Tiere an Land und laufen auch am Zaun der Lodge entlang.

Wieder geht es auf Pirschfahrt und diesmal besuchen wir auch ein Dorf der Masai. Francis verhandelt das Eintrittsgeld (1200,- KSh) und wir dürfen alles filmen und fotografieren. Die Urlauber sind eine wichtige Einnahmequelle für die Massai und geben uns dafür Einblicke in die Lebensweise des Naturvolkes. Ich hätte nicht für möglich gehalten das in den Hütten der Massai auf offenem Feier gekocht wird. Die Belüftung erfolgt nur durch kleine Löcher in den Seitenwänden der Hütten. Erst durch die Blitzaufnahmen sieht man die Einflüsse der Zivilisation. Kleidungsstücke werden oft von Touristen hier gelassen und bestimmen immer mehr das Bild der Massai. Thermoskannen, Schraubgläser, Porzellangeschirr, Behälter aus Plast und Reisetaschen habe ich auf den Bilden entdeckt. Feuer haben wir noch auf die traditionelle Sonnenuntergang in der Masai MaraArt angemacht aber Fahrräder werden von den Massai auch schon benutzt. Die Häuser bestehen immer noch aus einem Geflecht aus Ästen und Zweigen welche mit Kuhdung gefüllt werden. Kenia Safari 2003: ElefantenDurch die Rinderzucht haben sie dieses Baumaterial kostenlos und in großen Mengen. Die Massai nutzen nur die Milch und das Blut der Rinder. Das Fleisch wird verkauft und nie selbst verzehrt. Die Massai essen kein Fleisch ihrer Rinder. Jede Familie versucht noch durch den Verkauf von Schmuck und anderen Andenken Geld in die Kasse zu bekommen. Wir verabschieden uns und müssen langsam wieder in Richtung Lodge fahren. Die reiche Tierwelt der Massai Mara machte heute für uns Schaulaufen und Francis kannte noch einen schönen Platz für die Beobachtung des Sonnenunterganges.

Von Mombasa über Nairobi in die Masai Mara

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Heute ist der 08.03.2003 und wir müssen bis 05:00 Uhr am Flughafen Mombasa sein. Wir haben uns im Hotel ein Taxi bestellt und hoffen das der Fahrer auch pünktlich ist. Das Flugzeug ist fast ausgebucht und viele einheimische Geschäftsleute nutzen die schnelle Verbindung in die Hauptstadt. Am Flughafen werden wir schon von unserem Fahrer mit dem Geländewagen abgeholt. Wir müssen noch zu Gabi in die FirmaKenia Safari 2003: Nairobi um den Restbetrag zu bezahlen. Quer durch Nairobi fahren wir in eine etwas bessere Wohngegend. Gabi erwartet uns schon und die Formalitäten sind schnell erledigt.  Kenia Safari 2003: Rift ValleyWir bekommen einen schicken Safarihut geschenkt und erhalten eine kurze Einweisung über den Verlauf der Safari. Der Geländewagen steht uns rund um die Uhr zur Verfügung und Francis wird uns alle Wünsche von den Lippen ablesen. Es gibt keine maximale Anzahl der Pirschfahrten und auch die gekühlten Getränke für unterwegs sind im Preis enthalten.

In Nairobi fallen uns die sauberen Straßen und der dichte Verkehr auf. Dagegen ist Mombasa eine kleine verschlafene Provinzstadt. Auf der Stadtautobahn sind wir schnell unterwegs und fahren dann auf sehr guter Straße in Richtung Rift Valley. Gegen 11:00 Uhr erreichen wir nach etwa 20 Km den Aussichtspunkt der Ngong Berge und machen Pause. Vor uns liegt der große ostafrikanische Grabenbruch und hier müssen wir erst mal durch. Ein sehr schöner Ausblick über die mehr als 1000m tiefer liegende Ebene. Sofort wird man von Souvenirverkäufern angesprochen die hier natürlich reichlich Kundschaft haben. Wir sind aber schon etwas braun gefärbt und nicht die richtige Zielgruppe. Mit dem Fernglas sehen wir die Straße auf der wir das Rift Valley durchqueren wollen.

Kurvenreich geht es immer bergab. Im oberen Abschnitt stehen die LKW an der Seite, welche die lange und steile Strecke nicht nach oben geschafft haben. Jetzt geht es nach oben flüssig und auf unserer Seite stehen die Fahrzeuge mit Bremsproblemen und defekten Reifen. Es ist die reinste Materialschlacht. Nur wenige Kilometer fahren wir noch auf der A104 entlang und müssen dann auf die Straße in Richtung Narok abbiegen. Die Schlaglöcher werden immer mehr und teilweise haben die Kleinbusse und Geländewagen eine eigene Spur neben der Straße angelegt. Schwer beladene LKW hinterlassen eine riesige Staubwolke die der Wind in das Umland weht. Große Maisfelder werden bearbeitet und bewässert. Einige Männer stehen am Straßenrand und füllen die Schlaglöcher mit Schotter und Sand. Francis hält manchmal an und gibt den Männer etwas Geld. Die Leute stehen freiwillig in der Mittagshitze und versuchen die Straßen auch für die großen LKW befahrbar zu halten. Landschaft in der Masai Mara Kenia Als Dank halten die Fahrer an und geben Geld oder auch Lebensmittel und Wasser. Auffällig ist die hohe Zahl der Polizeikontrollen. Warum nur? Wie überall in Kenia sieht man Kleinbusse die überladen über die Pisten rasen. Die billigste Art um von A nach B zu kommen. Die hohen Unfallzahlen und die Materialschäden an LKW und PKW zwingen zu diesen massiven Kontrollen. Auch einige Kleinbusse der Safarianbieter stehen defekt am Straßenrand und Urlauber warten seit Stunden auf ein Ersatzfahrzeug.

An einer einsamen Hütte machen wir Rast. Dieser Laden bietet alles was Touristen in dieser einsamen Gegend brauchen. Toiletten, Getränke, Schnitzereien, Masaischmuck und andere Souvenirs. Weiter fahren wir nun auf festen Wegen, kommen zu einem Kontrollpunkt und einige Geldscheine wechseln den Besitzer. Die ersten Tiere sind zu sehen und gegen 15:00 Uhr sind wir an der Voyager Safari Lodge. Schnell duschen, umziehen, essen und 16:00 Uhr geht die erste Pirschfahrt los. Francis ist ein erfahrener Tierfotograf, hat selbst seine Kamera dabei und damit habe ich alle Voraussetzungen für gute Bilder. Er kennt die Masai Mara sehr gut und hat Augen wie ein Adler. Ein deutsches Tierlexikon liegt für alle Fälle auf dem Beifahrersitz. ein Pavian in der Masai Mara Kenia Kaum haben wir die Lodge verlassen, entdeckt er dieses große Pavianmännchen mit Nachwuchs in einem Baum. Wir können uns im Geländewagen ausbreiten und so liegen Digitalkamera, Camcorder und Fernglas immer griffbereit. Der Getränkevorrat ist auch aufgefüllt, denn die Sonne brennt immer noch auf der Haut.

Die meisten Tiere haben sich unter den Bäumen niedergelassen und warten darauf das die Sonne langsam am Horizont verschwindet. 2 Löwinnen schlafen direkt auf unserem Weg. In der Masai Mara darf man zu den Tieren fahren und die Wege verlassen aber trotzdem benutzen die Fahrer immer die gleichen Strecken.ein Löwe in der Masai Mara Kenia Langsam verlassen die Weidetiere ihren Unterstand und beginnen zu fressen. Auch die Löwen werden langsam munter und sehen sich die Speisekarte an. Das große Löwenmännchen kommt direkt auf unseren Geländewagen zu und nimmt ihn als Deckung. Ich versuche die Kamera ruhig zu halten denn die Lichtverhältnisse sind um 18:50 Uhr nicht mehr gut. An das Blitzlicht neben mir habe ich nicht gedacht. Wenn die Sonne untergeht sollten alle Wagen wieder in den Unterkünften sein. Francis Kenia Safari: Sonnenuntergangmeldet sich per Funk in der Lodge und langsam fahren wir in Richtung Marafluss. Mit einem schönen Untergang verabschiedet sich die Sonne für heute.

Wir sind wieder in der Voyager Safari Lodge. Wer denkt hier gibt es nur Fertiggerichte hat sich sehr geirrt. Ein großes Lagerfeuer wird angezündet und am Grill wird das Fleisch frisch zubereitet. Auch die Camps und Lodges werden mit Sternen ausgezeichnet und die Leistung spiegelt sich dort wieder. Die Zimmer sind schön hergerichtet und sogar Kerzen als Notbeleuchtung sind aufgestellt. Sogar an einen schöner Obstkorb für den kleinen Hunger zwischendurch haben sie gedacht. Der Strom wird nur zeitweise in die Zimmer geschalten. Wer dann vergisst seine Akkus zu laden kann das nur noch an der Rezeption machen. Ich habe gelesen das es Nachts sehr kühl werden kann, aber die Wärmflaschen in den Betten sind doch etwas übertrieben. Die Geräusche der Wildnis und die nächtliche Unterhaltung der Nilpferde im Fluss verhindern ein schnelles Einschlafen.