Vom Mekongdelta nach Saigon

19.03.2010

Am letzten Tag unserer Rundreise müssen wir schon um 5:30 Uhr aufstehen. Nicht weil wir heute so viele vorhaben, sondern weil wir einen der schwimmenden Märkte besuchen wollen. Um 7:00 Uhr trifft sich unsere Gruppe vor dem Hotel. Leben am MekongLeben am MekongDie Koffer werden im Bus verstaut und wir gehen anschließend zu Fuß zur Anlegestelle der Touristenboote. Es ist nicht sehr weit und um 7:20 Uhr sind wir schon auf dem Schiff. Der Markt von Cai Rang liegt etwa 7 km von Can Tho entfernt. Wir fahren stromaufwärts und beobachten das Leben am Flussufer. Einige Vietnamesen befassen sich noch mit der Morgentoilette und einige Frauen sind schon mit der Wäsche beschäftigt. Auch am frühen Morgen sieht man keinen Unterschied in der Kleidung. Wir haben den Eindruck, dass die vietnamesischen Frauen auch am Tag Schlafanzüge anhaben.

Für die Entfernung zum Markt benötigen wir nicht einmal 30 min und schon sehen wir die ersten Boote auf dem Fluss. Unser Bootsführer verringert die Geschwindigkeit und mit langsamer Fahrt durchqueren wir den schwimmenden Markt. Vom großen Lastkahn bis zum kleinen Ruderboot sind alle Schiffsgrößen vertreten. die schwimmenden Märkte von Can Thodie schwimmenden Märkte von Can ThoWir sind zum richtigen Zeitpunkt hier, denn überall wird verhandelt und die Waren umgeladen. Das Angebot ist sehr vielfältig und viele Schiffe sind noch voll beladen. Heute verkosten wir frischer Ananas, welche Than auf einem Boot kauft. Früchte werden gleich vor Ort geschält und als Ananas am Stil angeboten. Auf den großen Motorbooten sitzen meist die Männer am Ruder, während die Ruderboote fast immer von Frauen fortbewegt werden. Die Anzahl der Schiffe nimmt immer weiter zu, weil jetzt die vielen Touristenboote ankommen. Nach 45 min, also etwa 8:30 Uhr, verlassen wir den schwimmenden Markt und fahren stromabwärts.

Leben am Mekong - man beachte die StellungUnser Bus ist schon mit der Fähre übergesetzt und wartet auf uns. Für unsere Gruppe entfällt damit die Wartezeit an der Fähre. Wir fahren an unserem Hotel vorbei und überqueren dann einen der Hauptarme des Mekong. Hier sehen wir große Lastkähne, die Fähren und die noch nicht fertiggestellte Brücke. Kurz nach 9:30 Uhr sitzen wir dann wieder im Bus. Der Weg zurück nach Saigon führt über eine ähnliche Brücke, welche aber schon am 21. Mai 2000 eröffnet wurde. Die My Thuan Bridge ist ein Gemeinschaftsprojekt von Vietnam und Australien.

Größenvergleich zweier LastkähnePause auf dem Weg nach SaigonAuf dem Weg nach Saigon machen wir unterwegs an einem sehr guten Restaurant unserer Mittagspause. Das Mekong Rest Stop hat eine gute Küche, ist sehr gut gestaltet und hat die Touristen als Zielgruppe. Während der Weiterfahrt bekommen wir die Unterlagen für den Anschlussaufenthalt. Than verteilt die Flugtickets und gibt die Abholzeiten für morgen bekannt. Um 14:30 Uhr sind wir wieder im Equatorial Hotel angekommen. Unsere Zimmer befinden sich aber heute einige Etagen höher. Den Rest des Tages haben wir zur freien Verfügung. Nach einer kurzen Erfrischungspause machen wir uns wieder auf den Weg. Etwa 1 km vom Hotel entfernt befindet sich ein gutes Einkaufszentrum unterhalb des Plazahotels. Die Geschäfte der gehobenen Kategorie erreichen wir nach 15 min zu Fuß. Der Weg hier her lohnt sich nicht wirklich. Mit dem Taxi fahren wir zum Saigon Square. Hier gibt es in Vietnam hergestellte Markenartikel zu Spottpreisen. Der Weg hat sich gelohnt. Zu Fuß machen wir uns auf dem Weg zum Zentralmarkt. In einem Biergarten treffen wir zwei Pärchen aus unserer Reisegruppe und machen auch erst einmal eine Pause. Nach einem kurzen Einkaufsbummel treffen wir uns hier zum Abendessen wieder. Es ist das erste Mal, dass wir in Vietnam sehr scharf gewürztes Essen bestellen können und es auch bekommen.

Mit dem Taxi lassen wir uns wieder zum Hotel bringen. Die Einkaufstour war sehr erfolgreich.